Viele reden über das Wetter …

… ich nun auch.

Als ich am Dienstag gegen 17:15 Uhr mit den Hunden die Nachmittagsgassirunde drehte, hätte ich mich nicht gewundert, wenn es am Mittwoch geschneit hätte. So eisig war der Wind und die Tageshöchsttemperatur des Dienstages war um diese Zeit von + 6 auf ca. + 3 Grad gefallen.

Für den gestrigen Mittwoch waren uns ca. +21 Grad angekündigt und das war eigentlich kaum zu glauben. Als ich am gestrigen Morgen auf den Balkon ging, dachte ich, das kann ja wohl nicht sein. Es war morgens gegen 9.00 Uhr bereits mollig warm. Und tatsächlich kletterte das Thermometer im Laufe des Tages dann auf +21 Grad. Natürlich mussten wir diesen Tag voll auskosten und schwupp ging es ab in das Brandenburger Umland zu einer sehr ausgedehnten Wanderung. Vorsichtshalber nahmen wir uns Jacken mit. Man weiß ja nie. Doch während unserer Wanderung, bei der ich mal wieder die Markierung der Wanderwege in Brandenburg erwähnen muss, die man getrost als eine Katastrophe bezeichnen kann, benötigten wir die Jacken nicht. Angeblich starteten wir von unserem Ausgangspunkt zu einem Rundwanderweg, der anfangs tatsächlich gut markiert war. Doch irgendwann wurde die Markierung immer spärlicher und so langsam überlegten wir uns, ob wir überhaupt noch eine finden würden. Zum Glück kamen wir an einer Stelle raus, die wir von früheren Wanderungen her kannten und wussten so, wo wir uns befanden und wie wir zu unserem Ausgangspunkt zurückkommen.

Also ging es nach Berlin zurück und wir sahen anhand der Temperaturanzeige im Auto schon, dass es draußen ständig kühler wurde. Klar die Sonne war weg und die Dunkelheit brach herein als wir an der Stadtgrenze von Berlin ankamen. Zu Hause angekommen merkten wir dann, dass es dann doch auf den November zugeht. Der heftige Wind tat ein übriges. Nur jetzt noch die Jacken überzuziehen, dazu waren wir dann auch zu faul.

Morgen sind +14 Grad gemeldet und so soll es dann bis zum Wochenende weiter gehen  mal. Also recht angenehme Temperaturen zum Wandern. Jedoch nicht mehr so leicht bekleidet wie heute. Aber momentan haben wir hier wunderschönes Herbstwetter und die Farben der Blätter an den Bäumen sind einfach überwältigend.

 

Moment mal: Rückzug auf Raten!

Nun hat sie allen die Show gestohlen. Die Bundeskanzlerin kündigte einen Tag nach der Wahl in Hessen ihren Rückzug in Raten an. Sie wird im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren und am Ende der Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt der Bundeskanzlerin zur Verfügung stehen.

Nach eigener Aussage hat sie für sich diese Entscheidung schon im Sommer getroffen. Das mag man nun glauben oder nicht, es ist auch egal. Ich frage mich, weshalb zieht sie denn nicht einen konsequenten Schlussstrich. Weshalb sagt sie nicht, dass sie nach der vereinbarten Zwischenbilanz im Frühjahr 2019 vom Amt der Bundeskanzlerin zurücktritt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie bis zum Ende der Legislaturperiode durchhält.

Doch wie sieht es mit der Nachfolge aus? Hier dürfte es spannend werden und auch mit der Wahl des Nachfolgers, der Nachfolgerin der Kurs der CDU ziemlich klar abgesteckt werden. Wird es die von der Kanzlerin favorisierte Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer, so wird sie den Kurs der Bundeskanzlerin in etwas konservativerer Form fortführen. Wenn Armin Laschet, der Ministerpräsident von NRW, in den Ring steigen sollte, so wäre auch bei ihm eher mit der Fortführung der Politik der Kanzlerin zu rechnen.

Anders sieht es bei Jens Spahn aus. Mit ihm würde die CDU wohl eher wieder in die konservativere Ecke rutschen. Und noch einer den man schon fast etwas vergessen hatte, stünde für diesen Weg, Friedrich Merz. Er würde bei der Wirtschaft mit Sicherheit großen Anklang finden.

Interessant dürfte es werden, wie die CDU die Wählerwanderung von Hessen interpretiert. Die genauen Zahlen habe ich jetzt nicht mehr im Kopf, jedoch sind wohl ca. 84.000 Wählerinnen und Wähler von der CDU zur AfD abgewandert und ca. 74.000 Wählerinnen und Wähler von der CDU zu den Grünen. Das zeigt schon, wie zerrissen die Wählerschaft der CDU mittlerweile ist. Die etwas liberaleren gingen zu den Grünen und die eher konservativen zur AfD.

Das macht eine Analyse bestimmt nicht einfacher und dürfte die Frage nach der Ausrichtung der Partei nicht einfacher machen.

Im Moment ist in der CDU nur eines sicher, die Ära Merkel geht entweder im nächsten Jahr oder spätestens mit dem Ende der Legislaturperiode zu Ende.

 

 

Die Kanzlerin hat die Konsequenzen aus dem Theater der letzten Monate gezogen. Leider scheint der, der für die schlechte Darstellung der Regierung der hauptverantwortlich ist, Bundesinnenminister Horst Seehofer der zwar des Öfteren mit seinem Rücktritt gedroht hat, jedoch hat er ihn noch immer nicht vollzogen. Mit diesem Minister ist eine sachbezogene Regierungsarbeit kaum möglich. Diese hat es in den letzten Monaten durchaus gegeben in Berlin. Konnte jedoch durch die Profilneurose des Herrn Seehofer nicht zum Wähler durchdringen. War die Konsequenz der Kanzlerin notwendig, so wäre sie beim Innenminister zwingend erforderlich. Damit endlich Ruhe einkehrt in die Regierungsmannschaft. Schon deshalb sollte die Kanzlerin eine Entlassung des Innenministers in Erwägung ziehen. Sie hat nun ohnehin nichts mehr zu verlieren und die CSU würde sich wohl schwer hüten wegen einer Entlassung des Innenministers aus der Regierung auszuscheiden. Nach meiner Auffassung ist nur so ein glaubwürdiger Neubeginn der Regierung möglich.

Moment mal: Es könnte eigentlich …

… ganz einfach sein, oder?

Gut die Online-Abstimmung über die Beendigung der Zeitumstellung war nicht unbedingt repräsentativ. Doch hat es ein Umdenken bei der EU gegeben. Man möchte die Zeitumstellung abschaffen.

Es geht eigentlich nur noch darum auf welche, als Normalzeit geltende Zeit man sich einigt. Doch da man dabei schon im Vorfeld an Widerstand aus den 27 Ländern glaubte, möchte man es jedem Land freistellen. Ob nun die Sommerzeit oder die Winterzeit zur Normalzeit erklärt wird. Und hier fängt der Schwachsinn schon wieder an. Wie viele verschiedene Zeitzonen wird es dann wohl geben in Europa? Doch selbst dies ist Zukunftsmusik. Denn eine Beratung im Österreichischen Graz zeigte, man kann sich nicht einmal darauf einigen, die Zeitumstellung schon für 2019 nicht mehr zu vollziehen.

Angeblich sei der Zeitplan zu ambitioniert, so heißt es aus Kreisen der Berater. Nun frage ich mich, was ist daran eigentlich zu ambitioniert? Man stellt die Uhren einfach nicht mehr um und fertig. Ist das so kompliziert oder müssen einige dieser EU-Politiker/innen wieder ihre Daseinsberechtigung durch unnötigen Aktionismus nachweisen?

Nicht einmal bei solch eigentlich banalen Themen wie der Beendigung der Zeitumstellung, sind die bei der EU für eine unkomplizierte Abhandlung in der Lage.

Ingo Insterburg †

Am vergangenen Sonnabend ist der Gründer von Insterburg & Co, Ingo Insterburg im Alter von 84 Jahren in Berlin gestorben. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts habe ich Insterburg & Co in der Komödie am Kurfürstendamm gesehen und es war ein unglaublich gelungener Abend.

Mein Beileid gilt seinen Hinterbliebenen.

 

28. Oktober 2018

… und so schaut es in unseren Blumenkästen am Balkon aus.

Ich kann mich nicht daran erinnern, schon jemals um diese Jahreszeit eine ähnliche Blumenpracht am Balkon gehabt zu haben.

BalkonBalkon1

 

Das Debakel der Idioten

Es war ein Spiel, in dem man gute Nerven haben musste, wenn man für Hertha ist. Zu überlegen war Borussia Dortmund und hätte die Hertha eigentlich mit einer Niederlage nach Hause schicken müssen. Dass es dazu nicht kam, konnten wahrscheinlich weder die Spieler vom BVB noch die von Hertha so recht begreifen.

So stand es am Ende 2:2 und das war dann doch etwas schmeichelhaft für Hertha. Andererseits greift eben immer wieder die alte Fußballweisheit, wenn eine Mannschaft ihre Chancen nicht mit Toren verwerten kann, so wird sie oftmals dafür bestraft. Und so kam es dann eben auch. Schon in der Nachspielzeit wurde D. Selke klar im Strafraum des BVB gefoult und beim fälligen Elfmeter behielt Kalou die Nerven und verwandelte ihn zum 2:2 Entstand.

Soweit lief der Nachmittag für Hertha eigentlich perfekt. Doch es gab im Block von Hertha mal wieder einige hirnlose Idioten, die für Randale sorgen mussten. Erst wurde mal wieder Pyrotechnik abgebrannt und dann eine Schlacht gegen Polizeibeamte vom Zaun gebrochen. Solche Typen bringen einen Verein in Verruf, obwohl sie wahrscheinlich kein Interesse am Fußball haben. Sondern nur auf Randale aus sind. Man kann nur hoffen, dass wenigstens einige erkannt wurden und dementsprechend abgestraft werden.

Der Verein hat am Abend eine Stellungnahme abgegeben und die Vorkommnisse als nicht hinnehmbar missbilligt.

So bleibt mir jedenfalls nur wenig Freude über den Punktgewinn in Dortmund. Denn diese Idioten haben mal wieder alles versaut. Ihr wisst wahrscheinlich überhaupt nicht, wie dumm ihr eigentlich seid. Hertha entging einem sportlichen Debakel in Dortmund. Für das Debakel wurde außerhalb des Spielfeldes von Idioten gesorgt. Schade!

Vorweihnachtszeit?

Mag sein, dass ich etwas kleinlich bin. Mag sein, dass ich gerade hier nostalgisch bin. Mag sein, dass mir dieser Kommerz auf den Wecker geht. Das alles mag sein. Ich möchte mich jetzt auch nicht wie meine Großeltern anhören, indem ich behaupte früher war das schöner. Aber es ist so, mir geht es so.

Ich kann mich noch gut an die Vorweihnachtszeit erinnern, als die Vorweihnachtszeit tatsächlich noch die Vorweihnachtszeit war. Und damit meine ich die Zeit vom 1. Advent bis heilig Abend. In den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es noch so. Mit dem 1. Advent wurde in unserer Stadt, in der es zwei große Spielzeugläden gab, jeweils eine große elektrische Eisenbahn im Schaufenster in einer wunderschön gestalteten Landschaft gezeigt. Und wir drückten uns an der Scheibe förmlich die Nasen platt. Und mit diesem Datum kamen auch erst Weihnachtsartikel in die Geschäfte. Die vier Sonntage vor heilig Abend waren verkaufsoffen. Nun muss man wissen, dass damals die Geschäfte Wochentags meist um spätestens 18:30 Uhr schlossen und am Sonnabend um 14:00 Uhr, auch die Kaufhäuser.

Ich fand, diese 4 Wochen hatten tatsächlich etwas Beschauliches. Klar als Kind bekam man die Hektik der Erwachsenen, die es natürlich auch damals schon gab, wenn auch nicht so wie heut, nicht mit. Trotzdem hatte ich das Gefühl, man ließ es etwas ruhiger angehen und freute sich auf die bevorstehenden Feiertage. Es wurde gebacken und wir Kinder schrieben Wunschzettel, die sich fast täglich änderten. Kurz geschrieben, es war eine besondere Zeit. Und am Heiligen Abend oder am 1. Feiertag traf sich die Familie und es wurde gegessen und geratscht. Und das völlig ohne ständig auf Smartphones zu starren, die es zum Glück noch nicht gab.

Und heute? Kaum ist der letzte Ferientag der Sommerferien vergangen, beginnt schon die Vorweihnachtszeit in den Supermärkten. Vorweihnachtszeit ab August, da kann einem eigentlich alles vergehen. Ich esse Stollen, Lebkuchen und Baumkuchen echt unheimlich gerne. Nur im August, September, Oktober oder November? Nein und nochmals nein. Das kommt mir nicht auf den Tisch.

Ich finde, so hat man das Weihnachtsfest und die Vorweihnachtszeit total verramscht. Ich glaube, diesbezüglich bin ich ein ewig gestriger. Dann ist das halt so. Wahrscheinlich passt etwas Ruhe und Besinnung nicht mehr in die heutige Zeit.

Dunja Hayali über das Miteinander

Von der gestrigen Talkshow im NDR habe ich eigentlich nur Dunja Hayali gesehen und fand es beeindruckend, was sie über das miteinander umgehen zu sagen hatte. Gut, dass sie sich als Gladbach-Fan outete, das verzeihe ich ihr mal, niemand ist perfekt. 😀