Moment mal: Sicherungsverwahrung und Freigänger?

Als ich das vor einigen Tagen im Radio hörte, glaubte ich, mich verhört zu haben. In Berlin ist ein Häftling, der nach verbüßter Strafe in eine Sicherungsverwahrung kam, nach einem Freigang nicht zurückgekehrt.

Bisher glaubte ich, wenn eine Sicherungsverwahrung nach der Haftstrafe angeordnet wird, so muss von diesem Täter eine besondere Gefahr ausgehen. Wäre ja irgendwie logisch, denn sonst könnte er nach verbüßter Haftstrafe die Haftanstalt als freier Mann verlassen. Doch auch in der Sicherungsverwahrung gibt es Unterschiede. Das Bundesverfassungsgericht hatte in einem Grundsatzurteil verlangt, dass auch in der Sicherungsverwahrung den Tätern die Möglichkeit zu einer geregelten Rückkehr in den Alltag ermöglich werden muss. Soll heißen, auch Menschen die, so die Meinung der Experten, eine Gefahr für Bürgerinnen und Bürger darstellen, müssen unter bestimmten Voraussetzungen Freigang bekommen. Meist werden ihnen zwei „Aufpasser“ zur Seite gestellt.

https://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Gefangener-kehrt-nicht-in-Sicherungsverw/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=60917716

Bei dem getürmten Freigänger war das nicht der Fall. Er durfte, obwohl er in Sicherungsverwahrung war, ohne Freigänger gehen und türmte. Mittlerweile wurde er allerdings wieder festgenommen.

Doch ist es manchmal schwierig Justitia zu verstehen. Entweder ist jemand ein Sicherheitsrisiko, dann verstehe ich nicht, wie er Freigänger sein kann, oder er ist es nicht mehr, dann gehört er nicht in die Sicherungsverwahrung.

 

In Berlin wird gestreikt!

Am heutigen Mittwoch werden Kitas, Bürgerämter und Schulen bestreikt. Bei der Polizei und der Feuerwehr wird gestreikt, soweit es keine Beamten sind usw. Zumindest scheint es ein Tag für Falschparker zu werden. 😀

Am Freitag wird dann ein achtstündiger Warnstreik der BVG –Bediensteten für einige Staus sorgen. Das gibt erhebliche Probleme bei der U-Bahn, den Bussen und Straßenbahnen. Doch es ist schönes Wetter angekündigt, so kann man das doch eher gelassen sehen.

Könnte man, doch schon jetzt wird kräftig gemosert. Verschiedentlich kein Verständnis für die Streiks kundgetan und das wird sich morgen und am Freitag mit Sicherheit steigern.

Mensch Leute, seid doch einfach mal etwas kreativ. Früher haben wir uns bei einem BVG-Streik einen roten Punkt ins Auto geklebt. Der bedeutete, dass man gerne jemanden einsteigen lässt, soweit er ein ähnliches Fahrziel hat. Man kann ja eventuell sogar einen Zettel vorne hinlegen, worauf steht wohin man fährt.

Mir ist es unbegreiflich, wie unbeweglich man bei Streiks geworden ist. Das Streikrecht ist ein hohes Gut unserer Demokratie und ich kann das Meckern über Streikende einfach nicht verstehen. Andere möchten doch auch mehr Gehalt und wenn die Arbeitgeber sich querstellen, so bleibt den Arbeitnehmern und Angestellten eben nur der Streik.

Also alles mal etwas lockerer sehen und wie oben beschrieben, vielleicht einfach mal kreativ werden. Man nennt das Solidarität. Ich weiß, das ist in unserer Gesellschaft schon fast ein Unwort geworden.

Mülltrennung leicht gemacht

Letzte Woche brachte ich mal wieder den Müll nach unten. Natürlich fein getrennt. Also für die gelbe Tonne, den Hausmüll und Papier und Pappe. Die Mülltonnen für den Hausmüll standen abholbereit am Straßenrand und der Mitarbeiter der die Müllräume auf- und abschließt und die Mülltonnen abholbereit für die Müllmänner bereitstellt, kam mir entgegen.

Er sah mich mit meinen Mülltüten und öffnete mir die Hausmülltonne mit den Worten, „schmeiße alles gleich hier hinein“. Ich zögerte und gab zu bedenken, dass ich ja noch andere Tonnen ansteuern müsste. Worauf er mir sagte, das ist auch schon egal. Die holen die gelben Tonnen ja ohnehin kaum ab. Da hatte er allerdings recht, die werden tatsächlich sehr unregelmäßig abgeholt, also sind sie eh voll. Und das Papier fragte ich? Auch da war seine Antwort ähnlich.

Da fragt man sich dann, was soll das mit der Mülltrennung eigentlich? Ist das alles nur Augenwischerei? Richtig wohl war mir nicht, da die gelbe und Papiertonnen jedoch übervoll waren, schmiss ich meinen Tüten in den Hausmüll. Mülltrennung ist so jedoch nicht gemeint.

Funktioniert das bei euch besser? Ich habe den Eindruck, hier wird es von Jahr zu Jahr schlimmer. Auch wegen der Gleichgültigkeit mancher Mitmieter die meinen Kartons muss man nicht klein machen, sondern entsorgen, wie sie sind. Plastiktüten in der Biotonne sah ich auch schon.

Currywurst mit Blattgold überzogen

Weshalb in die Ferne schweifen, um wie Franck Ribéry ein Essen mit Blattgold überzogen zu kosten? Wenn das Gute doch so nah ist. Am Pariser Platz in Berlin steht das Nobelhotel Adlon und da kann man die Berliner Currywurst mit Blattgold überzogen genießen. Na wer es braucht, ich würde es nicht essen. Der Preis zeigt jedoch, dass das Steak von Franck Ribéry doch stark überteuert war, bzw. wohl falsch übermittelt wurde.

Aber lest selbst, HIER ist der Artikel.

Die Schwarze Kunst

Schön, dass in dieser hochtechnischen Zeit noch jemand das Handwerk des Schriftsetzers und Buchdruckers hochhält und dabei auch mit der Zeit geht. Vor einiger Zeit, das muss bestimmt schon 1 ½ Jahre her sein, berichtet ich hier von einer Besichtigung bei den Letter-Typen. Nun hat die RBB-Abendschau darüber einen Bericht gebracht. Na ja, die sind halt immer etwas langsamer. 😀

https://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/DDR-Bleisatz-wieder-gefragt/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=58982080

So müsste es sein?

Eigentlich wollte ich dieses Jahr nicht mehr tanken, doch bei den momentan günstigen Benzinpreisen habe ich mich dann doch für einen „Boxenstopp“ entschieden.

Und da stach meiner besseren Hälfte sofort der Spruch ins Auge:

Kaffee.jpg

Die Tankstelle, an der ich meist tanke ist eben doch ein Star. 😀

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Nach diesem Motto hat Frank Zander gestern in den Festsälen des Hotels Estrel in Berlin-Neukölln das 24zigste Weihnachtsessen für Obdachlose und Bedürftige veranstaltet. Was vor vielen Jahren klein angefangen hat, ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit geworden an dem sich viele Prominente und weniger Prominente und Sponsoren beteiligen um diesen Menschen wenigstens eine kleine Freude zu bereiten. Ich finde das einfach toll, was Frank Zander und sein Sohn hier alljährlich möglich machen.

https://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Traditionelles-G%C3%A4nsebraten-Essen-f%C3%BCr-Bed/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=58810698

Ich muss das mal loswerden

Am Montag fuhren wir zum Rathaus Treptow. Dort steht ein Weihnachtsbaum mit Kinderwünschen geschmückt und wir haben uns zwei Wünsche genommen um sie bedürftigen Kindern zu erfüllen.

Leider erwies sich ein Wunsch selbst in einer großen Stadt wie Berlin nicht so leicht erfüllbar. Ein 4-jähriger Junge wünscht sich „Experimentieren im Vorschulalter“. Also zogen wir los, um es zu kaufen. Doch das erwies sich als schwierig, ja kaum machbar. So schaute ich bei einem großen Internetversender nach und wurde fündig. Sofort wurde bestellt. Einen Tag später kam eine Mail mit dem Inhalt, dass es ihnen leidtut, es sei wohl ein technischer Fehler entstanden und die Ware wäre erst 2019 wieder lieferbar. Klasse, also stornierte ich.

Einen letzten Anlauf wollten wir noch starten, denn das enttäuschte Gesicht eines 4-jährigen Jungen zu Weihnachten, (auch wenn ich das nicht sehen würde, es ist ja anonym), das wollten wir einfach nicht hinnehmen. Ich habe einen großen Laden für Kinderspielzeuge angerufen. Und da erwischte ich eine unglaubliche Verkäuferin. Erst durchforstete sie den Laden bei sich, dann alle Filialen in Berlin, alles ohne Ergebnis. Da ich ihr mittlerweile erzählte wofür ich das Geschenk bräuchte war ihr Ehrgeiz jedoch dermaßen geweckt, dass sie auf die Website des Herstellers ging. Sie suchte dort eine ganze Weile, obwohl der Artikel auch dort nicht mehr vorrätig war, ließ sie nicht locker. Sie bat mich nochmals um Geduld (ich wollte schon aufgeben), und „bohrte“ weiter, bis sie schließlich die Artikelnummer fand.

Mit dieser Artikelnummer ging sie, als letzten Versuch auf die eigene Website und wurde fündig. Dort sollten noch 7 Artikel vorrätig sein und diese Information gab sie nun an mich weiter. Und tatsächlich konnte ich den Artikel bestellen und habe vor ca. 2 Stunden die Bestätigung erhalten, dass er an uns versendet wurde.

Ich habe mich natürlich bei der Dame herzlichst bedankt und leider vergessen mir ihren Namen geben zu lassen. Denn wer so engagiert ist, den sollte man auch mit einer Kleinigkeit belohnen. Zumindest mit einer lobenden Erwähnung beim Vorgesetzten. Denn für den Jungen der sich dieses Spiel wünscht, war sie so etwas wie ein guter Weihnachtsengel und auch wenn sie diese Zeilen wohl nie lesen wird, ich finde darüber, dass es noch Menschen gibt, die vieles versuchen, um ein Kind an Weihnachten glücklich zu machen, muss man einfach berichten. Ich kann dieser Frau eigentlich nicht genug danken.

Programmtipp

Wer am Sonnabend noch nichts vorhat, der sollte um 20:15 Uhr mal in das Programm des RBB reinschauen. An diesem Abend beginnt eine neue Reihe die sich, so finde ich, erst einmal spannend für den anhört, der sich für Geschichte interessiert.

Es gibt den ersten Teil einer Chronik, die mit dem Titel „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“ die Jahre 1961-1990 dokumentiert. 30 Episoden über jeweils 1 ½ Stunden zeigen Aufnahmen die aus den Archiven des ehemaligen SFB und des Fernsehens der DDR stammen.

Teil 1 zeigt morgen das Jahr 1961.

https://www.ardmediathek.de/tv/rbb-Fernsehen/Berlin-Schicksalsjahre-einer-Stadt/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=8256334&documentId=57224682