Moment mal: Auch gegenteilige Meinungen muss man ertragen

Vor etwas mehr als einer Woche war es Joshua Kimmich und am vergangenen Sonntag Sahra Wagenknecht. Beide sind, so sagten sie, Impfskeptiker und lassen es die ganze Republik auch wissen.

Nun haben wir keine Impfpflicht in der Bundesrepublik. So kann jeder, so sollte man meinen, entscheiden ob er sich impfen lässt oder nicht. Soweit so gut. Problematisch wird es jedoch, wenn man seine Position zur Corona-Impfung mit teilweise längst widerlegten Argumenten begründet.

Dass Impfungen nicht verlässlich gegen Corona schützen sollte jedem Menschen klar sein. Das ist bei der Impfung gegen die Grippe ebenso. Jedoch schützt die Impfung vor einem schweren Verlauf oder der Intensivstation.

Langzeitwirkungen bei Impfungen hat es noch nie gegeben und das wird auch bei der Impfung gegen Corona so sein. Entweder man verträgt die Impfung oder eben nicht. Das spürt man dann relativ zeitnah. Ich kenne Menschen, die hat es nach einer Grippeimpfung auf die Bretter geknallt. Die meisten jedoch, wie auch ich, vertragen sie prima.

Menschen die gegen Corona geimpft sind und sich mit Corona infizieren, sind weitaus kürzer ein Ansteckungsrisiko für andere Menschen. Weil ihre Viren wesentlich weniger aggressiv sind als bei ungeimpften.

Dass eine kluge Frau wie Frau Wagenknecht das nicht sehen möchte, ist eher rätselhaft. Dass sie sich nicht impfen lassen möchte, muss man akzeptieren. Jedoch sollte sie sich wie auch J. Kimmich bewusst sein, eine Vorbildfunktion zu haben.

Solche Äußerungen wie von Frau Wagenknecht und Herrn Kimmich sind, da sie, wie geschrieben, eine Vorbildfunktion haben, nicht sehr geschickt.

Und ich betone es nochmals, das hat nichts mit ihrer Impfskepsis zu tun. Sondern mit ihren Äußerungen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

27 Kommentare zu “Moment mal: Auch gegenteilige Meinungen muss man ertragen

  1. ballblog sagt:

    Ein weites Feld. – Hat eigentlich mal jemand generell Promis gefragt, ob sie überhaupt Vorbilder sein wollen? Ist jeder, der oder die in der Öffentlichkeit steht, automatisch Vorbild?
    Das sind Fragen, die ich inzwischen viel interessanter finde als die persönliche Meinung von der Wagenknecht, dem Kimmich oder all denen, die trittbrettfahrend in irgendwelchen Sendungen nun auch noch eine Meinung kundtun wollen wie Frau Vogel, Herr Kerner oder sonstwer.

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    • sigurd6 sagt:

      Promis werden nicht gefragt, ob sie Vorbilder sein möchten. Sie werden dazu gemacht und nicht wenige sonnen sich auch ganz gerne darin.

      Schon deshalb sollten sie sich überlegen, was ihre Aussagen bewirken können. Man sollte jedoch auch nicht jede ihrer Aussagen auf die Goldwaage legen. Jedoch waren die zur Impfung schon eher merkwürdig.

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      • ballblog sagt:

        Aber genau da scheiden sich halt auch die Geister. Vorbild als was? In ihrem Beruf oder als Privatperson? Und da hatten wir ja schon einige… so’n Besenkammer- Boris etwa. Vorbild? Gut Tennis konnte er, aber sonst?

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        • sigurd6 sagt:

          J. Kimmich wohl eher für junge Fußballer und Fußballerinnen. S. Wagenknecht als, von Menschen die die LINKE alles andere als ihre Partei sehen, kluge Frau, die nicht einfach inhaltslose Sprüche loslässt.

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  2. WernerBln sagt:

    „Vor etwas mehr als einer Woche war es Joshua Kimmich und am vergangenen Sonntag Sahra Wagenknecht. Beide sind, so sagten sie, Impfskeptiker und lassen es die ganze Republik auch wissen.“

    Und das ist auch gut so!

    Immerhin handelt es sich hier um einen erstmals in großem Umfang neu angewendeten genbasierten Impfstoff, der ohne Langzeittests propagiert wird, die eben da besonders notwendig wären. Ursprünglich als die Lösung propagiert, ist nunmehr, wie Sie richtig ausführen, offizielle Aussage, dass diese Impfung den Geimpften nicht vor Infektion und seine Umgebung auch nicht vor Ansteckung schützt!?

    Mein Impfpass ist übrigens voll von Impfungen, die seit Jahrzehnten erprobt sind (sog. Totimpfstoffe) und zuverlässig gegen die jeweiligen Übel und deren Weitergabe schützen (z.B. Tetanus, Typhus, Cholera, Gelbfieber etc.).

    Ein derartiger Eingriff in meine Zellen, noch dazu aufgrund einer erstmaligen und vorläufigen Zulassung (Notzulassung), kommt jedenfalls für mich derzeit nicht in Frage.

    Offiziell gibt es keine Impfpflicht? Das trifft vieleicht auf Rentner wie uns, noch zu, wenn man auf die Einschränkungen für Ungeimpfte verzichten kann / will. Aber wie sieht es denn für jüngere Menschen aus? Immer mehr Drangsalierungen und Diffamierungen! Eine für mich bislang nicht vorstellbare Spaltung und Aufhetzung der Bevölkerung Geimpfte vs. Ungeimpfte, deren Folgen m.E. gefährlicher werden können, wie die Krankheit selber!

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    • rabohle sagt:

      „….deren Folgen m.E. gefährlicher werden können, wie die Krankheit selber!“

      So ein Unsinn kann wirklich nur Jemand von sich geben, der die Lage auf den Intensivstationen, das Leiden der C-Patienen dort und die aufopfernde Arbeit des gesamten Klinikpersonals nicht kenn.

      @WernerBln

      @Sigurd
      Sorry, dass das so deutlich wurde, aber irgendwann ist es eben nicht mehr auszuhalten, so einen Blödsinn lesen zu müssen. Die betroffenen Leute gehen elend vor die Hunde und ein D… behauptert dann Spätfolgen (die er selbst gar nicht kennt, aber egal,hauptsache man kann etwas behaupten.

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      • sigurd6 sagt:

        Wie in der Überschrift geschrieben, man muss auch gegenteilige Meinungen ertragen können. Und das ohne den, der es aus seiner Sicht, ob man die nun gut findet oder nicht, schreibt so anzugehen.

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        • WernerBln sagt:

          Danke! Die niveaulosen Ausfälle dieses Protagonisten bestätigen aber letztlich nur meine Befürchtungen und sind aus meiner Sicht daher eher sehr aufschlussreich!

          Die Entscheidung, was man hinsichtlich der eigenen Gesundheit macht oder nicht, geht m.E. nur eine Person an, nämlich den Betreffenden selber! Nicht den Staat und schon gar nicht einer selbsternannten Mehrheit von Oberlehrern. Mir würde es z.B. deshalb auch nie in den Sinn kommen, Impfwillige derart anzugehen.

          Fazit:
          Quod erat demonstrandum und um die Zitate abzuschließen, gibt es da nicht eine gewisse Baumart, die es nicht stört, wenn sich ein gewisses Bortstentier an ihr wetzt?

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    • sigurd6 sagt:

      @WernerBln
      Langzeittests sind tatsächlich nicht vorhanden und können es auch nicht sein. Wenn Sie der Meinung sind dieses Risiko nicht einzugehen, so ist das Ihre Entscheidung. Bei Ihnen ist das Risiko sich anzustecken, wenn ich Ihre Situation richtig einschätze, auch eher gering.

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      • WernerBln sagt:

        Stimmt!
        🙂

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      • rabohle sagt:

        Und wie ist das Risiko, dass er als Ungeimpfter Andere ansteckt, wenn er sich nicht isoliert?
        Die jüngsten Todesfälle in Heimen haben es gezeigt – Ungeimpfte haben angesteckt und Tod verursacht.

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        • sigurd6 sagt:

          @rabohle
          Wie oben schon geschrieben, das Risiko ist bei @WernerBln eher als fast nicht vorhanden einzuschätzen.

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          • rabohle sagt:

            @Sigurd
            Solange er allein in der Wohnung bleibt, bestimmt.

            Vielleicht noch einmal deutlicher:

            Die Impfung schützt nicht 100% vor eine Ansteckung des Geimpften.
            Aber die Impfung schützt vor Übertragung an andere Personen.
            Ungeimpfte haben diesen Schutz eben nicht und verbreiten das Virus eben deutlich mehr. Daher sollten Ungeimpfte eben gewisse Regelns (Maske/Abstand/Kontaktbeschränkung) einhalten, um eben nicht als Erreger-Übertrager durch die Gegend zu latschen.

            OB man sich impfen lässt, ist natürlich Jedem überlassen.
            Aber dann eben als ungeimpfert so einfach weiter zu machen, eben nicht! Aber das ist eben eine Frage des Ergoismusses und auch der gesetzlichen Vorgaben.

            Und wenn WernerBln doch so immer für Recht und Ordnung ist, wir er eben mit G2/G3 leben müssen und eben auch mit dem Zorn derer, die Ungeimpfte als „Bazillus-Muttertier“ nicht so ganz lieb haben. 😉

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  3. rabohle sagt:

    Ich denke, man muss mehr differenzieren.

    Sicher kann jeder selbst entscheiden, ob er sich impfen lassen will.

    Aber der Nichtgeimpfte muss dann eben auch die Regeln einhalten, also u.a. Abstand einhalten. Macht Kimmich das? Nein!
    Trägt Wagenkrecht in der Öffentlichkeit Maske? Nein!
    Darf ein Ungeimpfer Verwandte im Krankenhaus/Heim besuchen? Nein. Kimmich macht es mit entsprechenden Pressefotos um ja seine „soziale Ader“ zu zeigen. Mehr als grenzwertig.
    Wagenknecht geht von öffentlichen Termin zum öffentlichen Termin – die „Werktätigen“ müssen ind homeoffice oder Kurzarbeit (Wieviel bekommt Wagenknecht eigentlich für den Auftritt bei Will?).

    Wie hoch ist also die Ansteckungsgefahr für deren Umgebung?

    Das bedeutet für mich, nicht die Frage „Ob“ ist entscheidend, sondern die Frage „Wie verhalte ich mich dann“ – und das ist keine Frage einer Vorbildfunktion, sondern Frage von Erziehung und Egoismus

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    • sigurd6 sagt:

      Ich finde schon, dass man jemanden der in der Öffentlichkeit steht, mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt als Otto Normalbürger.

      S. Wagenknecht und J. Kimmich sind sofort im Rampenlicht. Hätten wir solche Aussagen getätigt, so hätte es kaum jemand erfahren. 😀

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      • rabohle sagt:

        Egal, ob sie im Rampenlicht leben (und gar nicht schlecht) – die Meinung, dass man sich nicht impfen lassen will, steht auch Ihnen zu.
        Aber dann müssen Sie eben auch wie Ungeimpfte handeln – und genau das machen sie leider nicht

        PS Das Buch von W. ist gut;)

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  4. JanJan sagt:

    Hmmm also das mit den weniger aggressiven Viren bei Geimpften stimmt inzwischen ja auch schon wieder nicht so ganz.

    https://www.rtl.de/cms/studie-geimpfte-sind-infektioeser-als-gedacht-4856661.html

    Und ansonsten: Es gibt eben keine Langzeitstudien.

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  5. WernerBln sagt:

    Ja, die böse Bild aber hier mal 100pro meine Meinung!

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