Kapriolen a la Berlin

Es war einmal vor langer, langer Zeit. Da gab es eine klare Vorgabe aus Brüssel, wie man bei einer Gasknappheit zu verfahren hat. Darauf berief sich eine ganze Weile auch der deutsche Wirtschaftsminister. Jedenfalls so lange, bis es ernst wurde.

Doch als sich immer mehr abzeichnete, dass weniger Gas kommen würde und man den Gasnotstand quasi herbei redetet, wurde schnell klar, die Vorgaben aus Brüssel würde der Wirtschaftsminister, wie ich in einem früheren Kommentar schon andeutete nicht einhalten.

Es war doch klar, dass man der Industrie den Gashahn nicht zudrehen würde um es in Privatwohnungen behaglich warm zu haben. Wer das glaubte, ist nicht nur leichtgläubig, sondern naiv. Und es ist nachvollziehbar, dass man nicht unglaublich viele Arbeiterinnen und Arbeiter in die Arbeitslosigkeit schickt, weil die Firmen mangels Gas nicht mehr produzieren können.

Was mir jedoch völlig unverständlich ist, statt Lösungen zu finden, wird in der Koalition über Ideologien gestritten. Und die größte Oppositionspartei mischt auch noch kräftig mit. Parteipolitische Interessen werden, so habe ich den Eindruck, über die Interessen des Landes gestellt. Ob Atomkraftwerke nun 1 oder 2 Jahre länger laufen, dürfte momentan das geringste Problem sein.

Wirtschaftsminister Habeck kann nichts für eine verfehlte Rohstoffpolitik. Die haben die Regierungen von G. Schröder und A. Merkel zu vertreten. Aber auch er sollte erkennen und hat es wohl erkannt, erneuerbare Energien sind wichtig, können in der jetzigen Situation jedoch, da nicht ausreichend vorhanden, nur bedingt weiter helfen.

Und hier kommt dann auch wieder die CDU/CSU ins Spiel, die jetzt große Sprüche reißt, den Bau von Windkrafträdern jedoch durch merkwürdige Gesetze verzögerte oder unmöglich machte. Komisch, wie kurzlebig doch manche Gedächtnisse sein können. Leider haben das auch schon die meisten Bürgerinnen und Bürger des Landes vergessen. Die Bremse des Ausbaus erneuerbarer Energien war lange Zeit die CDU/CSU. Aber dafür kann man dann ja groß tönen, die drei Atomkraftwerke müssen länger laufen. Nur, um sein eigenes Unvermögen zu kaschieren.

Wenn das alles, was „unsere“ Politiker so von sich geben, nicht so traurig wäre, man könnte … Ach nee, zum Lachen ist mir eigentlich nicht zumute.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

3 Kommentare zu “Kapriolen a la Berlin

  1. rabohle sagt:

    Es ist ein komplettes Armutszeugnis.

    SPD/Grüne mit Schröder als Zugpferd haben es gemacht.
    CDU/SPD mit Merkel und Scholz haben es weiter betrieben.

    Und nun gefallen sie sich in gegenseitiger Schuldzuweisung.

    Dann noch der Alt-Präsi „“Eine Wohlstandslücke kann man auch überleben“ mit tollen Sprüchen bei einem Eherensold von über 200.000 € fürs Nichtstun

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    • sigurd6 sagt:

      Dein Kommentar ist, warum auch immer, im Spam-Ordner gelandet.

      Wo versteckt sich ein Macher, wie Helmut Schmidt? Einen wie ihn könnten wir jetzt gut gebrauchen.

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      • rabohle sagt:

        Leider haben wir derzeit nur Schwätzer, Zauderer und Selfie-Jäger.
        Den Macher Schmidt werden wir Beide wohl nicht nochmals erleben … leider. Corona, Putin und die Ukraine; wir hätten drei Probleme weniger. 😉

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