Moment mal: Spurwechsel?

Wow da hat man ja wieder ein Schlagwort gefunden. Seit Tagen geistert es durch die Medien. Spurwechsel, was ist ein Spurwechsel? Woher kennt man Spurwechsel? Na klar diese nervenden Autofahrer, die laufend die Spur wechseln, weil sie glauben, dadurch schneller ans Ziel zu kommen.

Doch damit hat es nichts zu tun. Sondern es geht um Asylsuchende, deren Asylantrag abgelehnt wurde, die jedoch mittlerweile über gute Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und sogar noch eine Berufsausbildung hinter sich haben. Hier hatte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther CDU) die Idee, diese nicht abzuschieben, sondern, was ja durchaus vernünftig wäre, ihnen ein Bleiberecht zu sichern. SPD, GRÜNE und ja sogar die FDP finden das einen vernünftigen Ansatz. Nur die Bundeskanzlerin und ihr Innenminister natürlich nicht.

Und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier fürchtet, dass man damit ein falsches Zeichen setzen könnte. Nach dem Motto, wenn es mit dem Asyl nicht klappt, versuchen wir es eben über einen erlernten Beruf. Und hat folgendes vorgeschlagen, man könne ja eine Sonderregelung treffen. Diese Regelung würde eben nur die betreffen, die bereits im Land sind und für die, die Voraussetzungen zutreffen. Ich finde, diesen Vorschlag sollte man ernsthaft diskutieren. Und nicht gleich wieder in die üblichen Schnappatmungen verfallen.

Denn weshalb soll man Menschen abschieben, die sich sprachlich wie beruflich bereits in der Bundesrepublik integriert haben? Natürlich mit der Einschränkung, dass keine strafbaren Handlungen zur Ablehnung des Asylantrages führten. Und damit meine ich nicht, dass mal ein Brötchen geklaut wurde.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

2 Kommentare zu “Moment mal: Spurwechsel?

  1. ballblog sagt:

    Sehe ich ganz ähnlich – zudem hat die einheimische Wirtschaft ja vielleicht auch in die Ausbildung der Leute investiert. Da möchte ein Chef die doch lieber übernehmen als sie abgeschoben wissen.

    Gefällt mir

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