Tschüss 2018 ein kleiner Rückblick

Ach war das ein Jahr dieses 2018. Einfach unglaublich was los war. Deshalb war es wahrscheinlich auch so schnell vorbei. Und es fing doch richtig gut an. Wir hatten keine Bundesregierung. Könnt ihr euch daran überhaupt noch erinnern? Nein? Na es ist ja auch nicht weiter aufgefallen. Es lief doch alles bestens und bevor die Bürgerinnen und Bürger des Landes merkten, dass man die Handlanger der Großkonzerne eigentlich überhaupt nicht braucht, zimmerte man schnell doch wieder eine Große Koalition zusammen.

Dann gab es wieder eine Bundesregierung, doch regiert wurde deshalb trotzdem nicht richtig. Dafür sorgte der Bundesheimatinnenminister aus Bayern. Er sah die Prozente seiner CSU in der Sommersonne dahin schmelzen wie den Schnee im März und es war ihm praktisch jedes Mittel recht um, wie er meinte, die Bayern davon zu überzeugen, dass die CSU die von Gottes Gnaden erwählte Partei für Bayern ist.

Die SPD wollte sich in der Opposition erneuern, das gelang ihr nun in der Regierung. Unter ihrer „großen Vorsitzenden“ Andrea Nahles wurde sie Monat für Monat abgewatscht. Die Wende sollen nun ausgerechnet die Landtagswahlen im Osten des Landes im nächsten Jahr bringen? Würde mir jemand widersprechen, wenn ich hier sehr skeptisch bin?

Wir werden Fußballweltmeister 2018!! Das war doch von allen Boulevardblättern des Landes und besonders von dem mit den 4 Buchstaben beschlossene Sache. Die Vorbereitungsspiele liefen doch großartig, eine knappe Niederlage gegen die herausragende Fußballnation Österreich und ein knapper Sieg gegen die Saudis. Die Quali hat man runtergespult wie Butter. Was also sollte da schief gehen? Doch da kam ein Foto, das alles veränderte und den Favoriten stürzte. Dazu kam die Unterkunft. Wie kann man diese verwöhnten und verhätschelten Jungmillionäre in eine bessere Jugendherberge einquartieren? Und dann das Motto, die Mannschaft, wie einfallsreich. Was war es denn sonst, als eine Mannschaft? Ach nein war sie ja dann doch nicht. Jedenfalls nicht auf dem Platz. Oftmals glaubte man, die kennen sich nicht und haben sich rein zufällig getroffen, um etwas zu bolzen. Und so wurde man vierter in seiner Gruppe. Dumm nur, dass in der Gruppe nur vier Mannschaften waren. So mussten die Jungmillionäre bereits nach der Vorrunde abfliegen und in den Sommerurlaub ab düsen.

Der Bundestrainer benötigte dann 8 Wochen für eine Analyse. Und die hatte es in sich. Er griff hart durch und verkündete knallhart, es bleibt alles, wie es ist. Der Manager und der DFB-Vorsitzende nickten dazu und gaben frenetischen Beifall wie nichts.

Mit 8 Wochen war J. Löw jedoch noch immer wesentlich schneller als die Bundesregierung. Diese benötigte übergreifend 3 Jahre um zu beschließen, wie ein Katalysator für Dieselfahrzeuge der Euronorm 4 und 5 zu funktionieren hat.

Die Erzeuger, also die Betrüger, die noch immer nicht hinter Schloss und Riegel sitzen, wo jeder kriminelle hingehört, ließen sofort verkünden, dass sie diese Aufrüstung nicht unterstützen werden und wer sich solch einen Katalysator in seinen Diesel einbaut, der verliert die Garantie. Noch mal, das schreien kriminelle Betrüger ganz frech durchs Land und brüskieren damit nicht nur die Kunden die sie dreist betrogen haben, sondern auch die Politikerinnen und Politiker, getreu dem Motto, ihr könnt beschließen, was ihr wollt, wir sagen wo es langgeht ihr Dummchen. Braucht es noch mehr um zu erkennen, wer in diesem Staat das Zepter in der Hand hält? Wenn die Betrogenen den Betrügern machtlos gegenüber stehen? Weil niemand sich für ihr Recht einsetzt?

Ach ja da gibt es ja noch die Beruhigungspille Sammelklage. Ich bin davon überzeugt, dass sie ausgeht wie das Hornberger Schießen. Es kann Jahre dauern, bis es überhaupt ein Urteil gibt und dann muss jeder für sich sein Recht gegenüber den betrügerischen Konzernen durchsetzen. Na dann schon mal viel Spaß.

Gab es denn so gar nichts erfreuliches im Jahr 2018? Natürlich der Sommer. War das ein Sommer? Er wollte einfach nicht enden. Sonnenschein von März bis Ende Oktober und kaum mal ein Regenschauer zwischendurch. In England gab es mal wieder eine Hochzeit, die von Millionen am Bildschirm verfolgt wurde und nun ist die Prinzessin auch gleich schwanger. Für königlichen Nachwuchs ist also reichlich gesorgt worden in den letzten Jahren.

In den USA trampelt der Präsident weiter auf den Nerven der Republikaner herum und wie beliebt er doch bei ihnen ist, konnte man zur Trauerfeier für ihren Altpräsidenten Bush sehen. Viele waren bemüht ihn den jetzigen größten Präsidenten aller Zeiten geflissentlich zu übersehen.

Ach fast hätte ich die Bundeskanzlerin vergessen. Sie, die sich einen Tag nach der Wahl in Hessen ganz spontan erinnerte, dass sie im Sommer ebenfalls ganz spontan entschieden hat, nicht mehr als Vorsitzende der CDU zu kandidieren und auch nach den nächsten Wahlen zur Bundesregierung nicht mehr Kanzlerin sein möchte. Ja so spontan ist sie, „unsere“ Kanzlerin.

Da ging auch jauchzen und jubeln durch die CDU. Man konnte glauben, den Parteimitgliedern sei eine zentnerschwere Last von den Schultern gefallen. Und sogleich gönnte man sich die drei von der Zankstelle, Annegret Kramp-Karrenbauer, F. Merz und J. Spahn. Die glorreichen drei gingen sogleich auf Werbetour und duellierten sich auf der Bühne. Die Minimerkel, der Mann der gehobenen Mittelklasse und der Gesundheitsminister der meint Hartz IV ist wie reich aber ohne Geld.

Gewonnen hat die Favoritin der Bundeskanzlerin und so hat A. Merkel allen noch einmal gezeigt, dass sie noch immer die Zügel in der Hand hat.

So das war in ganz groben Zügen 2018. Mal sehen, worüber wir uns 2019 aufregen können. Bange ist mir nicht, denn Stoff genug wird es geben.

 

14 Kommentare zu “Tschüss 2018 ein kleiner Rückblick

  1. WernerBln sagt:

    Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:

    „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“, und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer…!

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  2. lesenbiene sagt:

    Ich habe gelächelt, obwohl es eher zum weinen ist, schön hast Du alles „vergessene“ in Szene gesetzt. Es tröstet mich etwas, dass man später von unserer Zeit als „die gute alte Zeit“ sprechen wird…

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  3. Berta sagt:

    Du hast diese „Gruselgeschichte“ nett geschrieben. Wenigstens konnte man trotz allem im Nachhinein beim Lesen immer mal schmunzeln. 😉
    Für 2019, denke ich, kann man im Moment schreiben: „Schlimmer geht´s nimmer, besser geht´s immer.“ … Du weißt ja: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Ich wünsche dir eine guten Rutsch ins neue Jahr, Gesundheit und nie versiegende Hoffnung. 😀

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  4. nana sagt:

    Ds hast du aber schön geschrieben. 🙂

    „Gewonnen hat die Favoritin der Bundeskanzlerin und so hat A. Merkel allen noch einmal gezeigt, dass sie noch immer die Zügel in der Hand hat.“ – Naja, gewonnen hat das kleinste Übel. Vielleicht.

    Ja, der Sommer war sehr lang und hell und viel zu trocken. Dafür ist es (in Berlin) schon eeewig nur noch grau und dunkel. Aber immerhin warm.

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  5. rabohle sagt:

    🙂 🙂 Du hast das ganze Positive vergessen 😉

    Hertha ist trotz Rückrunde nicht abgestiegen.
    Schröder wurde nicht für den SPD-Vorsitz reaktiviert.
    Uns ist Merz erspart geblieben.
    Die FDP wurde von Forschern entdeckt und deren Existenz damit bewiesen.

    Wir Alle haben in Bloggywood auch sehr viel gelacht.

    Euch einen guten Rutsch, den Hunden den Verzicht auf Streusalz.

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  6. ballblog sagt:

    Sehr schöne Zusammenfassung – gibt es die auch als Audiodatei? 🙂 Und das nächste Jahr wird ganz gewiß ganz ähnlich.

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