Geldgierige Haie

Wobei Haie natürlich nicht geldgierig sind. Woher dieser Spruch kommt weiß ich nicht. Er trifft jedoch auf die UEFA genau so zu wie auf den DFB und die FIFA.

Menschenleben spielen in den Gedanken dieser Institutionen keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle. Hat man schon die europäischen Wettbewerbe der Vorsaison gnadenlos durchgepeitscht, und Länderspiele veranstaltet die kein Mensch, jedenfalls nach meiner subjektiven Meinung, braucht, so muss auch noch dieser dämliche, auch nach meiner subjektiven Meinung, Supercup ausgetragen werden. Beide Teilnehmer an dieser mehr als fragwürdigen Veranstaltung, haben wenig Lust auf dieses Spiel. So scheint es jedenfalls. Von den 2100 Karten die Bayern zustehen, wurde nur ein kleiner Teil verkauft und einige gingen auch noch zurück. Aus Sevilla kommen noch weniger Zuschauer als aus Bayern. Sind die Fans etwa vernünftiger als die Geldhaie der UEFA? Oder merken sie so langsam, dass man auf sie überhaupt keinen Wert legt?

Wie dem auch sei, dass das Spiel am heutigen Abend in Budapest stattfindet, ist der eigentliche Skandal. Einmal hat man den Spielort schon verlegt. Ursprünglich sollte das Spiel in Porto stattfinden. Dort gab es jedoch viele Covid-19 Erkrankungen. Mittlerweile gibt es jedoch in Budapest noch mehr. Der Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern wurde überschritten. Und dennoch sollen heute Abend 20.000 Zuschauer ins Stadion?

Ich finde, hier wird wiederum ein falsches, fatales Zeichen gesetzt. Man müsste diesen „Herren“ von der UEFA mal kräftig den Kopf waschen. Nur wer aus den Reihen der Vereine traut sich das.

Wann ist GRÜN eigentlich GRÜN?

Jaja es gab einmal eine Partei, die sich für eine ehrlichere Politik einsetzte. Die sich für eine fortschrittliche Klimapolitik einsetzen wollte, die vorneweg marschierte, wenn die etablierten Parteien offensichtlich viel zu langsam auf die Veränderungen des Klimas reagierten.

Und ganz ehrlich in den 1970er und 80er Jahren fand ich die Ziele der GRÜNEN auch gut. Ja ich finde die ursprünglichen, ja einstmaligen Ziele der GRÜNEN auch heute noch gut. Nur hat sich die Partei, zumindest in Berlin, meilenweit von diesen Zielen entfernt.

Besonders die von mir hier in diesem Blog schon des Öfteren gescholtene Umweltsenatorin des Berliner Senats. Ein Journalist einer seriösen Berliner Tageszeitung formulierte die Vorgehensweise dieser Senatorin, die für die GRÜNEN im Senat sitzt mal so, „sie macht keine Politik mit Weitsicht, sondern handelt eher wie eine Aktivistin“. Wobei ich finde, dass man damit Aktivisten schon fast beleidigt. Denn sie denken meist bei dem, was sie tun.

Der neuste „Knaller“ dieser Senatorin für Verkehr und Umwelt ist die ominösen und von den GRÜNEN noch im letzten Winter verpönten Heizstrahler für die Außenanlagen von Restaurants und Gaststätten in diesem Winter, wegen der besonderen Situation zuzulassen, und dafür, um die in die Atmosphäre geblasenen Schadstoffe auszugleichen einen autofreien Sonntag einzuführen. Mal abgesehen davon, dass man das eine nicht mit dem anderen aufwiegen kann, so ist das wieder einmal eine dieser unausgegorenen Ideen dieser Senatorin.

Jahrelang wurde besonders von den GRÜNEN gegen diese Heizpilze gekämpft und nun hält man sie für das Allheilmittel um Restaurants und Gaststätten vor der Insolvenz zu bewahren? Und das in einem Land, in dem das Klima wesentlich schneller steigt als im Rest der Welt? In Deutschland hat sich die Temperatur im Gegensatz zum Rest der Welt um 1,6 Grad gesteigert. Im Rest um 1,1 Grad.

Ob diese Erkenntnis auch der Senatorin für Verkehr und Umwelt vorliegt? Natürlich kann man über ein oder mehrere autofreie Sonntage reden. Das funktionierte in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auch schon an 4 autofreien Sonntagen. Jedoch nicht, damit Heizstrahler völlig unnötigerweise Dreck in die Luft blasen. Das kann es wohl nicht sein. Wer meint, im Winter unbedingt in einem Zelt vor dem Restaurant, oder einer Gaststätte essen oder trinken zu müssen, der kann sich dann wohl auch dementsprechend anziehen.

Menschen die im Winter ins Station gehen um Fußball zu gucken halten es bei den winterlichen Temperaturen auch 2 Stunden aus. Sie ziehen sich dementsprechend an. Das wird man von den Gästen dann ja wohl auch verlangen können. Und wer dazu nicht bereit ist, der friert eben oder bleibt ganz einfach zu Hause.

Ich würde mir wünschen, dass diese Senatorin endlich zu Hause bleibt und endlich jemand an ihre Stelle tritt, der /die von Verkehrs- und Umweltpolitik etwas versteht.