Moment mal: Unsoziale Vorschläge

Die GRÜNEN im Senat von Berlin haben mal wieder eine Idee und ich muss es leider so schreiben, die gehen mir langsam gehörig auf die Nerven. Denn ich schreibe es mal ganz ohne Beschönigung, ihre Ideen sind meist von einer ausgeprägten unsozialen Note und werden, wie man im Bericht sehen kann mit einer Arroganz vorgetragen.

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200611_1930/regierungskoalition-prueft-oepnv-flatrate.html

Sie möchten gemeinsam mit den LINKEN, die diese Idee wohl unterstützen, für Berlin ein Bürger*innen Ticket einführen. Das wäre ja noch eine Anregung, worüber man diskutieren könnte. Jedoch soll es sich dabei um ein Zwangsticket handeln. Soll heißen jede Berlinerin, jeder Berliner muss, ob er möchte oder nicht solch ein Ticket kaufen. Ob man nun 1.800 oder 8.000 Euro brutto im Monat zur Verfügung hat. Dafür kann man dann die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt umsonst benutzen. Das Ticket soll 570,00 Euro im Jahr kosten.

Alternativ ist ein Ticket, das 285.00 Euro im Jahr kosten soll im Gespräch. Dann müsste man für den öffentlichen Nahverkehr die Hälfte des jetzigen Preises bezahlen. Auch hier handelt es sich um eine Zwangsmaßnahme.

Über die Idee der ÖPNV Taxe, die im Bericht angeschnitten wird, schreibe ich jetzt nichts weiter.

Mittlerweile hat der Regierende Bürgermeister M. Müller diesem Plan quasi eine Absage erteilt. Er ist für ein 365.00 Euro Jahres-Ticket auf freiwilliger Basis.

Die GRÜNEN und ihre Verkehrssenatorin sind mittlerweile hinlänglich dafür bekannt, stets den dritten vor dem ersten Schritt zu machen. Sie setzen auf eine möglichst autofreie Stadt. Sie möchten, dass die meisten auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und ihr Auto stehen lassen. Dabei ist der ÖPNV ohnehin schon stark überlastet.

Dieser muss erst einmal ausgebaut und die Taktzeiten verkürzt werden, um ihn auch nur annähernd attraktiv zu machen. Das scheinen die GRÜNEN jedoch nicht zu begreifen.

Es ist völlig richtig, dass man verkehrspolitisch neue Wege gehen muss. Jedoch sollte das mit Überlegung geschehen. Und hier bin ich bei der bisherigen Politik, wenn man das so nennen möchte, der Verkehrssenatorin eher skeptisch. Ein Beispiel hierfür sind die hektisch gezimmerten Pop-up-Radwege, die man, während der Covid-19 Debatten errichtet hat.

Ich werde den GRÜNEN was husten. Nein lieber nicht. Husten ist in diesen Wochen eher etwas verdächtiges und ehe man weiß was los ist, hängt man an einem Beatmungsgerät. Aber dann bekäme ich wenigstens keine Schnappatmung bei solchen Vorschlägen.

 

2 Kommentare zu “Moment mal: Unsoziale Vorschläge

  1. rabohle sagt:

    Total bescheuert

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