Was ist daran überheblich?

Auf die Frage einer Journalistin ob er die Sicherheitsgarantien für die Ukraine konkretisieren könnte, gab er eine kurze Antwort. „Ja, das könnte ich“, und nach einer kurzen Pause, „das war’s“.

Für diese Antwort wurde er von Journalisten und in den (a)sozialen Medien respektlos und arrogant bezeichnet.

Warum sollte der Bundeskanzler Informationen über Sicherheitsgarantien auf einer Pressekonferenz erklären? Ich kann verstehen, dass Journalisten bemüht sind, ihre Redaktionen mit brandaktuellen Nachrichten zu bedienen. Nur sollte man einem Bundeskanzler auch zubilligen, dass er nicht alles ausposaunen kann. Das hat weder etwas mit respektlos noch arrogant zu tun. Seine etwas trockene Art sollte den Journalisten mittlerweile bekannt sein.

Ein kurzes Video dazu, könnt ihr in den Links sehen.

https://www.berliner-zeitung.de/news/arrogant-olaf-scholz-weicht-bei-g7-pressekonferenz-frage-von-journalistin-aus-und-erntet-shitstorm-li.241340

https://www.tagesspiegel.de/politik/norddeutscher-humor-oder-arroganz-echt-schade-herr-bundeskanzler-scholz-brueskiert-journalistin/28465234.html

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

13 Kommentare zu “Was ist daran überheblich?

  1. ballblog sagt:

    Und wenn er das einfach so gesagt hätte, daß er aus bestimmten Gründen nicht alles öffentlich machen kann, wäre das sogar eine Antwort gewesen, mit der man hätte arbeiten können.
    So aber ist es eine Aussage der Nicht- Information, was dem Zweck einer Presseveranstaltung eigentlich entgegen steht.

    Nächstes Mal wird die Kollegin – keine Muttersprachlerin – sicherlich nicht die Höflichkeitsform wählen.

    „Respektlos“ und „arrogant“ finde ich indes übertrieben. Aber diese Begriffe werden ja seit einiger Zeit inflationär gehandelt, daß man sie am besten überliest.

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  2. rabohle sagt:

    Ja …….. könnte ich ……..das wars.
    Dazu ein Grinsen

    Warum nicht:
    Ja könnte ich natürlich aber bitte haben Sie Verständnis , dass das nicht öffentlich gemacht wird.
    Und das ohne Grinsen

    Und diese Art, mit den Journalisten umzugehen, DIE MAN JA EXTRA GELADEN HAT, um Ihre Fragen zu stellen, halte ich zwar nicht für arrogant, aber derart unterbeleuchtet, dass man schon merkt, dass er zu lange unter Merkels Fittiche auch die Entscheidungen mitgetragen hat, die nun nicht so ganz glücklich gewesen sind. Schade, dass nicht alle Journalisten daraufhin das „das wars“ in die Tat umgesetzt haben.

    Was hatte ich für Hoffnung in den Regierungswechsel .. aber das Scholz immer mehr zum Merkel-Gedächnis-Abziehbild wird, ist für mich echt erschreckend. Hoffentlich fiindet die SPD bald wieder zu ihren Persönlichkeiten zurück

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    • sigurd6 sagt:

      Wie sagt man doch so passend? In der Kürze liegt die Würze. 😀

      Natürlich hätte der Bundeskanzler das warum nicht ellenlang erklären können. Aber im Endeffekt käme es aufs gleiche raus. Wie hat im Tagesspiegel jemand im Kommentar geschrieben? Journalisten müssen auch mal verstehen mögen.

      Über den Sinn solcher Fragen habe ich im Kommentar an @ballblog schon geschrieben.

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      • rabohle sagt:

        Sicherlich geht es im Endeffekt auf das gleiche Ergebnis. Die Kritik geht ja auch eben an die Art und Weise. Und so geht man nicht mit der Presse um, die man immerhin selbst einlädt, um ja ins Fernsehen zu kommen.

        Und wenn man bei sinnlosen Fragen den Respekt missen darf, kann das vielleicht beim Fußball unmittelbar nach dem Spiel geschehen, aber auf einer angesetzten PK?

        Und Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst, die Art und Weise war einfach komplett neben der Sache.

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  3. Hanseator sagt:

    Tut mir leid, die Pressevertreter stehen da stellvertretend für ihre Zuschauer/Leser usw., die ja nun mal nicht alle persönlich fragen können, wenn sie mal etwas besser verstehen möchten. Seine flapsige Antwort hat der eloquente Herr Bundeskanzler somit auch mir gegeben. Aber stimmt, ich könnte ja auch selbst ein bisschen nachdenken. Mein Fehler.

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    • sigurd6 sagt:

      In einer Demokratie gibt es eben verschiedene Meinungen.

      So nun habe ich etwas mehr Zeit.

      Pressevertreter gehen für ihre jeweiligen Verlage oder Sendestationen zur Pressekonferenz und hoffen eine interessante Information zu erhaschen um sie möglichst schnell weiter zu geben. Andere recherchieren für ein Thema gestalten es aus, um es dann verschiedenen Medien anzubieten. Vielleicht sehen sich einige als Vertreter der Leser, Zuhörer oder Zuschauer. Ich halte das für eine gewagte Aussage. Das kommt wohl auch daher, weil ich beruflich viel mit Journalisten zu tun hatte.

      Ich hatte es bereits in meiner Antwort auf einen Kommentar von @rabohle geschrieben, die Art seiner Antwort mag man kritisieren, jedoch daraus so einen Sturm der Entrüstung zu entfachen halte ich für unsinnig.

      Wie man die „flapsige Antwort“ jedoch auf sich beziehen kann, ist für mich nun völlig unverständlich. Aber ich muss ja nun auch nicht alles verstehen.

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