Nur nach Hause …

Es war einer der Tage im Olympiastadion, an dem man sich fragte, wer spielt denn im Dress der Blauweißen? Hertha kann es ja wohl nicht sein. Wie lange ist es her, dass eine Herthamannschaft so im Olympiastadion auftrat?

Und das gegen einen der Angstgegner. In den letzten Begegnungen gab es jeweils 4 Gegentreffer gegen Hertha und heute? Da drehte die Mannschaft den Spieß einfach um. Und hätte Yann Sommer nicht einige Male reflexartig gehalten, so hätte es durchaus böser für die Borussia ausgehen können. Im Moment ist Hertha in einer Verfassung die man sich zwar gewünscht, jedoch nicht für möglich gehalten hätte. Ist es nur die Unbekümmertheit der jungen Wilden? Sie stecken damit die alten Hasen, wie es scheint, an. Kalou und Ibišević erleben momentan ihren dritten Fußballerfrühling und Duda scheint endlich die Verstärkung zu sein, die man sich schon vor 2 Jahren von ihm erhofft hatte.

Und ich weiß genau, dass im Hause Dardai heute Abend bestimmt eine gute Flasche Rotwein geköpft wird. Pal scheint in seinem vierten Jahr als Trainer die richtigen Hebel gefunden zu haben. Im Trainingslager vor der Saison wollte er der Mannschaft neue Impulse einimpfen, um sie weniger ausrechenbar zu machen. Bisher so scheint es, ist ihm das gelungen. Schon lange sah man keine Herthamannschaft so befreit aufspielen wie im Moment.

Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft mit Rückschlägen umgehen wird und die könnten schon in den nächsten beiden Spielen kommen. Am Dienstag in Bremen und dann am nächsten Freitag gegen Bayern München. Beides Gegner, gegen die man normalerweise kaum etwas holt. Doch im Moment scheint Normalität nicht zu Hertha zu gehören.

 

Schöner wohnen?

Gestern war er nun der groß angekündigte Wohnungsgipfel bei der Bundeskanzlerin. Klar gab es keine Ergebnisse. Wie auch denn von den Auswüchsen wie man sie im Bericht von Quer sieht, wird in der Politik nicht gesprochen. Nur keine heißen Eisen anfassen. Also wird der Mietwucher weiter gehen und dem kann man auch nicht durch Erhöhungen von Zuschussleistungen entgegenwirken.

Man muss das Problem bei der Wurzel packen, doch wer möchte da ran gehen?

 

Moment mal: Sag mir wo du stehst!

Am Dienstag trafen sich die Bundeskanzlerin, der Bundesinnenheimatminister und die Fraktionsvorsitzende der SPD zum Krisentreffen um Herrn Maaßen. Herauskam ein Kompromiss, den man nicht einmal mehr als faulen bezeichnen konnte. Der Präsident des Verfassungsschutzes wurde befördert. Nach dem Motto, Mist bauen muss sich wieder lohnen.

Und danach ging ein Aufschrei durchs Land und viele verstanden die Beförderung von Herrn Maaßen nicht mehr. Ja sie fühlen sich vergageiert. Klar es gibt auch Menschen die ihn zu seiner Beförderung beglückwünschten, doch das war nur ein geringer Teil. Meist sind die Menschen verärgert.

Und die Fraktionsvorsitzende der SPD A. Nahles hat die Beförderung mitgetragen. Nun, da sie merkt, dass die Stimmung im Land gegen diesen „Kompromiss“ ist, möchte sie schnellstens ihre Hände in Unschuld waschen. Sie lässt tatsächlich nichts aus um sich lächerlich zu machen und die SPD noch tiefer in die Krise zu stürzen. Sie soll laut Medienberichten einen Brief an die Kanzlerin und den Innenminister geschrieben haben. In diesem teilt sie mit, dass sie die Personalie Maaßen neu verhandeln möchte, da die Stimmung im Land gegen diese Entscheidung sei. Und wie ich gerade lese haben die Bundeskanzlerin und der Innenminister diesem Theater wohl zugestimmt.

Nun zeigt sie also auch noch, dass Rückgrat bei ihr nicht vorhanden ist. Wenn man nicht in der Lage ist seine vorher lauthals, wie es eben ihre Art ist, angekündigte Worthülsen durchzusetzen, dann muss man mit den Konsequenzen leben oder Konsequenzen ziehen. Die Konsequenz hier wäre gewesen dem Innenminister eindeutig klar zu machen, dass er Herrn Maaßen entweder entlässt oder die Bundeskanzlerin dahin zu bewegen dann auch den Innenminister zu entlassen. Ich glaube nicht, dass die CSU 4 Wochen vor der Wahl in Bayern einen Koalitionsbruch riskiert hätte. Wahrscheinlich wären sie, ohne es natürlich offen zuzugeben, sogar froh gewesen diesen Innenminister endlich los zu sein.

Was hat sich nun daraus ergeben? Im neuesten Deutschland-Trend ist die AfD zweitstärkste Kraft vor der SPD. Das habt ihr prima hinbekommen mit eurer Murmelpolitik. Klar es ist nur eine Momentaufnahme und man müsste das Ergebnis mit anderen Meinungsforschunginstituten vergleichen, doch es zeigt einen Trend.

Für Horst Seehofer gab es am heutigen Tag dennoch Grund zum Jubeln. Er ist beliebt als Innenminister. 61 Prozent finden ihn gut. Diese 61 Prozent sind zwar AfD-Wähler und Anhänger das wird ihn aber kaum stören. Dass er nur von 31 Prozent der CSU-Wähler als fähiger Innenminister gesehen wird, dürfte ihn nicht weiter stören. Denn der CSU ist er längst entrückt.