Vor dem 26. Spieltag

Heute Abend trifft Borussia Mönchengladbach auf den FC Freiburg und möchte endlich an seine alte Heimstärke anknüpfen. Auch wenn in den letzten drei Heimspielen drei Niederlagen heraus kamen, glaube ich nicht an eine vierte.

Bei Schalke gegen Leipzig dreht sich wahrscheinlich alles um das „neue“ Trainergespann, nachdem man Tedesco, nicht ganz unerwartet, in den Kohlenkeller schickte.

Apropos Keller, im Keller der Bundesliga könnte es am Wochenende spannend werden. Die Partien Stuttgart gegen Hoffenheim und Augsburg gegen Hannover werden eventuell schon einen kleinen vorentscheidenden Charakter haben. Und sollte Schalke gegen Leipzig verlieren, könnte es richtig spannend werden.

Wolfsburg und Düsseldorf können sich eigentlich recht gelassen auf ein Spielchen einlassen. Könnten, wäre da nicht das Theater um Labbadia. ER hat der Mannschaft und den Medien in dieser Woche mitgeteilt, dass er am Ende der Saison geht. Nun wird sich zeigen, ob die Mannschaft Charakter hat, und die Saison trotzdem vernünftig zu Ende spielt.

Und am Abend? Da empfängt Hertha den BVB und es ist zu befürchten, dass Hertha mal wieder ein beliebter Aufbaugegner für leicht aus dem Tritt geratene Mannschaften sein wird.

Am Sonntag um 13:30 Uhr, also zur besten Amateurfußballzeit, empfängt Bayer Leverkusen die Elf von Werder Bremen. Obwohl nach der 2:6 Heimspielniederlage in der Vorrunde Werder motiviert sein wird, glaube ich nicht an eine Revanche.

Eintracht Frankfurt empfängt den FC Nürnberg und dürfte sich etwas schwer mit der Umstellung tun. Vom glanzvollen Inter Mailand zum Club. Jedoch sollte es, auch nach dem schweren Spiel in Mailand, zu einem Sieg der Eintracht reichen.

Der neue Tabellenführer Bayern München spielt dann noch gegen Mainz 05 und wenn sich einige Bayern mal wieder auf das Spiel und weniger auf Quatschen oder Twittern besinnen, so sollten sie auch nach dem 26. Spieltag Tabellenführer bleiben.

Und dann geht es mal wieder in eine Länderspielpause und der Bundestrainer lässt seine neue Nationalmannschaft gegen Serbien und die Niederlande üben. Bei diesen trüben Aussichten, schönes Wochenende.

Moment mal: Brexit oder nicht Brexit?

Nein das ist nicht die Frage. Ich kann es nicht mehr hören. Vor ca. 1 ½ Jahren begann das Szenario um den Austritt Großbritanniens aus der EU. So sehr ich das Vorhaben der Briten auch bedauerte, so sehr glaubte ich, dass sie einen konkreten Plan für den Austritt und den Verhandlungen haben.

1 ½ nervende Jahre später muss man leider sagen, nein hatten sie nicht. In den letzten Monaten fragte ich mich oftmals, was wollen die eigentlich die Briten? Ich weiß nicht wie es euch geht, mich nervt es zusehends und wenn ich sehe, dass die englische Premierministerin wieder und wieder nach Brüssel kommt und um die gefühlte 25-zigste Nachverhandlung bettelt, so ist das nur noch peinlich.

Sie fängt sich im Unterhaus eine Ohrfeige nach der nächsten ein. Die eigene Partei, so scheint es, würde sie am liebsten auf den Mond schießen und die Opposition hilft kräftig mit.

Nun stimmt das Unterhaus über ein neues Referendum ab und man darf über den Ausgang gespannt sein. Ob sich die Mehrheit der Briten in einem zweiten Referendum für einen Verbleib in der EU entscheiden würde, gilt noch lange nicht als sicher. Was dann? Geht dann der ganze Schlamassel von vorne los?

Es ist sehr fraglich, ob sich Großbritannien und die EU eine weitere Hängepartie über mehrere Jahre leisten können.