Könnt ihr euch noch erinnern?

2017 gab es die erste Weihnachtsgeschichte hier in unserem Gemeinschaftsblog. Sie hieß „Das magische Weihnachtsgeschenk“ und wurde damals gerne gelesen. Nur so zum Spaß hatte ich damals begonnen sie zu vertonen.

Nun hatte ich vor einigen Wochen die Idee diese Geschichte an den Weihnachtstagen in meinem Internetsender zu veröffentlichen. Da mir die Autoren der Geschichte dazu ihr Einverständnis gaben, werde ich die Idee umsetzen können.

Da die Geschichte jedoch fast 1 Stunde lang ist, möchte ich sie etwas mit Musik mischen. Soll heißen, dass ich zwischen zwei Geschichtsepisoden 2-3 Musiktitel einspielen möchte. Und hier brauche ich eure Hilfe. Gerne würde ich daraus eine Wunschsendung machen. Das bedeutet, dass ich mindestens 12-15 Musikwünsche benötigen würde, um eine zweistündige Sendung zu produzieren.

Senden würde ich diese am 24., 25. und 26. Dezember. Jeweils zu verschiedenen Zeiten. Die Sendezeiten werden noch bekannt gegeben und hängen auch von der Länge der Sendung, also euren Musikwünschen, ab. Wäre das nicht eine schöne Sache am 24. 12. Die letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest zu machen und dabei die Weihnachtsgeschichte und Wunschmusik zu hören? Sozusagen eine Sendung für euch, von euch? Oder am 1. oder 2. Feiertag die Sendung nochmals in Ruhe hören. Die Wünsche werden in chronologischer Reihenfolge gespielt.

Leider muss ich euch dazu mit einigen Regeln nerven, die für mich relevant sind. In einer Stunde dürfen nicht mehr als 2 Songs von einem Sänger, Sängerin oder einer Gruppe gespielt werden. So sind leider die Regeln der GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) an die ich mich halten muss. Dazu wird laut.fm am 24.12. wohl auch noch Werbung einspielen. An den Feiertagen soll darauf wohl verzichtet werden. Auf Werbeeinspielungen habe ich leider keinen Einfluss. Jedoch wird sie nicht während der Weihnachtsgeschichte eingespielt sondern entweder davor oder danach.

Musikwünsche können entweder hier oder in unserem Gemeinschaftsblog mitgeteilt werden. Wer seinen Wunsch jedoch nicht öffentlich abgeben möchte, der kann mir auch gerne eine PN senden. Das geht dann jedoch nur über meinen Blog.

So das war jetzt erst einmal die Ankündigung. Nun hoffe ich auf jede Menge Wünsche von euch, damit wir hoffentlich eine richtig gemütliche Weihnachtssendung zusammen bekommen. Übrigens kann diese auch gerne 3-4 Stunden gehen. Ein zeitliches Limit gibt es dabei nicht. Außer eine, mehr als 10.000 Titel bekomme ich nicht in einen Sendestrang. Doch, dass dieses Limit erreicht wird, ist wohl nicht zu befürchten.

Zu hören ist mein Sender über folgende Adresse:

https://laut.fm/songsauszweijahrhunderten

Und nun wünsche ich allen Bloggerinnen und Bloggern einen schönen 1. Advent.

Leute ihr könnt auch gerne Musikwünsche äußern. Und zwar nicht nur Weihnachtsmusik. Ihr habt doch bestimmt einen Lieblingssong, den ihr gerne hört, oder?

Wen es interessiert …

… so sieht mein Sendeplan diese Woche aus.

Wer gute Augen hat, der kann vielleicht erkennen, welche Sendung wann läuft. Beginnend mit Montag 9:00 Uhr und endet in der Nacht von Sonntag auf Montag um 2:00 Uhr. In der Zeit von 2:00 Uhr -9:00 Uhr läuft jeweils die Rotation. Schön bunt, oder?

Sendeplan

RadioAid sendet seit 18:00 Uhr

OffroadsDie Übernahme hat funktioniert. Seit 18:00 Uhr habe ich das Programm von RadioAid übernommen. Etwas gezittert hatte ich schon, ob das alles so reibungslos funktioniert, doch alles läuft prima. Bis morgen um 18:00 Uhr gibt es nun die Sendung für obdachlose Kinder.

Das Thema finde ich wichtig. Geht es doch in unserem Alltag allzu leicht unter. Die Moderatoren sind sehr bemüht, Spenden zu sammeln. Ihr könnt übrigens auf der Website von RadioAid spenden, wenn ihr ein paar EUROS übrig habt. Die Website von RadioAid findet ihr unter

www.radioaid.de

Mal wieder: In eigener Sache

Eigentlich wollte ich nach dem Server- und Stationswechsel auf eine neue Radiostation keine Werbung mehr dafür machen. Doch hier mache ich gerne eine Ausnahme.

OffroadsAm Sonnabend (16. 11.) ab 18:00 Uhr übernehme ich bis Sonntag (17. 11.), 18:00 Uhr das Programm einer anderen Sendestation. Diese sendet 24 Stunden eine Sendung über Jugendobdachlosigkeit. Damit wird die Organisation „Offroadkids“ unterstützt. Diese Organisation kümmert sich seit Jahren um die armen Kinder.

Also wer Lust hat, hört einfach mal rein. Den Sender findet ihr unter meinem Avatar rechts.

Vorsichtshalber ist hier nochmals der Link:

https://laut.fm/songsauszweijahrhunderten

Morgen vor 30 Jahren

Donnerstag 9. November 1989

In den Krimiserien hört man des Öfteren von Kommissaren die Frage nach einem Alibi. Da werden die Verdächtigen dann im August z. B. gefragt wo sie am 22. Februar waren. Mal ehrlich was für eine dumme Frage ist das?

Doch ich kann mich bei einem Datum noch ganz genau erinnern und was wir an diesem Abend gemacht haben. Es ist der 9. November 1989, ein Donnerstag. Wir saßen vor dem Fernsehgerät und guckten uns die Berliner Abendschau an. Ab und zu wechselten wir ins Fernsehen der DDR zur Aktuellen Kamera, die in diesen Tagen relativ spannend war. Denn es war etwas im Busch, man wusste nur nicht was. Denn es hätte auch durchaus ein Eingreifen der damaligen Sowjetarmee geben können. Es wäre ja nicht das erste Mal gewesen. Nachdem am vergangenen Sonnabend in Ostberlin eine Großdemonstration veranstaltet wurde, konnte die Entwicklung in der DDR in verschiedene Richtungen gehen. Nur in die Richtung in die es dann ging, das hofften wir im Westen der Stadt zwar, befürchteten jedoch, dass es anders kommen würde. Unsere Hoffnung war tatsächlich der mächtige Mann in Moskau, mit dem sich das politische Klima dann doch etwas verbessert hatte. Michael Gorbatschow genoss im Westen jedenfalls mehr Vertrauen als seine Vorgänger im Kreml.

Wir waren also gespannt wie sich die Lage in Ostberlin und der DDR weiter entwickeln würde und das durchaus mit einer gewissen Sorge um die mutigen Bürgerinnen und Bürger, die auf die Straße gingen, um für ihre Freiheit zu demonstrieren. Es gab ja schon ausreisen über Ungarn und der damaligen Tschechoslowakei.

In der Abendschau wurden plötzlich Ausschnitte einer Pressekonferenz in Ostberlin gezeigt, die soeben beendet worden war. In dieser wurde von Günter Schabowski die Reisefreiheit für die Bürgerinnen und Bürger der DDR verkündet, und die Frage ab wann diese denn gelten würde, von ihm mit, „Nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich“ beantwortet. Ganz ehrlich, wir hörten es, jedoch war uns die Bedeutung dieser Worte in diesem Moment nicht bewusst. Das kam dann erst am Abend so langsam, nachdem der SFB mehrmals zu den verschiedenen Grenzübergängen schaltete. Jedoch blieb es dort noch ruhig. Also ging ich ins Bett und ahnte noch nicht, wie sich der Freitag entwickeln würde. Ich wusste nur, dass ich meine Frau zur Uni fahren musste, bevor ich ins Büro fuhr.

Freitag 10. November 1989

Am Freitagmorgen bin ich, wie immer aufgestanden machte das Radio an und hörte die Aufforderung man solle doch das 3. Fernsehprogramm des SFB einschalten. Was ich dann entgegen meiner Überzeugung, um diese Zeit nicht fernzusehen, auch tat. Was ich sah, wollte ich zuerst nicht glauben. Die Menschen strömten von Ost- nach Westberlin. Das bekamen wir dann auch hautnah zu spüren, als ich meine Frau zur Uni fahren wollte. Von uns bis zum Ernst-Reuter-Platz, an dem sich die TU-Berlin befindet, benötigte ich ca. 2 Stunden. Eine Strecke für die man damals ca. 15-20 Minuten rechnen konnte. Als ich meine Frau abgesetzt hatte, musste ich zum Büro fahren. Das auch nicht so weit entfernt vom Ernst-Reuter-Platz war. An diesem Tag jedoch sehr schwer erreichbar war. Denn die Straßen waren zu. Überall Trabis, überall freudige Menschen die das was in dieser Nacht geschah, einfach nicht fassen konnten. Ganz ehrlich ich war auch überwältigt. Ich freute mich ehrlich für die Menschen aus der DDR. Die Szenen, die sich an den Grenzübergängen und den Straßen Westberlins an diesem Tag und den Tagen danach abspielten, werde ich nie wieder vergessen. Und das Wort des Jahres war „Wahnsinn“. Mit diesem Wort, das man in diesen Tagen wohl 100.000-mal hörte, war die Situation wohl am besten beschrieben. Es war Wahnsinn. Auch wenn ich noch immer Angst hatte, dass noch irgendetwas geschehen könnte.

So gegen 11:00 Uhr, genau kann ich mich daran nicht mehr erinnern, kam ich dann endlich im Büro an. Doch das war an diesem Tag völlig egal. An arbeiten war ohnehin nicht zu denken und ich war noch lange nicht der letzte, der eintrudelte. Unsere Telefone standen nicht still. Unsere Geschäftspartner aus dem Bundesgebiet riefen an um sich zu erkundigen, was da gerade in Berlin geschieht. Irgendwann kam dann auch unser Geschäftsführer und wurde sofort von uns umringt. Er erzählte uns, dass er in der Nacht am Alex (Alexanderplatz) war. Dazu muss man wissen, dass die Grenzöffnung nur für die Bürger der DDR galt. Sie galt nicht für die Bürger Westberlins. Er meinte, er wollte es einfach probieren und es ging gut.

Am Abend gingen wir dann zum Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße der bei uns praktisch um die Ecke war. Die Menschen aus dem Ostteil der Stadt strömten weiterhin nach Westberlin und wurden frenetisch empfangen.

Die Mauer war offen. Doch war es unumkehrbar? Aus Moskau kamen keine Zeichen, die auf ein eingreifen der Sowjetarmee hindeuteten. Die Volksarmee so hofften wir, würde nicht noch einmal im Handstreich die Grenze nach Westberlin schließen. Sicher waren wir uns nicht. Hatten die mutigen Menschen der DDR es tatsächlich geschafft?

Samstag 11. November 1989

Wir hatten Karten für das Zweitligaspiel Hertha BSC gegen Wattenscheid 09. Wie ich mit dem Auto zum Olympiastadion kam, weiß ich heute nicht mehr. Mit der U- bzw. S-Bahn war es ohnehin kaum möglich. In einer Heringsdose wäre es wahrscheinlich geräumiger gewesen. Aber egal wir waren rechtzeitig vor dem Spielbeginn da. Für Besucher aus der DDR hatte man Extraeingänge errichtet. Soweit ich mich erinnere, mussten sie auch keinen Eintritt bezahlen. Das jedoch ohne Gewähr, ich weiß es einfach nicht mehr. Es war ein nasskalter Tag und die Besucher aus der DDR wurden vom Stadionsprecher herzlich begrüßt und von den Westberliner und den Gästen aus Wattenscheid natürlich auch. Überhaupt war das Geschehen auf dem Rasen an diesem Tag eher Nebensache. Auf den Rängen wurde mehr diskutiert als, dass man dem Spielgeschehen folgte. Die Mannschaften trennten sich dann auch 1:1 und alle waren zufrieden. Viele nette Gespräche wurden geführt und vom Olympiastadion nach Hause, hätten wir uns am besten doch ein Lunchpaket mitnehmen sollen. Aber wen störte das in diesen Tagen? Es war einfach eine unglaublich intensive Zeit.

Die Mauer ist nun seit 30 Jahren weg. Nur in den Köpfen von viel zu vielen Menschen ist sie noch immer vorhanden. Ob ich noch erlebe, dass sie auch dort eines Tages verschwunden ist? Daran muss leider gezweifelt werden.

 

Leider ist von der Euphorie dieser Tage heute kaum etwas übrig geblieben. Ich finde das schade.

 

 

 

Das ging mir durch den Kopf …

Die 1920er Jahre wurden oder werden stets die „Goldenen Zwanzigerjahre“ genannt. Damit können die heutigen Generationen wahrscheinlich überhaupt nichts mehr anfangen. Denn bald haben wir ja die 2020er Jahre und ob man die später ebenso nennen wird, ist dann doch sehr fraglich.

Doch welche Zeit ist eigentlich für euch die „Goldene Zeit“? In welcher Zeit habt ihr euch am wohlsten gefühlt? War es die Kindheit die Jugendzeit? Oder die Zeit, in der ihr eure Partnerin oder euren Partner gefunden habt?

Ich finde, das ist eine schwierige Frage. Denn im Leben gibt es bestimmt einige Epoche in denen man sich besonders wohl oder leider auch manchmal besonders mies fühlte.

Ich bin gespannt auf eure Kommentare dazu. Schönen Sonntag allerseits.