Moment mal: Ein drehen und winden …

… ist das!

Jetzt wird klare Kante gezeigt, so jedenfalls durfte man Andrea Nahles verstehen, wenn es um die Entlassung von H.-G. Maaßen geht. Er ist für die SPD nicht mehr tragbar und muss weg. Mittlerweile sieht das auch der FDP-Vorsitzende P. Lindner so. So habe ich ihn jedenfalls in einem heutigen Interview in der ARD verstanden. So weit so gut?

Denkste denn der SPD-Generalsekretär L. Klingbeil war in einem Interview des ZDF nicht bereit dazu eine eindeutige Aussage zu machen. Die Moderatorin fragte, so glaube ich mich zu erinnern dreimal nach, ob die SPD aus der Koalition ausscheiden würde, wenn Herr Maaßen dann doch nicht entlassen wird. Wie er der Frage immer wieder auswich, fand ich schon peinlich. Glauben die, wir Wähler sind doof? Natürlich wird es am Dienstag ein Ergebnis geben und natürlich wird, wie immer es ausgehen mag, jede der Koalitionsparteien danach vor die Mikrofone treten und es als ein gutes Ergebnis bezeichnen. Und natürlich wird die SPD nicht aus der Koalition aussteigen.

Sie kennen die Umfragen, genau wie CDU und CSU. Also was soll die Komödie? Was will man damit erreichen? Zeit gewinnen? Für wen? Die Bayernwahl hat die CSU, wie es aussieht längst in den Sand gesetzt. Dass man in Bayern in den nächsten 4 Wochen noch einen großen Umschwung schaffen kann, haben wohl selbst die größten Optimisten der Parte längst aufgegeben.

H.-G. Maaßen ist ein Beamter und hat in dieser Funktion die Bundeskanzlerin bloß gestellt. Er konnte seine Behauptungen nicht belegen und ist somit untragbar geworden. Die Bundeskanzlerin kann, will sie nicht, dass noch mehr an ihrer Richtkompetenz gezweifelt wird, überhaupt nicht anders, als den Innenminister anzuweisen ihn zu entlassen.

Und dafür braucht man eigentlich keine zwei Treffen. Schon hier gibt es einen weiteren Gesichtsverlust der Kanzlerin.