Kennzeichen für Fahrräder?

Die Polizeipräsidentin von Berlin brachte, laut einem Bericht des Tagesspiegels, eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder ins Gespräch.

Das ist ein durchaus diskutabler Gedanke. Denn die Radfahrenden auf den Bürgersteigen werden von Woche zu Woche aggressiver und uneinsichtiger. Ja sie fühlen sich im Recht und erwarten von Fußgängern, dass diese ihnen umgehend Platz machen.

Ein besonderes Ärgernis, so finde ich, sind die gemeinsamen Fuß- und Radwege. Wer sich das ausdachte, den oder die würde ich gerne mal 3 Stunden auf solch einem gemeinsamen Weg spazieren gehen lassen. Dann würde der Entschluss eventuell nochmals überdacht werden.

Jedoch finde ich, dass eine Kennzeichenpflicht bei Fahrrädern auch mit einer Haftpflichtversicherung einhergehen muss.

Der Idee der Polizeipräsidentin von Berlin stehe ich sehr aufgeschlossen gegenüber. Jedoch wird sie nicht vom Volke gewählt. Eine Kennzeichenpflicht müsste vom Gesetzgeber durchgesetzt werden und diese werden vom Volk gewählt. Und schon daher wird etwas nicht geschehen? Nun ratet mal schön selbst. 😀

Was lange währt …

… in 15 Tagen ist es soweit!

Man mag es kaum glauben und in Berlin ist man noch immer skeptisch, doch in 15 Tagen, also am 31. Oktober 2020, geht der Flughafen in Schönefeld ans Netz.

Der Umzug ist, von fast allen unbemerkt, in vollem Gange und viel Gerät wurde bereits von Tegel nach Schönefeld verfrachtet. Der allerletzte Test verlief zur vollen Zufriedenheit und so scheint der Eröffnung tatsächlich nichts mehr im Wege zu stehen.

So werden am 31. Oktober morgens die Maschinen in Tegel starten und bei ihrer Rückkehr nach Berlin in Schönefeld landen. Die erste planmäßige Maschine soll dann am 1. November vom Flughafen BER aus starten und dann ist der Betrieb endgültig aufgenommen.

Geplant ist, dass dann am 8. November so gegen 15:00 Uhr die letzte Maschine, eine Air France, von Tegel abhebt um nach Paris zu fliegen. Die Air France war es auch die den Flughafen Berlin-Tegel als erste Fluglinie anflog. So schließt sich also ein Kreis. Und mit dem Flug der Air France nach Paris ist dann auch der Flughafen Berlin-Tegel geschlossen.

Allerdings muss er noch für ½ Jahr einsatzbereit sein um eventuelle Pannen des BER auszugleichen. Aber wer glaubt schon an Pannen des BER, wo doch bisher alles so pannenfrei abgelaufen ist.

Übrigens benötigt der BER schon mal gleich 500 Millionen Euro, um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten. Sonst wäre man wohl pleite. Den Steuerzahler wird es freuen. Da passt es doch, dass die Eröffnung mit Halloween zusammentrifft, oder?

Na, wenn das kein gelungener Start wird …

Alle Räder stehen still

Seit heute Morgen um 3 Uhr gibt es erneut einen Warnstreik der BVG. Er betrifft wieder U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen und wird am Sonnabend, morgens um 3:00 Uhr, beendet sein.

Nicht von dem Streik betroffen ist die S-Bahn. Sie fährt, wenn auch mit Problemen nach dem Anschlag von vor ein paar Tagen. Dessen Schäden noch immer nicht vollständig bereinigt sind. Auf der Ringbahn muss man deshalb auch weiterhin mit Beschränkungen und einem teilweise Ersatzverkehr rechnen.

Das ist traurig …

… jedoch kaum zu ändern.

Lange hatte Frank Zander darum gekämpft auch in diesem Jahr, wie in über 20 Jahren vorher, das Weihnachtsfest für Obdachlose durchzuführen. Doch nun musste er schweren Herzens sein Vorhaben aufgeben.

Eine Durchführung ist einfach nicht möglich und würde zu große Risiken bedeuten. Die zahlreichen Auflagen, die solch eine Veranstaltung mit sich bringen würde, sind kaum durchführbar, so Frank Zander. Rund 3000 Obdachlose wurden Jahr für Jahr von Frank Zander und seinen Helferinnen und Helfern empfangen und bewirtet. Für viele Obdachlose war es das Highlight in dieser doch eher kalten Jahreszeit.

Schade für die Menschen, die sich schon jetzt auf diesen Abend freuten. Dass es in diesem Umfang einfach nicht durchführbar ist, wird sie kaum trösten.

EILMELDUNG! EILMELDUNG!

Ab morgen früh um 3:00 Uhr bis morgen Mittag 12:00 Uhr gibt es in Berlin einen Warnstreik von der BVG. Dann werden in dieser Zeit wahrscheinlich kaum Busse, Straßen- und U-Bahnen fahren.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu diesem Warnstreik aufgerufen, da die Tarifverhandlungen stocken und damit Druck auf die Arbeitgeberseite aufgebaut werden soll.

Da kann es morgen besonders im Berufsverkehr arg eng werden. Für viele Glück im Unglück, das „Schmuddelwetter“ der vergangenen Tage ist weiter gezogen und morgen soll die Sonne scheinen.

Mal ein Test

Als ich vor zwei Wochen auf den neuen TÜV unseres Autos wartete, schlenderte ich durch die Gegend und fand mich unter einem Zubringer der Stadtautobahn wieder. Na ja, ich bin schon zielstrebig dorthin um einige Aufnahmen zu machen.

Damit kann ich jetzt gleich den neuen Editor von WP testen. Den ich, nach ersten Eindrücken etwas gewöhnungsbedürftig finde. Um es zurückhaltend zu formulieren.

Passt nicht – abknallen!

Vor einigen Tagen hatte ich ein „kriminelles“ Wildschwein hier im Blog beschrieben. Es hatte ganz keck einem Badegast am Teufelssee eine Tüte geklaut, dessen Inhalt nichts Essbares, jedoch einen Laptop beinhaltete.

Nachdem das Wildschwein aus der Verfolgung des Inhabers des Laptops nichts gelernt hat und weiterhin dreist auf Diebestour geht, kommt die Reaktion, die in solchen Fällen leider fast immer kommt. Das Wildschwein oder die Wildschweine werden zum Abschuss freigegeben.

Dass den Bewohnern des Waldes oftmals kaum noch etwas anderes übrig bleibt als sich nach geeignetem Fressen für sich und seine Nachkommen umzusehen, wird dabei völlig ignoriert. Denn nicht die Wildschweine dringen in „unsere“ Reviere ein, sondern wir.

Der Platz und damit die Ernährungsmöglichkeiten für Wildtiere wird von Jahr zu Jahr geringer. Wenn wundert es, dass sie in die Wohngebiete kommen, um nach Futter zu suchen. Wobei der Teufelssee nun tatsächlich nicht weit von bewohntem Gebiet weg ist.

Unserer Expansionswut haben Tiere nichts entgegenzusetzen. Nur sollten wir schlau genug sein, um zu erkennen, dass nicht die Tiere das Problem sind, sondern der Mensch. Wir sind doch so intelligent. Oder etwa doch nicht?

 

Wildschweinjagd am Teufelssee

Das hat ein Wildschwein sich so gedacht. Auf Diebestour am Strand, das ist durchaus nichts außergewöhnliches, schnappte es sich eine gelbe Tüte. Doch diese Tüte enthielt nichts essbares, sondern einen Laptop. Der nackte Mann, dem der Laptop gehört, nahm die Verfolgung des Wildschweines auf und konnte so seinen Laptop retten.

Die ganze Story könnt ihr HIER lesen. Sie war gestern in Berlin in aller Munde und sorgte für viel Heiterkeit.

Gestern war es soweit …

Unser Auto musste zu seinem ersten TÜV. Da ich wenig Lust hatte mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren um das Auto am nächsten Tag, wieder indem ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, abzuholen, hatte ich den Chef der Werkstatt gebeten, ob ich nicht darauf warten könne. Und damit war er auch einverstanden.

Da es einige Zeit dauerte, bis der Wagen abgenommen wurde, latschte ich eben mal etwas durch die Gegend. Da musste ich feststellen, dass es in dieser Stadt skrupellose Dreckschweine gibt. Sie sind zu faul ihren Müll dahin zu bringen, wo er hingehört. Nein er wird einfach irgendwo hingeknallt. Oder Glasflaschen vor Glascontainern zertrümmert. Mich würde es interessieren, was in solchen Hirnen vorgeht.

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Moment mal: Unsoziale Vorschläge

Die GRÜNEN im Senat von Berlin haben mal wieder eine Idee und ich muss es leider so schreiben, die gehen mir langsam gehörig auf die Nerven. Denn ich schreibe es mal ganz ohne Beschönigung, ihre Ideen sind meist von einer ausgeprägten unsozialen Note und werden, wie man im Bericht sehen kann mit einer Arroganz vorgetragen.

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200611_1930/regierungskoalition-prueft-oepnv-flatrate.html

Sie möchten gemeinsam mit den LINKEN, die diese Idee wohl unterstützen, für Berlin ein Bürger*innen Ticket einführen. Das wäre ja noch eine Anregung, worüber man diskutieren könnte. Jedoch soll es sich dabei um ein Zwangsticket handeln. Soll heißen jede Berlinerin, jeder Berliner muss, ob er möchte oder nicht solch ein Ticket kaufen. Ob man nun 1.800 oder 8.000 Euro brutto im Monat zur Verfügung hat. Dafür kann man dann die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt umsonst benutzen. Das Ticket soll 570,00 Euro im Jahr kosten.

Alternativ ist ein Ticket, das 285.00 Euro im Jahr kosten soll im Gespräch. Dann müsste man für den öffentlichen Nahverkehr die Hälfte des jetzigen Preises bezahlen. Auch hier handelt es sich um eine Zwangsmaßnahme.

Über die Idee der ÖPNV Taxe, die im Bericht angeschnitten wird, schreibe ich jetzt nichts weiter.

Mittlerweile hat der Regierende Bürgermeister M. Müller diesem Plan quasi eine Absage erteilt. Er ist für ein 365.00 Euro Jahres-Ticket auf freiwilliger Basis.

Die GRÜNEN und ihre Verkehrssenatorin sind mittlerweile hinlänglich dafür bekannt, stets den dritten vor dem ersten Schritt zu machen. Sie setzen auf eine möglichst autofreie Stadt. Sie möchten, dass die meisten auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und ihr Auto stehen lassen. Dabei ist der ÖPNV ohnehin schon stark überlastet.

Dieser muss erst einmal ausgebaut und die Taktzeiten verkürzt werden, um ihn auch nur annähernd attraktiv zu machen. Das scheinen die GRÜNEN jedoch nicht zu begreifen.

Es ist völlig richtig, dass man verkehrspolitisch neue Wege gehen muss. Jedoch sollte das mit Überlegung geschehen. Und hier bin ich bei der bisherigen Politik, wenn man das so nennen möchte, der Verkehrssenatorin eher skeptisch. Ein Beispiel hierfür sind die hektisch gezimmerten Pop-up-Radwege, die man, während der Covid-19 Debatten errichtet hat.

Ich werde den GRÜNEN was husten. Nein lieber nicht. Husten ist in diesen Wochen eher etwas verdächtiges und ehe man weiß was los ist, hängt man an einem Beatmungsgerät. Aber dann bekäme ich wenigstens keine Schnappatmung bei solchen Vorschlägen.