Es geschah in Berlin …

… war eine Sendereihe des damaligen RIAS Berlin.

OhrensesselDie Serie lief im wöchentlichen Wechsel mit „Damals war’s, Geschichten aus dem alten Berlin“. Als ich Ende der 60er Jahre nach Berlin kam, war das mein Montagabendprogramm. Ab 20:05 Uhr kamen die „Schlager der Woche“. Ich glaube, der damalige Moderator war Lord Knud und von 21:30 – 22:00 Uhr liefen dann die Hörspiele. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten machte ich es mir in einem richtig gemütlichen alten Ohrensessel am Ofen, das war so ein großer Kachelofen, gemütlich. Der Sessel war saugemütlich wie überhaupt das ganze Zimmer, das ich damals gemietet hatte. Manchmal musste ich aufpassen, damit ich nicht einschlafe. Aber dies nur als Marginalie, zurück zum Thema. „Es geschah in Berlin“ wurde nach waren Kriminalfällen erstellt und war in den 60er und 70er Jahren ein großer Erfolg für RIAS Berlin.

Nachdem ich im November 2015 schon einen Post über die „Geschichten aus dem alten Berlin“ verfasste und einen Link zu einer Seite einarbeitete, auf der man sich diese alten Geschichten anhören kann, habe ich nun eine Seite entdeckt, auf der man einige dieser Kriminalhörspiele anhören kann. Es ist zwar nur ein kleiner Teil der insgesamt 499 ausgestrahlten Folgen, aber vielleicht hat ja doch jemand Interesse sich mal einige Folgen anzuhören.

Natürlich wirken sie einem geradezu brav, im Vergleich zu den heutigen Fällen. Aber damals fand man es spannend und interessant.

So nun habe ich genug darüber geschrieben, HIER ist der Link zu „ Es geschah in Berlin“.

Abgaswerte von Berlin

In Zusammenarbeit von RBB und Technischer Universität gab es in Berlin Messungen der Stickoxid-Belastung. Mit einem überraschenden Ergebnis. Das Lied „Das ist die Berliner Luft“ sollte man lieber nur noch ganz leise anstimmen. An 73 Standorten wurden Werte gemessen die über dem Grenzwert von 40 μg/m³ liegen. An einigen Messpunkten liegen die Werte dazu sehr deutlich über dem Grenzwert.

Wer wissen möchte, wie es in seiner Gegend um die Belastung bestellt ist, kann sich das HIER anschauen.

Insgesamt kann man wohl absehen, dass der Senat diese Messungen kaum noch ignorieren kann. Es drohen somit Fahrverbote, wenn ein Grundsatzurteil vorliegt, das für Februar erwartet wird, auch in Berlin.

Mal schauen, was dem Herren Dobrindt dazu einfällt. Noch ist er ja zuständig, auch wenn er sich anderweitig profilieren möchte.

Wandgemälde

Einige Aufnahmen habe ich noch. Hier ist wieder eine kleine Auswahl. Leider hat sich durch die Sonneneinstrahlung oben jeweils etwas Schatten gebildet.

WandgWandg1Wandg2

 

 

Elvis im Zentrum Schöneweide

Vom 22.10.2017 – 11.11.2017 zeigt das Zentrum Schöneweide eine Elvis-Ausstellung. Gezeigt werden einige persönliche Sachen von Elvis und viele Fotos. Natürlich musste ich mir das anschauen und war besonders, obwohl ich das eigentlich nicht mag, von einem Sänger angetan, der große Elvis-Hits sehr gekonnt nachgesungen hat. Er ist wirklich gut. Und er brachte mit den Songs von Elvis richtig Stimmung in die Bude. Das nicht nur bei der Generation, die altersmäßig eher der Elvis-Generation angehört, sondern und das überraschte mich dann doch, auch bei jungen Menschen.

Wer also ohnehin einen Bummel in nächster Zeit vorgesehen hat, der sollte mal im Zentrum Schöneweide vorbeischauen.

Für die teilweise schlechte Qualität der Fotos möchte ich mich entschuldigen. Vieles war natürlich in Vitrinen untergebracht und die Beleuchtung im Zentrum tat ein übriges dazu.

ElvisElvis1Elvis2Elvis3Elvis4Elvis5Elvis10Elvis6Elvis7

Elvis11

Elvis8Elvis9

 

Berlin nun freue Dich!

Das war der Ausspruch des damaligen Regierenden Bürgermeisters Walter Momper zum Fall der Mauer im Jahr 1989. Und die Freude war damals natürlich überall zu spüren. Endlich war dieser schier undurchdringliche Wall zerbröckelt unter den Hammerschlägen der Mauerspechte, wie man sie damals nannte.

Und nun? Wie sollte man heute sagen? Deutschland nun freue dich? Ich kann nur von meinen Erfahrungen, Beobachtungen und Gesprächen ausgehen und da ergibt sich ein eher etwas gespaltenes Bild. Es ist viel passiert in den letzten Jahrzehnten. Wer kurz nach dem Mauerfall in der DDR unterwegs war, wie ich z. B., der konnte die Sprüche des damaligen Finanzministers Waigel und seines Bundeskanzler Kohl, dass die Wiedervereinigung aus der Portokasse bezahlt wird, kaum nachvollziehen. Ich fühlte mich, wenn ich durch ostdeutsche Dörfer kam in meine Kindheit der 50er Jahre versetzt. Da hat sich unglaublich viel getan. Die Infrastruktur ist, so würde ich meinen, hervorragend hergestellt und viele Städte und Dörfer sind kaum wieder zu erkennen.

Das würde ja dafür sprechen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger wohlfühlen müssten. Doch ist es tatsächlich so? Oft hört man, dass man sie nicht mitgenommen hat in die „neue Zeit“. Sie fühlen sich abgehängt und oftmals als Bürger zweiter Klasse. Sie sagen, die Westler haben überhaupt kein Interesse an ihren Nöten und Sorgen. Sie wurden in ein System gezwängt, das sie nicht kannten und eigentlich noch immer nicht so recht durchschauen. Viele ihrer Arbeitsplätze gingen verloren und eigentlich auch ihre Identität. Was nutzen die vollen Regale, wenn man sich vieles kaum leisten kann.

Im Westen werden die Bürgerinnen und Bürger der östlichen Bundesländer oftmals als Schmarotzer angesehen die außer die AfD zu wählen nichts auf die Reihe bekommen und undankbar sind. Man steckt ihnen alles in den Rachen und die Solidarabgabe (Solidaritätszuschlag) habe ihnen doch lange genug geholfen. Vergessen dabei jedoch allzu gerne, dass diese Abgabe auch im Osten verlangt wird.

Nicht ganz so krass ist es allerdings in Berlin. Auch hier merkt man zwar noch gewisse Unterschiede, jedoch verschwimmen sie mehr und mehr. Ich kann mich gut erinnern, dass man in den Jahren nach dem Mauerfall noch immer schaute wo die Mauer einmal war. Heute interessiert das, zumindest mich und die die ich kenne keinen mehr. Sie ist weg und das ist gut so. Die Menschen der Stadt beginnen sich als Bürgerinnen und Bürger einer Stadt zu fühlen, auch wenn es in den Wahlergebnissen nicht so aussehen mag.

Zwischen Jugendlichen gibt es, soweit ich das beurteilen kann, kaum noch diesen Ost/Westgedanken. Wie denn auch sie haben es ja nicht erlebt. Sie können sich wahrscheinlich kaum vorstellen was eine Mauer mitten durch die Stadt und das gesamte Land eigentlich bedeutet hat.

Die Mauern in den Köpfen der Älteren werden langsam auch niedriger, ganz verschwinden werden sie wohl nicht mehr. So kann man nur hoffen, dass man trotz aller Widrigkeiten, die es gibt und die gibt es, zusammenwächst was zusammen gehört, wie es der Architekt der deutschen Einheit Willy Brandt so treffend formulierte. Der Weg dorthin ist noch weit, sollte aber zu schaffen sein.

Wie sagte ein italienischer Journalist vor einigen Jahren am 3. Oktober, „ihr Deutschen seid ein komisches Volk. Italiener würden jedes Jahr ein knalliges Fest am Tag der Einheit feiern. Ihr aber mosert lieber herum, was alles noch nicht passt“.

Vielleicht wird man es auch bei uns eines Tages begreifen, was uns in den Tagen und Wochen im Jahre 1989 geschenkt wurde. Nicht wenige haben es, so glaube ich, jetzt schon begriffen. Beim Rest sollte man die Hoffnung nicht aufgeben.

Na dann, Berlin nun freue Dich, wir sind auferstanden aus Ruinen um in Einigkeit und Recht und Freiheit friedlich zusammen zu leben. Macht‘s gut Nachbarn, wie ein ehemaliger Abendschaumoderator immer zu sagen pflegte.