Gratulation Berliner Senat

Das 9 Euro Ticket war gewiss ein Erfolg und so wird überlegt, dafür ein adäquates Nachfolgemodell zu finden. Alle Bundesländer sind bereit, sich mit dem Bund zu einigen und bis dahin keine Alleingänge zu veranstalten.

Alle? Nein ein etwas größeres Dorf am grünen Strand der Spree prescht nach vorne. Ab dem 1. Oktober soll, befristet bis zum 31. Dezember ein 29 Euro-Ticket für die Tarifzonen A und B gelten. Zum besseren Verständnis, A/B sind Tarifzonen innerhalb der Stadt. Wer nun in der Tarifzone A/B/C mit den Öffentlichen fährt, hat eben Pech gehabt. Die Tarifzone C gilt außerhalb Berlins und wird vorzugsweise von der S-Bahn bedient.

Nun fragt man sich, warum muss Berlin vorpreschen und kann die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern nicht abwarten? Ganz einfach, im gesamten Bundesgebiet liefen die Wahlen zum Deutschen Bundestag ordnungsgemäß ab. Im gesamten Bundesgebiet? Nein ein …, na ihr wisst schon, war nicht fähig eine geordnete Wahl durchzuführen.

Jetzt wird es immer wahrscheinlicher, dass zumindest in einigen Bezirken die Wahl wiederholt werden muss. Da braucht man dann eben ein Leckerli für die Wähler. Nur ob die sich noch an das Leckerli erinnern werden, falls es zur Wahlwiederholung kommt, ist sehr fraglich.

Ob, wie von der Innensenatorin Jarasch (GRÜNE) erhofft, Autofahrer auf die Öffentlichen umsteigen, ist mehr als fraglich. 29 Euro, ist für Besitzer von Monatskarten gewiss eine Erleichterung lockt Autofahrer jedoch, so glaube ich, weit weniger als das 9 Euro Ticket.

Wobei ich gerade heute gelesen hatte, dass es in Berlin bundesweit die wenigsten Autos gibt. Aber das sehen die GRÜNEN wahrscheinlich mal wieder ganz anders. 337 Autos auf 1000 Einwohner sind in Berlin zugelassen. Im Saarland dagegen sind es mit 658 Fahrzeugen pro 1000 Einwohner deutlich mehr.

Das 29 Euro Ticket des Senats von Berlin ist für mich ein rein populistischer Akt und die Frage warum man in Berlin nicht eine Einigung zwischen Bund und Ländern abwarten konnte, sei erlaubt.

Wasserplansche im Plänterwald

Nach einer Umbauzeit von etwas über einem Jahr, wird die Wasserplansche im Plänterwald in dieser Woche, man hat den 28.07. als Eröffnungstermin genannt, für Kinder und ihre Eltern oder Erzieher wieder eröffnet. Auch nach dem Umbau soll der Eintritt frei sein.

Manchmal bin ich einfach doof

Seit Wochen werden in Berlin Autobahnausfahrten blockiert. In einem Beitrag dazu, der gestern in der Berliner Abendschau lief, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, dass es fast immer dieselben Personen sind, die man als Blockierer antrifft. Einige von ihnen waren schon des Öfteren in Polizeigewahrsam.

Nur kam es seit Februar weder zu Anklagen noch zu Strafverfahren. Die Justiz verweist darauf, dass die Polizei noch nachermitteln muss. Und da hört bei mir jedes Verständnis auf. Ich bin kein Jurist und kenne die juristischen Kniffe nicht, jedoch sei die Frage erlaubt, warum die Polizei bei mehrfach erfassten Tätern nachermitteln muss? Hier handelt es sich um Nötigung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, ja wenn man ganz bösartig sein möchte, um Geiselnahme von Personen aus niedrigen Beweggründen. Die Taten stehen mehrfach fest, die Täter oder Täterinnen sind bekannt, warum reicht das zu keiner Anklage?

Vonseiten der GRÜNEN und LINKEN im Senat hört man dazu nur Worthülsen. Die einzige die dazu eine klare Stellung bezieht, ist die Regierende Bürgermeisterin, die der Meinung ist, hier muss es schnell zu Anklagen kommen.

Aber, da bin ich wohl einfach zu doof, um das zu verstehen.

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20220712_1930/streit-um-aktionen-der-letzten-generation.html