Moment mal: Nun haben sie es geschafft

Die drei vom Senat, auch SPD, LINKE und GRÜNE genannt, wollten den Wählerinnen und Wählern unbedingt etwas Gutes tun.

Also wurde überlegt, womit man auf Wählerstimmenfang gehen könnte. Dabei handelt es sich natürlich um meine freie Interpretation. Steuererleichterungen gingen schlecht, Kitas kann man nicht so schnell bauen, also musste ein zusätzlicher Feiertag herhalten um die Wählerinnen und Wähler gnädig zu stimmen.

Und man überlegt und überlegte und überlegte und man kennt das ja, wenn Politiker und Politikerinnen ins überlegen kommen. Meist kommt dabei nichts brauchbares heraus.

Also überlegten sie, welchen Tag könnte man zu einem Feiertag erklären? Viele in Berlin dachten dabei an den 17. Juni, den 9. November oder einfach den Buß- und Bettag wieder zum Feiertag zu machen. Bei letzterer Überlegung bekamen die Händlerinnen und Händler der Stadt sofort Schnappatmung. Da würde ihnen ein lukrativer Tag mit den Besuchern aus Brandenburg, dort ist der Buß- und Bettag Feiertag, entgehen. Also lieber Tage mit einer geschichtlichen Bedeutung für die Stadt nehmen. Doch das war dem Senat von Berlin dann doch zu bieder.

Nein, es musste der 8. März sein, der Internationale Frauentag. Man möchte ja progressiv wirken.

Damit ich nicht falsch verstanden werde, wenn man Tage wie z. B. die o. g. zur Auswahl hatte und dann auf den Internationalen Frauentag kommt, frage ich mich schon, ist das jetzt ernst oder wollen die einen verscheißern?

All diese Tage, wie der Valentinstag, der Frauentag oder der Muttertag dienen doch weitestgehend nur dazu, mit einem Strauß Blumen sein Gewissen gegenüber der Mutter oder der Partnerin zu beruhigen. Muss man dazu noch einen Feiertag haben?

Ich finde die drei o. g. wären mit Sicherheit eine bessere Alternative gewesen und hätten in der Bevölkerung der Stadt gewiss mehr Akzeptanz gefunden. Denn durch einen Feiertag kann man die Situationen vieler Frauen nicht verbessern. Daran sollte man an 365 Tagen im Jahr denken und die politische Konsequenz daraus ziehen, dass Frauen genauso bezahlt werden und die Gleichen Karrierechancen wie Männer haben, und zwar ohne Gelaber und beschwichtigende Feiertage.

9 Kommentare zu “Moment mal: Nun haben sie es geschafft

  1. Der 17. Juni war ein Tag, den heute doch kaum noch jemand kennt. Die Kirche braucht nun nicht noch einen Feiertag dazu…

    Liebe Grüße, Werner

    Gefällt mir

  2. rabohle sagt:

    Der 9.11. wäre auch mein Favorit gewesen, wenn nicht dummerweise an diesem Tag die rechten Rabauken Kristall fabriziert hätten.
    17.6. wäre wieder prima

    Gefällt mir

    • sigurd6 sagt:

      Der 09.11. ist ein sehr geschichtsträchtiger Tag in diesem Land. Schon deshalb wäre er eine gute Wahl gewesen. Jedoch auch ich hätte den 17. 06. favorisiert. Obwohl es mir ja egal sein kann. Ich habe jeden Tag Feiertag. 😀

      So haben wir nun morgen einen Feiertag. Also wer morgen nach Berlin kommen sollte, die Geschäfte sind zu.

      Gefällt mir

  3. ballblog sagt:

    Den 17.Juni hätte ich auch für passend gehalten, der 9.November leider arg ambivalent und ich fürchte, die Mehrheit der Leute ist zu zeitgleichem Gedenken und Feiern schlicht nicht in der Lage.

    Gibt es denn einen Erlaß des Senats, wie dieser Tag genau zu begehen ist? Das muß doch heutzutage hierzulande geregelt sein….

    Gefällt 1 Person

    • sigurd6 sagt:

      Soweit ich das mitbekommen habe, nein. Der Tagesspiegel ist heute voll wie sehr man doch Frauen benachteiligt. Fast auf jeder zweiten Seite gibt es Artikel dazu. Sorry aber ich finde das eine verlogene Diskussion. Denn spätestens am Sonnabend kehrt man wieder zur „Normalität“ zurück. Und alles läuft wie bisher.

      Solang sich in den Köpfen nichts ändert, wird sich auch an der Situation der Frauen, leider, nichts ändern.

      Gefällt mir

  4. WernerBln sagt:

    Also mal völlige Zustimmung !

    Ach je, 17. Juni in einer Regierungskoalition, in der die SED-Nachfolgerin vertreten ist? Geht ja gar nicht!
    Irgendein Bundesland (Thüüüringen) hat nach meiner Kenntnis einen ominösen Kindertag zum Feiertag gemacht!
    Fazit: Opium fürs Volk angesichts voller Hosen vor der Europawahl!

    Gefällt mir

Über Kommentare freue ich mich natürlich. Weise jedoch darauf hin, dass WordPress bei der Abgabe von Kommentaren die IP-Adresse und wenn die E-Mail-Adresse angegeben wird, auch diese speichert. Diese Daten werden vom Antispamdienst Akismet zur Überprüfung genutzt.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s