Gestern in einer Berliner Apotheke

Vor einigen Tagen hatte ich in einer anderen Apotheke ein Zehnerpaket der FFP2 Masken erhalten. Da man diese wohl bald für seinen Einkauf verwenden muss, und man sie nicht allzu oft verwenden sollte, dachte ich mir heute, hole doch noch ein Zehnerpack oder besser noch, falls es sie in noch größerer Stückzahl abgepackt gibt, dann nehme diese.

Da wir heute ohnehin einkaufen waren, ging ich also ohne großes Nachdenken in die dortige Apotheke und fragte nach den Packungsgrößen von FFP2 Masken und was sie kosten. Der Apotheker sah mich an, als ob ich von einem anderen Planeten kommen würde.

Auf meine Frage ob ich mich undeutlich ausdrückte, entgegnete er mir, er könne mir 2 Masken verkaufen. Da schaute ich dann wohl etwas wirr durch die Gegend und erwiderte, dass ich nach FFP2 Masken in größerer Anzahl, als abgepackt fragte.

Worauf er mich fragte, ob ich einen Berechtigungsschein bekommen hätte. Darauf erwiderte ich, ich möchte sie nicht umsonst, sondern ich möchte sie kaufen. Und etwas genervter schon, ob das so schwierig sei.

Worauf er mir wieder sagte, er könne mir zwei verkaufen, jedoch auf meine Frage, ob das eine neue Anordnung sei, gab er mir keine Antwort.

Ich sah ein, dass mich das Gespräch nicht weiter brachte, und ging meiner Wege.

Nun werde ich heute nochmals in „meiner“ Apotheke nachfragen ob sie mir nochmals ein oder zwei Zehnerpakete verkaufen. Ich bin gespannt. Denn mit 10 FFP2 Masken kommen wir nicht weit, wenn wir zusammen einkaufen gehen.

Der Kranich ist gelandet

Als der jetzige Flughafenchef Lütke Daldrup am BER sein Amt übernahm, dachte ich, er ist ein weiterer Vorsitzender der Geschäftsführung, der ein paar Monate im Amt sein wird um irgendwann genauso ab zu tanken wie viele seiner Vorgänger. Also ein weiterer Kostenfaktor für die unendliche Geschichte des Flughafens.

Vor ein paar Monaten jedoch traute man seinen Ohren nicht, als er verkündete, dass der Flughafen am 31. Oktober 2020 ans Netz geht. Obwohl man schon merkte, dass da einer endlich strukturiert ans Werk geht.

Und als vor einigen Wochen der TÜV die letzten Prüfungen zufrieden abschloss, war klar, der BER wird tatsächlich eröffnet. Und zwar zu dem angegebenen Termin.

Damit sind die Probleme jedoch nicht alle beseitigt. Denn er ist seit gestern offiziell in Betrieb und auf Jahre hinaus total verschuldet. Der Steuerzahler muss weiterhin jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in den Flughafen pumpen, sonst ist er sofort pleite.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung hat dafür gesorgt die Schlampereien zu beseitigen, die jahrelang verschludert wurden. Sein Verdienst ist es, dass der Flughafen 8 ½ Jahre nach seiner eigentlichen Eröffnung ans Netz geht. Er war auch dankenswerterweise dafür, dass es keine große Feier gab. Nur im Moment ist der Flughafen für sein Passagieraufkommen ein paar Nummern zu groß. Doch dafür kann niemand etwas. Durch die Spaßbremse aus China ist der Flugverkehr mächtig eingebrochen.

Vorgestern nun landete der erste Kranich (Lufthansa) auf dem Flughafen BER und eine Maschine der Chartergesellschaft Easy Jet.

Kennzeichen für Fahrräder?

Die Polizeipräsidentin von Berlin brachte, laut einem Bericht des Tagesspiegels, eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder ins Gespräch.

Das ist ein durchaus diskutabler Gedanke. Denn die Radfahrenden auf den Bürgersteigen werden von Woche zu Woche aggressiver und uneinsichtiger. Ja sie fühlen sich im Recht und erwarten von Fußgängern, dass diese ihnen umgehend Platz machen.

Ein besonderes Ärgernis, so finde ich, sind die gemeinsamen Fuß- und Radwege. Wer sich das ausdachte, den oder die würde ich gerne mal 3 Stunden auf solch einem gemeinsamen Weg spazieren gehen lassen. Dann würde der Entschluss eventuell nochmals überdacht werden.

Jedoch finde ich, dass eine Kennzeichenpflicht bei Fahrrädern auch mit einer Haftpflichtversicherung einhergehen muss.

Der Idee der Polizeipräsidentin von Berlin stehe ich sehr aufgeschlossen gegenüber. Jedoch wird sie nicht vom Volke gewählt. Eine Kennzeichenpflicht müsste vom Gesetzgeber durchgesetzt werden und diese werden vom Volk gewählt. Und schon daher wird etwas nicht geschehen? Nun ratet mal schön selbst. 😀

Was lange währt …

… in 15 Tagen ist es soweit!

Man mag es kaum glauben und in Berlin ist man noch immer skeptisch, doch in 15 Tagen, also am 31. Oktober 2020, geht der Flughafen in Schönefeld ans Netz.

Der Umzug ist, von fast allen unbemerkt, in vollem Gange und viel Gerät wurde bereits von Tegel nach Schönefeld verfrachtet. Der allerletzte Test verlief zur vollen Zufriedenheit und so scheint der Eröffnung tatsächlich nichts mehr im Wege zu stehen.

So werden am 31. Oktober morgens die Maschinen in Tegel starten und bei ihrer Rückkehr nach Berlin in Schönefeld landen. Die erste planmäßige Maschine soll dann am 1. November vom Flughafen BER aus starten und dann ist der Betrieb endgültig aufgenommen.

Geplant ist, dass dann am 8. November so gegen 15:00 Uhr die letzte Maschine, eine Air France, von Tegel abhebt um nach Paris zu fliegen. Die Air France war es auch die den Flughafen Berlin-Tegel als erste Fluglinie anflog. So schließt sich also ein Kreis. Und mit dem Flug der Air France nach Paris ist dann auch der Flughafen Berlin-Tegel geschlossen.

Allerdings muss er noch für ½ Jahr einsatzbereit sein um eventuelle Pannen des BER auszugleichen. Aber wer glaubt schon an Pannen des BER, wo doch bisher alles so pannenfrei abgelaufen ist.

Übrigens benötigt der BER schon mal gleich 500 Millionen Euro, um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten. Sonst wäre man wohl pleite. Den Steuerzahler wird es freuen. Da passt es doch, dass die Eröffnung mit Halloween zusammentrifft, oder?

Na, wenn das kein gelungener Start wird …

Alle Räder stehen still

Seit heute Morgen um 3 Uhr gibt es erneut einen Warnstreik der BVG. Er betrifft wieder U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen und wird am Sonnabend, morgens um 3:00 Uhr, beendet sein.

Nicht von dem Streik betroffen ist die S-Bahn. Sie fährt, wenn auch mit Problemen nach dem Anschlag von vor ein paar Tagen. Dessen Schäden noch immer nicht vollständig bereinigt sind. Auf der Ringbahn muss man deshalb auch weiterhin mit Beschränkungen und einem teilweise Ersatzverkehr rechnen.

Das ist traurig …

… jedoch kaum zu ändern.

Lange hatte Frank Zander darum gekämpft auch in diesem Jahr, wie in über 20 Jahren vorher, das Weihnachtsfest für Obdachlose durchzuführen. Doch nun musste er schweren Herzens sein Vorhaben aufgeben.

Eine Durchführung ist einfach nicht möglich und würde zu große Risiken bedeuten. Die zahlreichen Auflagen, die solch eine Veranstaltung mit sich bringen würde, sind kaum durchführbar, so Frank Zander. Rund 3000 Obdachlose wurden Jahr für Jahr von Frank Zander und seinen Helferinnen und Helfern empfangen und bewirtet. Für viele Obdachlose war es das Highlight in dieser doch eher kalten Jahreszeit.

Schade für die Menschen, die sich schon jetzt auf diesen Abend freuten. Dass es in diesem Umfang einfach nicht durchführbar ist, wird sie kaum trösten.

EILMELDUNG! EILMELDUNG!

Ab morgen früh um 3:00 Uhr bis morgen Mittag 12:00 Uhr gibt es in Berlin einen Warnstreik von der BVG. Dann werden in dieser Zeit wahrscheinlich kaum Busse, Straßen- und U-Bahnen fahren.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu diesem Warnstreik aufgerufen, da die Tarifverhandlungen stocken und damit Druck auf die Arbeitgeberseite aufgebaut werden soll.

Da kann es morgen besonders im Berufsverkehr arg eng werden. Für viele Glück im Unglück, das „Schmuddelwetter“ der vergangenen Tage ist weiter gezogen und morgen soll die Sonne scheinen.

Mal ein Test

Als ich vor zwei Wochen auf den neuen TÜV unseres Autos wartete, schlenderte ich durch die Gegend und fand mich unter einem Zubringer der Stadtautobahn wieder. Na ja, ich bin schon zielstrebig dorthin um einige Aufnahmen zu machen.

Damit kann ich jetzt gleich den neuen Editor von WP testen. Den ich, nach ersten Eindrücken etwas gewöhnungsbedürftig finde. Um es zurückhaltend zu formulieren.

Passt nicht – abknallen!

Vor einigen Tagen hatte ich ein „kriminelles“ Wildschwein hier im Blog beschrieben. Es hatte ganz keck einem Badegast am Teufelssee eine Tüte geklaut, dessen Inhalt nichts Essbares, jedoch einen Laptop beinhaltete.

Nachdem das Wildschwein aus der Verfolgung des Inhabers des Laptops nichts gelernt hat und weiterhin dreist auf Diebestour geht, kommt die Reaktion, die in solchen Fällen leider fast immer kommt. Das Wildschwein oder die Wildschweine werden zum Abschuss freigegeben.

Dass den Bewohnern des Waldes oftmals kaum noch etwas anderes übrig bleibt als sich nach geeignetem Fressen für sich und seine Nachkommen umzusehen, wird dabei völlig ignoriert. Denn nicht die Wildschweine dringen in „unsere“ Reviere ein, sondern wir.

Der Platz und damit die Ernährungsmöglichkeiten für Wildtiere wird von Jahr zu Jahr geringer. Wenn wundert es, dass sie in die Wohngebiete kommen, um nach Futter zu suchen. Wobei der Teufelssee nun tatsächlich nicht weit von bewohntem Gebiet weg ist.

Unserer Expansionswut haben Tiere nichts entgegenzusetzen. Nur sollten wir schlau genug sein, um zu erkennen, dass nicht die Tiere das Problem sind, sondern der Mensch. Wir sind doch so intelligent. Oder etwa doch nicht?