Herthaner macht Schluss mit dem rumwurschteln

Gestern zeigte der FC Köln dem Publikum in Berlin, wie man im Abstiegskampf kämpft und auftreten muss. Dafür muss man als Berliner der Mannschaft des FC Köln einen Dank aussprechen. Nein das ist kein Zynismus, sondern mein Ernst.

Denn wie Hertha sich gestern präsentierte, dafür fehlen einem die Worte und man muss sich sehr beherrschen, um sachlich zu bleiben. So desaströs war der Auftritt der Mannschaft. Von Leistung mag man in diesem Zusammenhang eh nicht sprechen.

Man könnte Interimstrainer Nouri in Schutz nehmen und meinen er musste die Mannschaft nach dem Abgang des Anderen über Nacht übernehmen. Das zieht jedoch nicht. Denn er kam mit dem Anderen und war schon davor nah an der Mannschaft.

Die letzten Heimauftritte von Hertha sagen viel aus. Hertha –Bayern 0:4, Hertha Schalke 0:0, Hertha-Mainz 1:3, Hertha-Köln 0:5. Das macht ein Torverhältnis vor eigenem Publikum von 1:12 in den letzten vier Heimspielen. Wobei man sich gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, Mainz und Köln alleine 8 Tore einfing. Eine grausame Bilanz.

Über all das was nach meiner subjektiven Meinung falsch lief, möchte ich hier zu diesem Zeitpunkt nicht schreiben. Es sind noch 11 Spieltage zu absolvieren. Da kann die Mannschaft sich noch aus eigener Kraft retten. Nur sollte sie damit schnellstens beginnen. Das alleine dürfte nach dem gestrigen Spiel schwer genug sein.

Bezeichnend auch der Auftritt oder besser geschrieben der Nichtauftritt des M. Preetz nach dem Spiel. Er verschwand schnell in die Katakomben des Olympiastadions. Nur keinem Journalisten über den Weg laufen der eventuell auch noch ein Mikrofon dabei hat. Das ist feige, einfach nur feige. Sagt jedoch einiges über ihn aus.

In den Nachrichten hörte ich, dass der Karnevalszug morgen in Düsseldorf wegen des Wetters abgesagt wurde. Hoffentlich feiern die Fans am kommenden Freitag diesen nicht nach, nachdem sie Hertha die Pappnasen aufgesetzt haben. Zu befürchten ist es jedenfalls.