Stadionumbau endgültig verworfen?

Der RBB meldet heute exklusiv, dass die Umbaupläne für das Olympiastadion wohl endgültig vom Senat verworfen wurden. Innensenator Geisel hat die Kosten, für einen Umbau, auf runde 200 Millionen Euro geschätzt. Wenn man die Kalkulationen der letzten Großprojekte Berlins kennt, so dürfte es sich dann um eine sehr konservative Schätzung handeln.

Somit dürfte Hertha BSC wohl kaum etwas anderes übrig bleiben als die Pläne für ein eigenes, reines Fußballstadion voranzutreiben. Oder man findet sich mit den „widrigen“ Umständen des Olympiastadions ab. Jammern auf hohem Niveau nennt man das wohl.

 

Berlin ein Trauerfall?

Berlin ist unheimlich attraktiv, Berlin ist arm aber sexy, Berlin ist die Hauptstadt mit Herz, Berlin ist tolerant. So wird Berlin gerne angepriesen. Doch nun kommt die kalte Tusche für die, die glauben, besser als in Berlin kann man kaum leben.

Die Berliner Zeitung gab bei Forsa eine Umfrage in Auftrag, die herausfinden sollte wie wohl sich die Berliner Bürger in ihrer Stadt fühlen. Und diese Umfrage sollte dem Berliner Senat zu denken geben. Denn sie offenbart, dass zumindest 30 Prozent, also fast ein Drittel der Befragten, lieber heute als morgen aus Berlin wegziehen würden. Dafür gibt es verschiedenste Gründe. Genannt wurden die marode Infrastruktur, Verschmutzung, Wohnungsnot und der rasante Bevölkerungszuwachs.

Immerhin 57 Prozent finden es nicht gut, dass so viele Menschen hierher ziehen. Dadurch, so befürchtet man, wohl zu Recht, wird der Verdrängungsprozess in den Kiezen verschärft. In Kreuzberg z. B., einst ein Problembezirk, kann man schon heute kaum noch die Mieten bezahlen.

Am zufriedensten sind nach dieser Umfrage die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, die über 60 Jahre alt sind.

Und eine persönliche Anmerkung von mir, ob der Berliner Senat, die Probleme der Stadt in den Griff bekommt, bezweifele ich ganz, ganz ernsthaft. Momentan scheint hier eher Stillstand zu herrschen, als die Bereitschaft endlich Probleme anzugehen.

Wen die Ergebnisse der Umfrage interessieren der kann sie HIER nachlesen.

Berliner Tiertafel verliert Versorgungsstätte

Vor Jahren berichtete ich schon über die Nöte der Berliner Tiertafel im Bezirk Treptow. Schon damals schien es, als ob die Tafel ihre Ausgabestelle in der Mörikestraße verliert. Doch was damals noch ein einigermaßen gutes Ende, wohl auch durch den Druck der Öffentlichkeit, fand, scheint jetzt leider Gewissheit zu werden. Spätestens im Dezember muss die Tiertafel Berlin die Räumlichkeiten räumen und sich ein neues Quartier suchen. Damit ist ungewiss, ob es auch weiterhin möglich sein wird, im Monat ca. 500 hilfsbedürftige Tierbesitzer mit Futter, Beratung und ärztlicher Pflege zu unterstützen.

Wer den Wohnungsmarkt in Berlin kennt, kann sich vorstellen, wie hoffnungslos dieses Vorhaben wohl sein mag. Denn die üblichen Gewerbemieten in Berlin/Treptow kann die Berliner Tiertafel nicht aufbringen. Sie wird darauf angewiesen sein, dass es unter Menschen bei denen Gewerbegebiete frei sind, Tierliebhaber gibt, die auch noch ein Herz für hilfsbedürftige Tiere und Menschen haben. Leider ist meine Leserschaft im Berliner Raum arg begrenzt. Doch manchmal läuft es ja besser, als man glaubt. Wer also glaubt, oder sogar weiß, leer stehende Räume zu kennen, der möge dies bitte der Berliner Tiertafel mitteilen.

Die Tiere und deren Besitzer danke es euch und natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Tiertafel.

Meinen Artikel von damals könnt ihr HIER einsehen und den Link zur Berliner Tiertafel findet ihr HIER.

Neues vom BER

Hört man Neuigkeiten vom Pannenflughafen BER, so ist es meist nichts Gutes. Doch nun soll der dahinschlummerte Flughafen vorübergehend ein Großparkplatz für VW werden. Ja ihr habt richtig gelesen. VW-Autos die wegen des Diesel-Skandales keine Zulassung bekommen und auf ihren Abgastest warten müssen, sollen auf dem Gelände des BER geparkt werden. In Wolfsburg hat man für den VW-Schrott, Entschuldigung für die Testkandidaten wohl zu wenig Platz.

Wie war doch einstmals der Werbeslogan von VW? Er läuft und läuft und läuft. Jetzt müsste er wohl eher lauten, er steht und steht und steht und wenn er nicht weggerostet ist, dann steht er halt immer noch.

Bravo Greenpeace das nennt man …

… dann wohl ein Eigentor!

Um mal in der Fußballersprache zu bleiben hat sich Greenpeace heute in Berlin wohl ein klassisches Eigentor geschossen. Gegen 7:30 Uhr begannen Greenpeace-Aktivisten ca. 3000 Liter gelber Farbe auf die Fahrbahnen rund um den großen Stern unterhalb der Siegessäule zu kippen. Die wasserlösliche Farbe wurde von den Autos, Motorrädern, Bussen und Fahrrädern sehr schnell auf die gesamten Fahrbahnen verteilt.

Von oben betrachtet sollte man so den Eindruck einer Sonne bekommen. Das Ganze ist eine Aktion von Greenpeace, um auf erneuerbare Energien aufmerksam zu machen. In Berlin tagt heute die Kohlekommission und Greenpeace möchte den Kohleausstieg forcieren.

Nach Angaben der Polizei ist die Fahrbahn durch die Farbe extrem rutschig geworden und eine Radfahrerin soll gestürzt sein, blieb jedoch zum Glück unverletzt. Autofahrer fahren extrem vorsichtig, denn durch die Farbe wurde der ohnehin extrem gefährliche Große Stern noch gefährlicher zu durchfahren. Auch sind durch die Farbe Fahrbahnmarkierungen unkenntlich. Seit 9:00 Uhr sind nun Reinigungsfahrzeuge der BSR im Einsatz, um die Fahrbahnen zu reinigen. Das kann laut BSR noch einige Stunden dauern. Rund um den Großen Stern stehen nun, wegen der zeitweisen Sperrungen der Fahrbahnen, zwecks Reinigung die Autos im Stau und blasen somit unnötig Abgase in die Luft.

So sehr ich die Umweltorganisation Greenpeace für ihr Engagement schätze, hier hat sie eine bescheuerte Aktion hingelegt. Ohne sich die Folgen, die diese Aktion für Verkehrsteilnehmer haben könnte, zu überdenken, oder was noch viel schlimmer wäre, es war ihnen egal. Zum Glück sind die Verkehrsteilnehmer vorsichtig gefahren und so kam es auf der rutschigen Fahrbahn zumindest nicht zu weiteren Unfällen.

Doch mit dieser Aktion hat sich Greenpeace ein böses Eigentor geschossen. Die Reaktionen auf diese Aktion waren selten so einhellig wie am heutigen Tag. Man spricht überwiegend von einer bescheuerten Tat. Und damit ist es wohl auch treffend beschrieben. Greenpeace wollte mit dieser Aktion die Sonne zeigen. Vielleicht geht ihnen wenigstens ein Licht auf wie dumm die Aktion eigentlich war.

Einen Link zur Aktion könnt ihr HIER einsehen.

Nicht zu glauben …

… jedoch leider wahr!

Die nachfolgenden Fotos habe ich heute in einem Wald innerhalb Berlins gemacht. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man seinen Dreck in den Wald kippen kann. Rund 3 km weiter ist ein BSR-Recyclinghof. Die nehmen einem alles ab. Da war ich auch schon oft.

Wenn ich das sehe so wünsche ich mir, dass solche Typen eine Horte Wildschweine aufscheuchen und deren Hauer in den Allerwertesten bekommen. Leider wird sich dieser Wunsch jedoch nicht erfüllen.

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Veranstaltungshinweis

Für das kommende Wochenende habe ich mal wieder einen Veranstaltungshinweis für Berlin. In Neukölln werden bereits zum zwanzigsten Mal die 48 Stunden Neukölln veranstaltet. Wer also in Berlin wohnt oder gerade zu Besuch ist, der sollte ruhig mal vorbei schauen. Es gibt viele Veranstaltungen rund um die 48 Stunden.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen darf ich nichts weiter verraten, doch wenn sich jemand dazu meldet und noch einige Erläuterungen zu dieser vorgeschlagenen Veranstaltung schreibt, so wäre das natürlich toll. 😀

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Übrigens eines der größten Berliner Hotels ist in der Nähe des Veranstaltungsortes und die Veranstaltung ist von dort sogar zu Fuß zu erreichen.

Ganz hat es nicht gereicht …

… Glückwunsch zur Vizemeisterschaft.

Sie hatten sich tapfer ran gekämpft. Lagen nach 4 Spielen schon mit 3:1 hinten. Viele glaubten im  5. Spiel wird RB München Meister, doch dann glichen die Eisbären in den nächsten beiden Spielen auf 3:3 aus. So musste das letzte Spiel heute in München über die Vergabe des Titels um die deutsche Eishockeymeisterschaft entscheiden. Nun es hat für die Eisbären nicht ganz gereicht. Sie verloren das Spiel mit 6:3. Doch glaube ich, es hat vorher keiner geglaubt, dass die Serie in 7 Spielen entschieden wird. Zu groß schien die Dominanz von RB München.

Herzlichen Glückwunsch zur Vizemeisterschaft an die Eisbären. Und natürlich auch an RB München zur 3. Meisterschaft in Folge.