Die Serie hielt!

Pal Dardai hat sein letztes Auswärtsspiel in Augsburg an der Seitenlinie erlebt und seine erfolgreiche Serie gegen den FC Augsburg hat gehalten. In neun Begegnungen, die er als Trainer an der Seitenlinie bei Hertha gestanden hat, hat er nie gegen Augsburg verloren. Und auch heute hat Hertha, etwas überraschend, nach einem durchaus unterhaltsamen Spiel 4:3 in Augsburg gewonnen und somit schon am vorletzten Spieltag die Punktzahl von 43 Punkten erreicht, die man am Ende der Saison 2017/18 auch hatte. Damals jedoch mit 40 Gegentoren und dieses Mal mit 52. Da sollte der Manager mal sein Augenmerk darauf richten. In Augsburg wurde auch sehr deutlich weshalb Rune Jarstein und nicht T. Kraft die Nummer 1 im Tor von Hertha ist.

Bayer 04 Leverkusen ließ relativ unerwartet Punkte liegen im Kampf um die CL-Plätze. Im Heimspiel gegen Schalke 04 reichte es nur zu einem 1:1 und Bayer 04 musste sogar noch froh sein, dass man nicht verloren hat.

Unerklärlich war auch der Auftritt des VfL Wolfsburg in Stuttgart. Mit 3:0 hat der VfB Stuttgart seine Hausaufgaben gemacht und die Relegation gesichert. Jedoch hatte man beim VfL Wolfsburg nie den Eindruck, dass die Mannschaft noch ernsthaft um einen CL-Platz spielt.

Das kam Werder Bremen natürlich sehr gelegen die ebenso unerwartet alle 3 Punkte aus Sinsheim entführten und plötzlich wieder Chancen auf eine EL-Teilnahme haben. Jedoch muss da am letzten Spieltag alles für Werder laufen.

Hannover 96 hatte beim 3:0 Erfolg gegen eine relativ apathische Mannschaft aus Freiburg keine Probleme und nutzte seine vorletzte Chance. Jedoch hat es wegen des Stuttgarter Sieges dann doch nicht gereicht. Hannover steigt ab.

Wie auch der 1. FC Nürnberg der mit 0:4 gegen Borussia Mönchengladbach eine deutliche Heimniederlage einstecken musste, die man im Vorfeld in dieser Deutlichkeit wohl auch nicht erwartet hatte. BMG hat sich damit für einen CL-Platz zurückgemeldet.

Und nun ziehe ich meinen Hut, obwohl ich keinen habe, vor Fortuna Düsseldorf. Wie diese Mannschaft in Dortmund aufgetreten ist, das ist einer besonderen Erwähnung wert. Für die Mannschaft ging es um nichts mehr. Sie ist völlig gesichert im Mittelfeld und hätte es gemächlich angehen können. Doch sie lieferte dem BVB ein packendes Duell und hat sich somit um einen ehrlichen Saisonverlauf verdient gemacht. Dass sie dann doch mit 3:2 unterlag, war eigentlich schon eher Pech.

Auch RB Leipzig bot dem FC Bayern München Parole. Mit dem 0:0 wurde die Meisterschaftsfeier dann doch auf den letzten Spieltag verschoben. Doch die Meisterschaft im eigenen Stadion feiern ist ja auch viel schöner. Die Bayern wären jedoch nicht die Bayern, wenn sie nicht noch motzen könnten. So wurde das Tor der Bayern wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Was U. Hoeneß wieder einmal als lächerlich empfand. Lächerlich ist eigentlich nur einer …

Eintracht Frankfurt kann morgen wieder auf den 4. Platz vorrücken, muss in Mainz jedoch mindestens ein Unentschieden erreichen. Ob ihnen das gelingt nachdem man in London doch sehr lange auf dem Platz stand? Schade, dass die Eintracht die Saison mit 2 Auswärtsspielen beenden muss.

Berlin-Blockade endet vor 70 Jahren

Am 24. Juni 1948 sperrten die sowjetischen Militärs sämtliche Zufahrtswege von und nach Berlin. Damit wollte die damalige Sowjetunion Druck auf die drei Westalliierten ausüben. Diese hatten Tage davor eine Währungsreform in West-Berlin eingeleitet.

Doch an den Luftkorridoren, die den Alliierten zustanden, konnten die Sowjets nichts ändern. Reginald Waite (Großbritannien) hatte bereits im April 1948 eine kleine Luftbrücke ausarbeiten lassen, womit man die Stadt über einige Wochen versorgen konnte. Unter Bezugnahme dieser Ausarbeitung befahl der amerikanische General Clay am 25. Juni 1948 die Luftbrücke. Am 26. Juni flog die erste Maschine der US-Luftwaffe zum Flughafen Tempelhof. Die Luftbrücke hatte begonnen. Was die Piloten der an- und abfliegenden Maschinen damals leisteten kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Alle zwei bis drei Minuten landete eine Maschine in Tempelhof oder Gatow und später auch auf einer eiligst gestampften Landebahn am heutigen Flughafen Tegel. Was damals kaum jemand für möglich gehalten hatte, die Ostberliner Medien wurden nicht müde zu vermelden, dass Westberlin bald kapitulieren würde und im Westen befürchtete man, dass die drei Alliierten aufgeben und sich aus Westberlin zurückziehen würden, gelang mit dem unglaublichen Einsatz aller, die an der Luftbrücke beteiligt waren. Teilweise wurden die Maschinen von sowjetischen Truppen mit der Flak beschossen, um sie einzuschüchtern. Sowjetische MIG’s flogen Scheinangriffe und die Piloten wurden geblendet.

Am 12. Mai 1949, also heute vor 70 Jahren gaben die Sowjets auf. Sie hatten den Willen der Westberliner und der Alliierten unterschätzt. Und die erste ernste Konfrontation der beiden Blöcke war beendet.

Heute ist für die Menschen, die es miterleben mussten, ein Tag zum Feiern. Doch ist heute auch ein Tag um an die zu denken die für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt ihr Leben ließen. Die dafür sorgten, dass die Bürgerinnen und Bürger des damaligen Westberlins weiterhin in Freiheit leben konnten. Amerikaner, Briten, Franzosen, Australier, Neuseeländer, Kanadier und Südafrikaner flogen von und nach Westberlin. In eine Stadt, deren Bürgerinnen und Bürger nicht wussten, wie diese Blockade enden würde.