Ich muss das mal loswerden

Am Montag fuhren wir zum Rathaus Treptow. Dort steht ein Weihnachtsbaum mit Kinderwünschen geschmückt und wir haben uns zwei Wünsche genommen um sie bedürftigen Kindern zu erfüllen.

Leider erwies sich ein Wunsch selbst in einer großen Stadt wie Berlin nicht so leicht erfüllbar. Ein 4-jähriger Junge wünscht sich „Experimentieren im Vorschulalter“. Also zogen wir los, um es zu kaufen. Doch das erwies sich als schwierig, ja kaum machbar. So schaute ich bei einem großen Internetversender nach und wurde fündig. Sofort wurde bestellt. Einen Tag später kam eine Mail mit dem Inhalt, dass es ihnen leidtut, es sei wohl ein technischer Fehler entstanden und die Ware wäre erst 2019 wieder lieferbar. Klasse, also stornierte ich.

Einen letzten Anlauf wollten wir noch starten, denn das enttäuschte Gesicht eines 4-jährigen Jungen zu Weihnachten, (auch wenn ich das nicht sehen würde, es ist ja anonym), das wollten wir einfach nicht hinnehmen. Ich habe einen großen Laden für Kinderspielzeuge angerufen. Und da erwischte ich eine unglaubliche Verkäuferin. Erst durchforstete sie den Laden bei sich, dann alle Filialen in Berlin, alles ohne Ergebnis. Da ich ihr mittlerweile erzählte wofür ich das Geschenk bräuchte war ihr Ehrgeiz jedoch dermaßen geweckt, dass sie auf die Website des Herstellers ging. Sie suchte dort eine ganze Weile, obwohl der Artikel auch dort nicht mehr vorrätig war, ließ sie nicht locker. Sie bat mich nochmals um Geduld (ich wollte schon aufgeben), und „bohrte“ weiter, bis sie schließlich die Artikelnummer fand.

Mit dieser Artikelnummer ging sie, als letzten Versuch auf die eigene Website und wurde fündig. Dort sollten noch 7 Artikel vorrätig sein und diese Information gab sie nun an mich weiter. Und tatsächlich konnte ich den Artikel bestellen und habe vor ca. 2 Stunden die Bestätigung erhalten, dass er an uns versendet wurde.

Ich habe mich natürlich bei der Dame herzlichst bedankt und leider vergessen mir ihren Namen geben zu lassen. Denn wer so engagiert ist, den sollte man auch mit einer Kleinigkeit belohnen. Zumindest mit einer lobenden Erwähnung beim Vorgesetzten. Denn für den Jungen der sich dieses Spiel wünscht, war sie so etwas wie ein guter Weihnachtsengel und auch wenn sie diese Zeilen wohl nie lesen wird, ich finde darüber, dass es noch Menschen gibt, die vieles versuchen, um ein Kind an Weihnachten glücklich zu machen, muss man einfach berichten. Ich kann dieser Frau eigentlich nicht genug danken.