Vor dem 34. Spieltag

Die CL-Plätze sind vergeben und ob nun der VfL Wolfsburg oder Borussia Dortmund auf den Plätzen drei oder vier landen, das dürfte ihnen egal sein. Hauptsache sie sind auf den Geldrängen.

Sollte Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, den Verein doch noch verlassen, kokettiert wird es seit Wochen, dann würde kein Trainer der Vereine die in der Tabelle die Plätze 1-6 belegen mit dem Trainer in die Saison 2021/22 gehen, mit dem er die Saison 20/21 beendete. Das wäre, so glaube ich, ein Novum in der Bundesliga.

Spannung gibt es nur noch um die Plätze 18-16. Eine Spannung auf die wahrscheinlich die betroffenen Vereine gerne verzichtet hätten. Kommen wir also zum letzten Spieltag der Saison 2020/21.

In München spielt Bayern München gegen den FC Augsburg vor einigen Zuschauern. Das sei man dem scheidenden Trainer und den scheidenden Spielern schuldig, sie hieß es von den Bayernoberen. Klar, etwas Show muss sein um die Flucht vom FC Bayern München zu vertuschen. Es sei doch eine Ehre den FC Bayern trainieren oder für ihn spielen zu dürfen, so die Meinung eben dieser Oberen. Das sehen wohl einige anders und verlassen, teilweise nach vielen Jahren, den Verein.

Borussia Dortmund empfängt Bayer 04 Leverkusen, etwa zum Sommerkick? Gut, dass es noch Spieler mit Ehrgeiz gibt die jedes Spiel gewinnen möchten. Da meine ich in erster Linie E. Haaland vom BVB.

Der VfL Wolfsburg lädt den FSV Mainz 05 zum Gastspiel ein. Auch in diesem Spiel geht es um nichts mehr. Denn wie oben beschrieben, Platz 4 ist Wolfsburg sicher.

Eintracht Frankfurt, sie sind die eigentlichen Verlierer um die CL-Plätze, empfangen den SC Freiburg. Sorry Fredi, aber die Aussage der Saison würdest Du eine glatte 1 geben, kannst Du nicht ernst gemeint haben, oder?

In der Alten Försterei geht es vor 2000 Zuschauern gegen RB Leipzig für Union tatsächlich noch um eine Fahrkarte nach Europa. Wer hätte den Köpenickern das am Anfang der Saison zugetraut? Egal ob es nun Europa wird oder nicht, Union hat eine wirklich gute Saison hingelegt. Und das, obwohl sie nicht Stadtmeister wurden. Klar, ich muss die Euphorie der Köpenicker auch etwas bremsen. Man wird es mir nachsehen.

Tja und dann kommen wir zu den Sorgenkindern.

Der FC Köln muss gegen Schalke 04 gewinnen um sich zumindest eine kleine Chance zu erhalten den direkten Abstieg zu vermeiden. Obwohl ich es mit den Kölnern nun wirklich nicht halte, aber für den sympathischen Exherthaner Ondrej Duda, wäre es schön weiter in der 1. Liga zu bleiben.

Werder Bremen mit neuem alten Trainer möchte unbedingt gegen Mönchengladbach gewinnen und sich so vom Relegationsplatz verabschieden. BMG seinerseits hat auch noch die letzte Chance auf Europa. Das könnte ein spannendes Spiel werden. Oder ein total verkrampftes.

Kann Arminia Bielefeld in Stuttgart gewinnen? Das darf man nach bisher gezeigten Leistungen des VfB durchaus bezweifeln. Von den „Sorgenkindern“ dürfte die Arminia die schlechteste Ausgangsposition haben und könnte sich am Ende des Spieltages durchaus auf Platz 17 wieder finden.

Aber es kann natürlich auch ganz anders laufen. Die letzten drei Partien haben jedenfalls noch eine Menge Spannung in sich.

Natürlich habe ich Hertha nicht vergessen. Aber ganz ehrlich ob sie nun in Hoffenheim gewinnen, verlieren oder Unentschieden spielen, ist mir so was von egal. Man möge es mir nach dieser Saison nachsehen. Und es kann auch, wie auch immer Hertha in Hoffenheim spielt, man munkelt von einer Truppe, die zu einigen Teilen aus der Herta-Akademie bestehen soll, niemand von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Denn beide haben auf die Tabelle keinen Einfluss mehr. Hertha ist gerettet, mehr war in diese Saison nicht zu machen. Der Hype um Pal erreicht in Berlin nochmals ungeahnte Höhen. Er hat sich mit der Erfüllung seines eigenen Traumes, Hertha in der Liga zu halten, endgültig zum Superherthaner gemacht. Es war mit Sicherheit die schwerste Aufgabe, die er je bei der alten Dame hatte. Zum zweiten Mal hat er der Hertha, wie es eine Zeitung in Berlin nannte, den „Arsch“ gerettet. Da kann ich mich nur anschließen und schreiben, DANKE Pal!

So das war‘s für diese Saison.

Man sagt und schreibt immer, das Beste kommt zum Schluss. Das trifft hier nicht zu.

Nach 288 Bundesliga-Spielen, 1075 Gelbe Karten, 26 Rote Karten und 60 Elfmetern ist fast Schluss für Manuel Gräfe. Morgen leitet er sein 289. und letztes Spiel der Bundesliga.

Seine unaufgeregte Art mit Spielern und Offiziellen zu kommunizieren wird in den Stadien fehlen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fußball.

5 Kommentare zu “Vor dem 34. Spieltag

  1. ballblog sagt:

    Der Gräfe wird einem wirklich fehlen, so souverän und unaufgeregt.
    Und der letzte Spieltag wird zumindest „untenherum“ spannend. Wahrscheinlich versemmelt Gladbach auch noch die letzte Chance und Rose liefert auf Platz 10 ab.

    Der absolute Brüller wäre, wenn am Tabellenende alle drei verlieren würden 🙂

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  2. rabohle sagt:

    Angeblich sollen bei Bayern 100 Karten an Helfer aus dem medizinischen Bereich wie Ärzte und Pfleger gehen – wäre mal eine gute Sache.

    Bielefake hat Übung im Abstiegskampf und notwendigem 1:0 mit 21:1 Spielern 🙂 wird also Rang 15 behalten.

    Gräfe hat zu oft und immer berechtigt „aufgemuckt“ – das gefällt den grauen Herren nicht und so sind sie nun froh, ihn loswerden zu können.

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