Der Kranich ist gelandet

Als der jetzige Flughafenchef Lütke Daldrup am BER sein Amt übernahm, dachte ich, er ist ein weiterer Vorsitzender der Geschäftsführung, der ein paar Monate im Amt sein wird um irgendwann genauso ab zu tanken wie viele seiner Vorgänger. Also ein weiterer Kostenfaktor für die unendliche Geschichte des Flughafens.

Vor ein paar Monaten jedoch traute man seinen Ohren nicht, als er verkündete, dass der Flughafen am 31. Oktober 2020 ans Netz geht. Obwohl man schon merkte, dass da einer endlich strukturiert ans Werk geht.

Und als vor einigen Wochen der TÜV die letzten Prüfungen zufrieden abschloss, war klar, der BER wird tatsächlich eröffnet. Und zwar zu dem angegebenen Termin.

Damit sind die Probleme jedoch nicht alle beseitigt. Denn er ist seit gestern offiziell in Betrieb und auf Jahre hinaus total verschuldet. Der Steuerzahler muss weiterhin jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in den Flughafen pumpen, sonst ist er sofort pleite.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung hat dafür gesorgt die Schlampereien zu beseitigen, die jahrelang verschludert wurden. Sein Verdienst ist es, dass der Flughafen 8 ½ Jahre nach seiner eigentlichen Eröffnung ans Netz geht. Er war auch dankenswerterweise dafür, dass es keine große Feier gab. Nur im Moment ist der Flughafen für sein Passagieraufkommen ein paar Nummern zu groß. Doch dafür kann niemand etwas. Durch die Spaßbremse aus China ist der Flugverkehr mächtig eingebrochen.

Vorgestern nun landete der erste Kranich (Lufthansa) auf dem Flughafen BER und eine Maschine der Chartergesellschaft Easy Jet.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Berlin.

13 Kommentare zu “Der Kranich ist gelandet

  1. ballblog sagt:

    Wirklich bahnbrechend wie die Mondlandung 🙂

    Hatte da am Samstag in der Halbzeitpause der 2.Liga mal reingeschaut. RBB- Tante am Rollfeld: „Der Pilot ist ein Berliner.“ Kurze Pause. „Der kommt aus Berlin.“ Weggeschaltet.

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    • rabohle sagt:

      „und er landet in Berlin“

      🙂 🙂 Du hättest eben nicht so früh wegschalten dürfen.

      Vielleicht hätten Sie noch Funksprüche mit „piep, roger, over“ übertragen, dann wäre die Verbindung zur Mondlandung perfekt gewesen. 🙂 🙂

      Aber man staunt doch. Die Maschinen sind nicht direkt zu den VW Stellplätzen gerollt und nach unbestätigten Gerüchten soll auch die Landebahn noch nicht durch das Aufsetzen beschädigt worden sein. Mit zwei Maschinen sind sie nun also am Nabel der Welt. 🙂 🙂

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    • sigurd6 sagt:

      @ballblog, ich hatte mir gestern in der Mediatheke die Berliner Abendschau vom Sonnabend angesehen. Da hat man sich in dem Bericht auf das wesentliche konzentriert. Am Sonnabend selbst sah ich nur die Bilder aus der Tagesschau.

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      • ballblog sagt:

        Ich hatte nur mal quer durch die Dritten geschaltet in der Halbzeitpause kurz vor 14 Uhr. Hat gereicht. Der RBB hat immer so einen provinziellen Touch, das geht nur in Minutenhäppchen.

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        • sigurd6 sagt:

          Der RBB hat immer so einen provinziellen Touch …

          Das ist nicht nur ein Touch, der ist es. RBB und MDR sind die beiden schlechtesten 3. Programme. Wobei man beim RBB noch das besondere Geschick hat, sich mit viertklassigen Journalisten zu umgeben. Wenn ich dabei nur an U. Zelle denke der seit Jahrzehnten durch diesen Kanal sabbelt und sabbelt und wahrscheinlich, trotz Rentenalters auch weiter sabbeln wird. Bei dem drehe ich sofort den Ton ab.

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          • ballblog sagt:

            Im MDR hat der Rundfunk die dazugehöroge Republik jetzt schon um 30 Jahre überlebt, wer hätte das mal gedacht? 🙂
            Und ja, der RBB ist es wirklich. Zahlen möchte er am liebsten auch nichts… Und dann übertragen sie notfalls, wie am Ku’damm ’ne Ampel umschaltet und nennen es weite Welt.

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            • sigurd6 sagt:

              Gut, dass Du als außenstehender das auch so siehst. Denn manchmal denken meine bessere Hälfte und ich, wir sind zu ungerecht. Jedoch ist der RBB tatsächlich eine Zumutung. Für einen Hauptstadtsender etwas zum fremdschämen.

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            • ballblog sagt:

              Nein, das seid Ihr gewiß nicht. Es ist halt schlichtweg ein „Lokalfunk“, denn nachrichtlich bietet ja Brandenburg recht wenig, was über den Tellerrand hinaus gesendet wird. Und dann kommt eben noch die chronische Selbstüberschätzung aufgrund des Standortes hinzu, die sich eher durch Provinzialität und eine piefige Anmutung äußert.
              Dabei hat man so wenig zu bieten – das Hauptstadtstudio ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der ARD. Auch wenn es der RBB gern anders sähe. Zur kleinen Ehrenrettung muß man sagen, daß deren Etat recht klein ist, daher auch so viele Konserven gesendet werden.
              Andere Häuser machen mit ähnlich wenig viel viel mehr – Radio Bremen etwa oder das Hamburger Programm des NDR.

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            • sigurd6 sagt:

              So sehe ich das auch. Das Programm von Radio Bremen oder des NDR ist viel unterhaltsamer. Auch das 3. von Bayern ist gegen den RBB absolut in Ordnung.

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  2. rabohle sagt:

    Genau; Rundflüge über Berlin – Bonbons abwerfen – „Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft“ dann über Lautsprecher dröhnen lassen.

    Gibt es nun eigentlich auch einen Transrapid vom Bundestag zum BER? Stoiber würde es sicherlich begrüßen. 🙂 🙂

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