Sie waren einst Volksschauspieler

Mir kam mal wieder eine Idee für eine kleine Reihe. Könnt ihr euch noch an Volksschauspieler erinnern? Wobei man wohl sogleich die Frage stellen muss, gibt es eigentlich heute noch Schauspieler oder Schauspielerinnen, die man Volksschauspieler nennen könnte?

Bekannt wurden diese Volksschauspieler meist durch das Fernsehen. In den 1950er und 60er Jahren waren z. B. Übertragungen aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater, aus dem Millowitsch-Theater in Köln und dem bayerischen Komödienstadel Straßenfeger. Und einige der Schauspieler und Schauspielerinnen aus diesen Theatern wurden sogenannte Volksschauspieler.

Beginnen möchte ich die Reihe mit zwei Schauspielern aus dem Ohnsorg-Theater. Und ich muss ehrlich gestehen, wenn im NDR ein Stück aus dem Ohnsorg-Theater wiederholt wird und Heidi Kabel † und Henry Vahl † darin mitspielen, dann sitze ich, wenn es zeitlich passt, vor dem Fernsehgerät. Stücke wie „Tratsch im Treppenhaus“ oder „der verkaufte Großvater“, fallen mir spontan ein.

 

#Unteilbar

Berlin setzte ein Zeichen!

Am heutigen Sonnabend gab es die Großdemonstration gegen Ausgrenzung, gegen rechte Umtriebe und all die schlimmen Vorgänge, die in diesem Land mittlerweile leider fast an der Tagesordnung sind. Aufgerufen hatten viele Organisationen und viele Menschen sind diesem Aufruf gerne gefolgt. Sie kamen aus den unterschiedlichsten Gründen, doch alle wollten ein Zeichen setzen gegen die zunehmende Intoleranz in diesem Land.

Schon als ich am S-Bahnhof Alexanderplatz ankam, konnte ich die Ausmaße erahnen. Es war kaum ein rauskommen vom Bahnhof und so war es dann auch auf dem Alex. Es war einfach probevoll.

Mit vielen Menschen konnte ich ins Gespräch kommen und ihre Motivation für die Teilnahme erfahren. Und es waren fast immer die Gleichen. Man hat genug von der rechten Hetze und will zeigen, dass sie die Minderheit in Deutschland sind. Auch wenn sie glauben, die Mehrheit zu sein. Und eines sei ganz deutlich geschrieben, wer nun wieder glaubt, da war halt der linke Flügel unterwegs. Kann gleich ruhig sein. Es waren Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung. Ja ganze Familien. Und das war ein gutes Zeichen an diesem Tag. Viele Menschen wollten einfach zeigen, wir sind die, die gegen Rassismus oder Ausgrenzung, von wem auch immer sind. Wir möchten zusammen leben.

Über die Teilnehmerzahl kann man nur spekulieren. Seriös schätzen ließ sie sich kaum noch. Die Veranstalter sprachen von 240.000 Teilnehmern, die Polizei von etlichen Zehntausend. Ich würde die Zahl irgendwo in der Mitte sehen so bei ca. 100.000 Teilnehmern. Aber das ist eben nur spekuliert. Und es ist auch nicht wichtig. Ein großartiges Zeichen war es allemal, das heute von Berlin ausging.

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Aufgelesen


Zuzug von Deutschen nach Bayern ist schuld am Umfragetief der CSU.

Edmund Stoiber (CSU). Gefunden im Nachrichten-Magazin STERN.

 

Aufgelesen


Wir reagieren auf die Einstellung der Bevölkerung.

Ich finde, das muss in der Politik auch möglich sein.

Bundesinnenheimatminister Horst Seehofer zum Maaßen-Kompromiss am 24.09.2018 in der ARD Tagesschau

 


 

Merkt er eigentlich was er damit sagt?

Schöner wohnen?

Gestern war er nun der groß angekündigte Wohnungsgipfel bei der Bundeskanzlerin. Klar gab es keine Ergebnisse. Wie auch denn von den Auswüchsen wie man sie im Bericht von Quer sieht, wird in der Politik nicht gesprochen. Nur keine heißen Eisen anfassen. Also wird der Mietwucher weiter gehen und dem kann man auch nicht durch Erhöhungen von Zuschussleistungen entgegenwirken.

Man muss das Problem bei der Wurzel packen, doch wer möchte da ran gehen?

 

Erdogan und Hertha BSC

Da gibt es keinen Zusammenhang? Oh doch, der Diktator aus Ankara kommt am 28.09. nach Berlin und schon herrscht helle Aufregung bei der Polizeiführung in Berlin. Am gleichen Tag spielt Hertha BSC gegen den FC Bayern München im Berliner Olympiastadion. Das ist nun tatsächlich ein Spiel das alles andere als ein Spiel mit hohem Sicherheitsrisiko. Und dann laufen auch noch die Vorbereitungen für die Feiern zum 3. 10., die dieses Mal in Berlin stattfinden.

Zum Besuch des Diktators aus Ankara werden dann noch einige Demonstrationen erwartet. So wurde dem Berliner Innensenator Geisel nahe gelegt den Notstand auszurufen. Die Polizei in Berlin fühlt sich damit überfordert. Gut das kann man nachvollziehen. Fraglich ist, ob ein Diktator in der Hauptstadt empfangen werden muss. Man kann ihn ja auch irgendwo in Kleinkleckersdorf empfangen. Und mit militärischen Ehren? Das ist ja wohl völlig daneben.

Natürlich ist ein Spiel der Fußballbundesliga nicht das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte. Doch die 300 Beamten, die man für solch ein Spiel abstellt, sollte man doch noch zusammen bekommen. Nicht, dass ich falsch verstanden werde, ich kenne die Personalmisere der Berliner Polizei. Doch diese ist nicht erst seit gestern bekannt. Und wenn man mit dem Besuch eines Diktators und der Durchführung eines Bundesligaspieles überfordert ist, dann muss man sich wohl tatsächlich ernsthafte Sorgen um die Sicherheit in dieser Stadt machen. Für Hertha BSC würde es bedeuten, dass man von 7 Spieltagen nur 2 Heimspiele hätte. Und die Fans aus München möchten wahrscheinlich auch wissen ob sie am 28. 09. oder davor nach Berlin anreisen sollen. Das Spiel ist bereits fast ausverkauft.

Sollte der Innensenator tatsächlich den Notstand ausrufen, so wäre das der Offenbarungseid einer jahrelang verschlafenen Innenpolitik des Senates von Berlin.

Berlin, Berlin wir …

… fahren nach Berlin!

Nein es geht nicht um das DFB-Pokalfinale im Olympiastadion. Es geht um die Großdemonstration am 13. Oktober 2018 in Berlin.

Zu dieser Demonstration haben rund 450 Organisationen aufgerufen und sich an der Planung beteiligt. Nun hofft man auf einen regen Zuspruch und das hoffe ich auch. Es ist an der Zeit klare Kante gegen rechte Umtriebe in diesem Land zu zeigen.

Rassismus und Menschenverachtung dürfen nicht noch gesellschaftsfähiger werden. Sie sind ohnehin schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Schon deshalb sollte man am 13. Oktober auf die Straße gehen und zeigen, nein so nicht. Wir sind eine Gesellschaft in der nicht der Pöbel der Straße regiert, sondern die demokratische Mehrheit.

Lasst sie nicht weiter schreien „wir sind das Volk“. Zeigt ihnen, wer tatsächlich das Volk ist.

Also kurz geschrieben, kommt nach Berlin und reiht euch ein. Unsere Demokratie ist es wert verteidigt zu werden.

Etwas mehr Info könnt ihr HIER und HIER nachlesen.

Aufgelesen


„Es geht nicht um Links gegen Rechts.

Es ist einfach politischer Anstand,

sich gegen rassistische Ressentiment

zu stellen.“

Campino, von den Toten Hosen anlässlich des gestrigen Konzertes in Chemnitz