Früher hat man einfach gegessen

So war das früher. Man hat gegessen, was einem schmeckte und als Kind, natürlich was auf den Tisch kam. Wir hatten keine Laktoseintoleranz oder andere Intoleranzen. Und niemand versuchte andere zu anderen Essgewohnheiten zu bekehren.

Heute ist das ganz anders. Essen ohne einen Ernährungsberater scheint kaum noch möglich. Viele Meinungen gibt es über die verschiedensten Lebensmittel. Die Vegetarier werden von Veganern schief angesehen und die, die Fleisch essen, scheinen eh das letzte zu sein.

Bücher mit Ernährungstipps füllen ganze Bücherregale und es scheint so, als könne man heute nicht mehr einfach nur essen. Nein man muss sich schon Wochen vorher informieren, ob das was man sich ausgedacht hat, auch gut für einen ist und zu welcher Tageszeit man es am besten isst.

Wahrscheinlich läuft es irgendwann auf betreutes Essen hinaus. Man kann keine Mahlzeit mehr zu sich nehmen ohne darüber vorher ausgiebig mit seinem persönlichen Ernährungsberater ein ausführliches Gespräch geführt zu haben. Und es dauert wohl nicht mehr lange, bis es für die verschiedensten Speisen auch Beipackzettel mit den Risiken und Nebenwirkungen gibt.

Nein früher war nicht alles besser. Das einnehmen der Mahlzeiten jedoch wesentlich unkomplizierter. Und wir leben, trotzdem wir einfach nur gegessen haben, noch immer.

Na dann guten Appetit, haut den Sonntagsbraten rein, esst Körner oder irgendwelches Grünzeug. Hauptsache ihr fühlt euch wohl.

15 Kommentare zu “Früher hat man einfach gegessen

  1. So sehe ich das auch. Ich kann´s schon nicht mehr sehen, jedesmal, wenn es eine Sendung gibt, in der es ums essen ging… 😕
    Und auch dieses Gequatsche über Allergien 🙄

    Meine Oma hat immer gesagt: „Du musst im Jahr 3 Pfund Dreck fressen, dann bleibst gesund!“ Und sie hatte recht. 😆

    Liebe Grüße, Werner

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  2. lesenbiene sagt:

    Sehe ich auch so. Doch mich interessiert das nicht. Ich esse was mir schmeckt und was ich mag. In Maßen und nicht in Massen. Ich koche selbst und versuche so wenig Fertigprodukte wie möglich zu verwenden, bei mir wird noch eine Mehlschwitze gemacht, Gemüse der Saison gegessen, ich muß keine Erdbeeren im Januar kaufen und am Wochenende backe ich selbst und laß mir mein Stück Kuchen nicht vermiesen. Essen hat auch etwas mit Genuß und Wohlbefinden zu tun und nicht mit schlechtem Gewissen, was mir die Ernährungswissenschaft vielleicht einreden will.

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    • sigurd6 sagt:

      Essen hat auch etwas mit Genuß und Wohlbefinden zu tun und nicht mit schlechtem Gewissen, was mir die Ernährungswissenschaft vielleicht einreden will.

      Damit ist eigentlich alles, sehr treffend, gesagt. 😀

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  3. ballblog sagt:

    Man hüte sich vor allem, wo das Wort „Berater“ drin vorkommt. Ob nun Bank-, Finanz- oder Ernährungs- davor steht 🙂
    Und Guten Appetit!

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  4. Berta sagt:

    „Betreutes Essen“ ist eine geniale Formulierung! 😂
    Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt noch Lebensmittel gibt, die „unbedenklich“ und damit „zum Verzehr geeignet“ sind. 😉

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  5. nana sagt:

    Also ich denke schon, dass es „früher“ schon Intoleranzen gab. Die wurden vielleicht nur nicht erkannt und Menschen haben Bauchschmerzen, unangenehme Blähungen etc. einfach hingenommen.

    Mein „Kind“ und ich vertragen beide keine Laktose (getestet) und sind sehr froh, dass wir entweder auf laktosefreie Produkte zurückgreifen können oder mittels Laktasetabletten auch „normal“ essen können.

    Vor ein paar Tagen war meine Laktase alle und ich hab trotzdem ein Domino-Eis gegessen. Das war ein Riesenfehler. Extreme Bauchschmerzen und Übelkeit.

    Allerdings verstehe ich die Leute nicht, die denken sie würden sich gesund ernähren, wenn sie ohne Grund zu laktose- und/oder glutenfreien Produkten greifen.

    Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass es inzwischen ne Menge guter Alternativen zur „ich es alles“-Ernährung gibt. Nur wenn aus der Art und Weise sich zu ernähren eine Art Ersatzreligion gemacht wird, dann steige ich auch aus.

    P.S. Und das bei vielen Erkrankungen eine Umstellung der Ernährung hilfreich ist, dürfte ja inzwischen auch hinreichend bekannt sein.

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    • sigurd6 sagt:

      Genau das ist es, was mich stört. Für einige ist es schon eine Art Religion. Und dann diese vielen Ernährungsexperten, die wie Pilze aus dem Boden schießen.

      Na ja man kann eben aus allem Kapital schlagen.

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  6. rabohle sagt:

    „Wir hatten keine Laktoseintoleranz oder andere Intoleranzen“

    Da wäre ich mir gar nicht so sicher; es wurde nur anders aufgenommen.

    Da gibt es Menschen, die Erstickungsanfälle bekommen, wenn Sie Nuss-Produkte essen. Also alles „bedenkenlos“ zu essen, wäre da ganz bestimmt nicht gut. Ernährungsberatung ist also bestimmt keineswegs verkehrt.

    Recht hast Du aber, wenn man „nur aus Überzeugung ohne medizinischen Hintergrund“ Andere auf Teufel komm raus unbedingt bekehren will. Aber auch dazu gehören immer Zwei.

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    • ballblog sagt:

      Stimme Dir da voll zu, vor allem im letzten Absatz.
      Gerade was Allergien betrifft, ist viel trial and error dabei und manch Schreck- Moment.

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    • sigurd6 sagt:

      Dass es früher auch Allergien gab, streitet ja auch niemand ab. Aber die Lebensmittel waren auch noch nicht so „gepanscht“.

      Außerdem empfiehlt es sich manchmal, zu schauen, unter welcher Rubrik ich einen Text veröffentliche. Da steht auch etwas von Humor. 😀

      Gefällt 1 Person

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