Aufgeschnappt


„Es kann nicht funktionieren, dass man von einem Land, das so viel militärische Hilfe leistet, so viel finanzielle Hilfe leistet, das gebraucht wird, wenn es um die Sicherheitsgarantien geht, die für die Zeit der Ukraine in der Zukunft wichtig sind, dass man dann sagt: Der Präsident darf aber nicht kommen.“

Bundeskanzler Olaf Scholz in der Sendung des ZDF „Was nun Herr Bundeskanzler, sehr offen, nachdem er nach einer Reise in die Ukraine gefragt wurde.

Gut so Herr Bundeskanzler, ein Politiker mit Rückgrat der nicht jeder Stimmung hinterherhechelt.

Nicht wie der „Oppositionsführer“ im Deutschen Bundestag F. Merz, der die Ukraine schändlicher weise dafür benutzt um für den Wahlkampf in Schleswig-Holstein und NRW Stimmung für die CDU zu machen. Was will er sonst in Kiew? Anzubieten hat er nichts, nur Anbietern beim Wähler kann er sich. Dafür scheint ihm, wie man sieht, jedes Mittel recht.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

10 Kommentare zu “Aufgeschnappt

  1. rabohle sagt:

    Ich zitiere einmal aus Spiegel-Online

    „In der Note aus der Selenkyj-Regierung, die die deutsche Botschaft in Kiew am Dienstag um 15.28 Uhr erreichte, heißt es, man nehme an, dass der deutsche Besuch »substanzieller und akzeptabler« sei, wenn er »unabhängig« stattfinde. Die Nachricht liegt dem SPIEGEL vor. Zudem wurden in der Note Sicherheitsbedenken und eine mögliche Überdehnung der »logistischen Fähigkeiten« vorgebracht.
    Steinmeier reiste am Dienstagabend nach einem Gespräch mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda zurück nach Berlin. Er müsse zur Kenntnis nehmen, dass ein Besuch in Kiew dort offenbar nicht erwünscht sei.“

    Warum ist Steinmeier nicht gefahren, um zu reden? Und war das wirlich eine Ausladung?

    Und was hat Steinmeier (der später genau die Fehler eingeräumt hat, die ihm vorgehalten worden sind) zuvor gemacht?

    All das ist aber absolut zweitrangig.
    Unabhängig von gekränkten Eitelkeiten gilt es, die Ukraine mit allem zu unterstützen … und genau daran fehlt es nach meiner Auffassung.

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    • sigurd6 sagt:

      Es gab eine klare Aussage, dass Steinmeier nicht erwünscht sei. Und wenn Olaf Scholz, der eher zweimal überlegt, bevor er einmal etwas sagt, es nun auch so formuliert, wird es Spiegel hin oder her, wohl so sein.

      Die Ukraine muss nur aufpassen, dass die Stimmung in der deutschen Bevölkerung nicht kippt. Einerseits erwartet man umfangreiche Hilfe von Deutschland, lässt jedoch kaum etwas aus um Deutschland zu brüskieren. Wie z. B. der „Botschafter“ am Wochenende beim Bundespresseball in Berlin, als er auf offener Bühne den Bundespräsidenten und die Bundesregierung rügte, weil sie nicht zum Presseball erschienen, auf dem er der Ehrengast war.

      Ich unterscheide noch immer zwischen diesem Clown, anders kann ich den nicht mehr bezeichnen und den notleidenden Menschen in der Ukraine, die für den nichts können, andere jedoch nicht mehr.

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      • rabohle sagt:

        Vielleicht sollte man nachfragen, warum Steinmeier nicht erwünscht (etwas anderes als eine Ausladung) gewesen ist.
        Unabhängig davon hätte aber für mich diese Begründung ein bischen etwas vom Kindergarten (..der hat aber angefangen ..) und einem Volk (und dessen Sprecher), das systematisch geknechtet und ermordert wird, billige ich gegenüben Denjenigen, die aus sicherer Entfernung zuschauen, dann auch mehr zu. Aber ist eben subjektiv.

        Derzeit haben die Reisen nach Kiew sicherlich mehr von „Autobahn-Gaffern“ als von Hilfe. Es gab sehr unsichere Zeiten, in der die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien ohne große Medienankündigung wirklich etwas gemacht haben.Derzeit ist es in der Tat mehr Wahlkampf als Hilfeleistung, zumindest da sind wir uns einig.

        Die Ukraine braucht eher Waffen als tröstende Worte

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        • sigurd6 sagt:

          Interessant finde ich, dass Du die Wortwahl des sogenannten Botschafters der Ukraine verwendest. Das ist bestimmt kein Kindergarten, was im Bundeskanzleramt gemacht wird. Und der Bundeskanzler ist auch keine „beleidigte Leberwurst“ wie der Botschaftsdarsteller es gestern formulierte. Sondern ist einer der wenigen Politiker, die sich die Frechheiten nicht gefallen lassen. Warum sollte er jetzt in die Ukraine reisen?

          Der Bundespräsident wurde ausgeladen, das dürfte nach der Argumentation des Kanzlers eigentlich unstrittig sein. Und wenn dann Politikerinnen und Politiker aus Deutschland trotzdem nach Kiew reisen, so haben sie für mich kein Rückgrat.

          Die Akkreditierung des Botschafters hätte man ihm schon längst entziehen müssen. Er bettelt ja eigentlich täglich darum. Soll er doch mal am Berliner Hauptbahnhof erscheinen und seinen geflüchteten Landsleuten Trost zusprechen oder ihnen mit den freiwilligen Helfern zusammen Brote schmieren. Das wäre, so finde ich, eine sinnvollere Sache als beinahe tagtäglich deutsche Politikerinnen und Politiker zu beleidigen. Aber mit den geflüchteten möchte er wahrscheinlich nichts zu tun haben. Da geht man lieber auf Bälle und stolziert im feinen Zwirn durch Berlin. Geflüchtete Landsleute sind dabei nur lästig.

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          • rabohle sagt:

            Ich kannte die Wortwahl des Botschafters nicht, aber „beleidigte Leberwurst“ finde ich gar nicht so unfassend.

            Kindergartengehabe war auch eher darauf gemünzt, dass man einen Staatsbesuch (den man offenbar für wichtig hält), wegen einer Äußerung nicht macht. Was bitte unterscheidet Scholz dann von den urainischen Politikern?

            Warum Scholz nun reisen sollte? Keine Ahnung, denn nun halte ich es für zu spät, aber vermutlich dürfte jede Reise eines Politkers nach Kiew derzeit unnütz sein. Ausnahme wäre die Verteidigungsministerin, aber das dürfte dann wohl unter „Waffenlieferung“ fallen (Scherz).

            Scholz muss sich auch gar nichts gefallen lassen – es steht ihm doch frei, zu reisen, oder seine Außenministerin für Stunden zurückholen zu lassen, wenn er es für wichtig und richtig erachtet. Aber er muss sich dann auch eben Kritik gefallen lassen. Und da billige ich eben dem „Ertrinkenden“ auch zu, dass er nicht wortgewandt um Hilfe ruft, sondern berechtigt flucht, wenn das Rettungsboot Abstand hält (um es eimal mit eine Metapher milde auszudrücken.

            Ich liefere nicht, ich liefere, ich liefere nicht, ich liefere doch, aber nur ohne Munition. Nun liefere ich doch, vielleicht, möglicherweise.

            Und nochmals: Ich stimme Dir zu, dass alle Politiker, die derzeit nach Kiew reisen, aus bloßer eitelkeit und Stimmenfang machen. ALLE, da nehme ich keine Partei aus. Kiew braucht keine Reden, sondern Taten – und genau die vermisse ich.

            .
            Ich denke aber nicht, dass es um einen Kanzler geht, „der nicht jeder Stimmung hinterherhechelt“. Er führt das Merkel-Erbe weiter und sitzt es aus (für mich enttäuschend). Der Krieg duaert wie lange? Aber erst einmal in Ruhe überlegen und ein paar Ausschüsse bilden. Fehlt nur noch das Machbarkeitsgutachten, da sollte er sich bei v.d.Leyen beraten lassen.

            Es wird geredet und geredet, es werden tatsächlich Nebensächlichkeiten in den Vordergrund geschoben …

            …und gleichzeitig werden Menschen ermordet.

            Spruch des Tages

            Wenn man sich über Äußerungen von Botschaftern aufregt und das als Grundlage für seine Handlungen machen will, macht man es nach meiner Auffassung in dieser Zeit viel zu einfach.Und stellt man sich damit nicht eben auch auf die Stufe derer, die man kritisiert?

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            • sigurd6 sagt:

              Hab ich geschrieben, dass ich das zur Grundlage meiner Haltung oder Handlung zur Ukraine machen würde?

              Auch wenn ich die dummen Sprüche dieses sogenannten Botschafters auf das schärfste verurteile und die Haltung des Präsidenten der Ukraine ebenfalls, jedenfalls was den Bundespräsidenten betrifft, hart verurteile, so hat das nichts mit den Menschen der Ukraine zu tun. Die können ja nichts für einen Botschafter der rausgeschmissen gehört und einen Präsidenten der glaubt einen Präsidenten vor den Kopf stoßen zu müssen.

              Aufbauhilfe nach dem Krieg jedoch wird er dann gerne in Anspruch nehmen. Aber nun ist es genug mit diesem Thema, obwohl ich mir sicher bin, dass der Botschaftsdarsteller mit Sicherheit noch weiter die Gastfreundschaft der Bundesrepublik missbrauchen wird.

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            • rabohle sagt:

              Du warst auch nicht gemeint, sonder Scholz, der es offenbar derzeit gerade macht.

              Die Aufbauhilfe (sofern überhaupt noch Platz zum Aufbau vorhanden ist und Russland es dann zulässt) wird kaum der Botschafter oder Präsident personell in Anspruch nehmen.

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          • rabohle sagt:

            Ps

            „die für die Zeit der Ukraine in der Zukunft wichtig sind“

            Welche Zukunft hat die Uraine denn wohl ohne Waffenhilfe? 😉

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