Moment mal: Tempolimit auf Autobahnen

Wir waren schon viel auf europäischen Autobahnen unterwegs und außer in Deutschland gab es immer ein Tempolimit.

Man mag nun darüber streiten wie sinnvoll ein Tempolimit ist, nur die Aussage des Bundesverkehrsministers dazu zeigt mal wieder den Horizont auf, in dem er sich zu bewegen scheint. Als die Diskussion über ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen aufkam, im Gespräch sind 120 oder 130 Stundenkilometer, posaunte er sofort heraus, das sei „gegen jeden Menschenverstand gerichtet“.

Wenn ich seine bisherige Leistung als Bundesverkehrsminister geistig Revue passieren lasse, dann frage ich mich bei Verstand …

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

25 Kommentare zu “Moment mal: Tempolimit auf Autobahnen

  1. Berta sagt:

    Der Mann hat ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank! 😂🙊
    Sorry, aber diese Formulierung muss ein Zeichen seiner geistigen Umnachtung sein.
    Krieg ist gegen jeden Menschenverstand gerichtet, nicht aber Verkehrsregeln.
    Im übrigen gibt es weltweit noch ein paar (wenige) Länder mehr, auf denen es kein Tempolimit auf Autobahnen gibt. Die meisten davon in Asien…

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  2. JanJan sagt:

    Ich würde es richtig richtig gut finden. Die Raserei auf deutschen Straßen ist unmöglich.

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    • rabohle sagt:

      Ist es wirklich die Raserei auf Autobahnen? Hinter den LKW ziehen Leute ohne Blinker links raus , drei Spuren sind für Einige zwei zuviel und der Unterschied zwischen einer Schlange und Autoschlange dürfte bekannt sein.

      Wohlgemerkt, es geht nur um die Autobahnen.

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      • JanJan sagt:

        Auch, sage ich mal. Für mich persönlich ist die deutsche Autobahn absoluter Stress, darum meide ich sie. Mit so hohen Geschwindigkeiten kann ich wirklich nicht umgehen, man traut sich ja gar nicht mehr die Spur zu wechseln, aus Angst da kommt jemand so angebrettert.
        Aber natürlich auch das plötzliche Ausscheren oder zu dicht auffahren. Es ist wie im Krieg… Nichts für mich.

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        • rabohle sagt:

          @JanJan
          Sicherlich ist das manchaml „Krieg“, keine Frage. Aber löblich ist Diene Einstellung, selbstkritisch zu erkennen, dass das zuviel ist und Du es dann meidest.
          Häufig ist aber auch das Gegenteil zu sehen. Auf fast 100-Jährige, die immer noch meinen, die weltbesten Autofahrer zu sein, muss man dar agr nicht eingehen. Schau Dir nur einmal an, wie verkrampft (oder durch Handy abgelenkt) einige am Verkehr teilnehmen – und dann spielt die Geschwindigkeit eher weniger eine Rolle, sondern eher die mangelnde Aufmertksamkeit, bzw. die Rücksichtslosigkeit (warum soll ich hinter dem LKW abbremsen, soll doch der auf der linken Spur meinetwegen abbremsen).

          Tempolimit würde vielleicht sogar das Risiko erhöhen, denn rechts wären dicht an dicht die Schlangen und monotones Tempo führt zum Sekundenschlaf.

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          • sigurd6 sagt:

            Tempolimit würde vielleicht sogar das Risiko erhöhen, denn rechts wären dicht an dicht die Schlangen und monotones Tempo führt zum Sekundenschlaf.

            Ich frage mich dann nur, wieso das in fast allen europäischen Ländern so gut funktioniert.

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            • rabohle sagt:

              Tut es das wirklich?

              Du darfst aber auch nicht vergessen, dass andere EU-Länder nicht derart zum Transit benutzt werden müssen, dort ein anderes Verkehrsaufkommen besteht.

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            • JanJan sagt:

              Jaaaa das funktioniert, auch auf viel befahrenen Strecken und wie überall auf der Welt gibt es im Berufsverkehr STAU… Ob mit oder ohne Tempolimit. 😉

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          • sigurd6 sagt:

            Also Österreich z. B. ist auch ein Transitland und da funktioniert es gut. Und wenig los auf anderen Autobahnen? Ich weiß nicht, bist Du schon mal die Autobahn Paris-Marseille gefahren? Oder die Autobahn bis Florenz? Auch nicht gerade wenig befahren und das Fahren ist wesentlich stressfreier als in Deutschland.

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            • rabohle sagt:

              Florenz nein, Paris-Marseille ja. Streßfreier mag es einem subjektiv dann vorkommen, wenn man relax im Urlaubsmodus fährt; wehe aber, wenn Du in Marseille die Fähre brauchst und die Zeit knapp wird. Dann kann Tempolimit zum Streßfaktor werden. 🙂 🙂

              Aber bist Du schon einmal sechs (oder mehr) Stunden monton ein Tempo durchgefahren? Der Sekundenschlaf ist vorprogrammiert!

              Und wenn Du dann ggfs. alleine freie Fahrt hast, ist es für mich z.B. extem entspannend, wenn ich an die 300 gehen kann, da ich dabei tatsächlich relaxen kann – wohlgemerkt, wenn es der Verkehr zulässt (und das war mein Einwand).

              Müsste ich dann aber mit aufgezwungenen 120/130 fahren, wäre es für mich die Hölle.

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            • JanJan sagt:

              300?? Ganz ehrlich? Finde ich für öffentliche Straßen unverantwortlich!

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            • rabohle sagt:

              @JanJan, dort wo es passt! Schau bitte einmal bei 3:50 – alles frei, warum also nicht?

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          • sigurd6 sagt:

            Ich bin von Vinci, das liegt zwischen Pisa und Florenz an einem Tag nach Berlin zurück gefahren und bin dabei große Strecken mit Tempolimit gefahren. Nein langweilig wurde mir dabei nicht.

            Auch nicht als wir damals von Altea in Spanien bis Bayreuth praktisch in einem Rutsch nur mit kurzen Pausen durchgefahren sind, empfand ich das Tempolimit in Spanien und Frankreich nicht schlimm. Solche „Ochsentouren“ würde ich heute allerdings nicht mehr fahren.

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          • JanJan sagt:

            Hmmm schwierig, ich kann das jetzt so eigentlich nicht bestätigen. Wir haben ja Tempolimit 130, das finde ich ausreichend. Der Verkehr läuft recht gleichmäßig. In Deutschland empfinde ich persönlich die Unterschiede einfach zu extrem vom LKW mit vielleicht 90 zum Raser von 200, passt doch irgendwie nicht.
            Ich gebe aber auch zu ich war nie ein Freund von Geschwindigkeit 😊 Habe als ich jung war auch einige Zeit LKW gefahren, damit mein Studium finanziert und weiß welch hartes Brot das ist.
            Wenn da von hinten plötzlich ein fliegendes Motorrad auftaucht, während man ausschert, kommt man schon ins schwitzen.
            In einem stimme ich aber absolut zu… Handys am Steuer… Da sehe ich rot! Am liebsten würde ich solche Leute aus dem Auto zerren und eine klatschen…

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            • rabohle sagt:

              @JanJan Wir haben früher auch von Stuttgart nach (damals noch) Persien LKWs überführt, ich fahre auch heute noch manchmal stundenlang mit 90-100 (Hänger mit Maschine drauf), kenne also beide Geschwindigkeiten, denn ich fahre auch sehr gerne sehr schnell, wenn es geht.
              Aber Geschwindigkeiten aufzwängen? Dort, wo Tempolimit ist, ist sehr viel Verkehr und wenn Du (Tempolimit gibt es dort), einmal zwischen Hannover und Magdeburg die Unfallzahlen siehst, stellt man fest, dass dort sehr, sehr viele Unfällte trotz Tempolimit vorkommen. Fährst Du z.B. Oldenburg-Ahlhorn (ohne Tempolimit), gibt es dort fast nie Unfälle.

              Ich denke daher, Tempolimit nützt allein den Gemeindekassen; denn auch jedet Limit kommen gefühlte zwei Blitzanlagen. 😉

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            • JanJan sagt:

              Die Unfallzahlen können durchaus andere Ursachen haben….
              Da werden wir mit Sicherheit nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen… Wie meinst 😉

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  3. WernerBln sagt:

    Ich bin fast 40 Jahre gerne und auch schnell unterwegs gewesen. Ich fand es in den 70ern toll, bei leerer Autobahn erstmals über 200 zu kommen (war der erste entsprechende Neuwagen). Die folgenden Kisten konnten immer noch einige kmh mehr. Auf 300 hat es allerdings keins meiner Fahrzeuge gebracht, hätte ich aber gerne mal probiert!

    Unsere heutige Kiste schafft angeblich so um die 250+, allerdings das erste Auto, das ich nicht mehr ausfahren konnte.Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich 1 ½ Jahre nicht fahren (Defi, 2 Augen-OP). Danach habe ich festgestellt, dass Großstadtverkehr und Autobahn nichts mehr für mich sind. Heute lasse ich mich zumeist von der besten Ehefrau fahren, die aber (wenn möglich) mit Reisegeschwindigkeit 160-180 auch ganz flott unterwegs ist! Dabei stelle ich auch als Beifahrer immer wieder fest, dass der Irrsinn der „Mitfahrer“ schlimmer wird. Ausscheren ohne Blinker wenige Meter hinter einem Lkw, ohne Rücksicht auf den Betrieb auf der linken Spur, mit der ungeheuren Überholgeschwindigkeit von gefühlten 10 kmh; Rechtsüberholen und „Schneiden“ beim Spurwechsel nach links; Überholen auf Landstraßen in Kurven, vor Steigungen und trotz durchgezogener Mittellinie und was die StVO sonst noch an Missetaten hergibt.

    Derartige Manöver sind allerdings auch bei 130 im Zweifelsfall tödlich. Von entsprechenden Kamikazefahrern (und Radlern) bei weitaus geringeren Geschwindigkeiten im Stadtverkehr ganz zu schweigen.

    Mein Fazit: Zieht die Idioten, die sich verantwortungslos benehmen aus dem Verkehr und gängelt nicht die, die sich vernünftig benehmen. Das gilt übrigens nicht nur für den Straßenverkehr!

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    • rabohle sagt:

      @Werner – das wird ja schon fast unheimlich 🙂 Bezüglich des Straßenverkehrs volle Zustimmung mit dem Bestrafen aller Idioten. Das können Raser sein, aber auch Schleicher. Orientierungslose oder MöchtegernChamps.

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    • sigurd6 sagt:

      @WernerBln: Oh ja daran kann ich mich auch noch erinnern. Also an Zeiten der freien Autobahnen. Wir hatten damals einen Sportwagen, der lt. Hersteller 220 km/h fahren sollte. 200 habe ich dann auch geschafft. Doch als kurz nach Bremen ein VW Bus vor mir ausscherte und ich den Wagen gerade noch zusammenbremsen konnte, hatte ich darauf keine Lust mehr.

      Wo es geht, fahre ich auch heute noch mal eine Strecke mit 180, jedoch nur bei sehr, sehr wenig Verkehr. Und wo hat man den heute noch.

      Mich jedenfalls würde ein Tempolimit nicht stören. Ob es der Sicherheit dient, muss dann die Erfahrung zeigen.

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