Ihr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieser Republik …

… schaut auf diese Stadt.

Sonst müssen die Berlinerinnen und Berliner arbeiten, wenn andere einen freien Tag haben. Heute am 8. Mai ist es mal anders. In Berlin ist heute ein Feiertag und im Rest des Landes nicht.

Und das Wetter hat auch richtige Feiertagslaune, es ist ein wunderschöner Frühlingstag bei sehr angenehmen Temperaturen. Aber tröstet euch, ihr habt es ja auch bald geschafft und dann geht es ab ins Wochenende. Und ein schönes selbiges wünsche ich euch.

Der BER ist fast fertig

Nein das ist kein verspäteter Aprilscherz. Gestern gab der Flughafenchef Herr Lütke Daldrup bekannt, dass die letzte noch fehlende TÜV-Bescheinigung jetzt vorliegt. Allerdings muss die zuständige Bauordnungsbehörde noch zustimmen. Sollte es auch hier keine Bedenken mehr geben, sollte der BER tatsächlich am 30.10.2020, 13 Jahre nach dem ersten Spatenstich, ans Netz gehen.

Im Moment werden an den Flughäfen Berlin-Schönefeld und Berlin-Tegel täglich nicht einmal 1.000 Passagiere abgefertigt. Deshalb rechnet man nach Eröffnung des BER am Anfang mit höchstens 10.000 Fluggästen am Tag. Dann wäre er zumindest nicht gleich überlastet und man kann in Ruhe nach etwaigen Schwachstellen schauen, die sich im täglichen Betrieb sicher noch zeigen werden.

So verliert man Kunden

Bis jetzt habe ich den ganzen Rummel um Covid-19 mit Gelassenheit und Humor verfolgt. Die Toilettenpapierräuber, die Mehl- und Zuckerhamster, die Hefehamster und, und, und. Doch gestern reichte es auch mir.

Ich hatte extra bis zum achten des Monats gewartet um dem ersten Ansturm auf die Geldautomaten zu entgehen. Doch gestern war es nun soweit, ich fuhr zur Bank, wohl wissend, dass man nur Geld abheben kann, ansonsten ist sie geschlossen. Doch mehr wollte ich je nicht. Also Auto eingeparkt, die Tür zur Filiale vorsichtig geöffnet und schon sah ich in ratlose Gesichter.

In dieser Filiale, einer großen deutschen Bank, ich verrate natürlich nicht den Namen, sind drei Geldautomaten. Zwei davon waren besetzt, und als ich mich hinter einer Frau brav anstellte, da ich keine großen Scheine mag und weiß, dass der in der Mitte, kleinere Scheine ausgibt, drehte diese sich um und sagte, ich könne es auch am dritten Automaten versuchen, bei ihr ging er nicht und sie wartet jetzt schon einige Minuten an diesem und es geschieht nichts.

Also ging ich dann doch zum Automaten nebenan, schob die Karte rein und alles lief normal. Den Betrag habe ich eingegeben, die Geheimzahl und dann …, ja dann …, und nach einer Weile immer noch dann …, also nach einer weiteren Weile und dann …, kam die Meldung, aus technischen Gründen ist eine Auszahlung momentan nicht möglich. Und nach weiteren unendlichen Minuten kam die Karte dann auch wieder raus.

Die Frau die mich schon vorher darauf aufmerksam machte, dass da etwas schief läuft, wartete noch immer auf ihre Karte und am ersten Schalter stand eine Frau mit ihrem Rollator, die tatsächlich nur sehr schlecht laufen konnte. Für sie tat es mir besonders leid, dass die Auszahlung nicht möglich war.

Da betrat ein Mann die Bank, dem ich sogleich sagte, er kann sich das reinstecken der Karte schenken, es funktioniert nicht und es dauert ewig, bis die Karte wieder heraus kommt. In diesem Moment betrat ein weiterer Mann die Bank, und hörte wie der, dem ich sagte, dass die Auszahlung nicht geht, sagt, dann fahre ich halt in die Filiale B. Worauf der eben eingetretene erwiderte, er hatte die Situation wohl sehr schnell erkannt, das hat keinen Zweck, da komme er gerade her.

Ich war, das muss ich zugeben, einigermaßen angefressen. Nicht weil ich kein Geld bekam, sondern wegen der Frau, die sehr schlecht laufen konnte. Für sie ist es bestimmt nicht angenehm, wenn sie kein Geld abheben kann. Und bargeldlos kann man, auch im Jahr 2020 in Berlin, nicht überall zahlen. Auch wenn man Filialen wegen Covid-19 vorübergehend schließt, so kann man, als große Bank dafür sorgen, dass die Geldautomaten bedient werden.

Ich sehe dahinter auch den Versuch, die gegenwärtige Lage auszunutzen, um den Kunden die bargeldlose Zahlung aufzudrängen. Damit man mit den lästigen Kunden noch weniger zu tun hat, die Gebühren jedoch nicht nach unten angepasst werden.

Da ich bargeldlose Zahlung nicht mag, werden sie bei mir kein Glück haben..

Was soll das?

Wir haben Frühling. Jetzt brauchen wir keinen Schnee mehr. So sah es gestern am frühen Nachmittag in Berlin aus. Der Schnee blieb zum Glück jedoch nicht liegen.

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Supermond über Berlin

Für 18:49 Uhr war heute ein sogenannter Supermond für Berlin angekündigt. Ein paar Fotos habe ich gemacht. Aber Supermond? Für mich war es ein fast normaler Vollmond.

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Kann man Dummheit messen?

Was in dieser Silvesternacht in Berlin wieder los war, ist einfach zu viel. Polizisten und Feuerwehrleute werden mit Böllern und Steinen beworfen. Hier in Berlin wurde ein selbst gemachter Böller mit Sprengstoff eher durch Zufall von der Polizei entdeckt. Polenböller wurden mit Steinschleudern auf die andere Straßenseite geschossen, mit Schreckschusspistolen wurde selbst auf Kinder gezielt geschossen. Da frage ich mich, ist das noch Silvesterspaß oder sind das bürgerkriegsähnliche Zustände? Und wenn man glaubt, das wäre nicht zu toppen, so seht euch den Bericht der Berliner Abendschau an. Denn BLÖDHEIT scheint immer noch steigerungsfähig zu sein.

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200102_1930/Explosion-Fuggerstrasse.html

 

24. Dezember 1989

Nun ging die Mauer auch für Westberlinerinnen und Westberliner auf. Und wir nutzten die Gelegenheit mal zum Alex (Alexanderplatz) zu schlendern. Am Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße, der in unserer unmittelbaren Nähe war, fragte ich eine Grenzbeamtin, ob ich meine Videokamera deklarieren müsse. Worauf sie antwortete, die Zeiten sind wohl vorbei und uns einfach durchwinkte. Damals nahm ich mir vor, alsbald mal den Fernsehturm zu erforschen, und dabei sollte es auch bleiben. Wir haben dieses Vorhaben bis heute nicht geschafft.

Aber an den Weihnachtsfeiertagen des Jahres 1989 erkundeten wir Ostberlin. Das war für uns absolutes Neuland. Man kannte halb Europa, doch was sich praktisch vor unserer Haustür befand, das war uns fremd.

Unter den Linden begrüßte uns aus dem Westen ein einziges gemaltes Plakat. Auf dem stand, „Westberliner heute ist euer 9. November“. Und überall sah man interessierte und lachende Gesichter. Es war eine herrlich entspannte Atmosphäre damals.

30 Jahre ist das, was ich heute als völlig normal empfinde, schon wieder her. Man mag es kaum glauben. Wenn heute Touristen fragen, wo die Mauer mal stand, so muss ich tatsächlich erst einmal überlegen. Und das ist eigentlich gut so.

Frank Zanders Weihnachtsessen …

… für Obdachlose in Berlin

Heute Abend gibt es im Hotel Estrel in Berlin-Neukölln das mittlerweile 25. Weihnachtsessen für Obdachlose. Als Frank Zander vor 25 Jahren damit begann, wurde er von nicht wenigen belächelt, ja viele hielten es sogar für einen Werbegag.

25 Jahre später ist dieses Essen kurz vor Weihnachten eine feste Institution geworden und viel Prominente machen gerne mit. Sie bedienen die Obdachlosen und jeder Obdachlose bekommt außer der warmen Mahlzeit auch ein kleines Geschenk.

Frank Zander hat auch schon für seine Nachfolge gesorgt, wenn er es mal nicht mehr schaffen sollte, wird sein Sohn Markus, der im heute schon zur Seite steht, das Festessen übernehmen.

Ich finde das Engagement von Frank Zander und seinen Helfern einfach klasse. Und mittlerweile gibt es in vielen deutschen Städten bereits ebenfalls solche Essen. Denn in der Weihnachtszeit und nicht nur da, sollte man auch an die denken, denen es nicht so gut geht.

Und wenn er dann seine Hymne anstimmt, dann singt an diesem Abend nicht die Ostkurve im Olympiastadion, sondern singen die Gäste im Saal lautstark

Und leider stimmt es ja dann auch irgendwie.

Klasse Frank, ich hoffe, Du kannst das noch einige Jahre stemmen.

Mengxiang („Ersehnter Traum“) und Mengyuan („Erfüllter Traum“) …

… lassen bitten.

Nun ist es endlich geliftet, das Geheimnis um das Geschlecht der beiden Pandas im Berliner Zoo. Und ihre Namen wurden nach alter chinesischen Tradition nach 100 Tagen bekannt gegeben. Eigentlich nach 101 Tagen, denn die 100 Tage waren gestern um. Doch wer möchte den Regierenden Bürgermeister und den chinesischen Botschafter in seiner Sonntagsruhe stören? Also verlegte man die Show und das war sie, kurzerhand auf den Montag und beide kamen um das Geheimnis um die Pandas zu lüften.

Es sind also zwei Jungs und sie heißen Mengxiang („Ersehnter Traum“) und Mengyuan („Erfüllter Traum“). Nun wissen wir es und viele Berlinerinnen und Berliner können nun wieder ruhig schlafen, hoffe ich.

Aber süß sind sie trotzdem. Ob sie überhaupt Lust auf den Nikolaus hatten? Höchstens wenn er etwas Leckeres brachte.