Weder Fisch noch Fleisch

Fangen wir mal mit denen an die am 16. Spieltag, vor den Sonntagsspielen, gewinnen konnten. Am Freitag konnte Union Berlin es gegen Bayer 04 Leverkusen vollbringen und mit 1:0 die Punkte in der Alten Försterei lassen. Unschön war die Entgleisung eines Spielers von Union gegen Amiri von Bayer 04 Leverkusen. Jedoch hat sich der Spieler danach in der Kabine von Bayer 04 in aller Form bei Amiri entschuldigt und dieser diese auch angenommen. Damit sollte es eigentlich auch gut sein. Denn ich finde, und das ist natürlich meine unmaßgebliche Meinung, es ist ein Unterschied ob hunderte oder tausende sogenannter Fans gegen einen Spieler rassistische Äußerungen tätigen oder es in einer emotional aufgeheizten Atmosphäre nach einem Spiel von Spielern geschieht. Damit ich nicht falsch verstanden werde, es gehört nicht ins Stadion oder irgendwo anders hin. Jedoch hat der Spieler sich entschuldigt und damit sollte es erledigt sein. Auch für die Medien.

Die zweite Mannschaft, die am Wochenende gewinnen konnte, ist der SV Werder Bremen. Sie setzten sich mit 2:0 gegen den FC Augsburg, wenn auch spät, durch. Doch lieber spät als nie. Werder und Union sind somit, ohne Sonntagsspiele, die Gewinner des Wochenendes. Denn alle anderen haben es nicht vermocht sich bessere Ausgangspositionen zu erarbeiten.

1899 Hoffenheim kam über ein 1:1 gegen die Aufsteiger aus Bielefeld nicht hinaus. Und die Jugendmannschaft des BVB erreichte gegen Mainz 05 mit Müh und Not ein 1:1 im heimischen Stadion. Verschenkte somit wieder Punkte um den FC Bayern eventuell etwas unter Druck zu setzen.

Zwischen dem VfL Wolfsburg und RB Leipzig stand es am Ende dann auch Unentschieden 2:2 und auch RB kann von dem leichten Schwächeanfall der Bayern nicht profitieren. Von sechs möglichen Punkten aus den letzten beiden Spielen holte RB einen. Chance wohl verkackt kann man da schreiben.

Im Januar sollte Hertha nach dem geschäftsführenden Geschäftsführer aber mal so richtig durchstarten. Mit den Spielen gegen Bielefeld, Köln, Hoffenheim und Bremen wollte man durchstarten ins Mittelfeld, ja eventuell Anschluss an die europäischen Plätze schaffen. Wie es tatsächlich aussieht, wissen wir, in Bielefeld verloren und in Köln, zwar etwas verbessert, aber auch wieder nur einen Punkt geholt. Und am Dienstag gegen Hoffenheim? Dazu am Dienstag dann mehr.

Bei Borussia Mönchengladbach ist man sauer, dass man kurz vor Toresschluss noch einen Elfmeter kassierte und es statt der drei erhofften Punkte eben nur einer wurde. Wenn man jedoch kurz vor dem Ende so dämlich seinen Gegenspieler festhält, sollte man nicht die Schuld beim Schiedsrichter suchen. Auch wenn es ein eher kann Elfmeter war.

Da die anderen es nicht schaffen, bleibt der FC Bayern eben das Maß aller Dinge im deutschen Profifußball. Leipzig und Dortmund vermochten es nicht, sich die kleine Auszeit der Bayern zunutze zu machen. Mit einem 2:1 Erfolg über den SC Freiburg setzten sich die Bayern 4 Punkte von RB Leipzig ab und sind so Herbstmeister im Winter. Den Sieg gegen die Breisgauer kann man wohl als verdient ansehen.

Kommt ein Jovic geflogen … Er kam, sah, trainierte kaum mit der Mannschaft und knallte Schalke 04 mit seinen 2 Toren wieder in den Tabellenkeller. Da nutzte den Knappen auch das vierte Tor des kalifornischen Jünglings Hoppe nichts. Die Eintracht fertigte den FC Schalke mit 3:1 ab.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fußball.

16 Kommentare zu “Weder Fisch noch Fleisch

  1. ballblog sagt:

    Die Medien wieder? Schrecklich… 🙂
    Leverkusens Tah haut es bei DAZN in die laufende Kamera. Einen Tag später sagt er, daß er es nicht selbst gehört habe.
    Leverkusen als Verein gibt ’ne Mitteilung raus und – das finde ich klasse – erwähnt den Namen des Union- Spielers nicht, weil die Sache unter den Beiden geklärt worden ist.
    Die DFL wiederum veröffentlicht eine Mitteilung und nennt dort erstmals den Union- Spieler nementlich mit dem Verweis, daß man dennoch ermitteln werde.
    Und somit ist es dann ’ne Meldung. Die nicht zu bringen, geht dann leider auch nicht…

    Ich denke auch, das hätte man wunderbar zwischen den beiden belassen können. In der Kreisklasse hätte die hinterher ’nen Bier miteinander getrunken und es wäre gut gewesen.

    Das war schon ein seltsamer Spieltag, da empfand ich die Frankfurt- Geschichte schon als Höhepunkt.

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  2. rabohle sagt:

    Schlimm ist eher das Verhalten der Union-Verantwortlichen, die den Vorfall bestreiten, bzw. klein reden wollen. Da wäre es besser gewesen, Klappe zu halten und es intern zu regeln.
    Zudem waren es ZWEI Entgleisungen, denn das „Chillen“ war ja nun deutlich zu hören. Haben die Eisernen ein Problem mit anderen Mannschaften?

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    • ballblog sagt:

      Das mit dem Chillen kommt in der Europa League natürlich auch gut an…
      Ich hatte ja mal von dem „Taxi nach Auschwitz“ erzählt, das meinem Kollegen in einem von diesem Verein moderierten Fan- Forum bestellt werden sollte. Da kam vom Verein auch nichts, nicht einmal ein stummes Löschen…

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      • rabohle sagt:

        Bezeichnend, dass man den „Klassenkampf“ durchführen will, sich dann aber bei solchen Außerungen in Stillschweigen zurückziehen will. Schade, aber so verliert Union immer mehr an Glaubwürdigkeit.

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        • ballblog sagt:

          Die kommen ganz schön ins Schleudern, wie andere Vereine auch (Dresden, Aue, Magdeburg…): Einerseits es „denen da drüben“ zeigen zu wollen, andererseits mit „denen von drüben“ spielen zu müssen und ein Mindestmaß an Konvention zu betreiben. Da sind die ständig in der Angst, ihr Stammpublikum zu verlieren.
          Da haben sie lieber bei diesen Leuten Glaubwürdigkeit als bei Dir oder mir.

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    • sigurd6 sagt:

      @rabohle
      Über das Verhalten der Offiziellen von Union haben wir ja schon des Öfteren geschrieben. Ich hatte eigentlich gehofft, dass sich das etwas gelegt hat. Da habe ich mich wohl geirrt.

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  3. rabohle sagt:

    Irgendwie bettelt Labbadia aber um Entlassung. Nun äußert er laut Kicker wieder Kritik an einen bestimmten Spieler. Muss man das wirklich so öffentlich machen? Irgendwann hat die Mannschaft komplett die Nase voll.

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    • sigurd6 sagt:

      Hab ich noch nicht gelesen. Wen hat er denn jetzt wieder am Kragen?

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      • rabohle sagt:

        Nach Kicker: Dodi Lukebakio

        „Nach 60 Minuten beendete Labbadia zunächst einmal das Experiment, weil der 23-Jährige nicht hatte überzeugen können. Lukebakio habe manche „falsche Entscheidungen getroffen“, so Labbadia, „es waren Situationen da, in denen er hätte schneller gehen müssen, das ist seine Stärke. Dann gab es Situationen, in denen du dich schneller vom Ball trennen musst. Dodi kann das auf alle Fälle besser.“

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        • sigurd6 sagt:

          Spinnt der? Wozu gibt es Einzelgespräche oder die Kabine? Labbadia verliert bei mir von Woche zu Woche mehr an Sympathien. So kann man mit seinen Spielern nicht umgehen.

          Es sei denn, man bettelt tatsächlich um seine Entlassung. Aber keine Angst, sollte morgen gegen Hoffenheim verloren werden, so könnte sein werben von Erfolg gekrönt sein.

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          • rabohle sagt:

            Dabei hatten sie ja gar nicht schlcht gespielt, eben auch nur Pech gehabt.
            Warum er so auf einzelne Spieler einhaut …. vermutlich die Hilflosigkeit/Ratlosigkeit. So kannte ich ihn bisher auch nicht, nur so richtig besser hat er keinen Spieler gemacht und das sollte dann doch zu denken geben. Bin gespannt, wie lange Euer Geldgeber das mitmacht.

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            • sigurd6 sagt:

              Ich kann seinen Frust schon verstehen. Nur daran sind nicht die Spieler schuld. Dafür, dass die Mannschaft nicht so genial zusammengestellt wurde, können sie nichts. Und auch deshalb macht sich, so meine Meinung, Unlust unter der Mannschaft breit. Man kann nicht drei Leader gehen lassen und nicht dafür sorgen, dass wenigstens einer ihren Platz einnehmen kann.

              Und genau das haut man dem Geschäftsführer Sport nun völlig zu Recht um die Ohren. In der Mannschaft sind einige Einzelkönner, jedoch keiner der ihnen bei einem Durchhänger mal in den Allerwertesten tritt.

              Übrigens, der Investor und dessen Meinung sind mir völlig egal. Im Gegenteil, ich finde diesen „Geldsegen“ eher als einen Fluch. Und M. Preetz kann damit auch nicht umgehen. Das ist, leider, keine Behauptung von mir. Das wäre ja unwesentlich, doch man hat ihm das schon mehrmals vorgerechnet.

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            • rabohle sagt:

              Es geht mir mehr darum, wie der Trainer in der Öffentlichkeit einzelne Spieler herausstellt – das geht gar nicht.
              Dabei ist der Kader etc. wirklich egal. Labbadia kannte den Kader und ich denke, für solche „no gos“ kann man den schwarzen Peter auch nicht weiterschieben. Das bleibt allein beim Trainer (oder wer immer sonst sich öffentlich äußert) hängen.

              Vergleichsweise: Ich halte Baumi auch für eine Flachbirne. Aber er wechselt die Spieler nicht ein; er stellt die Mannschaft nicht auf und er trainiert und motiviert die Jungs auch nicht. Fas macht allein Kohfeldt. Baumi hätte einmal die Finanzen betrachten sollen. Da hätte er genug zu tun gehabt.

              Kohfeldt muss man bei all der Laberei zugute halten, dass er nach außen das „wir“ trägt. Genau das macht Labbadia nicht.

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            • sigurd6 sagt:

              Ich möchte Labbadia nicht entschuldigen. Konnte jedoch schon im Sommer nicht verstehen, dass er sich, jedenfalls wurde es so wahrgenommen, so untertänigst gegen M. Preetz und dessen Einkaufspolitik zeigte.

              So neu war er zu diesem Zeitpunkt bei Hertha ja nun auch nicht mehr. Aber egal, er muss mit dem leben, was er zur Verfügung hat. Und hier hat er noch keine funktionierende Achse gefunden. Ob es nun an seinen Fähigkeiten liegt oder um fehlenden Verständnis der Spieler untereinander kann ich, da man nicht mehr zum Training darf, natürlich nicht beurteilen.

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