Moment mal: Es ist unglaublich

Barack Obama hatte den Einsatz von Antipersonenminen untersagt. Doch der grandioseste, unglaublich gute, ja der Beste aller US-Präsidenten hat nun verfügt dies rückgängig zu machen. Nun dürfen US-Streitkräfte diese international geächteten Landminen wieder einsetzen.

Man ist von diesem Präsidentendarsteller schon einiges gewöhnt und so könnte man es damit abtun, dass alle Kriegswaffen gefährlich sind und Menschen töten. Nur werden durch Landminen eben viele Menschen zu Krüppeln oder kommen durch sie zu Tode, weil man sie dann in Friedenszeiten nicht oder nur unzureichend beseitigt.

Viele Hilfsorganisationen reagieren entsetzt auf die Ankündigung des Präsidentendarstellers.

Dieser hat seit Wochen in den Wahlmodus geschaltet und es scheint ihm jedes aber auch jedes Mittel recht zu sein, um sich als den großen Führer einer großen Nation zu präsentieren. Das könnte einem egal sein und mit der Bemerkung abtun, wenn die US-Bürgerinnen und Bürger so dumm sind und auf ihn herein fallen, so ist das ihr Problem.

Doch so ist es leider nicht. Denn auch wir müssen mit diesem Präsidentendarsteller leben und das mit Sicherheit die nächsten vier Jahre. Man tröstete sich damit, dass nach vier Jahren Schluss sein würde und hatte die Hoffnung, dass seine Amtszeit ohne den dritten Weltkrieg zu Ende gehen mag. Denn so unberechenbar wie er ist, kann man leider nichts aber auch gar nichts ausschließen.

Es gab vor Trump Präsidenten, die man nicht gerade ins Herz geschlossen hatte, da fallen mir sofort einige Namen ein, doch Trump setzt auch hier neue Maßstäbe. Seit er an der Macht ist, erscheinen einem diese Präsidenten fast schon als ganz kleines Übel.

Und sie hatten eines zumindest gemeinsam, ob es nun republikanische oder demokratische Präsidenten waren, sie standen zu ihren Verbündeten. Und es war Verlass auf den großen Mann im Weißen Haus.

Das hat sich mit Trump erledigt. Er ist unberechenbar, und man sollte vor ihm stets auf der Hut sein. Man merkt eben, dass er als Unternehmer gewöhnt ist, dass alle vor ihm buckeln und nach seiner Pfeife tanzen. Nur sollte er zur Kenntnis nehmen, dass es in der Politik auf Kompromisse ankommt und Win-win-Situationen für beide Partner.

Aber nun schweife ich ab. Es geht um die geächteten Landminen. Präsidenten die den Befehl geben, diese Minen einzusetzen, sollte man ebenfalls ächten und gegebenenfalls vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zerren.

Ich möchte den Aufschrei nicht hören, wenn Putin oder Erdogan es ankündigen würden. Und auch da wäre er völlig gerechtfertigt. Nur gibt es keinen Aufschrei, wenn der amerikanische Präsidentendarsteller es verkündet. Na klar, die USA sind ja auch die Guten. Dann träumt mal schön weiter.

 

Moment mal: Die Quadratur des Kreises?

Er hatte es groß angezwitschert, der fantastischste und größte US Präsident aller Zeiten. Und der israelische Ministerpräsident war extra eingeflogen um seinen Worten zu lauschen und kräftigst Applaus zu spenden.

Die Pressekonferenz war auf 12 Uhr Mittags angesetzt und da werden sofort Erinnerungen an einen Edel-Western wach. Ein Edel-Western war es dann doch nicht, doch der US Präsident schien sehr zufrieden zu sein.

Er hatte soeben den fantastischsten Friedensplan für Israel und den Palästinenser vorgebracht und genoss es sichtlich. Doch was er da vorgetragen hat, ist dann wohl doch eher der Versuch der Quadratur des Kreises. Er möchte die Zweistaaten-Regelung, soweit so nachvollziehbar, dann jedoch wird es komisch.

Jerusalem im Ganzen soll die Hauptstadt Israels werden und Ostjerusalem, also ein Teil vom ganzen Jerusalem, die Hauptstadt der Palästinenser. Also das Ganze wird dann doch ein Teil des nicht ganz so ganzen. Oder der Teil gehört nicht zum Ganzen obwohl das Ganze eben doch das Ganze sein sollte oder umgekehrt oder wie, oder wie dann doch nicht?

Einfach genial oder? Findet ihr doch auch, oder etwa nicht?