Moment mal: Abschiebung nach Punktsystem?

Heute beginnt die Tagung der Innenministerkonferenz und dazu hat sich der Präsident des Bundeskriminalamtes H. Münch etwas ausgedacht. Er möchte ein Punktesystem für straffällige Zuwanderer einführen. Also ähnlich der Verkehrssünderdatei in Flensburg.

So soll es möglich sein, Intensivtäter schneller abzuschieben. Hat ein Straftäter 60 Punkte erreicht, ist Schluss mit lustig und er soll abgeschoben werden. Für Diebstahl soll es z. B. einen Punkt geben, Zehn Punkte gibt es, wenn ein Straftäter für ein Jahr hinter Gitter muss und bei Mord gibt es 70 Punkte. Also 10 über Maximum???

Dass man Intensivtäter schneller abschieben sollte, da gibt es sicherlich kaum zwei Meinungen. Nur wozu braucht es hierfür solch ein Punktesystem? Fraglich ist doch eher, weshalb Straftäter, die im hohen zweistelligen Bereich straffällig wurden, bisher kaum abgeschoben werden? Und diese Frage kann man sich auch gleich selbst beantworten. Weil oftmals das Herkunftsland nicht zweifelsfrei ermittelt werden kann, weil der Straftäter aus einem Land kommt, in das die Bundesrepublik momentan aus Sicherheitsgründen nicht abschiebt oder dem Täter im Herkunftsland Folter oder die Todesstrafe drohen.

Also frage ich mich, was soll sich denn durch dieses Punktesystem daran ändern? Nichts wird sich daran ändern. Wie wäre es, wenn man Intensivtäter einfach früher dingfest macht? Das wäre doch schon mal ein Anfang, oder?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

14 Kommentare zu “Moment mal: Abschiebung nach Punktsystem?

  1. rabohle sagt:

    Aber sicher wird sich etwas ändern: Ein weiterer Verwaltungsapparat wird geschaffen und Kosten für eine sinnlose Punktezählung verursacht, 🙂 🙂

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  2. ballblog sagt:

    Wenn man das jetzt mit einem TV- Format im Stile eines Castings kombinieren würde….

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  3. JanJan sagt:

    Wie wäre es mit Schnick, Schnack, Schnuck? 😂

    Gefällt 1 Person

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