Vor dem 31. Spieltag

Am 30. Spieltag gab es bei acht Begegnungen sechs Heimsiege. Nur zweimal entführten die Gäste drei Punkte. Das war in dieser Saison oftmals genau anders herum. Das jedoch nur als Marginalie.

Am heutigen Abend gastiert der FC Köln, dessen ehemaliges Maskottchen Hennes VIII, in dieser Woche eingeschläfert werden musste, beim FC Augsburg und hofft dabei, dass der Nachfolger Hennes IX ihnen Glück bringt für weitere Punkte im Abstiegskampf.

Am Sonnabend um 15:30 Uhr empfängt der SC Freiburg ausgeruht, das Spiel bei Hertha ist aus bekannten Gründen verlegt, die TSG Hoffenheim. Ich würde es mal so ausdrücken, es ist ein Spiel um die goldene Ananas, denn für beide Mannschaften geht es eigentlich um nichts mehr.

Union Berlin empfängt in der Alten Försterei die Elf von Werder Bremen. Von den Hansestädtern glaubte man noch vor Wochen, dass sie mit dem Abstieg längst nichts mehr zu tun haben. Mittlerweile hat sich das etwas geändert. So ganz raus aus der gefährlichen Zone sind sie nicht mehr. Im Gegenteil, in den letzten Wochen rutschten sie immer mehr ab. Trotzdem sind noch einige Mannschaften hinter ihnen, die sich auch noch gegenseitig die Punkte wegnehmen.

Fast hätte ich geschrieben die Mannschaft der Stunde, Mainz 05, obwohl es stimmt, versucht den Bayern aus München, die vorgezogene Meisterfeier zu vermiesen. Am 17. Spieltag hatten die Mainzer 7 Punkte auf dem Konto. Vor dem 31. Spieltag sind daraus 31 geworden. Somit zählen die Mainzer zu den besten Rückrundenmannschaften.

In Wolfsburg geht es mal wieder um die lukrativen Plätze. Fünf Punkte Vorsprung hat der VfL auf seinen Gast Borussia Dortmund vor der Begegnung. Und die Wölfe werden alles daran setzen, damit dieser Vorsprung bestehen bleibt. Ja vielleicht sogar auf acht Punkte erhöht wird. Denn die Eintracht aus Frankfurt sitzt den Wölfen auch noch im Nacken.

Apropos Eintracht Frankfurt, sie müssen dann um 18:30 Uhr bei Bayer 04 Leverkusen antreten und haben den Vorteil, falls es einer ist, das Ergebnis aus Wolfsburg zu kennen. Bayer 04 zeigte in den letzten Wochen wieder etwas ansteigende Form. Gut in München kann man verlieren.

Am Sonntag um 15:30 Uhr spielt RB Leipzig gegen den VfB Stuttgart. Aus den Bullen werde ich, nicht erst seit dieser Saison, nicht so recht schlau. Der große Wurf will ihnen einfach nicht gelingen. Und dann werden Spiele einfach vergeigt. Man berauscht sich am schönen Fußball und vergisst dabei oftmals, Tore zu schießen.

Um 18:00 Uhr empfängt dann zum Abschluss des Spieltages Borussia Mönchengladbach die Arminia aus Bielefeld. Eigentlich eine klare Angelegenheit, oder? So einfach dürfte es für die Fohlen nicht werden. Denn Arminia hat den Kampf gegen den Abstieg voll aufgenommen. BMG sollte gewarnt sein. Hat man doch selbst noch eine kleine Chance auf Europa. Es ist die vorletzte Vorstellung des Trainers der Borussia im eignen Stadion.

Die Begegnung Schalke 04 gegen Hertha BSC ist aus bekannten Gründen verlegt. Hertha befindet sich in Quarantäne. Plattenhardt wurde in dieser Woche das Training zu Hause untersagt. Ihm geht es wohl nicht so gut. Und in dieser Woche kam dann auch die erste Meldung in der SPORT****, F. Bobic soll Kontakt zu R. Schmidt aufgenommen haben. Ob dieser mit seiner Mannschaft hinter Ajax Amsterdam auf Platz 2 stehend, Lust auf die 2. Liga hat?

Nun werden einige stutzen, 2. Liga? Ja ich gehe sehr stark davon aus, dass es seit Mittwoch mehr als eng wird für Hertha. Bis auf Schalke, bei ihnen wäre es eh egal, haben alle um Hertha herum gewonnen. Für den aktuellen Trainer sucht man einen Nachfolger. Wie wird das bei der Mannschaft ankommen? Einigen der unter Vertrag stehenden Spielern scheint es, so hat es jedenfalls den Anschein, völlig egal zu sein, in welcher Liga Hertha in der nächsten Saison spielt. Die Aussage von Gerald Asamoah über einige Schalker Spieler, nach dem Spiel in Bielefeld, kann man 1:1 auf einige Spieler der Hertha übertragen. Das muss ich leider in aller Deutlichkeit schreiben.

Die Saison geht in die Endphase und die Entscheidungen rücken näher. Klar ist, dass Bayern die Meisterschaft holt und Schalke absteigt. Schaun wir mal wie die restlichen Entscheidungen aussehen werden.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fußball.

9 Kommentare zu “Vor dem 31. Spieltag

  1. rabohle sagt:

    Hertha wird mit dem Spielplan klar benachteiligt. Zwar kein Alleingrund für die Tabellensituation, aber mit Sicherheit schon ein Knackpunkt. Dardei spielt es herunter, wohlwissend, dass er nach Saisonende nicht mehr der Verantwortliche ist. Aber Schmidt als Nachfolger passt ja nun irgendwie gar nicht nach Berlin.

    Aber da Hertha ja immer einen Platz hinter Werder stehen wird …. kann man nur hoffen, dass Flunkel-Kölner einen einmaliger Ausrutscherfolg hatten und den Rest verlieren.

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    • sigurd6 sagt:

      Sollte Hertha absteigen, so ist der Spielplan keine Ausrede. Das hat sich Hertha dann selbst zuzuschreiben.

      Ob Schmidt zu Hertha passt, vermag ich jetzt nicht zu beurteilen. Glaube jedoch, dass er ohnehin nicht kommt.

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      • rabohle sagt:

        Schmidt war bei Vizekusen schon nicht in der Lage, etwas Brauchbares zu schaffen, stolzierte eher wie ein eitler Gockel an der Linie. Ich denke, Bobic wird noch etwas Besseres einfallen.

        Der Spielplan wird dann eine Rolle spielen, wenn sich ein Spieler leicht verletzt und dann ein Spiel Pause machen muss. Zudem ist die Frage der Regeneration gerade in der derzeitigen Krise und bei Beachtung der dann notwendigen Auswärtsreisen nicht zu verachten.

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        • sigurd6 sagt:

          Natürlich ist es ein riesen Programm in wenigen Tagen. Es werden bei Hertha schon Überlegungen angestellt es mit zwei Mannschaften zu bestreiten. Denn zum Glück hat der Verein im Moment fast alle Spieler an Bord. Ich finde, zumindest eine gewaltige Rotation sollte man vollführen.

          Wichtig werden die Spiele in Mainz und im heimischen Stadion gegen Freiburg. Werden beide verloren, so war‘s das.

          Manchmal passt es eben nicht. Und bei Bayer und Schmidt hat einiges nicht gepasst. Das kann mit einer anderen Mannschaft ganz anders laufen. Mal schaun was F. Bobic noch auf dem Zettel hat. Einfach ist es momentan nicht. Denn ob die Liga gehalten wird, ist momentan doch mehr als fraglich.

          Nur ein Abstieg wäre auch eine neue Chance. Vor allem sich von dem Ballast von Preetzens Einkaufspolitik zu befreien. Nur sollte man diese dann auch nutzen.

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          • rabohle sagt:

            Ein Abstieg wäre sicher ein Cut und eine Möglichkeit, neu aufzubauen. Aber dann muss der Geldgeber bleiben und auch die notwendigen Spieler. Da sehe ich dann schon die Gefahr.

            Bei Werder wäre es noch gravierender, da der Baumi-Trottel eben keinen Geldgeber besorgen kann, Abwehrspieler aus der 2. engl. Liga nicht verpflichtet (da kommt keiner in den 16er 🙂 ) und weiterhn alles ganz toll findet. Dann aber wäre die 2. Liga der finanzielle/sportliche Megagau.

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            • sigurd6 sagt:

              Ganz ehrlich? Ich hoffe, dass er dann abspringt. Ich war von vornherein skeptisch, was die Millionen anbelangt.

              M. Preetz hat, als Hertha wenig Geld zur Verfügung hatte, die Mannschaft ganz gut verstärkt. Hat bei zwei Spielern. Lasogga zum HSV und Selke zu Werder gute Gewinne erzielt. Erst als die Millionen nur so flossen, hat er den Überblick verloren. Er hat zwei, ja vielleicht drei Abstiege verbockt, jedoch beide Male die Mannschaft fast komplett zusammen gehalten, um im nächsten Jahr wieder aufzusteigen. Das waren seine Verdienste, bei aller Kritik die ich an ihm hatte und habe, muss man objektiv bleiben.

              Die Gelder, die der Investor in Hertha steckte, sind nach offiziellen Angaben nicht rückforderbar. Na ja wer es glaubt, sollte es jedoch tatsächlich so sein, so wäre ich dafür, auch hier die Reißleine zu ziehen. Lieber arm und sexy als reich und die Lachnummer der Republik.

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            • rabohle sagt:

              Streich hatte es treffend erläutert:“Clubs, die das Geschäft vor den Sport stellen“

              Und das sind schon fast alle Clubs

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  2. ballblog sagt:

    Den Spielern, die eine ähnliche Einstellung wie manche auf Schalke an den Tag legen, wird der Spielplan als Vorwand dienen. An der Quantität dürfte es kaum scheitern, eine Mittwochs- und eine Samstagsmannschaft aufzustellen. (Braunschweig ist mit diesem Modell aufgestiegen letzte Saison.)
    Roger Schmidt? Zumindest ist dann Stimmung in der Bude. 🙂 Aber zu Hertha??? Ich weiß ja nicht.

    Wolfsburg gegen Dortmund sehe ich als sehr spannend an. Frankfurt gegen Leverkusen ist auch wirklich mal ein Topspiel.

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    • sigurd6 sagt:

      Hertha hat einen aufgeblähten Kader. Das könnte jetzt jedoch ein Vorteil sein. Eigentlich dürfte es auch an der Qualität nicht scheitern, eigentlich eben, da steckt der Teufel im Detail.

      Ob R. Schmidt nun kommt oder ein anderer ist mir im Moment egal. Mich interessieren erst einmal die nächsten zwei Spiele.

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