Europäisches Urheberrecht

Gestern waren in vielen Städten Demonstrationen gegen das neue europäische Urheberrecht. Darüber soll am Dienstag endgültig entschieden werden.

Worum es in diesem Recht eigentlich geht und wie Plattformen wie YouTube es ganz schnell für alle Nutzer sicher machen könnte, dazu hat ein ehemaliges Bandmitglied der Band von Nena seine Meinung in der gestrigen Berliner Abendschau gesagt. In dem Link ist vorher ein Bericht zur Demo in Berlin. Das Interview beginnt nach 6 Minuten.

https://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Mehrere-Tausend-demonstrieren-gegen-Urhe/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=61412524

https://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Urheberrecht/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=61412548

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

15 Kommentare zu “Europäisches Urheberrecht

  1. nana sagt:

    Also ich glaube ja, der gute Mann überblickt die Konsequenzen des geplanten Gesetzes (auch Artiekl 11 und 12) nicht.

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  2. rabohle sagt:

    Hurra, endlich ein neues Gesetz.

    😦

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  3. nana sagt:

    Das Thema ist wirklich schwer zu überblicken. Ich stehe auf der Seite derjenigen, die das Gesetz in der geplanten Form ablehnen, übrigens. Deshalb dieser Link hier, vielleicht auch für andere interessant:
    https://www.literaturcafe.de/artikel-13-warum-autoren-die-urheberrechtsreform-bekaempfen-statt-bejubeln-sollten/

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    • sigurd6 sagt:

      In dem Artikel steht aber auch absoluter Quatsch. Z. B. das mit dem Schriftsteller, der die Rechte auf sein Werk an einen Verlag abgetreten hat.

      Wenn ein Schriftsteller seine Rechte an einen Verlag abgetreten hat, so hat er die Rechte darauf nicht mehr. Muss also den Verlag fragen, ob er etwas daraus veröffentlichen kann. Das ist doch völlig in Ordnung. Er hat dafür Geld bekommen.

      Ansonsten kann und muss man dem Gesetz skeptisch gegenüber stehen. Es regelt zwar, so scheint es, die berechtigten Interessen der jeweiligen Rechteinhaber, wird jedoch mit Sicherheit komische Blüten treiben.

      Ich habe z. B. vom Karikaturisten Klaus Stuttmann auch eine Genehmigung, dass ich seine Karikaturen verwenden darf. Und auch bei anderen Veröffentlichungen habe ich die Genehmigung der jeweiligen Rechtebesitzer. Und diese hebe ich auch akribisch auf.

      Die Veröffentlichung der Videos von YouTube sind jedoch weit mehr als eine Grauzone. Ich hatte mich vor einigen Jahren mit einem Mitarbeiter der GEMA über Veröffentlichungen unterhalten. Denn für mich als nicht kommerziellen Nutzer eines Blogs wäre es ein leichtes von der GEMA eine kostenlose Lizenz zu bekommen. Bei der Veröffentlichung von Musikstücken müsste ich jedoch den jeweiligen Rechteinhaber kontaktieren. Das hatte ich mal spaßhalber versucht. Ich bekam nicht einmal eine Antwort.

      Der einzige der mir jemals antwortete, war Knut Kiesewetter †. Er bedauerte jedoch, dass er mir die Genehmigung nicht geben könnte, da die Rechte des Liedes, das ich gerne veröffentlicht hätte, nicht mehr bei ihm liegen, sondern er hat sie an das Label abgegeben, die seine Platte finanzierten.

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      • WernerBln sagt:

        @ sigurd6

        Ihr Beispiel trifft schon mal den Kern dieser EU-Blüte. Handwerklich schlecht gemacht, selbst für den angeblichen Zweck untauglich und ein technisch-bürokratischer Moloch. Kurz gesagt, die typische „dringend notwendige“ Gesetzgebung, auf die Europa schon lange gewartet hat!

        Meine Bedenken gehen jedoch noch weiter. Sind diese Filter im Netz erstmal implantiert, ist jeglicher Zensur Tür und Tor geöffnet. Durch geringfügige Änderungen der ohnehin bestehenden Algorithmen kann man dann jeden beliebigen Inhalt (Meinung) ausschließen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt?

        Ich gestehe, ich bin da ein Schelm 😉

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      • ballblog sagt:

        Der Entwurf, so wie er ist, ist wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Andererseits braucht es schon etwas Vergleichbares zur VG Wort, nur halt für’s Internet. Nur die Wenigsten sind so wie Du und fragen nach Genehmigungen. Ich habe es mir zur Gewohnheit werden lassen, mich ein- oder zweimal im Jahr ausführlich selbst zu googeln und staune immer wieder über Verbreitungswege, von denen ich zuvor keine Ahnung hatte. Und ich bin da noch ein harmloses Beispiel.

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        • sigurd6 sagt:

          Allein an diesem Beispiel sieht man, dass etwas geschehen muss. Die Frage ist nur, wie?

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          • ballblog sagt:

            Technisch „fängst“ Du immer zu viele oder zu wenige, das ist das Problem. Da müßte so eine Art Kopierschutz oder Downloadschutz einzubauen sein, das wäre schon einmal ein erster Schritt.

            NImm‘ mal zum Beispiel dies hier

            Da habe ich im Livestream eine Sendung moderiert mit direkter Hörerbeteiligung, 45- minütiges Interview mit ’nem Spieler. Das hat irgendwer mitgeschnitten und hochgeladen.

            Klar, es freut einen, daß dem Typen das anscheinend gefallen hat. Aaaaber: der baut da noch ’nen Vorspann rein, ich finde mich da nicht einmal genannt. Hinterher glaubt noch jemand, der Typ wäre der Interviewer. Schau mal auf die Anzahl der Abonnenten und der Klicks. Das sind nicht exorbitant viele, aber immerhin ein paar.
            Der macht sich noch nicht einmal die Mühe und stellt diese Standard- Formulierung rein wie all die, die Musik hochladen.

            Eigentlich müßte ich jetzt an Youtube herantreten und die abmahnen, bzw. die auffordern, ihm klarzumachen, daß das so ohne Weiteres nicht geht. Eigentlich…. denn wenn man das Geschreibsel in Relation zum „Erfolg“ setzt, lohnt es den Aufwand nicht. – Und dennoch ist es ein Beispiel dafür, daß sich Leute einen Kehricht um Urheber und Ähnliches scheren.

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            • sigurd6 sagt:

              Wer schneidet den ein Interview mit? Da musst du auch erst einmal darauf kommen. Und für die Musik könnte er auch noch zumindest abgemahnt werden.

              Aber ich verwende ja auch Videos aus YouTube. Auch wenn oftmals mit etwas klammen Fingern.

              Machst Du öfter so lange Interviews?

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            • ballblog sagt:

              Das wundert mich auch, wer das mitschneidet. Denn eigentlich haben diese Dinge ja auch inhaltlich eine eher geringe Halbwertzeit. – Aber es gibt auch Leute, die können Dir nach ein paar Wochen noch erzählen, was Du wann gesagt haben sollst. Darüber wundere ich mich auch immer wieder.

              Ich finde halt, das Verwenden bzw. das Verlinken (im Sinne von „schau mal, hier!“) ist etwas Anderes als das direkte Hochladen. Noch dazu, wenn man – wie dieser Typ aus meinem Beispiel – nicht einmal darauf hinweist, daß es das geistige Eigentum anderer Leute ist. Ihm verschafft es Klicks und Abonnenten, offenbar ist es ja kein kommerzieller Kanal, den er da hat.

              Meinen Beitrag neulich über den ideellen Wert eines Trainers hat der Verein des Interviewpartners auch in seinen Youtube- Kanal reingestellt. Aber klar verdeutlicht, wer das Interview gemacht hat und wann und wo das Stück gelaufen ist. Darüber hinaus einen Link auf die FB- Seite. Diese Klicks landen dann direkt beim Online- Auftritt des Senders und damit hat der die Klicks und alles ist gut.

              In letzter Zeit macht ich weniger so lange Live- Interviews, will das aber wieder aufleben lassen. Ich habe da ein wenig altes und neues Medium gemischt. Die Hörer konnten sich per FB beteiligen und Fragen loswerden, die ich dann ins Interview eingebaut habe. Da hatten die 5 Minuten später schon live die Antwort auf ihre Fragen. Das waren in der Reihe übrigens circa 1200 Leute, die gehört haben plus eine Dunkelziffer, wenn mehrere Leute vorm Rechner hocken. – Ich kann mir sowas gut vorstellen mit ehemaligen Spielern, die aus ’nem langen Fußballerleben plaudern könnten…

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            • rabohle sagt:

              Nach 45 min. macht er 15 min Pause 🙂 🙂

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            • sigurd6 sagt:

              Ich kann mir sowas gut vorstellen mit ehemaligen Spielern, die aus ’nem langen Fußballerleben plaudern könnten…

              Das wäre bestimmt interessant. Dann mach mal Deinen Blog zu einem bezahlten Blog. Dann kannst Du die Interviews als MP3-Dateien reinstellen und wir können mithören.

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