Bild verbreitet Falschmeldung …

… und Frau von Storch fällt darauf herein.

Eine Glanzleistung des Journalistisches Murkses hat die BILD-Zeitung mal wieder hingelegt. Wohl ohne so zu recherchieren wie es bei seriöser Berichterstattung sein sollte, verbreitete sie einen Scherz der Titanic. In dieser satirischen Mitteilung der Titanic hieß es, Seehofer habe die Fraktionsgemeinschaft aufgekündigt.

Und Frau von Storch AfD musste dies natürlich ebenso ungeprüft sofort in die Bundestagsdebatte einbringen. Dumm gelaufen.

Wer sich nicht das gesamte Video anschauen möchte, nach ca. 1:55 Minuten müsste ihr Einwand kommen.

Moment mal: Was nun …

… Frau Bundeskanzlerin?

Es dürfte wohl ein einmaliger Vorgang sein, dass eine Bundeskanzlerin oder ein Bundeskanzler in einer Fraktionssitzung nicht von einem einzigen Abgeordneten Unterstützung bekam.

So geschehen in der Fraktionssitzung von CDU/CSU um die Flüchtlinge an der deutschen Grenze. Von 13 Wortmeldungen haben, so die Deutsche Presse-Agentur, 11 die Position des Bundesinnenministers vertreten und 2 sprachen neutral.

Komischerweise habe ich von diesem Vorgang in der Tagesschau nichts gehört. Weshalb eigentlich nicht? Zeigt es doch, dass die Kanzlerin in ihrer eigenen Fraktion beim Thema Flüchtlinge weitestgehend isoliert scheint.

Den brauchbare Lösungsansätze für die nun seit 3 Jahre anhaltenden Spannungen in der Bundesrepublik und der EU hat sie nicht vorzuweisen und mit Absichtserklärungen ist auf Dauer keine Politik zu machen.

So humanitär sie bei der Grenzöffnung 2015 gehandelt hat, so sehr hat sie es in den darauffolgenden Jahren versäumt, dafür Sorge zu tragen, dass die dadurch entstehenden Probleme behoben werden.

Ich hatte es vor Monaten schon geschrieben, das Ende der Kanzlerschaft Merkel scheint nun endgültig eingeläutet.

Den Artikel zur Fraktionssitzung der CDU/CSU könnt ihr HIER nachlesen.

Schundhefte …

… nannten unsere Eltern sie!

Für uns war es wertvolle „Literatur“. Kann sich jemand, der hier mit liest, an diese Heftchen erinnern? Sie haben mich in meiner Kindheit und frühsten Jugend begleitet und jede Woche war 1 Mark fällig, da ich unbedingt 5 dieser Heftchen zu je 20 Pfennigen kaufen musste.

Was haben wir die kleinen Heftchen, wie wir sie damals nannten, heute heißen sie natürlich ganz anders, denn es muss ja heute alles einen coolen Namen haben. Heute nennt man sie Piccolo.

Ich weiß jetzt nicht mehr, ob die Heftchen wöchentlich oder alle 14 Tage erschienen sind. Als die großen Ausgaben rauskamen, erschienen diese jedenfalls monatlich.

tarzan

Ich muss eine gewaltige Sammlung gehabt haben. Wo diese abgeblieben ist, kann ich leider nicht sagen. Heute jedenfalls wäre sie einiges wert.

 

Aufgelesen


Wenn die AfD die Antwort ist,

wie dumm war dann die Frage?

 

Auf dem Plakat einer Gegendemonstration zur AfD Demonstration gestern in Berlin.

 

Aufgeschnappt


„Wenn man sich die letzten Entscheidungen

von Präsident Trump anschaut, könnte man sogar

denken, mit Freunden wie diesen, wer braucht da

noch Feinde?“

EU-Ratschef Donald Tusk über den amerikanischen Präsidenten Trump

 

Aufgelesen


„Meine Kleider sind so eng,

dass sie automatisch glatt gezogen sind,

wenn ich sie anziehe“.

 

Barbara Schöneberger, Moderatorin

 

11. April 1968

Es war der Tag, an dem die Bundesrepublik durch erneute Schüsse auf einen Studenten erschüttert wurde. Dieses Mal war es nicht der relativ unbekannte Benno Ohnesorg, sondern der Studentenführer und damalige von der Springer-Presse zum Staatsfeind Nr. 1 erkorene Rudi Dutschke der durch drei Schüsse nieder gestreckt wurde.

Rudi Dutschke war das Gesicht der Studentenrevolte der 60er Jahre. Er war es, der mit seinen Reden begeistern konnte. Für viele ältere Bundesbürger*innen war er das Sinnbild des Bösen. Für viele junge Menschen die Hoffnung darauf, dass sich an den verstaubten Strukturen der Bundesrepublik etwas ändern könnte.

Ich kann mich noch gut an den 11. April 1968 erinnern, es war damals der Gründonnerstag. In den Nachrichten hatte ich von dem Attentat auf Rudi Dutschke erfahren und dass er es schwer verletzt überlebt hatte.

Für meine Mutter war es damals ein weiteres Argument mich nicht so einfach nach Westberlin gehen zu lassen. Denn es war genau die Zeit, als ich meinen Umzug plante. Spätestens im Herbst des Jahres wollte ich eine Stelle in Westberlin annehmen. Doch darüber mehr wenn die Zeit gekommen ist.

Das Attentat auf Rudi Dutschke sollte der Anfang der bis dahin größten und gewalttätigsten Demonstrationen sein, die die junge Bundesrepublik bis dahin erlebt hatte. Viele Studenten und junge Menschen hatten eine unheimliche Wut auf das in ihren Augen verstaubte Establishment. Und natürlich auf die Springer-Presse die eine unglaubliche Hetzkampagne gegen den Studentenführer betrieben hatte. Und was bis dahin vom Establishment verhindert werden konnte, nach dem Attentat sprang der Funke der Studentenbewegung von Westberlin auf das Bundesgebiet über. In 27 deutschen Städten gab es an den Osterfeiertagen Proteste, die teilweise von Straßenschlachten begleitet wurden. „Gestern Dutschke, morgen wir“, tönte es z. B. bei Demos in München. In München gab es während der Demo damals 2 Tote.

Rund 20.000 Polizisten waren an den Osterfeiertagen im Bundesgebiet im Einsatz um die Osterunruhen einzudämmen. Doch auch in Ost-Berlin hatte man das Attentat auf den Studentenführer zur Kenntnis genommen. Wolf Biermann schrieb ein Lied mit dem Titel, „Drei Kugeln auf Rudi Dutschke, ein blutiges Attentat“.

Das Fazit der Unruhen nach dem brutalen Attentat auf Rudi Dutschke, Staatsanwälte leiteten 827 Ermittlungen ein. Wobei sich dabei zeigte, dass die Bewegung nicht nur von Studenten ausging, sondern längst auf Schüler und Lehrlinge übergegangen war.

Rudi Dutschke sagte einmal in Anspielung auf die damals regierende Große Koalition, „wir sind die einzige Opposition im Lande“.

Am 11. April 1968 wurde der damalige „Oppositionsführer“ Opfer eines feigen Attentates. Und obwohl der SDS es an den darauffolgenden Wochen schaffte die Stimmung gegen die Springer-Presse und das vermiefte Establishment anzuheizen, mit dem Attentat auf Rudi Dutschke hatte die Studentenbewegung ihren Kopf und ihre Stimme verloren. Sie war, wie sich in den darauffolgenden Monaten zeigen sollte zerstritten und am Ende.

Aufgelesen


„Wenn eine Frau nicht spricht,

sollte man sie auf keinen Fall unterbrechen.“

 

Clint Eastwood, Schauspieler und Regisseur