Moment mal: Was kommt danach?

In Berlin darf ein Kind dessen Vater AFD-Abgeordneter ist nicht auf eine Waldorfschule. Das Kind wurde abgelehnt, weil man befürchtet, dass man nicht unvoreingenommen gegenüber dem Kind sein könnte. Außerdem würden die Eltern von Waldorfschule besonders engagiert sein und teilweise auch auf Klassenfahrten mitkommen.

Man befürchtet, dass der Vater des Kindes durch rassistische und fremdenfeindliche Sprüche Unruhe in die Schule bringen könnte. Das Kind hatte bereits die angeschlossene Waldorf-Kita besucht.

 

Ich finde, das ist ein sehr heikler Fall und hört sich für mich an wie Sippenhaft. Kann man ein Kind tatsächlich für die politische Gesinnung seines Vaters verantwortlich machen? Die AfD ist eine für Wahlen zugelassene Partei und wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich dieser Partei sehr kritisch gegenüber stehe, doch das finde ich, geht entschieden zu weit. Man sollte, ja man muss sich mit der Partei kritisch auseinandersetzen. Jedoch darf man, jedenfalls nach meinem Demokratieverständnis, Kinder nicht darunter leiden lassen.

Was kommt als Nächstes? Passt eine religiöse Gesinnung nicht, oder die Hautfarbe? Und Lehrkräfte sollten stets gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern unvoreingenommen sein. Das funktioniert jedoch auch auf anderen Schulen nicht. Davon können Eltern bestimmt ein Lied singen.

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

45 Kommentare zu “Moment mal: Was kommt danach?

  1. rabohle sagt:

    Selbstverständlich darf man Kinder nicht für seine Eltern leiden lassen, gar keine Frage.

    Bei Deinem Eintrag kommt aber leider zu kurz, dass es nicht um das Kind, sondern den Vater geht. Denn bei dieser Art der Schule müssen die Eltern sich ganz wesentlich einbringen, d.h. es muss dann zwingend mit den AfD-Vater zusammengearbeitet und ihm auch teilweise die Verantwortung für die Kinder übertragen werden.

    Möchtest Du mit einem AfDler wirklich zusammenarbeiten und ihm die Erziehung Deines Kindes mitübertragen? Ich hätte da schon Bedenken und kann die verstehen, die das nicht wollen.

    Fraglich ist allenfalls, ob man hätte einen Versuch starten müssen. Ich denke nein, denn das Programm dieser Schule steht im Widerspruch zur AfD und ob der Vater dann das Programm der AfD oder das der Schule bei seiner Betreuung (und dessen Mitarbeit ist der Albehnungsgrund) einbringt? Aber darüber kann man natürlich unterschiedlicher Auffassung sein.

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    • sigurd6 sagt:

      Für mich geht es hier um das Kind und wie es sich fühlen muss, wenn er die Schule in die es wohl gehen möchte, nicht besuchen darf. Da es in den Jahren vorher in die angeschlossene Waldorf-Kita ging, scheint man dort keine schlechten Erfahrungen mit dessen Vater gemacht zu haben.

      Aber zugegeben kenne ich die Struktur der Waldorf-Schulen nicht. Und bin trotzdem der Auffassung, dass das eine sehr fragwürdige Entscheidung ist. Ob sie, wenn es der Vater darauf anlegen würde, vor Gericht bestand hätte, möchte ich bezweifeln.

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      • rabohle sagt:

        Wie ein mögliches Gerichtsverfahren ausgeht, steht sicher in den Sternen. Bemerkenswert wäre dann, dass Jemand für sich Rechte einfordert, die er Anderen nach seinem Parteiprogramm ausdrücklich verweigert.

        Man muss zwischen Kindergarten und Schule insoweit unterscheiden, als die Eltern sich in der Schule unbedingt selbst einbringen müssen.

        Und wie ich schon geschrieben habe, ich möchte auch nicht mit einem AfDler zusammenarbeiten müssen und ich denke, diese Entscheidung muss man dann sogar der Waldorf-Schule (deren Ideologie ich keineswegs unterstütze!) zubilligen.

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  2. Berta sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass dem Kind die Gesinnung des Vaters nicht im Weg stehen darf. Gleiches Recht für alle rufen wir immer gern. Und irgend sowas steht im deutschen Grundgesetz.
    Wenn es mit dem Vater nicht klappt, dann müssen Maßnahmen ergirffen werden, aber eine Vorverurteilung – noch dazu des Kindes?

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    • rabohle sagt:

      Das wäre eine Maßnahme; es zu versuchen und beim kleinsten Verstoß …. dann das Kind rauswerfen?
      Irgendwie auch eine doch noch dümmere Situation, oder?

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      • Berta sagt:

        Ja sicher, das klingt jetzt auch blöd.
        Aber was ist denn eigentlich die bessere Alternative?
        Ich finde, dass der Versuch zumindest gemacht werden sollte. Mit Respekt und Dialogbereitschaft kann man viel erreichen.
        Für mich spielt es übrigens auch nur eine untergeordnete Rolle, ob es sich hierbei um eine Waldorfschule handelt….

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    • sigurd6 sagt:

      @Berta: Man hört ja immer mal wieder komisches aus den Waldorfschulen. Das jedoch scheint mir reichlich übertrieben und hat, für mich, einen Hauch von Vorverurteilung.

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      • Berta sagt:

        Stimmt, ich habe da auch schon „spaßige“ Sachen gehört. 😀
        „Politische Sortierung“ sollte in diesem Fall nicht möglich sein, finde ich.

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        • rabohle sagt:

          Aber bedenke bitte, dass genau diese AfD eine „Unvereinbarkeitsliste“ aufstellt, also ihre Mitglieder auch nach politischen Richtlinie auswählt – komisch nur, dass es umgekehrt plötzlich angemahnt wird. 😉

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          • sigurd6 sagt:

            @rabohle heißt das, man soll sich den undemokratischen Machenschaften der AfD anschließen?

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            • rabohle sagt:

              @Sigurd
              Ich könnte jetzt schreiben
              „Das ist zwar bedauerlich, jedoch trifft es oftmals völlig unbeteiligte“
              oder
              .“Feuer bekämpft man mit Feuer“
              oder ähnliches, aber das wäre nicht meine Antwort.

              Hältst Du es wirklich für „undemokratisch“ wenn man einen zivilrechtlichen Vertrag (Waldorf ist keine staatliche Schule) aufgezwungen bekommt? Sollt man nicht selbst entscheiden können, mit wem man zusammenarbeiten will?
              Genau das ist aber dann der Fall, wenn ich mit dem AfDler Zeit und Erziehung der Kinder teilen müsste.
              Nehmen wir an, der Vater wäre käpfendes Mitglied der ISIS, meldet sein Kind an und nimmt an der der Kindererziehung teil, Du müsstest mit ihm zusammenarbeiten – würdest Du eine Verweigerung tatsächlich als „undemokratisch“ einstufen?

              Nochmals mein Einwand zur Ursprungsbeitrag: Es wird nicht das Kind für seine Eltern bestraft, sondern man will mit den Eltern einfach nicht zusammen arbeite.
              Ich denke, da wird Ursache und Wirkung etwas durcheinander gebracht.

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          • Berta sagt:

            Ich bin, ganz ehrlich gesagt, nicht ganz so vertraut mit dem parteiinternen Gebaren der AfD, da ich ja nicht in Deutschland lebe. Aber aus neutraler Sicht „von außen“ bin ich der Meinung, dass Gleiches mit Gleichem zu vergelten genau der falsche Weg ist. Ich bin auch der Meinung, dass man, ob man nun will oder nicht, akzeptieren sollte, dass die AfD eine demokratisch gewählte Partei ist, die auch im Bundestag sitzt. Das soll jetzt absolut keine Wertung sein, bitte verstehe mich nicht falsch. Aber die Zusammenarbeit generell zu verweigern ist, denke ich, kontraproduktiv. Es wäre gut zu wissen, ob der Kindesvater, um den es hier geht, schon „auffällig“ geworden ist. Ich denke nämlich, dass es in der AfD nicht nur Mitglieder mit grundsätzlich rechtem Gedankengut und rechtsgerichteter Lebensphilosophie gibt. Ich hoffe, du bekommst das jetzt nicht in den falschen Hals.

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            • rabohle sagt:

              Ich versuche es. 🙂

              Für mich ist es eben keine Partei, sondern eine Vereinigung. Denn etwas Produktives und/oder Positives haben Sie nicht, sie wolen nur Hass sähen (und schaffen es auch sehr gut) und gehen dabei nach einem Schema vor, welches alle Geschichtkundler kennen. Bedenke bitte, auch Hitler und die NSDAP wurden demokratisch in den Reichstag gewählt.

              Soweit das.
              Nun ist diese Mann Mitglied dieser Vereinigung.
              Man möchte nicht mit ihm zusammenarbeiten – und das hat nichts mit „Gleiches mit Gleichem zu vergelten“, sondern einfach mit einer Grundeinstellung, Unbekehrbare nicht noch auf Erziehung der unbeteiligten Kinder loszulassen.
              Wo willst Di die Grenze von „auffällig“ setzen? Bei der Mitgliedschaft einer auffälligen Vereinigung und damit der Unterstützung von Rassismus, Gewalt und Verfolgung? Oder erst, wenn er mit Dackelkrawatte das andersfarbige Kind beleidigt? Und wer soll entscheiden (und überprüfen) ob (was auch immer) schon auffällig oder noch hinnehmbar ist?

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            • Berta sagt:

              Ich kann deinen Aufruhr in gewisser Weise verstehen und nachvollziehen, finde deinen Kommentar allerdings doch etwas radikal. Man wird für alles immer negative Beispiele ausgraben können. Ich will es noch einmal deutlich betonen, dass ich mit der AfD absolut nichts am Hut habe. Es ist aber nicht die Frage, als was eine einzelne Person diese Partei betrachtet. Du stellst die demokratische Wahl in Frage.
              Was die Entscheidungsfreiheit dieser Schule angeht, da könnte ich mich deiner Meinung nach langer Überlegung vielleicht doch etwas annähern. Ich stolpere aber eben immer wieder über die Vorverurteilung. Die sollte es meiner Meinung nach nicht geben. Deshalb habe ich auch geschrieben, dass ich gern wüßte, ob der Mann schon einmal auffällig geworden ist. Ich halte es nicht für richtig, das Kind eines Mannes nicht an einer Schule anzunehmen, weil dessen Vater in einer Partei Mitgleid ist, die einem nicht in den Kram passt. Im Umkehrschluß ist eine Nichtmitgliedschaft in der AfD nämlich auch keinerlei Garantie dafür, dass ein Elternteil gut für den Umgang ist.

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            • rabohle sagt:

              @Bertra
              Ich stelle nicht die demokratische Wahl in Frage, sonder die demokratischen Werte der AfD.

              Auch nicht, „weil dessen Vater in einer Partei Mitgleid ist, die einem nicht in den Kram passt“, sondern weil der Vater mit dieses Werte im/am Unterricht teilnimmt und diese Idiologie dann -sofern er autentsich sein will- weitergibt.

              Und noch eins – ich mache es nicht an der AfD fest, sondern würde auch so schreiben, wenn es ein G20 Terrorist / oder Befürworter wäre, der dann die Kinder mit unterrichten / betreuen soll.

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            • Berta sagt:

              Wie schon gesagt, ich verstehe, was du meinst. Aber wir sollten es einfach mal auf den Ursprung der Diskussion herunter reduzieren, und das ist Sigurds Frage: Was kommt danach?
              Es muss immer erst der Dialog gesucht werden, denke ich. Und ich denke auch: Die Schule (auch diese) hat einen Bildungsauftrag. Da gehört neben „Malen nach Zahlen“ und „Tanze deinen Namen“ 😆 auch politische und gesellschaftliche Bildung dazu. Von vornherein die Ausweichtaktik zu wählen, halte ich für falsch.
              Im übrigen schätze ich diese kontroverse Diskussion hier sehr. Man kann unterschiedlicher Meinung sein und auch bleiben – wichtig ist nur, dass man sich mit Respekt begegnet und gegenseitig „zuhört“. Danke. 🙂

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          • sigurd6 sagt:

            Also ein AfD-Parteimitglied mit einem Kämpfer der ISIS zu vergleichen, na ja. Wir haben hier grundsätzlich verschiedene Auffassungen und, so bin ich mir sicher, werden uns hier auch nicht annähern.

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            • rabohle sagt:

              Nehme Mitgleid, Förderer, wenn Dir Kämpfer missfällt. Die Wortwahl ändert aber nichts an der Sache (finde ich).

              Aber ich denke, Du hast ein weises Schlusswort geschrieben. So hat Jeder offen und sachlich seine Meinung schreiben können und dafür danke ich Dir.

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  3. ballblog sagt:

    Ich kann mir auch gut vorstellen, daß Eigenleistung auch eien finanziellen Aspekt hat. Und wahrscheinlich fürchtet dann die Waldorfschule (deren Ideologie ich auch nicht unterstütze) Schlagzeilen wie „Rechtsaußen finanziert Waldis“ oder sowas…

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    • rabohle sagt:

      Die sind so komisch drauf, die freuen sich aufs gemeinsame Stricken und Backen, Ausflüge mit den Kindern und Geschichten vortragen. Unabhängig davon, dass man eigentlich darüber nur den Kopf schütteln kann – ich möchte da wirklich nicht mit einem AfDLer diese gemeinsamen Aktionen machen und den Kindern erst recht keine Geschichten von ihm vortragen lassen.

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    • sigurd6 sagt:

      @Ballblog:
      Was man fürchtet, weiß ich nicht. Ich finde es jedenfalls eine reichlich überzogene Aktion. Wenn man in einer Demokratie nicht bereit ist, sich gegebenenfalls mit politisch anders denkenden auseinanderzusetzen, und deren Kinder ablehnt, frage ich mich, wie weit es hier mit einem demokratischen Verständnis ist.

      Wenn man es von vornherein ablehnt sich mit, wenn auch eventuell extrem andersdenkenden auseinanderzusetzen, ist das, jedenfalls nach meinem demokratischen Verständnis, der falsche Weg.

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      • rabohle sagt:

        @Sigurd
        Man lehnt nicht die Kinder ab, weil die Eltern eine bestimmte politische Ausrichtung haben.
        Man lehnt die Zusammenarbeit mit den Eltern ab, die zwangsläufig aber bei Aufnahme des Kindes geboten wäre.

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        • sigurd6 sagt:

          Das ist für mich jetzt etwas spitzfindig, denn es trifft letztlich das Kind.

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          • nana sagt:

            Genau, „spitzfindig“. Das wollte ich gerade erwidern. Und außerdem, wie viel „Zusammenarbeit“ wird es da schon geben.

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            • rabohle sagt:

              Nana; viel. Das ist leider die „Grundidee“ dort, wobei man zischen Kindergarten und Schule unterscheiden muss. Im Kindergarten reicht das „Abgeben an der Tür“, in der Schule ist „Mitarbeit und Arbeit mit den Kindern“ erforderlich.
              Und ich möchte mein Kind nicht von jemanden miterziehen lassen, der einer Partei angehört, die gegen …… (Aufzählung unendlich) ist.

              Gesetzt dem Fall, ein „Bernd“Höcke würde sein Kind dort aufnehmen lassen und nun die Gruppe mitbetreuen/mitunterrichten (Höcke ist ja immerhin Studienrat). Würde es Dir wirklich gefallen, wenn Dein Kind dort mit in der Gruppe ist?

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      • ballblog sagt:

        Vielleicht muß man da auch noch einmal unterscheiden, in welchem Rahmen diese Auseinandersetzung geführt wird. Ich denke, auch Dein Blog ist ein gutes Beispiel dafür, wie solche Debatten laufen können und sollten (sehen wir ja gerade an diesem Thema).
        Im Fall dieser nicht-staatlichen Schule glaube ich, kommt halt noch die Außenwirkung dazu.
        Die Mutter meiner damaligen Freundin war in deren Waldorfschule zur „Eigenleistung“ beim Renovieren herangezogen worden. In solch einem Fall würde es ja schon ausreichen, wenn andere Eltern diesen Afd-ler fotografieren und posten. Die passende Schlagzeile ist schnell gemacht und aus der Nummer kommt diese Schule noch weniger heraus als aus der jetzigen Diskussion. Ich kann nachvollziehen, daß die Verantwortlichen da das für sie kleinere Übel vorziehen. Für das Kind ist das zweifelsfrei schade.

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        • sigurd6 sagt:

          Ob die Verantwortlichen der Schule sich tatsächlich solche Gedanken machen? Ich hatte mit Waldorfschulen keinen Kontakt, da ich deren System ohnehin nicht für gut empfinde. Jedoch versuche ich mich, in das Kind hineinzuversetzen. Wie mag es ihm dabei gehen?

          Wenn es sich in der Waldorf-Kita wohlfühlte und dort vielleicht auch Freundinnen und Freunde gefunden hat, so wird er von diesen jetzt getrennt. Und das nur, weil man einen AfD-Politiker als Elternteil nicht akzeptieren kann? Wer steht hier eigentlich im Mittelpunkt? Das Kind oder die politische Gesinnung des Vaters?

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          • ballblog sagt:

            Ich finde deren System ja auch nicht gut. Aber gerade, weil sie ja ohnehin eine gewisse Ablehnung erfahren, müssen sie sich desto mehr solche Gedanken machen. Schließlich liefen sie Gefahr, dann auch noch ggf. von Ihresgleichen Gegenwind zu bekommen. Vielleicht auch so sehr, daß die Existenz ihrer Einrichtung gefährdet ist.

            Was ich mich allerdings frage: sind Kita und Schule quasi ein Komplex oder war die Kita eigenständig und/oder in einem anderen Stadtteil? Nur dann würde es ja Sinn ergeben, daß Kita und Schule unterschiedlich handeln.

            Das Kind steht hier – leider – überhaupt nicht im Mittelpunkt.

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  4. nana sagt:

    Also ich bin eine ganz entschiedene Gegnerin der AfD und ihrer Anhängerschaft.

    Allerdings bin ich hier eindeutig auf der Seite des Kindes. Das Kind ging ja bereits in die Waldorf-Kita, hat aus dieser Zeit sicher Freunde. Es gehört schon ne Menge dazu, dem Kind diesen Schulplatz zu verwehren. Zumal, wie ich gelesen hab, die Eltern keine Aufgaben in der Elternvertretung oder so übernehmen wollen. Außerdem wäre es doch auch eine Aufgabe der Schule, dem Kind eine Welt und Werte außerhalb der AfD-Ideologie zu vermitteln.

    Und was für ein Beispiel soll das überhaupt abgeben? Wird an (privaten) Schulen in Zukunft der politische Hintergrund ALLER Eltern geprüft?

    Die Situation wäre natürlich eine andere, wenn das Elternteil eines dieser kriminellen und/oder ganz offen rechtsradikalen AfD-Mitglieder ist.

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    • sigurd6 sagt:

      @nana, da bin ich voll und ganz bei Dir.

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      • nana sagt:

        Ja, so ist dein Blogbeitrag auch zu lesen.

        Im Bekanntenkreis gab es zu diesem Thema ähnliche Diskussionen wie hier, die Meinungen gehen weit auseinander. Für mich ist es eigentlich nicht so schwer mich da zu positionieren – ich sehe in erster Linie das Kind. Ich meine es geht um ein kleines Kind, dass gerade erst Schulanfänger werden soll. Das sollte man sich doch vor Augen halten.

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  5. WernerBln sagt:

    Zu Ihrem letzten Absatz ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Das Demokratieverständnis der selbsternannten „wahren Demokraten“, man könnte sie auch Pharisäer nennen, ist halt manchmal bemerkenswert!

    Es geht aber schon im Kindergartenalter:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article184677152/Rechtsradikalismus-Empoerung-ueber-Kita-Broschuere-zu-voelkischen-Familien.html

    Meine in der DDR aufgewachsenen Ehefrau erinnert sich zu derartigen Methoden nur noch an die Fragen in Kindergarten und Grundschule, ob z.B. die Fernsehuhr vor den Abendnachrichten denn Punkte oder Striche hätte; falsche Antwort führte auch zu einem eindringlichen Elterngespräch!

    Jeder, der seine schulpflichtigen Kinder heute auf eine Privatschule schickt, hat mein volles Verständnis. Nach meiner Meinung sind die Waldorfschulen da aber absolut keine Alternative.

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  6. JanJan sagt:

    Ich finde Sigurd’s Eingangsfrage recht interessant… Was kommt danach?
    Wenn wir jetzt anfangen Kinder „solcher Eltern“ abzulehnen, heute an diesen Schulen, morgen an den nächsten… Verpassen wir dann nicht einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Kindes eben von anderer Seite einwirken zu können, ihm andere Seiten aufzeigen zu können? Treibt man nicht gerade dadurch Kinder letztendlich in eine Isolation, nämlich genau in die Richtung, in die sie eigentlich nicht gehen sollten, weil sie aber quasi gezwungen unter sich bleiben? Ich finde so eine Ausgrenzung eher gefährlich.

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