In eigener Sache

Wie ihr wohl schon gemerkt hattet, hat sich an meinem Blog bisher nichts geändert. Obwohl mein Premium-Vertrag bereits vor einer Woche abgelaufen ist und ich bereits einige Male von WordPress darauf hingewiesen wurde, dass meine Web-Adresse hinfällig wird.

Auch hat sich an meinem Datenvolumen für Audio – und Bilddateien noch nichts verändert. Nun hatte ich eben in den Unterordnern meiner Website nachgeblättert und hier ist nun vermerkt, dass meine aktuelle Webadresse bis zum 27. April 2019 gültig sei. Ich verstehe so langsam gar nichts mehr.

Na egal ihr werdet ja merken, wenn ihr mich unter der aktuellen Adresse nicht mehr findet. Aber man staunt schon.

!!! In eigener Sache !!!

Am Mittwoch den 10. Oktober ist es nun soweit. An diesem Tag läuft mein bezahlter Blog aus. Somit ist ab dem 11. oder spätestens 12. Oktober mein Blog nicht mehr unter seiner bisherigen Adresse „sigurd6.com“ zu erreichen.

Wie der Übergang funktioniert, weiß ich im Moment auch noch nicht, hoffe jedoch, dass der Blog dann unter seiner alten Adresse

Sigurd6.wordpress.com

zu erreichen ist.

Sollte es größere Schwierigkeiten geben, werde ich nach deren Beseitigung allen, von denen ich die Blogadresse oder E-Mail-Adresse besitze, eine separate Mitteilung der neuen Blogadresse mitteilen.

Dieser Eintrag bleibt bis Donnerstag als Aufmacher stehen. Beiträge jüngeren Datums reihen sich dann darunter ein.

5 Jahre WordPress

wordpress.pngWie schnell doch die Zeit vergeht. Soeben erhielt ich eine Benachrichtigung, dass ich mich heute vor 5 Jahren bei WordPress registriert habe.

Das geschah damals zu einer Zeit, als blog.de erstmals schwächelte, viele Bloggerinnen und Blogger können sich bestimmt noch an die blauen Männchen erinnern, die die Störungen bei blog.de anzeigten, und ich mir vorsichtshalber einen Ausweichblog einrichtete. Diesen habe ich dann allerdings erst, wie viele andere die von blog.de kamen, ab August des Jahres 2015 als neuen Blog genutzt und mich von blog.de verabschiedet, bevor die im Dezember des Jahres 2015 den Laden endgültig dichtmachten.

Jahr der Jubiläen Teil V

Die Zeit im Allgäu habe ich jedenfalls in bester Erinnerung. Das hatte sich viel besser entwickelt, als ich vorher gedacht hatte. Aber eine kleine Geschichte muss ich dann doch noch erzählen. In einer der vorhergehenden Fortsetzungen hatte ich geschrieben, dass mir ein fehlender Wecker fast einmal zum Verhängnis wurde.

Da ich ja nun 18 Jahre alt war, konnte ich die Zeit im Allgäu natürlich auch dazu nutzen meinen Führerschein zu machen. Also meldete ich mich bei einer Fahrschule an und losging es. Ich weiß es nicht mehr genau, jedoch nach 10-12 Fahrstunden wurde ich zur Prüfung angemeldet. Wenn man die Stundenzahl heute liest die ich für meinen Führerschein benötigte, so wird es ungläubiges Staunen hervorrufen. Es war aber so. Also kam der Tag der Fahrprüfung. Ich nahm mir einen Tag Urlaub und ging es ganz ruhig an. Zu ruhig! Denn gerade an diesem Tag habe ich verschlafen. Zu meinem Glück habe ich die Prüfung mit einem Kollegen aus dem Betrieb gemacht und der pfiff morgens um mir zu signalisieren, dass er da wäre um mich abzuholen. Nur dummerweise wurde ich durch den Pfiff erst wach. Nie hatte ich verschlafen in all den Monaten. Und an diesem Tag war es dann soweit. In Rekordzeit habe ich mich gewaschen und angezogen. An Frühstück, ich gehe sonst ohne Frühstück nie aus dem Haus, war nicht zu denken. Der Zug wartete nicht auf uns. Dazu muss ich schreiben, dass wir die Prüfung nicht am Ort, sondern in Kaufbeuren ablegen mussten.

So hechelten wir zum Zug und erwischten ihn tatsächlich noch kurz vor der Abfahrt. Und dann ging es erst einmal zur schriftlichen Prüfung. Mit knurrendem Magen, das kann ja gut werden, dachte ich. Füllte die Bogen aus und gab sie ab. Der Fahrprüfer war laut unserem Fahrlehrer ein „harter Hund“. Diese Beurteilung kann ich nur bestätigen. Es fehlte nur noch, dass man vor ihm salutieren muss. War wohl einer dieser „übrig gebliebenen“. Egal ich habe die schriftliche Prüfung ohne Fehler abgegeben und da hatte man schon ganz gute Karten bei ihm. Dazu muss ich schreiben, die Fragen damals waren mehr als banal. Nicht zu vergleichen mit einer heutigen Führerscheinprüfung.

Nun ging es also an die praktische Prüfung und ich war hungrig und nervös. Wenn ich über einen längeren Zeitraum hungrig bin, werde ich muffig. Also sagte ich mir, bleib ruhig und wenn dir der Prüfer auch noch so dumm kommt. Und das kam er, der war nur am knurren und ich dachte schon, machst du denn überhaupt nichts richtig. Jedoch signalisierte mir der Fahrschullehrer, alles in Ordnung. Also war der Prüfer wohl immer so.

Keine Ahnung wie lange ich mit dem rum kurvte, aber irgendwann sagte er dann, fahren sie jetzt bitte rechts ran und stellen sie den Wagen ab. Also parkte ich den PKW ein und drehte mich um, damit ich auch keinen Radfahrer übersah, und bin ausgestiegen. Der Prüfer unterschrieb in dieser Zeit meinen Führerschein und übergab ihn mir mit den Worten, „hier ist die Pappe aber passen sie auf, dass sie sie nicht schneller wieder los sind, wie sie sie bekommen haben“. Und ich war hungrig und eigentlich muffig jedoch in diesem Moment viel einiges an Spannung ab. Das war am 25.07.1968 also genau vor 50 Jahren.

Nachdem die anderen Prüflinge ihre Pappe auch bekamen, fuhren wir mit dem Fahrlehrer zurück und gingen erst einmal richtig Frühstücken. Nun hatte ich also heute vor 50 Jahren auch den Führerschein erworben.

So das war es aus dem Allgäu. Weiter geht es dann mit dem großen Highlight für mich im September 1968.

Fortsetzung folgt im September.

 

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Jahr der Jubiläen – Teil IV

Der Sommer 1968 war, so meine Erinnerung, eher einer der schöneren. Ich erinnere mich dunkel, dass ich viel unterwegs war und das Voralpengebiet in vollen Zügen genossen habe.

Viel in Erinnerung habe ich, nach 50 Jahren, nicht mehr, aber ich fand es schon erstaunlich, wie nett mich die Jugend des Dorfes aufgenommen hatte. Klar es gab die üblichen Frotzeleien, aber immer war ersichtlich, dass es eben Spaß war. Ob im Betrieb oder in der Freizeit, nie wurde ich geschnitten, heute würde man schreiben gemobbt.

Also hatte ich mit diesem Ort und der Arbeitsstelle voll ins Schwarze getroffen. Rund herum geschrieben, ich fand es unheimlich toll dort und das merkte man mir wohl auch an. Fast hätte ich meine Berlinpläne darüber vergessen.

Jedoch konnten es sich meine Kollegen nicht verkneifen einen Scherz mit mir zu machen. So war jedenfalls ihr Plan. Meine Haare waren zwar nicht übermäßig lang, aber unterschieden sich doch deutlich vom relativ braven Schnitt um mich herum. Irgendwann musste auch ich mal zum Friseur und da war natürlich guter Rat teuer. Und die Kollegen empfahlen mir einen „Spitzenfriseur“.

Der Eifer, den sie dabei an den Tag legten, hätte mich eigentlich misstrauisch machen müssen. Was ich nicht wusste, der Friseurmeister mochte keine Langhaarigen. Wie man mir am nächsten Tag lachend erzählte, schmiss er sie entweder raus, oder verpasste ihnen einen Militärhaarschnitt. Also ging ich völlig unbelastet in den Laden und da kam er mir schon entgegen. Den Blick, mit dem er mich musterte und mich mehr oder minder abschätzte, vergesse ich nicht. Was ich denn wolle, fragte er. Worauf ich ruhig antwortete, dass ich gerne die Spitzen geschnitten haben möchte. Er merkte natürlich sofort, dass ich ein Fremdling war, und wurde komischerweise freundlicher.

Woher ich denn komme, fragte er mich und ich sagte es ihm. Da sind alle Schranken gefallen, denn er war Wagnerfan. Ich konnte damals mit Wagner noch nicht viel anfangen, ging jedoch auf das Gespräch ein und er schnitt mir dabei die Haare. Jedoch nicht so, wie meine Kollegen es erhofft hatten um ihren Spaß zu haben, sondern so wie ich es ihm sagte. Und er war tatsächlich ein guter Friseur. Dumm gelaufen für die Jungs, die am nächsten Tag doch etwas irritiert guckten, als sie sahen, dass meine „Haarpracht“ nicht so gelitten hatte wie sie es erhofften. Natürlich hüllte ich darüber, was den Friseur bewog mich nicht auf Militärlänge zu stutzen, den Mantel des Schweigens.

Übrigens war ich in dem Friseurladen noch einige Male und wurde stets freundlich bedient.

Als ich mich entschlossen hatte meine Vorberlinzeit im Allgäu zu verbringen, war ich mir bewusst, dass ich als damals noch Evangelischer in eine katholische Gegend kam. Deshalb hatte ich schon einige Bedenken, wie die Leute darauf reagieren würden, dass ich am Sonntag nicht in die Kirche renne. Doch auch das war überhaupt kein Problem und ich wurde darauf nicht einmal angesprochen. Denn auch viele junge Menschen im Dorf nahmen es mit dem Kirchgang nicht mehr so genau. Also waren die Bedenken meinerseits zum Glück auch hinfällig.

Ich schreibe immer von einem Dorf und bin mir nicht sicher, ob es nicht doch schon eine Kleinstadt war. Heute, ich hatte es schon geschrieben hat es Stadtrecht, obwohl es die Endung Dorf im Städtenamen hat.

Ich möchte euch mit diesen Geschichten nicht überstrapazieren. Und wie schon geschrieben habe ich auch nicht mehr so viele Erinnerungen an diese Zeit. Eine Jubiläumsgeschichte aus dem Allgäu kommt noch im Juli.

Na dann, bis dann. 😀

 

 

 

 

Unser Briefkasten wurde besudelt!

Ich glaubte, meinen Augen nicht zu trauen als wir gerade nach Hause kamen und ich in den Briefkasten schaute. Da lag ein Sonderexemplar der Zeitung mit den vier Buchstaben drinnen.

Ich hatte tatsächlich kurz überlegt, ob ich groß draufschreibe Annahme verweigert und in einen Postbriefkasten werfe. Bringt natürlich nichts, wenn nur ich es mache. Jedoch wenn zumindest jeder zweite der solch eine Ausgabe bekommt, ohne, dass man sie bestellt hätte, so würde man sich beim Verlag vielleicht doch mal Gedanken machen, ob man den Leuten mit dem Dreck auf den Wecker fallen sollte.