Vor 7 Jahren …

… hatte ich diesen Post …

… auf blog.de gepostet.


 Wird bloggen immer wichtiger?

Es kündigt sich ein erneutes Zeitungssterben in Deutschland an. Alle 10-15 Jahre ist es zu beobachten, dann werden Zeitungen verkauft und spätestens nach 1 Jahr die Mitarbeiterstäbe verkleinert oder einige Zeitungen verschwinden ganz vom Markt. In Berlin ist dies im Moment wieder voll im Gange. BZ und Bild legen die Redaktion zusammen und was das bedeutet, kann sich wohl jeder vorstellen. Die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt, ebenfalls Springer wurden verkauft, und wenn man dem etwas Gutes abgewinnen möchte, so gehören diese Zeitungen nach dem Verkauf, nicht mehr zum Springer Konzern.

Doch werden sie weiter bestehen und wie werden die regionalen Seiten gestaltet? Werden sie irgendwo zusammengestellt und zentral verwaltet? Die Zusammenlegung der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau ist ein warnendes Beispiel dafür, dass es kaum funktioniert. Jedoch ist die Zentralisierung mit den heutigen technischen Möglichkeiten kein Problem mehr. Der Tip ein Stadtmagazin wurde ebenfalls verkauft. Es gibt also wieder einmal viel Bewegung auf dem Medienmarkt. Und es ist zu befürchten, dass es wieder vielen Beschäftigten die Arbeitsplätze kosten wird.

Was kann das für die regionale Berichterstattung bedeuten? Nun es eröffnet den Bloggerinnen und Bloggern neue Möglichkeiten, die genutzt werden sollten. Sie können aus dem Kiez oder Ihrer Stadt berichten und so dafür sorgen, dass man Aktuelles über seine Stadt oder seinen Kiez erfährt. Schon heute gibt es bei Journalisten ein grimmiges Murren wenn Blogger/innen bei Veranstaltungen bessere Plätze bekommen als sie. Zuletzt geschehen bei der Fashion Week in Berlin. Dort hat man erkannt, dass Bloggerinnen und Blogger mittlerweile für eine Berichterstattung wichtig sein können.

Ich sehe die Entwicklung des Medienbereiches sehr kritisch, denn ich gehöre zur Generation die eine gedruckte Zeitung einer Onlineausgabe vorziehen. Doch ist zu befürchten, dass es nachfolgende Generationen anders sehen. Mit den heutigen Möglichkeiten kann man ohne Printmedien auskommen, wenn man das möchte. Ich hoffe trotzdem, dass an der guten alten Tageszeitung noch lange festgehalten wird.

von sigurd @ 25.07.13 – 20:36:38


 

Mein heutiger Kommentar dazu:

Heute, nach über 7 Jahren, muss ich zugeben, mich damals geirrt zu haben. Mein Eindruck heute ist, dass das Bloggen immer mehr Bloggerinnen und Blogger verliert. Ich sehe das sehr deutlich an den Bloggerinnen und Bloggern, die ich seit vielen Jahren kenne. Manche haben in ihren Blogs schon seit Monaten nichts mehr gepostet.

Andere Medien haben dem Bloggen in den letzten Jahren offensichtlich den Rang abgelaufen und es scheint eine Blogmüdigkeit eingezogen zu sein.

So hat eben jegliches seine Zeit. Wobei ich nicht schreiben möchte, dass das Bloggen nun gänzlich verschwinden wird. Jedoch scheint die große Bloggerzeit vorbei zu sein.

Oder wie sehr ihr das?

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Blog.

8 Kommentare zu “Vor 7 Jahren …

  1. rabohle sagt:

    Ich schreibe zum Spaß. Zahlen sind mir egal, sodass keine Blogmüdigkeit zu spüren ist.
    Aber ich nehme auch Auszeiten, da Blogen eben nicht die Welt ist.
    Das gilt bei mir auch für das www. Man sollte wissen, wo der off-Schalter ist.

    Thema Zeitung:
    Das Oldenburger Käseblatt wird von einigen wirtschaftlichen Zwängen in der Berichterstattung getrieben.
    War z.B. der gesamte Innenstadtverkehr lahmgelegt, weil alles von den Stadtautobahnen herunter musste … kein Wort darüber.
    Dazu Zustellungen ab 8:00 Uhr … ehrlich, brauche ich da noch ein Abo?

    Die Zeitungen haben sicher das Manko, dass zwischen Vorfall und Druck ein Zeitraum liegt. Aber dafür dann die 356. Wiederholung der schönsten Gärten zu bringen? Schade ums Papier.

    Gefällt 1 Person

    • sigurd6 sagt:

      Zahlen haben mich auch noch nie interessiert. Schon deshalb bin ich froh, dass die Zahl derer die meinem Blog folgen, überschaubar ist.

      Ich meinte es auch völlig anders. Aus damaliger Sicht glaubte ich, dass Bloggerinnen und Blogger mehr aus ihrem Kiez berichten und somit das Manko der Zeitungen, die eingestellt oder zusammengelegt wurden, ausgleichen.

      In den Kommentaren wurde das schon damals kritisch gesehen und so kam es auch.

      Vor einigen Jahren war in den Blogs einfach mehr los. Aber wie ich schon erwähnte auch das Web ist Vielfältiger geworden und viele Bloggerinnen und Blogger sind zu Facebook abgewandert oder auf andere Plattformen.

      So ist nun mal der Lauf, ständig gibt es Veränderungen und weshalb sollte die Bloglandschaft eine Ausnahme sein.

      Gefällt 1 Person

      • rabohle sagt:

        Und es gibt viele blogs, die derart persönlichen Sache zeigen (und sei es das Essen im Restaurant, die Socke der Freundin ….) dass man kaum Lust hat, das zu lesen.
        Sicher immer eine gewisse Gratwanderung.
        Aber leider auch der neuen Rechtsprechung geschuldet, denn man darf nicht mehr Alles veröffentlichen.
        Früher konnte man einmal die Woche eine Straße in der Stadt vorstellen; heutzutage muss fast jeden Bild /jeder Camfilm legalisiert werden.

        Und richtig. Veränderungen gibt es immer und das ist eigentlich auch gut so (auch wenn es Ausnahmen gibt)

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        • sigurd6 sagt:

          Na ja ganz so schlimm ist es dann ja doch nicht. Man sollte nur peinlichst darauf achten, dass auf den Fotos oder den Filmen die man bloggt, keine Passanten zu sehen sind. Oder man hat von einem jeden die Einwilligung, dass das Foto so veröffentlicht werden darf.

          Anders stellt es sich z. B. bei Demonstrationen und Sportveranstaltungen dar. Diese Fotos oder Filme darf man veröffentlichen, soweit man sie selbst gemacht hat. Konzerte wie z. B. in der Waldbühne dürfen als Film grundsätzlich nicht veröffentlicht werden, (machen viele jedoch trotzdem, das kann sehr teuer werden), da werden Urheberrechte verletzt. Fotos davon darf man jedoch veröffentlichen.

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      • rabohle sagt:

        PS Ich werde jetzt einmal versuichen, für Sonntag Einträge aus der Region zu machen – insoweit hat Dein Beitrag also angeregt. 🙂

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  2. verbalkanone sagt:

    Interessanter Blogeintrag … allerdings habe ich einen anderen Eindruck als du. Ganz im Gegenteil finde ich, dass das Bloggen sich etabliert hat. Vielleicht nicht unbedingt über WordPress – wobei WP sicher eines der größten Blogportale ist – aber ich kann mich nicht erinner, dass es in der Bloganfangszeit Blogger gab, die allein vom Bloggen leben konnten. Mittlerweile gibt es den „Berufsblogger“ oder „-influenzer“. Irgendwie empfinde ich das als komisch und manchmal auch absurd, aber es ist wohl ein Phänomen unserer digitalen Zeit.

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