Geniale Kanzlerin

Ich muss jetzt mal eine Lanze für „unsere“ Kanzlerin brechen. Ja ehrlich, das ist kein Scherz. Was wird nicht alles von ihr behauptet. Sie sei Amtsmüde, führungsschwach, hat keine politische Linie und was noch alles über sie geschimpft wird.

Aber jetzt hat sie doch den genialen Einfall, wie man den lästigen Fahrverboten entgehen kann. Wenn man sich schon nicht gegen die Autolobby durchsetzen kann und die Führungskräfte der Automobilindustrie eine ähnliche Teflon-Beschichtung aufweisen wie sie, es perlt alles an ihnen ab, dann muss man eben das Übel an der Wurzel packen.

Man ändert einfach das Gesetz und schon passt es wieder. Mit einer kleinen Korrektur der Immissionswerte nach oben ist man das lästige Problem los und die Bürgerinnen und Bürger werden die paar Gramm mehr Verschmutzung freudig weg schnuppern. Ist doch für einen guten Zweck. Und wenn man einen Hustenanfall bekommt, dann weiß man wenigstens wofür.

Ich finde, das ist der große Wurf und der richtige Schritt nach vorne. Wenn man schon am Abgrund steht, ist es doch egal, oder?

So hat „unsere“ ehemalige Umweltministerin mal wieder gezeigt, wie genial sie Probleme löst.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Satire.

9 Kommentare zu “Geniale Kanzlerin

  1. WernerBln sagt:

    Unabhängig von der hoffentlich bald Ex-Kanzlerin mal ne ganz dumme Frage:

    Wie erklären Sie sich den Umstand, dass man mit gleichem Diesel in xy-Stadt D nicht mehr durch die yz-Straße fahren darf, natürlich zwecks Verhinderung der globalen und ausschlie0lich von D verursachten Klimakatastrophe, allerdings mit selbigem Auto quer und unbehelligt durch Europa fahren kann?

    Selbst in Brüssel:

    https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/umweltzone-in-bruessel-ab-1.1.2018.html

    Ab Euro2 alles erlaubt!

    Sie sind 68 in Berlin gelandet. Sie haben also, ebenso wie ich seit 51, nicht nur die damaligen Diesel sondern auch den wirklich dicken Smog dank Kohleheizungen (ab den 80ern fast ausschließlich aus Ostberlin) überlebt. Können Sie sich noch an die Herbsttage mit dichtem Smog und dem Geruch nach faulen Eiern erinnern?

    Wie ich Medien entnommen habe, sind in unseren EU-Nachbarländern die einheitlichen Grenzwerte natürlich generell nicht überschritten, weil Messstationen in Nebenstraßen und / oder auf Hochhäusern platziert sind! Folglich gibt es da auch keine Veranlassung für irgendwelche Fahrverbote?! Soweit mir bekannt, hat Hamburg zur Konstruktion der Notwendigkeit eines Fahrverbots Messdaten am Hafen (Schiffsdiesel!!) mit einbezogen; Berlin hat mobile Messungen in der Einflugschneise TXL veranstaltet!

    Übrigens:
    „Völlig unverständlicherweise werden Jahresdurchschnittsgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40µg/m³ im Straßenverkehr als Grenzwert festgelegt, obwohl die Grenzwerte von Schadstoffen in Innenräumen weitaus großzügiger betrachtet werden und der Mensch sich zu 70-80 Prozent des Tages in Räumen aufhält. Höchst offiziell sind am deutschen Arbeitsplatz für Beschäftigte laut Bundesgesundheitsblatt 950 Mikrogramm pro Kubikmeter Innenraumluft als „Maximale Arbeitsplatz-Konzentration“ (MAK) erlaubt. Also gut 20 Mal so hoch wie für Stickstoffdioxid auf Straßen – und zwar acht Stunden täglich und 40 in der Woche.“

    Quelle u.a.:
    aerzteblatt.de

    Sorry, wenn ich huste, liegt das an 50 Jahren Raucher und bestimmt nicht an irgendwelchen Mikrogramm von irgendwas Diesel!

    Fazit, ich kann diesen ganzen Blödsinn wirklich so nicht ernst nehmen!

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    • rabohle sagt:

      @werner
      Vielleicht husten dann aber ihre Enkelkinder nicht wegen Zigarettenrauch, sondern wegen Dieselabgasen. Wir sollten vielleicht nachdenken, wie WIR die Welt nachfolgenden Generationen überlassen sollten, statt immer darauf hinzuweisen, dass frühere Umweltschäden uns ja auch nicht geschadet hätten.

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    • sigurd6 sagt:

      @WernerBln
      Ich hoffe Sie hatten nachgeschaut, unter welcher Rubrik der Post läuft. (Satire)

      In den 1970er Jahren gab es zwar auch schon eine Umwelt, aber sie war halt noch nicht so sensibel. Die Messgeräte der heutigen Zeit messen Werte, die man früher noch gar nicht messen konnte. Und gerade hörte ich in den Nachrichten, dass Berlin die dreckigste Luft Deutschlands hat.

      Als ist es nicht verkehrt etwas dagegen zu unternehmen. Nur so plump wie die Kanzlerin, die ja nur wegen der Hessenwahl solch eine Äußerung losließ, sollte man es nicht angehen. Denn, deren Vorschlag der Gesetzesänderung würde schon, wenn ich richtig informiert bin, an europäischem Recht scheitern.

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      • WernerBln sagt:

        Ich habe mal zur Kenntnis genommen, dass auf meine sachbezogenen Fragen gar keine Antwort erfolgte.

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        • sigurd6 sagt:

          Ich habe auf Fragen nicht geantwortet die ich nicht für zielführend halte. Wenn Sie der Meinung sind, dass es blödsinnig wäre etwas dagegen zu tun, so lese ich es jedenfalls heraus, dann ist das Ihre Meinung die ich zur Kenntnis nehme, jedoch nicht teile.

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          • WernerBln sagt:

            Okay, ich kann mit einem Diesel wg. 40µg/m³ nicht mehr zum Arbeitsplatz fahren, an dem der 20fache Wert genehm ist.
            Habe verstanden, dass dies nicht „zielführend“ ist. Es geht offensichtlich um Ideologie und nicht um Tatsachen 😉

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  2. rabohle sagt:

    Es bleibt zu hoffen, dass Städte und Gerichte es derzeit „durchziehen“, denn eine solch irrsinnige Gesetzesänderung muss dann erst einmal wirksam werden.
    Wahrscheinlich hat sie es von Nahles abgeschaut („ich mach mir die Welt…“).

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    • sigurd6 sagt:

      Ich finde es schon erstaunlich, die polnische Regierung wird zu Recht an den Pranger gestellt, weil sie unbequeme Richter aus dem Amt jagen. „Unsere“ Kanzlerin macht das etwas subtiler, sie möchte Gesetze ändern und so Urteile aushebeln.

      Es ist schon faszinierend, für wie blöd sie mittlerweile das Volk hält. Oder wie selbstherrlich sie ihre Partei in den Niedergang führt. Nur um in Hessen einige Promille zu erhaschen, haut sie solch einen dummen Spruch raus. Wohl wissend, dass sie damit nicht durchkommt.

      Wenn es für das Land nicht solch eine böse Instabilität bedeuten würde, so würde ich mir wünschen, dass sie dafür mit knapp über 5 Prozent abgestraft wird.

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