Moment mal: Europäische Werte!?

„Hier kann es nur eine gemeinsame europäische Lösung geben“. Könnt ihr diesen Satz noch hören? Wie lange hört man ihn schon und wie wenig europäische Lösungen es gibt, sehen wir nun wieder mit dem, was sich auf der Insel Lesbos und den anderen griechischen Inseln abspielt.

Längst sind die Menschen, die aus ihren Heimatländern geflohen sind, zum Spielball verschiedener politischer Interessen geworden. Die Türkei hält sich nicht an das Abkommen mit der EU und nimmt seit Monaten keine Flüchtlinge mehr zurück. In der EU versteckt man sich und ist froh mit Covit-19 ein Ersatzthema zu haben. Mit diesem Thema lässt sich herrlich von der Katastrophe in Griechenland ablenken. Die ach so solidarische EU lässt Griechenland praktisch allein mit Problemen, die die gesamten Staaten der Europäischen Gemeinschaft angehen. Wobei Europäische Gemeinschaft schon fast wie ein Hohn klingt. Wo gibt es denn noch Gemeinschaft? Klar wenn es ums Geld abholen geht, dann sind besonders die Staaten des ehemaligen Ostblocks sofort bereit die Hand aufzuhalten. Wenn es um Solidarität unter den Staaten geht, ducken sie sich ebenso schnell weg.

400 unbegleitete Jugendliche sollten unter den Staaten aufgeteilt werden. 400 Jugendliche unter 27 Staaten, das würden für jeden Staat ca. 15 Jugendliche bedeuten. 15 Jugendliche, dazu ist man in den meisten Staaten der EU nicht bereit? Da kann ich nur noch schreiben, PFUI schämt euch und sprecht nie wieder von europäischen Werten.

Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass dieser Kasperverein der sich EU nennt, vor einigen Jahren den Friedensnobelpreis bekam.

Wenn das europäische Werte sind, dass tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken oder in völlig überfüllten Flüchtlingslager dahin vegetieren, dann ist das nicht mehr die EU, die ich einst befürwortete.