Moment mal: Wovor habt ihr eigentlich Angst?

Erstmals in der Geschichte der Vereinten Nationen soll es einen Richtungshinweis für Migration, den Migrationspakt, geben.

Was hier verfasst wurde, sorgt nun für große Aufregung und man glaubt schon, da kommt das große Unheil über die Völker. Verschiedene Regierungen, auch EU-Staaten, lehnen den Migrationspakt ab und weigern sich, ihn zu unterschreiben. Der Gesundheitsminister und Kandidat für den CDU-Parteivorsitz Jens Spahn würde ihn verschieben.

Nun kann man durchaus skeptisch sein. Die Verhandlungen über diesen Pakt waren wieder einmal sehr dubios und verliefen überaus geheim. Jedoch hat dieser Migrationspakt eher empfehlenden Charakter und ist somit sehr unverbindlich gehalten.

Gut finde ich zumindest, dass man sich überhaupt Gedanken macht, wie man eine Zuwanderung, und die wird in den nächsten Jahrzehnten mit großer Sicherheit vermehrt kommen, steuern könnte. Denn wer heute die Augen davor verschließt, der wird eines nicht zu fernen Tages böse erwachen.

Man mag, wie der amerikanische Präsident, den Klimawandel verleugnen und die sich daraus ergebenden Völkerwanderungen. Aufhalten lässt er sich dadurch jedoch nicht. Und es ist besser sich rechtzeitig darauf einzustellen, bevor es zu spät ist.

Also wovor haben die, die sich so hartnäckig gegen den Migrationspakt stellen eigentlich Angst? Auf Dauer können auch sie sich den sich veränderten Gegebenheiten nicht widersetzen. Das wird nicht in den nächsten 10 oder 20 Jahren geschehen. Aber es wird geschehen. Oder es geht alles viel schneller, als man es jetzt glaubt.

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

9 Kommentare zu “Moment mal: Wovor habt ihr eigentlich Angst?

  1. ballblog sagt:

    Für manch einen ist das Spiel mit dem Stammtisch anscheinend interessanter als die Lektüre dieser Empfehlungen.

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  2. WernerBln sagt:

    Grundsätzlich war ich noch nie besonders ängstlich! Allerdings mache ich mir erhebliche Sorgen um das geordnete Weiterbestehen dieses Landes. Nicht nur aber auch wegen dieses ominösen Migrationspaktes. Es muss mir mal jemand schlüssig erklären, weshalb ein angeblich völlig unverbindlicher Pakt alles zum Besseren wenden soll, wie heute von unser begnadeten Staatsführerin im Bundestag verkündet wurde! Irgendwie ist mir aus meiner Studienzeit noch der Grundsatz in Erinnerung, dass Gesetze (Vorschriften / Pakte?), die nichts kosten, nicht verbindlich sind und auf die man sich nicht berufen kann, völlig überflüssig sind. Da stimmt doch was nicht!

    Nun wird ja auch die Liste der Länder, die etwas mehr Realitätssinn zeigen, kontinuierlich immer länger. Heute habe ich als Zuwachs die Schweiz, Australien und Israel zur Kenntnis genommen. Alles Angsthasen?

    Ihre Zeitschiene von 10-20 Jahren wäre ja unter dem Gesichtspunkt tröstlich, dass ich die Katastrophe dann hoffentlich nicht mehr erleben müsste. Selbst dann sehe ich aber eine Verantwortung der heute „hier schon länger Lebenden“ für jüngere Angehörige unseres Volkes. Realistisch halte ich allerdings aufgrund der völligen Verantwortungslosigkeit der Politik in diesem Land den letzten Satz Ihres Artikels. Darauf richte ich mich widerwillig auch ein, soweit mir noch möglich, obwohl ich eigentlich einen ruhigen Lebensabend verbringen wollte.

    Ich schließe mal mit dem Zitat:

    „Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheit ihres Geistes und ihrer Sprache raubt.“
    Johann Gottfried von Herder (1744 – 1803)

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    • nana sagt:

      Und wieder zeigt sich, dass Sie:

      1. Keine Ahnung haben, worüber Sie schreiben (über den Migrationspakt jedenfalls nicht, denn hätten Sie sich über dieses Vorhaben informiert – und nicht nur auf pi-news – müssten Sie sich anders äußern)

      2. Kein „Patriot“ sind sondern ein aufrechter Rechter (ja, war Absicht), der von Umvolkung faselt.

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    • sigurd6 sagt:

      @WernerBln:
      10-20 Jahre ist ein rein fiktiver Zeitraum. Es können auch 50-100 Jahre werden. Nur die Verschiebung der Lebensräume kommt. Da können Sie sich dagegen wehren wie immer Sie möchten. Gut, uns kann es dann ja auch egal sein. Nur müssen die Kinder und Kindeskinder damit leben.

      Schon deshalb finde ich es einen guten Ansatz, dass man sich darüber Gedanken macht.
      Im Migrationspakt finden sich z. B. Punkte wie:

      Illegale Migration bekämpfen, legale unterstützen.
      Gegen Schleuser vorgehen.
      Zugang zu Grundleistungen ermöglichen.
      Aus- und Weiterbildung investieren.

      Dagegen kann man doch eigentlich nichts haben, finde ich.

      Das Abschlusszitat Ihres Kommentares finde ich dann doch eher der damaligen Zeit geschuldet. Die Voraussetzungen haben sich dann doch grundlegend geändert und werden sich noch weiter verändern.

      … obwohl ich eigentlich einen ruhigen Lebensabend verbringen wollte.
      Verbringen Sie denn jetzt keinen ruhigen Lebensabend?

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      • WernerBln sagt:

        „Verbringen Sie denn jetzt keinen ruhigen Lebensabend?“

        Nicht mehr wirklich!

        Insofern schon praktisch nicht mehr, als ich eigentlich nicht die Absicht hatte, meine gesamte langfristige Vorsorgeplanung aus „Friedenszeiten“ auf Krisenmodus umzustellen (von Vermögensanlage über Sicherheitstechnik bis Vorratshaltung), kostet viel Zeit und Arbeit.

        Auch hatte ich nicht die Absicht, mich mehrfach täglich beim Einschalten eines TV oder Blick in den PC mit dem moralischen und politischen Niedergang dieses Landes konfrontiert zusehen. Ignorieren kann ich das schon deshalb nicht, weil ich Jahrzehnte meines Berufslebens sehr viel Energie darin investiert habe, erträglichere Zustände zu gewährleisten.

        Zugegeben, wer alles „so schön bunt hier“ findet, sieht das sicher anders. Ich fürchte allerdings, dass meine Einschätzung realistischer ist.

        Da Ihnen das letzte Zitat ja zu alt war, schließe ich jetzt mal mit einem neueren Zitat, übrigens des einzigen bei mir als Vorbild durchgehenden Bundeskanzlers:

        „Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden. Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schafft nur ein zusätzliches dickes Problem.“
        (Helmut Schmidt 2005)

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        • sigurd6 sagt:

          „Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden. Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schafft nur ein zusätzliches dickes Problem.“

          Wenn ich der Rede der Bundeskanzlerin vor dem Bundestag richtig zuhörte, so hofft sie genau das mit dem Migrationspakt zu erreichen. Sie hofft, dass damit Voraussetzungen geschaffen werden, Flüchtlinge zumindest auf ihrem Kontinent zu halten. Ob das gelingen kann, vermag im Moment niemand zu sagen. Bei momentan schätzungsweise 68 Millionen Flüchtlingen erscheint es jedoch wenig wahrscheinlich.

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