Das Debakel der Idioten

Es war ein Spiel, in dem man gute Nerven haben musste, wenn man für Hertha ist. Zu überlegen war Borussia Dortmund und hätte die Hertha eigentlich mit einer Niederlage nach Hause schicken müssen. Dass es dazu nicht kam, konnten wahrscheinlich weder die Spieler vom BVB noch die von Hertha so recht begreifen.

So stand es am Ende 2:2 und das war dann doch etwas schmeichelhaft für Hertha. Andererseits greift eben immer wieder die alte Fußballweisheit, wenn eine Mannschaft ihre Chancen nicht mit Toren verwerten kann, so wird sie oftmals dafür bestraft. Und so kam es dann eben auch. Schon in der Nachspielzeit wurde D. Selke klar im Strafraum des BVB gefoult und beim fälligen Elfmeter behielt Kalou die Nerven und verwandelte ihn zum 2:2 Entstand.

Soweit lief der Nachmittag für Hertha eigentlich perfekt. Doch es gab im Block von Hertha mal wieder einige hirnlose Idioten, die für Randale sorgen mussten. Erst wurde mal wieder Pyrotechnik abgebrannt und dann eine Schlacht gegen Polizeibeamte vom Zaun gebrochen. Solche Typen bringen einen Verein in Verruf, obwohl sie wahrscheinlich kein Interesse am Fußball haben. Sondern nur auf Randale aus sind. Man kann nur hoffen, dass wenigstens einige erkannt wurden und dementsprechend abgestraft werden.

Der Verein hat am Abend eine Stellungnahme abgegeben und die Vorkommnisse als nicht hinnehmbar missbilligt.

So bleibt mir jedenfalls nur wenig Freude über den Punktgewinn in Dortmund. Denn diese Idioten haben mal wieder alles versaut. Ihr wisst wahrscheinlich überhaupt nicht, wie dumm ihr eigentlich seid. Hertha entging einem sportlichen Debakel in Dortmund. Für das Debakel wurde außerhalb des Spielfeldes von Idioten gesorgt. Schade!

Vorweihnachtszeit?

Mag sein, dass ich etwas kleinlich bin. Mag sein, dass ich gerade hier nostalgisch bin. Mag sein, dass mir dieser Kommerz auf den Wecker geht. Das alles mag sein. Ich möchte mich jetzt auch nicht wie meine Großeltern anhören, indem ich behaupte früher war das schöner. Aber es ist so, mir geht es so.

Ich kann mich noch gut an die Vorweihnachtszeit erinnern, als die Vorweihnachtszeit tatsächlich noch die Vorweihnachtszeit war. Und damit meine ich die Zeit vom 1. Advent bis heilig Abend. In den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es noch so. Mit dem 1. Advent wurde in unserer Stadt, in der es zwei große Spielzeugläden gab, jeweils eine große elektrische Eisenbahn im Schaufenster in einer wunderschön gestalteten Landschaft gezeigt. Und wir drückten uns an der Scheibe förmlich die Nasen platt. Und mit diesem Datum kamen auch erst Weihnachtsartikel in die Geschäfte. Die vier Sonntage vor heilig Abend waren verkaufsoffen. Nun muss man wissen, dass damals die Geschäfte Wochentags meist um spätestens 18:30 Uhr schlossen und am Sonnabend um 14:00 Uhr, auch die Kaufhäuser.

Ich fand, diese 4 Wochen hatten tatsächlich etwas Beschauliches. Klar als Kind bekam man die Hektik der Erwachsenen, die es natürlich auch damals schon gab, wenn auch nicht so wie heut, nicht mit. Trotzdem hatte ich das Gefühl, man ließ es etwas ruhiger angehen und freute sich auf die bevorstehenden Feiertage. Es wurde gebacken und wir Kinder schrieben Wunschzettel, die sich fast täglich änderten. Kurz geschrieben, es war eine besondere Zeit. Und am Heiligen Abend oder am 1. Feiertag traf sich die Familie und es wurde gegessen und geratscht. Und das völlig ohne ständig auf Smartphones zu starren, die es zum Glück noch nicht gab.

Und heute? Kaum ist der letzte Ferientag der Sommerferien vergangen, beginnt schon die Vorweihnachtszeit in den Supermärkten. Vorweihnachtszeit ab August, da kann einem eigentlich alles vergehen. Ich esse Stollen, Lebkuchen und Baumkuchen echt unheimlich gerne. Nur im August, September, Oktober oder November? Nein und nochmals nein. Das kommt mir nicht auf den Tisch.

Ich finde, so hat man das Weihnachtsfest und die Vorweihnachtszeit total verramscht. Ich glaube, diesbezüglich bin ich ein ewig gestriger. Dann ist das halt so. Wahrscheinlich passt etwas Ruhe und Besinnung nicht mehr in die heutige Zeit.