Er schafft es immer wieder

Für mich war er der mit Abstand unfähigste Bundesverkehrsminister aller Zeiten und doch hat er es mal wieder geschafft, dass man über ihn redet.

Denn er, Alexander Dobrindt, schaffte es tatsächlich, das Unwort des Jahres zu fabrizieren. Anti-Abschiebe-Industrie so sabbelte es aus seinem Munde. Es war zur „Hochzeit“ des bayerischen Wahlkampfes, als den CSU-Politikern schon fast jedes Mittel recht war um noch Stimmen abzufischen. Da stach er nochmals mit diesem besonders dümmlichen Begriff hervor. Na ja, eben jeder so, wie er kann.

Mit diesem Ausdruck unterstellte er den Menschen, die abgelehnte Asylbewerber rechtlich unterstützen, dass sie auch kriminell gewordene Flüchtlinge unterstützen.

In einem Punkt jedoch muss ich der Jury widersprechen. Sie gab an, Frau Professor Janich sagte, „eine solche Äußerung von einem wichtigen Politiker einer Regierungspartei zeige, wie sich der politische Diskurs sprachlich und in der Sache nach rechts verschoben hat und sich, damit auch die Sagbarkeitsregeln in unserer Demokratie auf bedenkliche Weise verändern“. Wichtig finde ich Alexander Dobrindt nun wirklich nicht!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

7 Kommentare zu “Er schafft es immer wieder

  1. rabohle sagt:

    Der letzte Satz ist perfekt!

    Gefällt 2 Personen

  2. lesenbiene sagt:

    Wer Doofbrindt heißt, von dem kann man auch nichts anderes erwarten. Ich glaube ich habe mich beim Namen verschrieben. Nun kann er sich ja fühlen, als wäre er mit dem Oscar prämiert. Ein Wort von ihm, dass in die Geschichte eingeht. Alles andere von ihm kann man ja auch vergessen.

    Gefällt 2 Personen

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.