Moment mal: Auch gegenteilige Meinungen muss man ertragen

Vor etwas mehr als einer Woche war es Joshua Kimmich und am vergangenen Sonntag Sahra Wagenknecht. Beide sind, so sagten sie, Impfskeptiker und lassen es die ganze Republik auch wissen.

Nun haben wir keine Impfpflicht in der Bundesrepublik. So kann jeder, so sollte man meinen, entscheiden ob er sich impfen lässt oder nicht. Soweit so gut. Problematisch wird es jedoch, wenn man seine Position zur Corona-Impfung mit teilweise längst widerlegten Argumenten begründet.

Dass Impfungen nicht verlässlich gegen Corona schützen sollte jedem Menschen klar sein. Das ist bei der Impfung gegen die Grippe ebenso. Jedoch schützt die Impfung vor einem schweren Verlauf oder der Intensivstation.

Langzeitwirkungen bei Impfungen hat es noch nie gegeben und das wird auch bei der Impfung gegen Corona so sein. Entweder man verträgt die Impfung oder eben nicht. Das spürt man dann relativ zeitnah. Ich kenne Menschen, die hat es nach einer Grippeimpfung auf die Bretter geknallt. Die meisten jedoch, wie auch ich, vertragen sie prima.

Menschen die gegen Corona geimpft sind und sich mit Corona infizieren, sind weitaus kürzer ein Ansteckungsrisiko für andere Menschen. Weil ihre Viren wesentlich weniger aggressiv sind als bei ungeimpften.

Dass eine kluge Frau wie Frau Wagenknecht das nicht sehen möchte, ist eher rätselhaft. Dass sie sich nicht impfen lassen möchte, muss man akzeptieren. Jedoch sollte sie sich wie auch J. Kimmich bewusst sein, eine Vorbildfunktion zu haben.

Solche Äußerungen wie von Frau Wagenknecht und Herrn Kimmich sind, da sie, wie geschrieben, eine Vorbildfunktion haben, nicht sehr geschickt.

Und ich betone es nochmals, das hat nichts mit ihrer Impfskepsis zu tun. Sondern mit ihren Äußerungen.

Moment mal: Die letzte Chance!

Das war eine Vorstellung in Rom, es trafen sich die Chefs der G20 Staaten und wollten u. a. ein starkes Signal für Glasgow senden. Und es ist ihnen gelungen. Es gab ein starkes Zeichen in Richtung Glasgow. Dass da lautete, wir sind uns nach langen, also sehr langen, ganz, ganz langen Gesprächen, einigermaßen einig, dass wir es der Konferenz in Glasgow überlassen, ein starkes Signal für das Klima in die Welt zu senden.

Und schon düsten sie ab nach Glasgow um an dem starken Zeichen, das von Glasgow ausgehen soll, wenigstens mal vorbei geschaut zu haben. Putin und Xi Jinping waren weder in Rom und auch Glasgow ist ihnen völlig egal. Man könnte auch schreiben, gehen ihnen am Allerwertesten vorbei.

B. Johnson, bekannt als Klimarevolutionär, sagte dann auch zur Eröffnung in Glasgow, das wäre die letzte Chance den Klimawandel bei 1,5 Grad Erwärmung zu stoppen. Wie oft war es bei der Weltklimakonferenz schon die letzte Chance? Habt ihr noch den Überblick? Ich nicht.

Denn es werden, wie so oft wieder schwammige Formulierungen heraus kommen. Und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden glauben wieder mal großes geleistet zu haben. Dabei jedoch nur heiße Luft in die Atmosphäre blasen, welche dadurch noch mehr belastet wird.

Und bei der Eröffnung der nächsten Klimakonferenz wird es heißen, es sei die letzte Chance …

Und bei der übernächsten Klimakonferenz wird es heißen …

Und bei der überübernächsten Konferenz …

Und bei der überüberübernächsten …

So geht die Menschheit sehenden Auges in ihren Untergang. Ob man das bedauern muss, das sollte jeder oder jede für sich selbst entscheiden.