Ich kann es nicht mehr hören, lesen und sehen

Ja es ist nicht schön, was uns dieses Jahr abverlangte. Jedoch wird es nicht besser, wenn es Tag für Tag durchgekaut wird. Wenn es Sondersendung auf Sondersendung gibt und kaum eine Sendung gibt, in der nicht mit Trauermiene auf die schreckliche Situation hingewiesen wird.

Worüber wurde eigentlich vor der Spaßbremse aus China berichtet? Sind all die Probleme, über die berichtet wurde, nun keine mehr? Haben sie sich alle in Wohlgefallen aufgelöst? Dann können diese Probleme ja nicht so große Probleme gewesen sein.

Jedoch zeigte sich in den letzten Wochen auch, dass Guido Westerwelle mit seinem Satz von der Dekadenz der deutschen so unrecht nicht hatte. Auf den Intensivstationen weltweit kämpfen Menschen um ihr Leben, im Mittelmeer ertrinken weiterhin Menschen, nur weil sie auf ein besseres Leben in Europa hoffen. Es gibt weltweit Kriege, Hungersnöte und Flüchtlingsprobleme. In Flüchtlingscamps im Süden Europas werden Kinder in nassen Zelten von Ratten angefressen. Und hier sind einige außer Rand und Band, nur weil sie sich ein Stück Stoff vor Mund und Nase hängen sollen. Weil die Minister /innen der Bundesländer ein Böllerverbot an Silvester verordnen.

Manchmal glaube ich, einige in diesem Land merken tatsächlich nichts mehr. Kann aber auch sein, dass ich völlig falsch denke.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

17 Kommentare zu “Ich kann es nicht mehr hören, lesen und sehen

  1. ballblog sagt:

    Du glaubst gar nicht, wie günstig das alles produziert werden kann, verglichen mit anderem. Einen Lauterbach kannst Du nachts um 3 wecken, der kommt immer. Einen Virologen, der scharf auf Öffentlichkeit ist (sein muß wg Reputation der Uni) geht auch immer. Dazu ein virtuelles Studio und ein paar Schnittbilder mit Altenheim, Krankenhaus, irgendwas nach Bedarf.

    Corona bietet ein unglaubliches Einsparpotential dort, wo ohnehin schon weniger ankommt als gemeinhin vermutet. Dann noch irgendwer, der sagt, „in diesen Zeiten kann man doch nicht lustig sein“ und schon ist die Unterhaltungsredaktion halbiert an Programm und an Kosten. Dann Herrn Drosten täglich eine halbe Stunde senden, noch ein oder zwei Podcasts, Da schickt keiner mehr Leute raus für andere Themen.

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    • sigurd6 sagt:

      So läuft es wahrscheinlich. Der RBB bringt seit Monaten eine Sondersendung nach der Tagesschau. Ob es nun neue Informationen gibt oder nicht. Wenn es nichts neues gibt, bringen sie wahrscheinlich einen Bericht, wie Eichhörnchen durch die Pandemie kommen.

      Vor einigen Wochen hatte ich mal eine gesehen, da kam derselbe Rotz wie vorher in der Abendschau.

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      • ballblog sagt:

        Ganz sicher sogar läuft das so. Ich krieg’s ja mit… Beim ARD Brennpunkt kommen auch die Bilder, die zehn Minuten zuvor in der Tagesschau gelaufen sind – und eine aktuelle Entwicklung kann es in der kurzen Zeit ja kaum geben. Aber die Leute fressen es ja… 😦

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  2. nana sagt:

    Ja, es ist ein Elend.

    Alleine die Produktionskosten für alle die Sondersendungen würden ausreichen, um die Lager auf Lesbos endlich zu evakuieren. Die Zustande dort sind so grauenvoll. Und Europa rührt sich nicht. Lässt das alles einfach geschehen.

    Und hier wird gejammert, weil die Menschen mal ein Jahr nicht mit der (eigentlich verhassten) Verwandtschaft feiern soll.

    Mich k***t das alles nur noch an.

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    • sigurd6 sagt:

      Ich nehme an, es ist überhaupt kein Wille da, die Lager zu evakuieren. Ich kann mich auch des Eindruckes nicht erwehren, dass diese Lager als Abschreckung dienen sollen.

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      • Das hat jetzt aber nichts mit der Corona-Berichterstattung zu tun. Die Produktion dieser Sendungen wird von unseren Rundfunkgebühren bezahlt, und die zahlen wir, für vernünftige Sendungen. Dennoch muss ich etwas zur Ehrenrettung des RBB sagen: Über all die Ereignisse und Missstände, die Du, Sigurd, im Eintrag erwähntest habe ich heute recht ausführliche Berichte und Kommentare im Radio gehört – und über einiges mehr. Es liegt vielleicht auch an uns, wenn wir immer nur „Corona“ hören. Wir sind langsam allergisch darauf.

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        • sigurd6 sagt:

          Ich weiß nicht, welche ausführlichen Berichte du hörtest. Die kommen ja täglich und selten ist etwas tatsächlich Wichtiges, nach meiner subjektiven Meinung, dabei.

          Ich finde, das Thema wird in den Medien viel zu breit getreten. Auch so sorgt man für eine Abstumpfung bei den Menschen. Gerade heute hatte ich ein Gespräch mit einer Bekannten, die ich beim Gassigang mit unseren Hunden getroffen habe, und ihr geht es ähnlich.

          Vor einigen Tagen hatte ich ein Gespräch mit einer Arzthelferin, die mir sagte, sie mag eigentlich Raiko Thal, jedoch geht er ihr mit den ständigen Sondersendungen im RBB auf den Wecker. Und gerade der RBB ist der Sender, der das „Ranking“ der Sondersendungen aller ARD-Anstalten anführt.

          Ich mag es einfach nicht, wenn man monatelang immer und immer wiederkehrende Meldungen durchkaut. Dass Covid-19 gefährlicher ist, als Grippe dürfte mittlerweile auch der oder die Dümmste begriffen haben. Wie die Regeln sind, eigentlich auch. Muss in jeder Sendung darauf hingewiesen werden in welch schwieriger Zeit wir leben? Besser wird es dadurch nicht.

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          • Möglich und für mich durchaus vorstellbar, dass es noch mehr nervt, wenn man die Berichte im Fernsehen sieht. Das tue ich mir ja schon seit vielen Jahren nicht mehr an. Das Radio reicht mir als Informationsquelle. Dennoch glaube ich nicht, dass unsere Medien „staatlich gelenkt“ sind, auch wenn ich eine Einflussnahme hier und da für gut möglich halte. Generell aber geht es um Einschaltquoten. Und da wird es wohl so sein, dass die meisten Zuschauer- und Höreranfragen sich auf Corona beziehen. Die Leute wollen unbedingt bestens informiert sein, stöhnen dann aber, dass sie „es nicht mehr hören/sehen können“. Ausschalten ist eine Möglichkeit, um den Überdruss zu vermeiden.

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            • sigurd6 sagt:

              Wie oben schon erwähnt, habe ich nur eine Sondersendung gesehen.Wer hat denn von staatlich gelenkten Medien geschrieben?

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            • Ich meinte nicht Dich, aber ich höre und lese oft, dass Menschen glauben, die Aufmerksamkeit, die das Virus bekommt, passe einigen Politiker gut in den Kram, um von anderen Problemen abzulenken. Aber so sehr es uns zum Halse heraushängt, ist es nun mal DAS große Problem, mit dem wir alle konfrontiert sind.

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          • rabohle sagt:

            „Dass Covid-19 gefährlicher ist, als Grippe dürfte mittlerweile auch der oder die Dümmste begriffen haben“

            Genau das ist leider nicht der Fall. Schau Dir diese Demo-Deppen an.

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    • rabohle sagt:

      Hey, ich jammere nicht. Drei Tage keine Verwandtschaft … man kann also in der jetzigen Zeit durchaus etwas Positives sehen. 😉 🙂 🙂

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