Moment mal: Und nun Herr Laschet?

Nicht immer ist Reden Silber und Schweigen Gold. Die CDU befindet sich gerade, auch dank der Kandidatin der Grünen, auf einem Höhenflug. Dazu muss der Kanzlerkandidat der CDU nicht viel tun.

Doch nun grätscht der ehemalige Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen in die ach so schöne CDU Idylle. Er verlangt quasi einen Gesinnungstest für Journalisten und behauptet die Tagesschau Mitarbeiter hätten linksextreme Tendenzen. Natürlich ohne jeden Nachweis seiner Behauptungen. Wow, das kommt einem aber sehr bekannt vor, oder? Dazu kann man in den Geschichtsbüchern einiges nachlesen.

Und der Parteivorsitzende A. Laschet schweigt die Äußerung des Herrn Maaßen weg. Nun äußerte der CDU-Vize Strobl, der Parteivorsitzende müsse nicht jede Aussage kommentieren. Da hat er zweifelsfrei recht. Das muss er nicht.

Jedoch ist das nicht die Aussage eines Hinterbänklers oder unbekannten CDU-Mitglieds, sondern eine Aussage des ehemaligen Chefs des Verfassungsschutzes, der sich in Thüringen zur Wahl für den Deutschen Bundestag aufstellen ließ.

Und hier muss der Parteivorsitzende klare Worte finden. Denn die Aussage des Herrn Maaßen ist keine banale Aussage. Sie zeigt Tendenzen,Tendenzen die man in Polen und Ungarn schon seit Jahren kennt. Die Meinungsfreiheit der Medien soll eingeschränkt werden. Und dazu hat der Parteivorsitzende keine Meinung? Oder noch schlimmer, möchte sie nicht öffentlich machen?

Was kümmert die UEFA schon ein Menschenleben?

Karl Lauterbach (SPD) machte die UEFA dafür verantwortlich, dass durch die EM das Corona-Virus quer durch Europa geschleppt wird. Vielleicht auch für die Menschenleben, die diese EM kosten könnte?

Doch mal ehrlich, was juckt die UEFA eine Aussage von Herrn Lauterbach? Hauptsache die Kasse stimmt und alle beugen sich dem Diktat der UEFA. Einer Organisation die schon durch ein paar Regenbogenfarben in Hektik verfällt und in Baku (Aserbaidschan), einem hochdemokratischen Staat, dänischen Fans durch Ordner eine kleine Regenbogenfahne  abnehmen lässt. VW wollte seine Werbebande mit den Regenbogenfarben unterlegen, was von der UEFA ebenfalls untersagt wurde. Was ich als Manager von VW daraufhin gemacht hätte, weiß ich sehr genau.

Und nochmals Menschenleben. Weder die UEFA noch die FIFA kümmern sich einen Dreck um Menschenrechte. Mindestens 6500 Tote hat es bei Bauarbeiten der WM-Stadien in Katar gegeben. Egal, sollen sie besser auf sich aufpassen. Die Spiele in Katar werden stattfinden.

Sowohl die UEFA als auch die FIFA verkleistern oder versuchen den Menschen zumindest die Augen zu verkleistern indem sie eine scheinheilige Fair Play Kampagne bringen. Für beide Organisationen gilt diese Kampagne jedoch nicht.

Wie man in den letzten Wochen sehen konnte, hat die UEFA wohl richtig gehandelt. Viele Menschen haben sich in den Stadien getummelt auf Straßen ohne jeden Abstand getanzt und sich eng an eng Spiele angesehen.

Und so wird es auch 2022 im Dezember sein. Die meisten werden ihren Mannschaften zu jubeln und mit ihnen fiebern. Egal was sich Monate oder Jahre davor an menschlichen Tragödien beim Bau dieser Stadien abgespielt haben.

Aber was schreibe ich. Ich bin, so scheint es, diesbezüglich wohl eher ein Sonderling. Ich finde es ja auch schrecklich wie Menschen die nichts weiter als eine bessere Zukunft haben möchten im Mittelmeer absaufen. Aber das ist ein ganz anders Thema, wenn es auch nicht weit von dem, über das ich hier geschrieben habe, entfernt ist.