Moment mal: Was nun CDU/CSU?

Wenn drei sich streiten so könnte alles ganz anders kommen? Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen möchten so gerne Vorsitzende der CDU und damit wahrscheinlich auch Kanzlerkandidat werden.

Laut einer Umfrage trauen 19 Prozent F. Merz zu ein guter CDU- Vorsitzender zu werden. 17 Prozent gibt es für A. Laschet und 8 Prozent für N. Röttgen. Insgesamt ist das ein eher mitleiderregendes Ergebnis für die drei Kandidaten oder anders ausgedrückt, man traut eigentlich keinem zu dieses Amt zu führen und als Kanzlerkandidaten wären sie wohl eher ein Grund CDU nicht zu wählen.

Mehr Zustimmung für den CDU-Vorsitz bekommt einer, der überhaupt nicht zur Debatte steht. 22 Prozent der Befragten fanden, dass J. Spahn ein guter CDU-Vorsitzender wäre. Jedoch als Kanzlerkandidat wurde er auch nicht gehandelt. Nur hat er sich dafür entschieden, A. Laschet zu unterstützen und tritt, noch, nicht an.

Der absolute „Superstar“ im Kanzlerranking kommt jedoch aus Bayern. Markus Söder heimst hier glatte 34 Prozent ein, wenn es um die Kandidatur zum Bundeskanzler geht. Weit abgeschlagen folgen mit 12 Prozent F. Merz, 8 Prozent J. Spahn, 7 Prozent A. Laschet und N. Röttgen mit 5 Prozent.

Solche Umfragen sind selbstverständlich jeweils eine Momentaufnahme und können in einigen Wochen ganz anders ausschauen. Jedoch zeigt es, dass es in der CDU offensichtlich keinen Kandidaten gibt, dem man die Nachfolge von A. Merkel zutraut.

Und die Auswahl ist ja auch eher übersichtlich. Hier hat die CDU/CSU ein Jahr vor der Wahl ein ernst zu nehmendes Problem. Ob man bei der CDU bereit wäre einen Politiker der Schwesterpartei, als Kanzlerkandidaten zu nominieren halte ich für sehr fragwürdig. Denn es könnte einen erheblichen Stimmenverlust für die CDU bedeuten. Das kann der Partei jedoch auch mit jedem der drei sich zur Wahl stellenden passieren.

So bleibt es spannend, wie sich die Partei aus diesem Dilemma befreien möchte. Nachdem schon die letzte Wahl der CDU-Vorsitzenden und mutmaßlichen Kanzlerkandidatin mächtig in die Hose ging, kann man sich in der Partei kaum nochmals einen Fehlgriff erlauben. Denn, dass Annegret Kramp-Karrenbauer dieser Funktion und diesem Amt nicht gewachsen war, wussten viele. Nur die Mitglieder der CDU nicht. Und ähnlich verhält es sich jetzt auch.

Eigentlich müsste man mit der CDU Mitleid haben. Ist sie die nächste Volkspartei, die bald ohne Volk dasteht?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

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