Nun möchte er sich entschuldigen

Durch dummdreiste Sprüche hat er das deutsch/ukrainische Verhältnis arg strapaziert. Kurz vor seinem hoffentlich baldigen Abflug möchte sich der ukrainische Botschaftsdarsteller Andrij Melnyk nun beim Bundeskanzler für seine Frechheiten entschuldigen.

Also mit anderen Worten, er möchte ins Kanzleramt eingeladen werden. Bleibt nur zu hoffen, dass er dort von einem der rangniedrigsten Mitarbeiter empfangen wird, falls er tatsächlich eingeladen werden sollte. Um ihm zu zeigen, wie man über ihn denkt. Und dann soll er ganz schnell verschwinden. Um möglichst nie wieder zu kommen. Man hat ihn lange, viel zu lange ertragen. Einen anderen Botschafter, der solch freche Sprüche gegen führende Politiker seines Gastgeberlandes losgelassen hätte, hätte man längst rausgeworfen.

Zu betonen wäre noch, dass er von Kiew nicht etwa wegen der Sprüche gegen Deutschland, zurückgerufen wurde. Nein mit seinen letzten Äußerungen hatte er heftige Reaktionen aus Polen und Israel provoziert. Um die Beziehungen zu Polen nicht zu verschlechtern kam es zu dieser Entscheidung. Die dummen deutschen kann man ruhig ausladen und beleidigen. Hauptsache sie bezahlen schön und liefern ab und an Waffen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

27 Kommentare zu “Nun möchte er sich entschuldigen

  1. JanJan sagt:

    Deutschland ist für die Welt nichts anderes als ein auf Knien rutschender Geldgeber. Wenn das Geld weg ist, wird auch jeder auf Beziehungen verzichten.
    Man hört diese „freundschaftlichen“ Untertöne ja bereits für den anstehenden Winter. Portugal, Spanien, Polen kündigten bereits an im Winter nicht zu unterstützen, Ungarn meinte Deutschland sei selbst schuld, wenn sie ihre Gasspeicher nicht voll machen, Holland findet die deutsche Politik nur noch befremdlich und hofft nicht helfen zu müssen, Belgien sagt sie haben selbst nichts… Deutschland wird noch merken, dass es abgesehen vom Geld geben nicht mehr wichtig ist…
    Wer glaubt der Herr Botschafter wurde abgezogen ist, weil er Deutschland beleidigt hat, sollte einfach noch mal nachdenken.

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    • sigurd6 sagt:

      Wer glaubt der Herr Botschafter wurde abgezogen ist, weil er Deutschland beleidigt hat, sollte einfach noch mal nachdenken.

      Ich glaube, den meisten ist der wahre Grund des Abzuges überhaupt nicht bekannt.

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    • rabohle sagt:

      @JanJan
      Deutschland ist gerade im Begriff, es mit Allen zu verscherzen.
      Beispiel Polen: Die haben 250 Panzer an die Ukraine geliefert. vereinbart war ein Ringtausch, also eben ein entsprechender Ersatz. Und wie viel Panzer hat Deutschland nach Polen nun geliefert? Tolle absichtserklkärungen gab es. Übrigens ist Polen auch ein Natopartner, der im Osten Grenzen hat, mit deren Problemen man eher alleine steht. Sicher, nun kommt der Spruch, dass man sich die Panzer nicht aus den Rippen schneiden könne; man hätte sie nicht. Aber warum dann die Vereinbarung zum Ringtausch, wenn ich weiß, dass ich die Vereinbarung nicht einhalten kann?

      Nicht nur die Niederlande finden die derzeitige deutsche Politik befremdlich.;)

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      • JanJan sagt:

        So sieht’s aus. Ich fand es ja auch irgendwie befremdlich, dass sie schon den nächsten Ringtausch mit Griechenland planten, aber sich nicht mal an die Vereinbarung mit Polen halten.
        Abgesehen von den USA findet wohl jeder die deutsche Politik befremdlich, aber auch über die Politik in Holland würde ich nicht gerade in die Hände klatschen.
        Man darf sehr gespannt sein wie diese „Krise“ die Entwicklung der EU beeinflussen wird. Auch, wenn sie immer predigen, dass sie gerade jetzt zusammenhalten werden, ich persönlich glaube nicht daran.

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        • rabohle sagt:

          @JanJan
          Das sehe ich genauso wie Du. Der Konflikt und die Krise haben leider gezeigt, dass es kein Zusammenhalt gibt, sondern jeder sein eigenes Süppchen kocht, teilweise auf Kosten der Anderen.Der Zerfall droht aufgrund der jeweiligen Alleingänge.Derzeit hat man das Gefühl, man könnte 598 dt. Politiker ins Dschungelcamp schicken und dort belassen.
          Die Vorbehalte bzgl. der niederländischen Politik kann ich verstehen; auch dort kündigt sich immer mehr die Isolation an.

          Bleibt letztlich zu hoffen, dass bei Putin bald die biologische Lösung in Kraft triff, die Kämpfe beendet werden. Wie es dann in der Ukraine weiter gehen wird, wird dann spannend werden.

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          • sigurd6 sagt:

            dass bei Putin bald die biologische Lösung in Kraft triff

            Wenn es nach den Mutmaßungen bei T-Online geht, so wäre er eigentlich schon fast tot.

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          • sigurd6 sagt:

            Darauf würde ich nicht wetten.

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          • JanJan sagt:

            @rabohle
            Na na na… Jemanden den Tod zu wünschen ist nun nicht die feine Art… Davon abgesehen weiß doch niemand, ob es danach noch schlimmer kommen würde. Das sind reine Spekulationen.
            Und selbst wenn es kommen würde, dass der beste russische Präsident aller Zeiten an die Macht käme, glaubst du das würde uns helfen? Amerika wird alles tun um gute Beziehungen zu Russland zu verhindern. Jetzt wo sie so weit gekommen sind, werden sie ihre Machtstellung sicher nicht aufgeben.

            Aber die Idee mit dem Dschungelcamp gefällt mir sehr gut, da würde ich mir so einen Trash sogar mal ansehen. 😊

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            • rabohle sagt:

              @JanJan
              ich hatte ja schon beschrieben, dass wir auch Kontakte in die Ukraine haben. Spenden sind immer gerne gesehen
              https://cmhdev.org/
              Mit der „feinen Art“ wirst Du in Odessa und umzu derzeit keinen Blumentopf gewinnen können.
              Aber Du hast recht; man weiß nicht, was folgt. Nach Merkel hatte ich auch gedacht …. 🙂

              Und klar: Die USA nutzen Deutschland in Europa als Sprungbrett, gar keine Frage. Die Pipelines wurden aber auch gegen das Veto der Amerikaner gebaut, sodass ich ein „Verhindern“ nicht erkennen kann. Natürlich versuchen sie, ihre Interessen auszubauen und werden freiwillig nichts aufgeben.Aber stell Dir nur einmal vor, die USA würde sich komplett zurückziehen … sicher auch keine schöne Vorgabe.
              Die USA haben derzeit ein Präsidentenproblem. Biden schafft es noch, Trump zu stärken und irgendwie haben die Demokraten derzeit keinen geeigneten Kandidaten.

              Okay, Alle in den Dschungel. Ich schätze, die erste Folge wäre der Quotenrenner. 🙂

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            • JanJan sagt:

              @rabohle
              Ach weißt du, ich spende doch jeden Tag irgendwo hin. Ich gebe mein Geld an die Zentralstelle Staat und er verteilt es in die ganze Welt… Das reicht.
              Ohne die USA würde Europa vielleicht mal wieder selbstständig denken und handeln müssen… Falls sie dazu noch in der Lage sind.

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            • rabohle sagt:

              @JanJan
              War ja auch nur ein Vorschlag einer möglichen Hilfeleistung, kein Zwang.

              Ware Europa ohne USA denn wirklich handlungsfähig? Die Antwort möchte ich mir gar nicht ausmalen.

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            • JanJan sagt:

              Ist Europa denn mit der USA handlungsfähig? Wenn wir unsere Firma so führen würden wie die Regierung den Staat, wären wir lange weg vom Fenster.
              Ich bin kein Freund der USA, daraus mache ich keinen Hehl. Ich bin aufgewachsen mit Amerika als Feindbild und in meiner Zeit im Golfkrieg hat sich das genau so bestätigt. Wenn du nämlich jeden Tag sterbende Frauen und Kinder auf dem Tisch hast oder tot am Wegesrand liegen siehst, verstehste nicht warum da kein Schrei durch die Welt geht! Für mich ist keiner besser als der andere, auch die Ukraine nicht, die auch gerne ihr eigenes Volk opfern, sei es, dass man Stellungen in Wohngebiete, in Schulen, Krankenhäuser verlegt und Menschen als Schutzschilder missbraucht, sei es, dass man Dämme sprengt und Dörfer überflutet, sich aber nicht um die Bevölkerung kümmert.
              Es mag sein, dass du das anders siehst, aber nach meiner Meinung gibt es in JEDEM Land Menschen die unschuldig leiden, sowie auch Menschen, die Gewalt provozieren und ausüben.

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            • rabohle sagt:

              @JanJan
              die USA ist kein Unschuldslamm und setzt sich über fremde Interessen hinweg, tritt auch Menschenrechte. Keine Frage, da sind wir einer Meinung.
              Der Vergleich mit Putin-Russland hinkt aber deshalb, da Putin als Diktaor alles und jeden unterdrückt, wegsperrt oder gleich umbringt.Und der Angriffskrieg in der Ukraine hat noch nicht einmal mit wirtschaftlichen Interessen zu tun, sondern allen mit größenwahnsinnigen Vorstellungen eines Möchtegernzaren.
              Nun aber die, die Ihre Freiheit und Unabhängigkeit verteidigen wollen, als Verursacher des Leidens auch nur ansatzweise darzustellen, halte ich für falsch.

              Beispiel:
              Deinem Nachbar gefällt es nicht, dass Du Hunde hast. Erkommt in Deinen Garten, erklärt, dass er nun hier das sagen hat und will die Hunde töten. Um die Eskalation nicht auszuweiten, müsstest Du dann nach Deiner These ruhig zuschauen.Der Nachbar nimmt das zur Kenntnis und besetzt Dein Haus, räumt Dein Kühlschrank aus, lässt Dir kein essen übrig, transportiert Deinen Mann in den Keller. Ruhig bleiben?
              Okay. Mit schlechten Beispielen zu argumentieren, ist schon unfair. Aber das, was dort abgeht, muss man so übertragen, um die Menschen dort zu verstehen.
              An der Straße stehen, Besatzern zuwinken und hoffen, dass das alles gut wird …. gab es schon einmal.

              Aber gut, da haben wir sicherlich andere Auffassungen zum Umgang mit dem Ukrainekrieg.

              Europa ist auch mit Amerika handlungsfähig; das sieht man seit Jahrzehnten.

              Sorry, aber ich muss jetzt abbrechen, auch wenn es interessant ist. Aber die Faamilie geht immer vor. Schönes WE

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            • JanJan sagt:

              @rabohle
              Du sprichst immer vom Diktator, ich glaube allein das Wort Diktatur triggert dich.
              Schau, ich bin in einer Diktatur aufgewachsen und fand es alles andere als schlimm. Was genau macht es für dich so fürchterlich? Nicht offen seine Meinung sagen zu können? Konnte und habe ich immer, war nie ein Problem. Freie Wahlen? Nun, was dabei raus kommt sieht man am deutlichsten momentan in Deutschland. Auch die derzeitige Regierung hat einen Hang zum Größenwahn…
              Ich glaube, genau dein Denken ist eines der Hauptprobleme in der Welt, das soll kein Vorwurf sein, aber du kennst eben (denke ich) nur dieses Leben in der sogenannten Demokratie und glaubst alle Menschen möchten genau so leben. Das stimmt aber nicht. Wie viele Kriege hat Amerika geführt um „Völker zu befreien“, um Länder zu demokratiesieren. Glaubst du wirklich, dass da alle so glücklich mit sind?
              Mir ging es gut früher in der alten Welt, weil es mir als Autistin wahrscheinlich auch entgegenkam. Das Leben war einfach strukturiert, Entscheidungen wurden getroffen, es gab wenig Überraschungen, die Kinderbetreuung war selbstverständlich und das soziale und Bildungssystem war gut. Davon abgesehen waren Grundnahrungsmittel für jeden erschwinglich, da kostete eben eine Tafel Schokolade fast 10x soviel wie ein Brot oder Kartoffeln und so sollte es sein!
              Ich gebe zu, ich tat mich sehr schwer in dieser neuen fremden Welt.
              Unter Demokratie hatte ich mir vorgestellt, dass alle Beschlüsse vom Volk abgestimmt werden… War wohl nichts. Wer fragt denn das Volk heute, was es möchte? Über 70% der Menschen sind momentan dafür Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. Wen interessiert es? Wie ist das mit der Demokratie? Klar kann ich (auch) heute offen meine Meinung kundtun, aber… Wer dies tut ist Querdenker, Nazi, Putinfreund, Aluhutträger, Spinner… Je nach Situation. Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich hören muss von Menschen „ach man traut sich das ja nicht zu sagen…“ Ist das die großartige Demokratie, wo Menschen denunziert werden, weil sie anders denken und darum doch lieber schweigen?
              Würden westliche Staaten nicht immer wieder anderen Ländern ihre Staatsformen aufzwingen, wäre es nie soweit gekommen. Glaubst du die Ostblockländer sind jetzt alle so happy? Du sprichst ja auch öfter Orbán an und wie er sein Volk unterdrückt… Ungarn ist ein offenes Land, warum sind die Menschen also nicht schon längst alle weg? Ich treffe immer mehr Osteuropäer, die lange in der Nähe wohnten und in ihre Ursprungsländer zurück gehen, auch viele Russen und Ungarn.
              Nein, ich erwarte nicht, dass du das verstehst, aber ich weiß nicht, ob du da so richtige Vorstellungen hast.
              Ja und Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt natürlich auch viele Menschen, die das ganz schrecklich fanden, keine Frage, aber da hätte zum Beispiel eine allgemeine Reisefreiheit gereicht, die Menschen hätten einfach gehen können und ich bin sicher, gut die Hälfte wäre wiedergekommen. Manchmal glaubt man nämlich nur, die Wiesen sind woanders grüner und, wenn man nachsieht ist da nur ein Schlammloch. Auch viele bzw immer mehr Deutsche verlassen ihr Land, teilweise auch gen Ost oder in die Türkei mit Diktatur (der sich ja sehr gut mit Putin zu verstehen scheint), was läuft da also falsch in dieser Demokratie?
              Ich glaube, viele Länder werden sich vom Westen früher oder später wieder ablösen.
              Erkläre doch mal deine Sicht der Dinge, ohne diese Standardsätze alle werden weggesperrt und umgebracht (zumindest ersteres passiert überall).
              Wünsche dir auch ein schönes Wochenende 😉

              P.S. Vermeintliche Nachbarn checke ich grundsätzlich gründlich und persönliche BEVOR ich irgendwo hinziehe… 😇

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            • rabohle sagt:

              @JanJan
              Dank eines nichtgenehmigten Vortrages über die „freie Wahlen“ durften wir die Stasi kennen lernen. Ich denke, da musst Du Deine Auffassung schon relativieren, was meine Vorstellungen sind und was nicht.

              Und wenn Du ernsthaft meinst, in einer Diktaur (ich unterstelle jetzt einem DDR) gäbe es auch gute Dinge .. sorry, aber das sind für mich keine nachvollziehbare Grundlage.

              Zudem sollte man Demokratie-Diktatur nicht mit Sozialismus-Kapitalismus vermischen.
              Natürlich läuft hier derzeit sehr viel schief, dazu morgen mehr auf unserem Blog. Aber damit kann man keine Diktaur herbeiwünschen.

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            • JanJan sagt:

              @rabohle
              Ich habe mit keinem Wort eine Diktatur herbeigewünscht, aber für mich macht es keinen großartigen Unterschied.

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            • rabohle sagt:

              @JanJan
              P.S. Vermeintliche Nachbarn checke ich grundsätzlich gründlich und persönliche BEVOR ich irgendwo hinziehe…

              Und was machst Du, wenn der Sohn der Nachbarn einzieht und plötzlich Dein Nachbar wir mit eben den beschriebenen Übergriffen. Hinnehmen, Wegziehen oder kämpfen?

              Meine Sicht der Dinge ist sicher nicht einfach zu beschreiben:
              Zunächst: Ich richte mich nicht gegen RUSSLAND, sondern gegen die derzeitigen Machthaber Putin und dessen Gesellen. Und gegen den Angriffskrieg, der derzeit von Putin hemmungslos durchgeführt wird.
              Es gab da keine freie Wahl (auch wenn es so verkauft worden ist) und es gibt auch jetzt dort keine Meinungsfreiheit. Offene Kanäle werden abgestellt, Kritiker verhaften oder sanktioniert.
              Das galt übrigens auch in der DDR, die Du ja (bis auf Einschränkungen der Reisefreiheit) offenbar als nicht so schlimm in Erinnerung hast (Bitte korrigiere mich, wenn Du die DDR nicht gemeint hast). Wer da – dank fast lückenloser Überwachung – das falsche gesagt/gemacht hat, konnte seine freie Berufswahl schon fast vergessen.
              Das mit dem Weggehen/Ziehen ist (auf im Fall Ungarn) so eine Sache. Wenn Du Dich an die erinnerst, die nur mit einer Plastiktüte über Botschaftszäune geklettert sind, also alles Materielle verloren haben …das ist schon eine Last, die nicht Jeder tragen kann, denn die Zukunft war ungewiss. Und wie oft nehmen wir es hin, weil „wir ja doch nichts ändern können“ oder zu bequem sind (da schleiße ich mich auch gar nicht aus).
              Und dann stelle ich anderes herum die Frage: Wenn die Demokratie ggfs. zuwider ist, warum lebst Du dann noch hier? Ich vermute jetzt einfach einmal, dass es dann materielle „Bequemlichkeit“ ist, das Aufgebaute nicht einfach zurückzulassen.
              Und ähnlich ging es in der DDR, ähnlich geht es in Ungarn.

              Man kann aber auch gegen die Zustände dann kämpfen, es zumindest versuchen.
              Und bevor ein falscher Eindruck entsteht: Der Kapitalismus wird von mir anerkannt (darum lebe ich ja in einen kapitalistischen Staat), aber ich halte es auch mit „Eigentum verpflichtet“, bin also der Auffassung, dass gewisse Spitzen nicht überstiegen werden sollten (was jetzt die Energieriesen mit freundlich Unterstützung der Politik derzeit ungeniert machen dürfen). Vielleicht ein Kampf gegen Windmühlen, aber zumindest ein Kampf.

              Ich hoffe, meine Position ist etwas deutliche geworden, danke Dir für die überwiegend sachliche Auseinandersetzung.

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            • JanJan sagt:

              @rabohle
              …wegziehen… wäre die wahrscheinlichste Variante.
              Das sind aber auch Situationen, die überhaupt nicht miteinander vergleichbar sind. Denn käme es zu einer Auseinandersetzung,  wären wir beide (der Nachbar und ich) beteiligt (eventuell samt Familien), aber ich ziehe nicht Millionen Menschen in eine Auseinandersetzung rein!

              Offene Kanäle wurden auch in der Ukraine abgestellt,  wenn sie kritisch das Tun des eigenen Landes hinterfragten, das waren auch nicht eben wenige. Und wie sieht es aus mit deutscher Berichterstattung? Natürlich,  es gibt einige wenige Sendungen,  im öffentlich rechtlichen die objektiv und kritisch hinterfragen. In Social Media werden viele Berichte oder Kommentare gelöscht, Teilnehmer gesperrt (jaaaa ich weiß,  sind natürlich alles Querdenker…) Sendungen der Privatsender erinnern mich schwer an den „schwarzen Kanal“ vom Karl-Eduard…

              DDR… Jain… Tschechoslowakei, Sowjetunion, DDR, wo ich,  wie gesagt auch meine Meinung kundtun durfte,  ohne Sanktionen und wo wir über Berufe sprechen, was ich auch gut fand,  es bestand nicht nur das Recht,  sondern auch die Pflicht auf Arbeit, so wurden auch nicht Tausende durchgefüttert,  die keinen Bock hatten…
              Sogar Westfernsehen gab es…
              Reisefreiheit hatte ich nicht erwähnt,  weil sie MIR gefehlt hätte,  sondern um anderen Menschen die Möglichkeit zu geben das Land verlassen zu können!
              Natürlich war auch im Osten nicht alles perfekt, aber wo ist es das?

              Glaubst du,  dass du heute nicht überwacht wirst? Natürlich war KGB, Stasi oder StB vielleicht eine andere Hausnummer, aber wie in jedem Land, wer sich an Regeln hält, hatte auch nichts zu befürchten. Wir leben auch jetzt nicht im rechtsfreien Raum.

              …stelle ich die Frage andersherum… warum lebst du noch hier…

              Eine berechtigte Frage,  die ich so manchem Einwohner hier auch manchmal stelle…

              Meine Antwort sind mehrere Gründe:
              1. Ich habe nie gesagt,  dass ich Demokratie verabscheue (wenn es denn Demokratie wäre), ich versuche lediglich (seit Monaten?) zu erklären,  dass ich keinen Unterschied bemerke zwischen damals und heute!
              2. Die Staaten wo ich herkomme gibt es ja quasi nicht mehr, der Kapitalismus hat sie sich geholt, es ist überall das Gleiche geworden und somit vollkommen egal wo ich lebe. Somit hat eben genau dieser „Umbruch“ (den in meiner Umgebung vielleicht EIN Mensch gefeiert hat) dazu beigetragen,  dass ich alles aufgegeben habe und meinem Mann gefolgt bin.
              3. Habe ich einen Mann, der sich schwer tut seine Umgebung zu verlassen.
              4. Und natürlich auch was du sagst… Bequemlichkeit,  Eigentum… Ich lebe seit 30 Jahren hier, habe damals zum dritten Mal bei Null angefangen,  mir etwas aufgebaut und möchte das nicht wieder aufgeben. Inzwischen bin ich zu alt für so einen Sch…..

              Ich habe auch nie gesagt,  dass ich das Leben hier doof finde.
              Ja, ich habe jetzt auch wieder ein gutes Leben und bin damit zufrieden. Aber die Regierung darf mich doch trotzdem nerven… Wir haben hart gearbeitet und hart gespart und nun machen sich andere davon wieder die Taschen voll… Nur mal kurz, als ein Unternehmen von vielen, Shell erwähne mit einem satten Plus von über 400%! Jaaaa das k**** mich an…

              MEIN Fazit in einem Satz: Es ist heute völlig egal wo man lebt,  es ist überall das Gleiche.

              Wir werden nie auf einen Punkt kommen, ich bin ein Kind des Sozialismus,  du des Kapitalismus, ich habe mich angepasst, weil ich musste und inzwischen ist es okay, aber ich danke dir für die Darstellung deines Standpunktes. 🙂

              @Sigurd, Entschuldigung, dass wir deinen Blog zuspammen 😇

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            • sigurd6 sagt:

              @JanJan, ihr führt eine Diskussion, die zwar nichts mehr mit dem eigentlichen Blogthema zu tun hat. Jedoch in einer sachlichen Form ohne persönliche Anmache. Somit ist es völlig in Ordnung.

              Ich finde eure Diskussion auch durchaus interessant. Also alles OKAY. 😀 😀

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            • JanJan sagt:

              Danke 🌷😊

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            • rabohle sagt:

              @JanJan

              Sorry, aber gestern hatte ich keine Lust mehr zu antworten:

              Ist es nicht bemerkenswert, wie unterschiedlich die Betrachtungsweise über die DDR ist?
              Ich kenne Einige, die ähnlich argumentieren („war ja nicht alles schlecht“), wobei es mich in der Tat wundert, dass Du sanktionslos Deine Meinung sagen und offenbar tun und lassen konntest, was Du wolltest.
              Aber ich kenne eben überwiegend Leute, die es nicht nur als Unrechtsstaat betrachtet, sondern auch erlebt haben. Und dazu zähle ich mich auch.

              Was „Querdenker“ nun damit zu tun haben sollen, ist mir nicht so ganz klar. Sicherlich werden überall Kommentare/Berichte zenziert. Machst Du das nicht auf Deinem blog auch? Ich lasse bei uns auch keine rechtsradikale/linksradikale Propaganda zu. Und muss man nicht vielleicht auch Verständnis haben, wenn russische Propaganda in der Ukraine nicht verbreitet werden kann? Eigentlich dürfte es da keine zwei Meinungen geben.

              „Glaubst du, dass du heute nicht überwacht wirst? Natürlich war KGB, Stasi oder StB vielleicht eine andere Hausnummer, aber wie in jedem Land, wer sich an Regeln hält, hatte auch nichts zu befürchten. Wir leben auch jetzt nicht im rechtsfreien Raum. „
              Sorry, aber die DDR war ein rechtsfreier Raum. Und zu erklären, wer sich an die Regeln (wessen denn?) gehalten hatte, hatte nichts zu befürchten .. lässt sofort die weitere Frage zu, wer denn die Einhaltung der Regeln kontrolliert hat. Dein Nachbar, Dein Mann, deine beste Freundin? Wer war denn der IM, der die Regeleinhaltung kontrolliert bhat.
              Möchtest Du so etwas wirklich wiederhaben?

              Und nicht der Kapitalismus hat die DDR geholt, sondern der falsch gelebte Kommunismus hat zur Selbstauflösung geführt .. so sehe ich es aber auch da wird es unterschiedliche Auffassungen geben
              Und wenn nur Einer in Deiner Umgebung diesen „Umbruch“ gefeiert hat, lassen wir das mal lieber so stehen.

              „ Aber die Regierung darf mich doch trotzdem nerven… Wir haben hart gearbeitet und hart gespart und nun machen sich andere davon wieder die Taschen voll… Nur mal kurz, als ein Unternehmen von vielen, Shell erwähne mit einem satten Plus von über 400%! Jaaaa das k**** mich an… „

              Volle Zustimmung; da stimmen wir zu 100% überein. Wir bezahlen mittlerweile auch vierfach
              https://rabohledotcom.wordpress.com/2022/08/08/festpreisvertrage-und-gasabgabe/

              „Wir werden nie auf einen Punkt kommen“

              Sicher nicht, aber das müssen wir ja auch gar nicht, solange man respektvoll und sanktionslos die gegenseitigen Standpunkte ao vernünftig austauschen.

              Ich denke, wir haben uns ausgeschrieben, Schönes WE für Euch, wo auch immer.

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            • JanJan sagt:

              Ja, für den Moment ist wohl alles gesagt, wünsche dir auch ein schönes Wochenende. 😊

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  2. ballblog sagt:

    Was auch dieser Zeitgenosse nicht kapiert: er kann um Entschuldigung bitten und der Kanzlerdarsteller kann sein Verhalten entschuldigen.
    Der wird schon noch Karriere machen, wenn er erst einmal wieder zu Hause ist.

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