Moment mal: Kramp-Karrenbauers Märchenstunde

Was müssen Erdogan und Putin gelacht haben als sie von den Plänen der deutschen Verteidigungsministerin hörten. Sie lässt aber auch tatsächlich nichts aus, um sich lächerlich zu machen. Jetzt möchte sie in Nordsyrien eine „Sicherheitszone“ errichten. Natürlich unter deutscher Beteiligung und unter dem Schirm der UN. Also dieser UN, die seit Jahren nicht weiß, wie sie mit der Situation in Syrien umgehen soll. So macht die UN das, was man dort am besten beherrscht, wegschauen.

Glaubt Frau Kramp-Karrenbauer ernsthaft, dass die UN sich gegen Putin, Trump und Erdogan stellt? Denn diese drei haben schon längst beschlossen, wie es in Nordsyrien weiter geht. Die tapferen Kurden müssen sich zurückziehen, sonst werden sie von den türkischen und russischen Truppen in die Zange genommen. Das Gebiet in Nordsyrien ist längst aufgeteilt und der syrische Präsident muss gute Miene zum besetzten Spiel machen.

Der größte amerikanische Präsident ist voller Euphorie und verkündete zugleich, diese Lösung war nur durch die USA, ja nur durch die USA möglich. Klar er muss es seinen Landsleuten ja irgendwie verkaufen, dass man den ehemaligen Verbündeten schmählich im Stich und seinem Schicksal überließ.

Es ist also alles, zumindest scheint es so, geklärt. Und das ohne die merkwürdige Idee der Frau Kramp-Karrenbauer. Die ähnlich wie ihre Vorgängerin deutsche Soldatinnen und Soldaten am liebsten ins Ausland schickt. Dann muss sie wenigstens den katastrophalen Zustand der Ausrüstung der Truppe nicht anschauen. Deutschland wird sich wohl auf Dauer nicht aus allen Krisen heraus halten können. Doch bevor man deutsche Soldatinnen und Soldaten in solche Krisengebiete schickt, sollte man wenigstens die Grundvoraussetzungen dafür schaffen. Und davon ist die jetzige Verteidigungsministerin genau so weit entfernt wie ihre Vorgängerin.

Mit solchen Vorschlägen macht man sich nur lächerlich. Das zeigen auch die internationalen Reaktionen auf ihren Vorstoß. Die, ich schreibe es mal Milde, sehr zurückhaltend waren.