Moment mal: Völlig durchgeknallt?

Nein es geht nicht um Chemnitz, obwohl die Überschrift auch da passen würde. Es geht mal wieder um den Berliner Senat und hier insbesondere um die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Frau Lompscher (LINKE). Sie bekommt kaum etwas auf die Reihe und „brilliert“ nun auch noch mit tollen Vorschlägen, bei denen ich mich frage, ob das ihr Ernst ist.

Nachdem sie die Bauentwicklung, wie übrigens fast alle Vorgänger und Vorgängerinnen total verschlafen hat, kommt sie nun mit der Axt um die Ecke. Und das kann man durchaus wörtlich nehmen. Die Baumschutzverordnung und der Naturschutz sollen gelockert werden. Dadurch soll es künftig möglich sein auch Waldgebiete zu Wohngebieten zu machen und einen Teil des Waldes abzuholzen.

Wahrscheinlich ist sich Frau Lompscher der Bedeutung eines Stadtwaldes nicht bewusst. Wie sehr er das Kleinklima positiv beeinflusst, konnte man gerade in diesem Sommer erfahren. Und auch die morgendliche Kühlung des Tempelhofer Feldes wird oftmals gewaltig unterschätzt.

Es handelt sich momentan um Vorschläge einer Senatorin, die mit dem Rücken zur Wand steht und sich kaum noch eine Fehlentwicklung leisten kann. Das Echo, das die Vorschläge heute in Berlin begleitete, sollte dem Senat jedoch zeigen, dass solche Vorschläge in der Bevölkerung überhaupt nicht gut ankommen.

Ich halte mich mit Rücktrittsforderungen immer sehr zurück. Jedoch hier, na ich weiß nicht, ob diese Senatorin überhaupt noch Impulse setzen kann.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

10 Kommentare zu “Moment mal: Völlig durchgeknallt?

  1. WernerBln sagt:

    Okay, auch ich halte Frau Lompscher für genauso unfähig, wie den gesamten Senat!

    Ich gestehe auch, dass ich die Rodungspläne in Detail genauso wenig kenne, wie Ihre Definition von Stadtwald.

    Allerdings gebe ich mal grundsätzlich zu bedenken, dass ohne Waldrodung in „Germanien“ keine einzige Ansiedlung existieren würde.

    Tatsache ist, es werden Wohnungen benötigt, die müssen irgendwo stehen! Wo? In bebauten Gebieten geht nicht (unzulässige Verdichtung), auf freiem Feld geht nicht (Käfer, Lurche, Biotope etc.), Wald geht nicht. Also unterirdisch oder geostationäre Umlaufbahn?

    😉

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    • rabohle sagt:

      Ich denke, auf dem BER Gelände muss man nicht nur Autos parken, sondern kann auch genügend Wohnungen bauen.
      Denn den Flughafen vermisst sowieso keiner und er wird auch offenbar gar nicht benötigt.

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    • sigurd6 sagt:

      @WernerBln: Also Stadtwald ist z. B. der Plänterwald oder die Königsheide um nur zwei in unserer unmittelbaren Umgebung zu nennen.
      Und die Pläne sind z. B. folgende:
      Bisher ist es erst gestattet Bäume zu fällen, wenn ein Grundstück tatsächlich bebaut wird. Das möchte Frau Lompscher ändern. Künftig soll es gestattet sein, Bäume unabhängig von einem Bauvorhaben fällen zu können.

      Bisher mussten für gefällte Bäume innerhalb der Stadt Ausgleichsflächen geschaffen werden. Frau Lompscher ist der Meinung, dies könne man auch in Brandenburg machen.

      Da finde ich den Vorschlag, den der Regierende Bürgermeister heute machte, schon etwas realistischer. Er möchte, dass Grundstücke die erkennbar nur zu Spekulationszwecken erworben und nicht bebaut werden mit einer höheren Grundstückssteuer „bestrafen“.

      Bei Ihrem Vergleich mit der Besiedelung Germaniens musste ich dann doch etwas schmunzeln. Da waren noch ganz andere Voraussetzungen gegeben.

      Dass sich an unserem Klima etwas ändert, dürfte mittlerweile vielen klar geworden sein und dabei meine ich nicht diesen Sommer. Heiße Sommer, wenn auch nicht so konstant, gab es schon in meiner Jugendzeit. Doch das Klima verändert sich weltweit. Und da ist es keine gute Idee Bäume zu fällen. Auch wenn es sich natürlich nicht in jedem Fall verhindern lässt.

      Hier sind Lösungen gefordert die nicht einer Panik, wie bei Frau Lompscher, siehe SPD-Ultimatum an sie, entspringen. Und dieser Senatorin traue ich ohnehin nichts, aber auch gar nichts zu. Schon gar nicht dieses Wohnungsproblem zu einer vernünftigen Lösung zu führen.

      Ich hatte schon des Öfteren geschrieben, dass ich mit einer Biologin verheiratet bin. Sie könnte Ihnen das noch viel besser erklären als ich.

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      • WernerBln sagt:

        „Bei Ihrem Vergleich mit der Besiedelung Germaniens musste ich dann doch etwas schmunzeln. Da waren noch ganz andere Voraussetzungen gegeben.“

        Zum schmunzeln war der Satz ja auch gedacht
        🙂

        Aber Rodung ohne konkretes Bauvorhaben ist natürlich irrsinnig!

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  2. ballblog sagt:

    Wie lange muß sie denn dem Kabinett angehören, um hinterher lebenslang „versorgt“ zu sein?

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  3. nana sagt:

    Absolut irrsinnig. Was die zunehmende Versiegelung von Grünlandflächen in den Städten anrichtet, ist doch inwischen hinlänglich bekannt.

    Und das Argument „Aber es muss doch Wohnraum geschaffen werden“ zieht nicht. Vielleicht sollten weniger Baugenehmigungen für den Bau von großflächigen Eigentumswohnungen, Einkaufszentren (beispielsweise Warschauer Straße, ein Elend) und Bürogiganten erteilt werden.

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  4. rabohle sagt:

    Man müsste wissen, wie sie denn so wohnt. Vielleicht könnte man einen Grundstücksteil enteignen und dort dann einen 25-Stockwerk-Bau hinsetzen. 🙂 🙂

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