Er ist da

An einem stürmischen Mittwoch vor 3 Wochen haben wir ihn gekauft und heute an einem stürmischen Tag habe ich ihn abgeholt. Hoffentlich wird es keine stürmische Beziehung.

Das ist er, unser neues Auto.

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Trennung nach 22 Jahren

Es musste irgendwann kommen, das war uns klar. Doch nun kommt die Trennung für uns doch völlig überraschend und wir sind sehr traurig. Unser Nissan hat nach 22 Jahren, in denen er uns nie im Stich ließ und uns ca. 200.000 Kilometer gut überall hin und zurück brachte, seine Dienste für immer eingestellt.

Eigentlich wollten wir ihn fahren bis, dass der TÜV uns scheidet. Leider machte er ein halbes Jahr vor dem nächsten TÜV-Termin schlapp. Schade er wird uns fehlen.

Drei Jahre …

… und ich frage mich, wie schnell sind sie vergangen?

Am 1. September 2014 ging ich in den Ruhestand, und nun sind drei Jahre vergangen. Mir ist es, als wären es gerade einmal einige Monate her, so schnell verflog die Zeit. Natürlich habe ich jeden Tag bisher genossen. Doch vieles von dem was ich mir vorgenommen hatte, habe ich bis heute noch nicht verwirklicht. Denn auch im Ruhestand hat ein Tag komischerweise nur 24 Stunden und Langeweile kommt bei uns ohnehin nie auf. Dafür sorgen schon unsere „Anarchisten“ die es sichtlich genießen fast jeden Tag das ganze „Rudel“ beisammen zu haben.

Tja drei Jahre so lange dauert normalerweise die Lehrzeit in vielen Berufen. Allerdings glaube ich, dass meine Lehrjahre bei weitem länger als drei Jahre dauerten, jedenfalls gefühlt. Kennt ihr auch das Gefühl, wenn man um 9.00 Uhr auf die Uhr schaut und dann um 11:00 Uhr so glaubte ich jedenfalls, dass die Uhr jetzt stehen muss, frustriert feststellte, es ist erst 9:15 Uhr? In der Lehrzeit ging mir das des Öfteren so in meinem späteren Berufsleben eigentlich nicht mehr. Und jetzt als Rentner? Da frage ich mich abends manchmal, wo ist denn der Tag schon wieder hin.

Was ich damit eigentlich sagen möchte, die Rentenzeit ist eine schöne Zeit. Jedoch sollte man nicht den Fehler begehen und faulenzen. Ich glaube, dann hat man ein Problem. Natürlich haben auch wir mal Tage, an denen wir es ruhig angehen. Doch das hält nicht lange vor.

Also freut euch auf die Rente, das ist eine herrliche Zeit.

Ein Sonntag im August

Es war kein schöner Sonntag. Der Himmel weinte, so als wäre er mit dem was an diesem Tag geschah nicht einverstanden. Es war der Tag, an dem die Teilung Deutschlands im wahrsten Sinn des Wortes zementiert wurde.

Am 13. August 1961 wurde ich morgens gegen 8:00 Uhr durch das Rasseln von Panzerketten geweckt. Damals war ich gerade 11 Jahre alt und wohnte natürlich noch in meiner Geburtsstadt in Franken. Wir wohnten in einem zwei Familienhaus und die Straße in der wir wohnten, war eine sogenannte Ausfallstraße hin zum Fichtelgebirge und zur Autobahn. Nun muss man sich das so vorstellen, an Wochentagen war geringfügiger Verkehr und am Sonntag eigentlich kaum. Jedenfalls nicht morgens um 8:00 Uhr. Und Panzer am Sonntag? Das kannten wir schon gar nicht. Ich sprang aus dem Bett und machte das Rollo hoch. Panzer auf Panzer mit amerikanischen Soldaten in voller Kampfmontur fuhren Richtung Autobahn.

Meine Mutter kam zu mir rein und fragte mich, was da los sei, ich dachte erst an ein Manöver. Aber am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr? Also machten wir das Radio an und hörten die Reportage aus Westberlin. Die Grenze zur damaligen DDR war über Nacht geschlossen worden. Alle Verbindungen der beiden Stadthälften wurden gekappt. Und am Grenzkontrollpunkt Checkpoint Charlie sollen sich amerikanische und russische Panzer gegenüber stehen. Meine Mutter dachte sofort an die schrecklichen Erlebnisse des 2. Weltkrieges und befürchtete, das könne nun wieder geschehen. Wie wir alle wissen, soweit kam es zum Glück nicht.

Wir hatten natürlich längst das Fernsehgerät eingeschaltet und sahen die Bilder aus Berlin. Dazu muss ich sagen, Fernsehprogramm um diese Zeit gab es in den 60er Jahren eigentlich nicht, es war natürlich eine Sonderberichterstattung. Und diese zog sich dann fast über den gesamten Tag hin.

Heute scheint es unvorstellbar, wie man die Lebensadern einer großen Stadt im Handstreich zerschneiden kann, doch die Herren in Ostberlin schafften es. Natürlich mithilfe der damaligen Sowjetunion. Ich erinnere mich noch heute an Bilder die mich, wenn ich sie heute sehe noch immer erschaudern lassen. An eine junge Frau, die mit ihrem Pullover im Stacheldraht hängen blieb, oder an Menschen die versuchten sich an Bettlaken abzuseilen und an einen Volkspolizisten der es mit einem kühnen Sprung schaffte in den Westen der Stadt zu gelangen. Das alles hat einen damals sehr bedrückt und wie muss es erst den Menschen in West- und Ostberlin gegangen sein? Deren Familien urplötzlich auseinandergerissen wurden?

Nie hätte ich gedacht, dass ich es erleben würde, dass die Mauer einmal nicht mehr quer durch Deutschland gehen würde. Doch es kam zum Glück anders. Doch statt darüber froh zu sein, scheint das einigen nun auch wieder nicht zu gefallen.

Manches kann man eben tatsächlich nur schwer verstehen. Heute vor 56 Jahren spielten sich in der Stadt in der ich seit nunmehr fast 49 Jahren lebe unbeschreibliche Szenen der nackten Verzweiflung und der nackten Wut ab. Vielleicht sollte man daran mal denken, wenn „Westler über „Ostler“ oder „Ostler“ über Westler“ schimpfen.

Helden, Vorbilder, Idole braucht der Mensch das?

Keine Ahnung wie es in eurer Kindheit war aber wir spielten oft Cowboy und Indianer oder Ritterspiele und natürlich Fußball bis die Knochen quietschten. Kaum hatten wir uns für etwas davon entschieden, ging es schon los, ich bin Winnetou, ich bin Old Shatterhand oder bei den Ritterspielen ich bin Sigurd, ihr dürft nun drei Mal raten, wer das immer gerufen hat, oder Ivanhoe. Oder beim Fußball ich bin Uwe Seeler, Toni Turek, Karl-Heinz Schnellinger oder Helmut Haller, so in etwa ging es da zu.

Aber waren das unsere Helden? Unsere Idole? Ja Vorbilder waren es, so glaube, ich schon. Wir waren ja auch noch sehr jung und suchten unseren Weg ohne das natürlich zu wissen. Doch wie war es später? Nun ich kann das nur von mir schreiben. Ich habe weder Helden noch Vorbilder und schon gar keine Idole. Es gibt Menschen die ich aus den verschiedensten Gründen bewundere, jedoch nacheifern würde ich ihnen wohl kaum. Denn ich bin der Meinung jeder Mensch sollte seinen eigenen Weg finden. Und was meint ihr dazu?

Ein Buch oder ein E-Book?

book-2325624_640Für viele ist das wahrscheinlich schon längst keine Frage mehr. Wer viel unterwegs ist oder oft mit dem öffentlichen Nahverkehr fährt, hat sich, so glaube ich, schon für ein E-Book entschieden.

Auch wir stellten uns vor einiger Zeit die Frage, ob wir unsere recht umfangreiche Buchsammlung stetig erweitern oder doch auf ein E-Book umsteigen sollten. Wir haben uns nach einer längeren Überlegungsphase klar für das Buch, egal ob gebunden oder Taschenbuch, entschieden. Das E-Book hat natürlich Vorteile, wenn man z. B. im Urlaub nicht viele Bücher mitschleppen möchte. Da wir jedoch im Urlaub ohnehin kaum zum Lesen kommen, war das für uns schon mal kein Argument.

Da ich aus dem graphischen Gewerbe komme, habe ich ohnehin ein besonderes Verhältnis zu Drucksachen und obwohl auch ich oft in den Onlineausgaben verschiedener Tageszeitungen rumscrolle kann ich auf gedruckte Tageszeitungen und Magazine nicht verzichten. Ich muss zum Lesen einfach etwas gedrucktes in der Hand haben.

Obwohl das E-Book gewiss auch Vorteile hat, ist es für uns, jedenfalls momentan, keine Alternative zu einem gedruckten Buch. Und wie ist das bei Euch?

Bildquelle: Pixabay

Bloggen ist manchmal …

Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein hat, aber manchmal fällt mir absolut nichts ein. Oder ich beginne über ein Thema zu schreiben und während des Schreibens denke ich, wen interessiert dieser Schwachsinn eigentlich? Dann speichere ich das Geschriebene zu einer eventuellen späteren Verwendung ab, oder lösche es sofort.

Bei manchen Posts bin ich überrascht, welche Reaktionen sie hervorrufen und es kommt auch vor, dass ich überhaupt keine Reaktion erwarte.

Aber was ich damit eigentlich schreiben möchte, vor einiger Zeit, ich glaube das war noch zu blog.de Zeiten, hatte ich mal einen Post verfasst, in dem ich fragte, „wird Bloggen in Zeiten des Zeitungssterbens immer wichtiger?“ Damals war ich der Ansicht, es könnte so sein. Doch mittlerweile glaube ich, nein nur in ganz, ganz seltenen Fällen kann es eine Alternative sein. Den Bloggerinnen und Blogger sind nicht an Nachrichtenagenturen angeschlossen und müssen so ihre Information durch Medien beziehen. Und Blogs die seriös politische Inhalte transportieren, gibt es ohnehin nur sehr wenige. Und mit Medien ist es eben auch so eine Sache.

So bleibt bloggen eine schöne Nebensache, sollte allerdings auch nicht überbewertet werden. Und schon gar nicht sollte man glauben, dass man die alleinige richtige Meinung hat oder damit irgendetwas verändern könnte. Ich glaube, wer das vorhat der verschwendet seine Zeit mit dem Bloggen. Es ist die Möglichkeit sich zu Hause oder auch unterwegs mit anderen Menschen auszutauschen und das ist doch auch ganz nett, oder?