Manchmal sind die Wege verschlungen

Ronny.jpgKann sich noch jemand an Ronny erinnern? Er spielte einst bei Hertha BSC und ist der jüngere Bruder von Raffael der noch heute, wenn er nicht verletzt ist, bei Borussia Mönchengladbach spielt und früher auch bei Hertha unter Favre spielte.

Ronny kam 2012 zu Hertha BSC und erzielte damals sagenhafte 20 Tore und hatte viele Torvorbereitungen und damit großen Anteil an dem sofortigen Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga. Doch im Gegensatz zu seinem Bruder nahm er das Profigeschäft nie so ganz ernst. Er, der über eine gute Technik verfügt und einen strammen, ja äußerst strammen Schuss im linken Fuß hat, kämpfte ständig mit Übergewicht und so wurde er 2016 von Hertha verabschiedet.

Er ging zurück in seine brasilianische Heimat. Doch glücklich scheint er dort nicht zu sein. Denn vor einiger Zeit meldete er sich bei dem Berliner Verein United, der von Icke Häßler trainiert wird, um anzufragen, ob er eventuell dort spielen könnte. Berlin United ist ein siebtklassiger Verein! Dort glaubte man an „Vorsicht Kamera“ oder einen verfrühten Aprilscherz. Doch dann erschien Ronny höchstpersönlich um nochmals vorzusprechen. Doch allem Anschein nach wird das wohl nichts werden. Denn einen Ronny kann sich der Verein, der durchaus nach oben möchte, nicht leisten.

Ich finde es schade, dass ein technisch hochbegabter Spieler wie Ronny mit seinen 32 Jahren bei einem siebtklassigen Verein haussieren gehen muss. Er, der bei Hertha durchaus beliebt war, ja die Fans liebten ihn, könnte, wenn er sich besser unter Kontrolle hätte, bestimmt noch locker zumindest in der zweiten oder dritten Liga mithalten.

Mensch Ronny das tut wirklich weh, wenn man das hören muss.

Moment mal: Tolle Leistung EU!

Also ganz ehrlich das finde ich eine großartige Leistung der EU. Wochenlang mussten 49 Flüchtlinge auf zwei deutschen Schiffen im Mittelmeer ausharren bis man sich auf die Aufnahme von 49 Flüchtlingen einigen konnte.

Was ist das für eine armselige Vorstellung, hier geht es um Menschenleben. Die wie auch immer ihrem alten Leben entfliehen möchten um in der EU ihr Glück zu suchen. Ob es ihnen gelingt und was ihre tatsächlichen Vorstellungen sind, sei mal dahin gestellt. Es gibt doch auf See einen Kodex oder? Oder gilt der nur für „Edelpassagiere“? Wie kann es sein, dass aus Seenot gerettete nicht aufgenommen werden und ein wochenlanges Gezänk darüber entsteht?

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gilt offensichtlich nicht für alle Menschen. Da muss ich etwas falsch verstanden haben. Offensichtlich sind manche Menschen eben doch würdelos.

Manchmal möchte man sich einfach nur noch schämen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Seenotrettung

 

Sie hacken und hacken

Dreht euch ruhig mal um, der gemeine Hacker geht rum. Ist das wieder entzückend? Nun haben einige auf Twitter die Adressen und Telefonnummern von Prominenten und Politikern erspäht, die von gemeinen Hackern ins Netz gestellt wurden.

Die Aufregung ist groß und einige Aussagen, derer die gestern vor die Kameras traten haben mich dann doch überrascht. Denn sie wirkten überrascht, wie leicht man doch an ihre Daten kommt. GUTEN MORGEN, ausgeschlafen? Die Kommunikation im Internet ist eine der unsichersten überhaupt und schon deshalb sollte man sich überlegen, was man hier an privaten Daten abspeichert.

Doch wer steckt hinter dieser Attacke? Bisher scheinen AfD-Politiker von der Attacke nicht betroffen. Ein Zufall? Oder steckt dahinter eine Absicht? Drei Landtagswahlen im Osten des Landes stehen an und die AfD hat in einigen dieser Bundesländer große Chancen stärkste Partei zu werden. Na ob man da etwas bremsen oder etwas forcieren möchte?

Oder stecken gar die Russen dahinter? Früher wurde uns im Westen immer eingebläut, dass der Russe vor der Tür steht. Heute ist er vielleicht schon im Wohn- bzw. Arbeitszimmer.

Auszeichnung für Cem Özdemir

Das „Seminar für Rhetorik“ der Universität Tübingen hat den Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir ausgezeichnet. Er bekam die Auszeichnung für die „Rede des Jahres 2018“ in der er die Pressefreiheit verteidigte.

Seine Rede vom 22. Februar 2018, in der er mehrmals die AfD scharf angegriffen hatte und sie auch als Rassisten bezeichnete, sei ein ausdrückliches Plädoyer für eine offene Gesellschaft, gegen Ausgrenzung und Spaltung.

Seit 1998 würdigt die Universität Tübingen jährlich eine Rede, die die politische oder kulturelle Diskussion beeinflusst hat.

Hier könnt ihr die Rede hören: