Nun reden wir uns das Wahlergebnis schön

Man bekommt vom Wähler eine deutliche Abfuhr und statt sich darüber Gedanken zu machen, redet sich die Vorsitzende der CDU, A. Kramp-Karrenbauer das Ergebnis schön. Ja man habe ja etwas verloren aber man wollte stärkste Partei in Deutschland sein und das hat man geschafft. Und in Bremen hat man die SPD von Platz 1 geholt. Schön, dass diese Frau nun überhaupt nichts merkt, oder merken möchte.

Dabei ist die Partei nur noch bei den Rentner vorne und bei der Generation U30 bei ungefähr 11 Prozent. Dumm gelaufen oder? Da hat man doch versucht, die Demos am Freitag als dumme Schülerstreiche hinzustellen, die doch nur die Schule schwänzen möchten. Ein echtes Anliegen hat man ihnen abgesprochen. Das Video von Renzo mit albernen Sprüchen abgekanzelt und nun auch nicht gemerkt, dass die Partei bei der jungen Generation am Ende ist und man ihren Lobbyismus mit der Wirtschaft nicht mehr hinnehmen möchte.

Bei der SPD hat man zumindest gemerkt, dass man die Wahl wohl versemmelt hat. Die Partei kann beim Wähler einfach nicht mehr punkten und muss sich wohl damit abfinden, ihre beste Zeit hinter sich zu haben. Obwohl sie in der, man mag es eigentlich gar nicht mehr schreiben, Großen Koalition doch einiges bewegen konnten, wird es vom Wähler nicht honoriert. Da ist guter Rat teuer und nur die Parteivorsitzende auszuwechseln löst das Problem auch nicht. Obwohl, und das ist meine persönliche Einschätzung, es ein großer Fehler war, sie überhaupt dazu zu machen.

Obwohl Rechtspopulisten Stimmengewinne verbuchen konnten, ist der von mir befürchtete totale Rechtsruck in der EU nach derzeitigem Stand, zum Glück, ausgeblieben. Viele Menschen, es hätten jedoch ruhig noch einige mehr sein können, gingen zur Wahl und zeigten damit ein deutliches Zeichen für die EU.

Das ist das erfreuliche an dieser Wahl. Die Demokratie hat an diesem Sonntag gewonnen. Und nun macht etwas daraus. Nehmt die Sorgen der Menschen ernst und nehmt den Auftrag, den ihr bekommen habt, an. Damit nicht nur über die Klimakrise gesprochen, sondern endlich auch gehandelt wird.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

11 Kommentare zu “Nun reden wir uns das Wahlergebnis schön

  1. ballblog sagt:

    Ich fand vor allem die hohe Wahlbeteiligung bemerkenswert. Waren das bei einer Europawahl schon einmal 60 oder mehr Prozent?

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  2. rabohle sagt:

    Das demokratische Europa nat noch einmal gewonnen.

    Kopfschütteln über Pipi Nahles („Mut machen“) und das dumme Gerede – allein ein Rücktritt wäre die einzig richtige Reaktion gewesen.

    ArschKartenKanzlerin hat was geschafft? So wird man den Popo-Listen die Wähler zuführen. 😦

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  3. ballblog sagt:

    Was ich übrigens gestern richtig stark fand, war die Bremer „Elefantenrunde“ während der Tagesschau – gerade im Gegensatz zur großen direkt zuvor.
    Knackige, kurze und ein wenig freche Fragen – und der Kollege hat die Leute zum Reden gekriegt.
    Bei der großen Variante haben 4 von 6 die ihnen gestellte Frage gar nicht beantwortet.

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  4. WernerBln sagt:

    „Die Demokratie hat an diesem Sonntag gewonnen.“

    Und wie, für die Postenkungelei in den Hinterzimmern, wird sogar das Telefonnetz blockiert!

    http://mediathek.daserste.de/Tagesschau/tagesschau-20-00-Uhr/Video?bcastId=4326&documentId=63397616

    Ab 00:07:59
    .
    Ohne weiteren Kommentar!

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    • rabohle sagt:

      Eine Beratung ohne Handy ist doch eine Wunschvorstellung. Und nicht nur in der Politik:

      https://rabohledotcom.wordpress.com/2019/05/29/handyverbot-im-supermarkt/

      Was immer nach Ihrer Auffassung auch undemokratisch an einem zeitgebundenen Handyverbot sein sollte – zumindest die Möglichkeit einer heimlichen Überwachung, einer heimlichen Weitergabe Internas wird unterbunden und es werden wieder Gespräche von Aug zu Aug geführt. Und zwar mit Gesprächspartnern, die sich nicht hinter der Anonymität eines Nicknames verstecken 😉

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      • WernerBln sagt:

        Na ja, wenn Sie das alles in Ordnung finden, wünsche ich viel Spaß in dieser urdemokratischen EU. Übrigens erschließt sich mir der Zusammenhang zwischen Supermarkt und Aushandeln von Spitzenpositionen hinter verschlossenen Türen nicht so ganz, es sei denn…?

        Falls Sie die heutigen Nachrichten verfolgt haben, endloser Zoff, insbesondere zwischen „Mutti“ und Busenfreund Macron um die Postenschacherei.

        Da fragt man sich schon, wann denn die nächste „Emser Depesche“ fällig ist (Ironie Ende)!

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        • rabohle sagt:

          Danke, denn im Gegensatz zu Ihnen halte ich die EU für sinnvoll und unabdingbar.

          Es gibt „Zoff“? Tja, das soll in den besten Familien vorkommen, manchmal sogar beim bloggen. Wichtig ist aber, dass man miteinander spricht und zusammenarbeitet.
          Und was hat das bitte mit – Handyverbot – bei einer Besprechung zu tun? Man soll eben miteinander sprechen.Und das ist dann auch der Zusammenhang zum Supermarkt oder jeden anderen Ort, bei dem man sich wieder auf seinen realen Gegenüber besinnen muss.

          Gefällt 1 Person

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