Moment mal: Fürsorgepflicht von Arbeitgebern?

Die Fußballvereine der 1. und 2. Bundesliga verstehen sich als Wirtschaftsunternehmen. Sie setzen in einer Spielzeit Millionen um. Dass Wirtschaftsunternehmen momentan ums Überleben kämpfen ist auch keine neue Botschaft.

Doch wie die DFL und die Vereine mit ihren Angestellten umgehen lässt, aus meiner Sicht, nur einen Rückschluss zu, die Gesundheit ihrer, zugegeben gut bezahlten Mitarbeiter, ist ihnen schnurzegal. Fernsehgelder müssen rein kommen und das um jeden Preis. Etwa auch um den Preis der Gesundheit oder sogar des Lebens einzelner Mitarbeiter? Ob nun Spieler, Betreuer oder sonstige Mitarbeiter dieser Wirtschaftsunternehmen, sie sind durch die Pläne der DFL und der ihnen unterstellten Vereine extrem gefährdet.

Wenn man hört wie in den einzelnen Vereinen, offiziell, wie es wirklich abläuft weiß man ja nicht, trainiert wird, so ist das so wirklichkeitsfremd, fremder geht es kaum noch. Völlig körperlos mit einem Mindestabstand von 1,50 Meter zum anderen Spieler. Was ohnehin schon völliger Quatsch ist. Denn wenn man sich körperlich verausgabt ist ein Abstand von 1,50 Meter viel zu wenig. Joggern wird geraten zu einem vor einem laufenden Jogger mindestens 15 Meter Abstand zu halten.

Die Vereine möchten ihre Spieler alle drei Tage mit Covid-19 Schnelltests testen lassen. Somit werden ohnehin überlastete Testlabors dann auch noch zusätzlich belastet. Natürlich sollen diese Tests bevorzugt behandelt werden. Welche Arroganz!

Dass die Fußballvereine durch die gegenwärtige Lage in Schwierigkeiten kommen, ist unbestritten. Genauso unbestritten sollte jedoch sein, dass für sie keine Extralösungen angeboten werden. Vereine die Unsummen an Ablösesummen und Gehälter zahlen, müssen sich nicht wundern, dass ihre Rücklagen endlich sind. Statt zu glauben Sonderbehandlungen verdient zu haben, sollte man die gegenwärtige Situation nutzen, um endlich von diesen astronomischen Ablösesummen und Gehältern runter zu kommen.

Doch hier werden sich die Vereine nie einigen können. Dann versucht man lieber, sich Sonderbehandlungen zu erschleichen oder ganz frech offiziell einzufordern. Wie der Funktionär bei der deutschen Nationalmannschaft Oliver Bierhoff, der sinngemäß meinte, dass bald wieder fußballgespielt werden müsste um den Menschen ein wenig Freude zu bereiten. Ich glaube, den Menschen wären im Moment andere Freuden lieber. Jedoch zeigt es, wie man von offizieller Seite den Fußball überschätzt. Jedenfalls den bezahlten.

13 Kommentare zu “Moment mal: Fürsorgepflicht von Arbeitgebern?

  1. Du hast ja sowas von Recht! Es ist eine Arroganz, die ist unbeschreiblich!

    Liebe Grüße,
    Werner

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  2. rabohle sagt:

    Noch mehr Freude würden die Verteilung von Hefe, Mehl und Toilettenpapier schaffen. 😉

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  3. ballblog sagt:

    Der Bierhoff soll mal den lokalen Einzelhändler fragen, wie es dem geht.

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  4. Catenaccio 07 sagt:

    Monkey Money Business. Mit der Bundesliga bin ich erstmal fertig.

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