Der Panzer in der Stadt?

Nachdem es in Berlin in der vergangenen Woche einen tragischen Unfall mit 4 Toten und einigen zum Teil schwer verletzten gab, ist eine heftige Diskussion darüber entbrannt ob man SUV, ein SUV hatte diesen tragischen Unfall verursacht, gänzlich aus der Innenstadt verbannen sollte.

Da ist davon die Rede, dass Panzer in der Innenstadt nichts zu suchen hätten. Von der sinnlosen Raserei der hemmungslosen SUV-Fahrer und, und, und. Gänzlich außer Acht gelassen wurde, eben wegen der aufgeheizten Stimmung, dass der Unfall mit hoher Wahrscheinlichkeit durch gesundheitliche Probleme des SUV-Fahrers ausgelöst wurde. Das macht den Unfall nicht erträglicher, sondern erklärt weshalb der Wagen völlig ungebremst und mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Bürgersteig raste und dabei einen Ampelmast umriss und 4 Menschen dabei sterben mussten.

So brutal es sich lesen mag, aber es sind eben die Dinge des Lebens, die dann unvermeidlich sind. Auch wenn es einem so völlig sinnlos vorkommt. Nur deshalb nun eine solch heftige Debatte loszutreten wie sie derzeit in Berlin stattfindet, halte ich für unangebracht. SUV sind ebenso sicher und unsicher wie jedes andere Auto in der Stadt. Und wie würde es dann aussehen wenn demnächst, was ich nicht hoffen möchte, ein BUS der BVG oder ein Müllwagen der BSR oder ein Wohnmobil auf den Gehweg geraten sollte und Menschen dabei zu Schaden kommen? Würde man dann all diese Fahrzeuge aus der Innenstadt verbannen?

Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich möchte diesen tragischen Unfall, bei dem auch ein dreijähriges Kind ums Leben kam und dessen Mutter zusehen musste, wie ihr Kind getötet wurde nicht verharmlosen. Nur sollte man der Versuchung widerstehen in solch aufgeheizter Atmosphäre Schlussfolgerungen zu ziehen.

Zur Versachlichung kann eventuell der Bericht der Abendschau beitragen, zumindest der Teil eines Sachverständigen, den ihr HIER einsehen könnt.

Endlich ein Regentag!

Ich kann mich tatsächlich nicht mehr daran erinnern, wann wir hier den letzten Regentag hatten. Also einen Tag, an dem es den ganzen Tag regnete. Das muss mindestens 6-8 Monate her sein. Und irgendwie merkte man sofort ein aufatmen der Natur. Die Bäume sahen etwas frischer aus und ich hatte auch das Gefühl, dass das Gras etwas grüner wirkte.

Es hat in diesem Sommer zwar etwas mehr geregnet als im letzten Jahr. Jedoch immer nur für kurze Zeit und nicht sehr ergiebig. Wobei das in Berlin recht unterschiedlich war.

Ich kann mich an Sommer in den 1960er Jahren erinnern, die richtig verregnet waren. Gut es gab auch damals schon heiße Sommer, jedoch nicht so wie die der Jahre 2018/19.

Und wenn Dalida † in den 1960er Jahren ihren Song „Am Tag als der Regen kam“ sang, dachte man sich, der ist doch laufend da, dieser Tag. Das Lied ist mir heute Morgen wieder eingefallen, als ich aus dem Fenster guckte und sah, dass der ersehnte Regen endlich da ist. Ja der ersehnte Regen, das hätte ich auch nicht gedacht, dass es mal soweit kommen würde.