Bravo Hertha!

Eigentlich hatte ich erst am kommenden Dienstag mit der Nachricht gerechnet. Es ist der erste Arbeitstag von F. Bobic bei Hertha, doch auf der digitalen Mitgliederversammlung am heutigen Sonntag wurde das verkündet was viele Herthaner, darunter auch ich, für die beste Lösung halten.

Pal bleibt Trainer der Hertha und kann sich nun mit A. Friedrich und F. Bobic daran machen die Verpflichtungsfehler der vergangenen Saison zu korrigieren. Denn alle drei sind, was die Verpflichtungen von M. Preetz angeht, unbelastet und Pal hatte es vor einigen Tagen schon angedeutet, dass er, als er das Amt des Cheftrainers wieder annahm, einen ziemlichen Haufen vorgefunden hatte. Trotzdem gelang es ihm in der Kürze der Zeit, daraus eine einigermaßen Mannschaft zu formen. Außenstehende können wahrscheinlich nicht einmal erahnen wie es um die Truppe von Hertha bestellt war, als Pal den Job übernahm.

Aber das soll nun endgültig Schnee von gestern sein. Die ehemaligen Mannschaftskameraden, die nicht immer einer Meinung waren, haben es nun in der Hand, die Mannschaft zu formen und zu stabilisieren.

Irgendwie freue ich mich jetzt schon auf die Saison 2021/22. Kein Geschwafel von einem Big City Club, denn wie sagte Pal vor einigen Tagen so treffend, „Ich habe hier gespielt, da habe ich nie gehört Big City. Wir sind ein deutscher Verein, in der Hauptstadt, in Berlin, für Berlin, das ist gut“, das dürfte dem Investor schon mal gar nicht gefallen haben.

Moment mal: Menschenrechte na und?

Die Würde des Menschen ist …?

Der Koalition hat sich auf ein Lieferkettengesetz geeinigt und es kann eventuell noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden. Konzerne die es betrifft laufen dagegen Sturm. Denn sie möchten ihre Produkte billig, und trotzdem mit maximalem Gewinn, an die Verbraucher abgeben, jedoch mit den Arbeitsverhältnissen in den Herstellungsländern nichts zu tun haben. Das soll sich mit dem Lieferkettengesetz ändern. Hört sich gut an, doch wer kontrolliert, ob die Konzerne kontrollieren?

Fahren Politiker und Politikerinnen in Länder, die es mit der Menschenwürde nicht so genau nehmen, so sind sie gehalten das bei den jeweiligen Regierungen zur Sprache zu bringen. Denn Menschenwürde muss sein. Also jedenfalls bei anderen.

Dabei vergisst man schon mal, dass es für Menschen mit diesem scheußlichen Wort „Migrationshintergrund“, in Deutschland auch sehr ungemütlich sein kann. Dass Menschen der vierten oder fünften Generation hier in Deutschland noch immer auf Fragen wie, wo kommst du eigentlich her, antworten müssen, obwohl sie meist längst deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen sind.

Völlig verdrängt werden die Menschenrechte jenseits des Mittelmeeres. Darüber wird auch kaum noch ein Wort verloren. Menschenrechte gibt es in den Flüchtlingslagern rund ums Mittelmeer nicht. Und ganz brutal geschrieben, viel zu oft saufen die Menschenrechte im Mittelmeer ab. Hier schottet das so menschenrechtsbewusste Deutschland mit der EU die Menschenrechte ab. Man regt sich viel lieber darüber auf, dass man durchs tragen einer Maske in seinen Menschenrechten verletzt wird, als darüber, wie in den südlichen Ländern der EU, mit dem Einverständnis der EU die Menschenrechte der Flüchtlinge mit Füßen getreten werden. Und wenn sie es doch bis Deutschland schaffen, so können sie überall leben, nur nicht in der Nähe von Eingeborenen.

Wie würde die Bundesregierung darauf reagieren, wenn der chinesische Präsident bei einem Besuch in Deutschland das ansprechen würde?

Wie heißt es doch so schön? Wer im Glashaus sitzt …

Fast vergessene Schlager

Man mag es kaum glauben, doch in der kommenden Woche sollen die Temperaturen auf vorsommerliche Werte steigen. Dann dürfte die Badesaison 2021 etwas mehr Fahrt, als in den letzten Tagen, aufnehmen.

Passend dazu ist mir ein Schlager aus den, ich glaube 1950er Jahren, eingefallen. Den hört man heute nicht mehr und ist schon deshalb ein vergessener Schlager.

Caterina Valente und Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strand Bikini

Über den Wolken …

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein …

Das sang einst Reinhard Mey und gab seiner Flugleidenschaft mit dem Lied freien Lauf. Tatsächlich ist die Freiheit über den Wolken grenzenlos. Meistens, also bis auf versehentliche Zwischenfälle. Wie am Wochenende in Belarus geschehen. Da saß ein knurriger Diktator in seinem Schaukelstuhl und sinnierte wie er einen oppositionellen Bösewicht, der seine diktatorischen Machenschaften so gar nicht mag, dingfest machen könnte.

Er schaukelte vor sich hin und fühlte sich schon ein wenig verschaukelt, als man ihm berichtete, dass der böse, böse Oppositionelle sich an Bord eines Fliegers von Athen nach Vilnius befindet. Sofort hatte er eine Bombenstimmung. Das wiederum bekamen seine Vasalen in den falschen Hals und glaubten, es würde sich eine Bombe an Bord der Maschine befinden. Und natürlich muss man dann auch einen Oppositionellen schützen. Schließlich ist er ja ein Landsmann. Sofort beorderte man eine MIG zur Maschine aus Athen, als sie sich im Luftraum von Belarus befand. Denn wie würde das denn aussehen, wenn die Maschine jetzt explodieren würde? Sofort würde die Welt aufheulen und der Diktator wäre daran schuld. Das musste unbedingt verhindert werden.

So wurde die Maschine aus Athen mit ein paar freundlichen Worten nach Minsk eingeladen, um die Sache zu überprüfen. Und wenn der Oppositionelle dann schon mal da ist, wird er auch gleich mit seiner Freundin in Schutzhaft genommen. Bombe wurde natürlich keine gefunden. Aber sicher ist eben sicher.

Nun ist die Aufregung groß in der EU. Sofortige Maßnahmen wurden noch am Montagabend gegen den Diktator beschlossen. Nur weil er es mit einem Landsmann gut meinte und ihn nicht durch eine böse, fiese, hinterhältige Bombe zerfetzt sehen wollte.

Mit empörtem Blick gen Osten zeigte die EU, so nicht und sperrte den EU Luftraum für Flieger aus Belarus. In Minsk und Moskau zischten in dieser Stunde die Sektkorken durch die Räume.

Die Empörung der EU darf nun so lange anhalten und die Landeverweigerung für Flieger aus Belarus, bis die Wirtschaft in der EU meint, dass es jetzt genug sei mit der Empörung und man die Empörung in Quarantäne schicken sollte, bis man sie mal wieder benötigt. Vielleicht noch eine kleine Protestnote an den Diktator kritzeln und absenden und dann ist aber jede Empörung vorbei.

Ist das nicht empörend, wie man uns Empörung vorgaukeln kann?

Moment mal: Grün hinter den Ohren?

In ihrem Grundsatzprogramm und im Entwurf des Wahlprogramms sind die GRÜNEN gegen Lieferung von Waffen in Kriegsgebiete.

Nun hat der Möchtegernkanzler, ach nein er möchte ja doch nicht, R. Habeck mal wieder einen seiner Kalauer rausgehauen. Man müsse der Ukraine Abwehrwaffen schicken um so Putin zu Gesprächen zu zwingen.

Wie naiv ist das denn? Deutschland schickt Waffen in ein Kriegsgebiet, was die GRÜNEN ja immer ablehnen, bis auf einen, und Putin versteckt sich sofort in seinen Panic room? Kommt nach ein paar Tagen wieder ans Tageslicht, um seine Truppen sofort zurückzubeordern?

Es ist sonst nicht meine Art hier Ratschläge an Politiker zu verteilen. Bei Herrn Habeck mach ich da eine Ausnahme. Bitte vorher nachdenken, was man sagt und welche Konsequenzen solche Aussagen haben. Man möchte doch ernst genommen werden, oder?

25.05.2011

Heute vor 10 Jahren konnten wir unsere beiden „Anarchisten“ vom Tierheim Verlorenwasser adoptieren und mit zu uns nach Hause holen. Von beiden Hunden kennen wir leider nicht ihre Vorgeschichte. Die hat man uns, mit der Begründung vorenthalten, wir sollten nicht vorbelastet gegenüber den Hunden sein. Es dauerte seine Zeit, bis sie Vertrauen zu uns hatten, und bei Timmy musste man immer sehr vorsichtig sein, wenn man ihn streicheln wollte. Offenbar hatte er keine guten Erfahrungen gemacht.

Anke benötigte sehr lange, bis sie sich auf uns einließ und uns überhaupt akzeptierte. Doch die Geduld mit den beiden hat sich gelohnt. Sie sind nach einer Eingewöhnungszeit voll bei uns angekommen und richtige Schmusehunde geworden.

Ähm, ähm, ähm

Ich bin wahrscheinlich sehr pingelig, aber ich finde es unmöglich, dass viele Menschen heute keinen Satz mehr herausbringen ohne ihn mehrmals mit einem ähm zu unterbrechen.

Das ist mittlerweile solch eine Marotte, selbst Menschen die aus beruflichen Gründen flüssig sprechen, privat oder wenn sie selbst im Rundfunk oder TV interviewt werden, dann ständig dieses ähm raushauen.

Kann heute niemand mehr flüssig sprechen? Nicht, dass ich falsch verstanden werde, wenn mal ein ähm vorkommt, so stört mich das nicht. Jedoch bestehen Antworten oftmals mehr aus ähm, als gesprochenem Text.

Aber wahrscheinlich bin ich einfach zu pingelig. Ich habe deshalb schon öfter mal den Sender gewechselt.

Aus, aus, das Spiel ist aus

Die Saison 2020/21 ist beendet. Also fast beendet. Zwei Entscheidungen stehen noch aus. Die Relegationsspiele zwischen erster und zweiter, sowie zweiter und dritter Liga.

In Berlin sprang die Hertha dem Absturz in die Zweite Liga mal gerade so von der Schippe. Und was der Trainer gestern über den Zustand der Mannschaft sagte, dürfte man einerseits als einen Hieb gegen den ehemaligen Manager M. Preetz verstehen und gleichzeitig den Verantwortlichen nicht gefallen haben, obwohl es die Wahrheit ist. Aber wer möchte die schon gerne hören.

Hertha hat eine Menge Spieler, jedoch keine Mannschaft. Auch Pal ist es nicht gelungen eine Achse zu etablieren. Weil einige der viel zu gut bezahlten Spieler einfach nur für sich spielten. Schon deshalb war es für den Trainer und sein Team eine schwere Aufgabe, diesen Typen den Ernst der Lage klar zu machen. Mit anderen Worten, die Einkaufspolitik war völlig falsch. Und stellte schon Bruno Labbadia vor schier unlösbare Probleme. Nur durch seine Entlassung und des ehemaligen Sportdirektors war eine Rettung Herthas überhaupt möglich. Und tatsächlich war Pal die einzig mögliche Alternative um den Karren vielleicht doch noch aus dem Dreck zu ziehen. Zusammen mit Zecke und das sollte man nicht vergessen, Arne Friedrich, die angenehmste Überraschung im Herthatross. Er blieb selbst in schwierigsten Situationen ruhig und sorgte dafür, dass man Pal und Zecke auch als es mehr als brenzlig wurde, in Ruhe arbeiten ließ. Das war vielleicht einer der größten Pluspunkte gegenüber der Konkurrenz im Abstiegskampf, es blieb ruhig bei Hertha. Trainer und Manager traten als Team auf. Der Investor war untergetaucht und das war gut so. Hoffentlich bleibt er genau da.

Doch was heißt das für die neue Saison? Über fast jeden Einkauf der vergangenen zwei Saisons muss man sich genauestens unterhalten und eventuell sich von nicht wenigen trennen. Die Saison zeigte auch, der Nachwuchs der Hertha hat genug Potenzial. Natürlich braucht man auch erfahrene Spieler um sie zu führen. Da muss man punktuell verstärken. Mit Rune Jahrstein hat man verlängert, mit Cunha auch. Bei Cunha glaube ich jedoch, dass die Verlängerung nur für eine Aufbesserung der Ablösesumme erfolgte. Er wird spätestens zur Saison 2021/22 weg sein.

Was sollte das Ziel der Saison 2021/22 sein? Ganz klar die Mannschaft zu stabilisieren und einen Platz im gesicherten Mittelfeld anstreben. Sich von hochtrabenden Zielen zu verabschieden. Nach zwei Grottensaisons muss endlich Ruhe einkehren und eine Mannschaft geformt werden. Wer glaubt, dass das in einigen Wochen geschehen kann, der kennt die Situation bei Hertha wohl nicht.

Und für eine Saison der Konsolidierung ist Pal genau der richtige Mann. Er hat, nicht nur in den letzten Wochen, gezeigt, dass er die richtigen Worte für die Jungs trifft.

Erst wenn die Mannschaft geformt ist, kann man über weitere Schritte nachdenken. Hoffentlich ist das in die Köpfe der Verantwortlichen bei Hertha endlich eingedrungen. Wenn ja könnte es endlich mal wieder eine ruhigere Saison geben. Zu wünschen wäre es der Mannschaft und mir. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. 😀

Aufgeschnappt


Wer Gewalt zum Mittel der politischen Auseinandersetzung macht, wer die Hand gegen einen deutschen Polizisten erhebt, der erhebt die Hand gegen unser ganzes Land. Gegen unseren Rechtsstaat, gegen unsere Werte, gegen das friedliche Zusammenleben in unserer großartigen Hauptstadt. Der gehört nicht mehr zu unserem Land, der muss wissen, dass er in Berlin unerwünscht ist und, dass wir ihm das spüren lassen werden.

Burkard Dregger, Fraktionsvorsitzender der CDU im Abgeordnetenhaus von Berlin

Das waren die Worte des Fraktionsvorsitzenden der CDU in der gestrigen Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses anlässlich der Pro-Palästina Demonstration am vergangenen Wochenende in Berlin-Neukölln. Dort kam es zu Antiisraelischen Sprechchören, wurden israelische Fahnen verbrannt und eine in Berlin geborene israelische Journalistin, die dort ihrer Arbeit nachging, wurde verbal angegriffen.

Ich finde, den Ausführungen von B. Dregger ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Es ist traurig, dass Menschen aus Palästina denen man hier in Berlin politisches Asyl gewährt und ihnen eine neue Heimat gibt, dies so missbrauchen und wüsste Drohungen gegen Israel und in Berlin lebenden Juden verbreiten. Gegen Israel kann man demonstrieren, jedoch ohne Gewalt und Drohungen. Gegen Demos wie sie am vergangenen Wochenende jedoch stattfanden, muss man klar Stellung beziehen. Und genau das geschah gestern im Berliner Abgeordnetenhaus. Und das war gut so.