Elli Bananenflanke meint …

… Fehlstart!

Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus. Wie sagte der Bundestrainer so schön? Wenn es losgeht, werden wir voll da sein. Da lügte er sich wohl in die eigene Tasche.

Testspiele sollte man nie überbewerten, jedoch zeigten die Testspiele gegen Österreich und Saudi-Arabien, das, auf was sich nun im Auftaktspiel der WM gegen Mexiko verfestigte. Irgendwie hat man den Eindruck, dass der letzte Wille fehlt. Oder es stehen 11 Spieler jedoch keine Mannschaft auf dem Platz. Wenn ich sehe wie man auf der linke Seite Marvin Plattenhardt ignorierte, dessen Stärken eben präzise Flanken sind, wahrscheinlich hat sich das bis zur Mannschaft und ihrem Trainerstab noch nicht rumgesprochen, so fragte ich mich, weshalb hat man sich Kimmich auf der rechten Seite immer wieder festlaufen lassen.

Ich möchte jetzt nicht auf einzelne Spieler losgehen oder gar eine Einzelkritik anfangen. Es ist ja noch alles drinnen. Jedoch schien mir das 1:0 der tapferen Mexikaner zumindest nicht unhaltbar.

Nach den letzten Spielen der Mannschaft sehe ich wenig Hoffnung auf Besserung. Jedoch könnte diese Niederlage auch einen positiven Effekt haben. Und vielleicht verändert sich das Gesicht der Mannschaft auch noch etwas. Ich jedenfalls wüsste, wen ich rausnehmen würde.

Bleibt also zu hoffen, dass es gegen Schweden eine Steigerung gibt. Wenn nicht wird es schwer und man geht den Weg der letzten beiden europäischen Weltmeister Italien und Spanien. Beide schieden bei den darauffolgenden Weltmeisterschaften in der Vorrunde aus. Doch so weit ist es noch nicht.

Elli Bananenflanke meint …

… Christiano wer?

Da hatte ich mal wieder ein feines Näschen. Denn für meinen Einstieg in die Fußballweltmeisterschaft 2018 hatte ich mir das Spiel Portugal-Spanien auserkoren. Es war ein Spiel das, da lehne ich mich mal weit aus dem Fenster, als eines der besseren in die Vorrundengeschichte dieser WM eingehen wird.

Nachdem die Spanier schon in der 4. Minute einen Foulelfmeter, den man durchaus pfeifen konnte, hinnehmen mussten und durch Ronaldo mit 0:1 hinten lagen, kamen sie nur schwer ins Spiel. Nach 15 Minuten hatten sie sich gefangen und zogen ihrerseits ihr bekanntes Passspiel auf. Durch Costa kamen sie zum Ausgleich, der dann aber auch nicht unverdient war. Portugal blieb durch seine schnellen Konter jedoch stets gefährlich und einer dieser wurde durch Ronaldo mit dem 2:1 abgeschlossen. Allerdings war es begünstigt durch einen katastrophalen Fehler des spanischen Torhüters.

Anfangs der 2. Halbzeit hatte ich kurzzeitig den Eindruck, dass die Portugiesen sich etwas besser auf das spanische Spiel eingestellt hatten und auch etwas früher angriffen. Die Verteidigungslinie schien mir auch etwas höher zu stehen. Doch ein Freistoß der Spanier der hervorragend ausgeführt wurde und mit Sicherheit eingeübt und so gewollt war, brachte wiederum durch Costa den Ausgleich zum 2:2. Mit dem Ausgleich wurden die Spanier noch dominanter und eine schon fast verunglückte Aktion der Spanier wurde durch einen sehenswerter Treffer von Spaniens rechtem Verteidiger Nachos mit einem herrlichen Treffer zum 3:2 abgeschlossen. Ich hatte den Eindruck Nachos hatte den Ball nicht einmal so getroffen, wie er wollte. Jedoch traf er ihn genau so, dass er für den Torhüter Portugals unhaltbar war. Ein wunderbares Tor.

Danach schienen die Spanier, wie es ihre Spielweise ist, die Portugiesen mit ihrem Kurzpassspiel zu zermürben, und nach vorne brachte Portugal kaum noch etwas zustande. Bis, ja bis zur 87. Minute als der spanische Innenverteidiger Piqué Ronaldo kurz vor der Strafraumgrenze foulte. Mein erster Satz war, wenn das den Spaniern mal nicht auf die Füße fällt. Denn der Freistoß war ca. 18 Meter vor dem Tor in fast zentraler Lage. Und Ronaldo schoss ihn mit einer Präzession, wie sie eben nicht viele haben. Somit erzielte Christiano Ronaldo sein drittes Tor an diesem Abend zum Endstand von 3:3.

Ich hatte mir von diesem Spiel einiges erwartet und wurde nicht enttäuscht. Dass ich an diesem Abend jedoch 6 Treffer sehen werde, das hätte ich vorher nicht gedacht.

Somit lag ich mit der Wahl wohl richtig. Nun habe ich wieder Pause bis Sonntag 17:00 Uhr. Dann spielt Deutschland-Mexiko. Ich bin gespannt, wie die Mannschaft ins Turnier kommt.

Elli Bananenflanke meint …

… Fever!

WM_2018

Spürt ihr es schon? Hat es euch schon ergriffen oder kribbelt es so langsam an euch hoch? Von was ich schreibe? Also Leute von was wohl!!! NA vom WM-Fieber es grassiert doch angeblich überall.

Also ich bin dagegen entweder immun oder bin ich etwa gegen dieses Fieber geimpft? Merkwürdig ich habe zu dieser WM überhaupt noch keine Einstellung gefunden. Ehrlicherweise habe ich aber auch nach keiner Einstellung gesucht. Und heute nun geht es los und „wir“ werden Weltmeister. Oder etwa doch nicht?

Ach was waren das früher für Feste diese WM-Veranstaltungen. Wochen vorher gab es eigentlich kaum ein anderes Thema. Und jetzt? Soll ich ehrlich sein, mir ist sie fast egal. Man woran liegt das bloß? Und die Kumpels sind auch keine Hilfe, denen geht es ebenso. Was lief da nur falsch?

Doch wenn dann am Sonntag die WM richtig losgeht, also wenn die von den Medien als Weltmeister hochgepuschte deutsche Elf gegen die Mexikaner antreten dann werde ich ja hoffentlich etwas in Stimmung kommen. Wenn nicht, dann bin ich wohl ein hoffnungsloser Fall.

Und wie geht es euch?

Elli Bananenflanke meint …

… Bierhoff macht den Pofalla!

Ja der Herr Pofalla erklärte damals die NSA-Affäre für beendet und so dachte sich der DFB-Teammanager Bierhoff, was der Pofalla kann, das kann ich auch. Also erklärte er, jetzt reicht es dann auch und meinte das Thema Özil und Gündogan.

Ist ja auch war, da treffen sich die beiden mit dem türkischen Diktator und dann machen alle so einen Wind darum. Da muss man doch als Teammanager dazwischen grätschen. Nein er der Herr Bierhoff möchte über diese Themen nicht mehr reden.

Das bräuchte er auch nicht, dann nämlich nicht, wenn die verantwortlichen Herren des DFB Rückgrat gezeigt und beide aus dem Kader für die WM in Russland gestrichen hätten. Dann wäre es wahrscheinlich schon längst erledigt. So aber wird es auch weiterhin, und zu Recht, ein Thema bleiben, ob es dem Herrn Bierhoff nun passt oder nicht.

 

Nun hat es also auch noch Hajo Seppelt erwischt. Bundespräsident Steinmeier nagelte ihm das Bundesverdienstkreuz an die stolz geschwellte Aufklärungsbrust. Und nun hat Putin ein Problem. Den Träger eines Bundesverdienstkreuzes kann er ja nun unmöglich von seinen „lieben Mitarbeitern“ verhören lassen. Nur weil Seppelt über die Panschereien in Russland berichtete und wie ein Drogenspürhund sich an jede Dopingfährte heftete.

 

Hertha BSC wird so langsam zum Jungbrunnen für ehemalige Fußballstars. Deren Söhne scheinen gerne nach Berlin zu kommen. Erst kam der Sprössling von Jürgen Klinsmann und ist der dritte Torwart, oder der fünfte wer weiß das schon, bei Hertha und nun wurde der Sohn des ehemaligen Nationaltorhüters Köpke verpflichtet. Interessant ist die gegenteilige Entwicklung der Söhne. Klinsmann war Stürmer, sein Sohn ist Torhüter, Köpke war Torhüter, sein Sohn ist Stürmer. Tja die Jungen machen einfach, was sie wollen.

Elli Bananenflanke meint …

… noch eine Woche!

Heute in einer Woche ist es soweit, mit dem Superknaller Russland – Saudi-Arabien wird die Fußballweltmeisterschaft in Russland eröffnet.

Was gab es nicht an Kritik im Vorfeld. Wie kann man eine Fußballweltmeisterschaft nach Russland vergeben. Damit stärkt man doch nur Putin und viele Politiker und Politikerinnen überlegen, ob sie denn überhaupt nach Russland reisen werden.

Und in den Medien hierzulande liest und hört man seit Wochen, dass das Unternehmen Verteidigung des Titels für die deutsche Nationalmannschaft am 17. Juni im Spiel gegen Mexiko beginnt. Verteidigung des Titels? Dass ich nicht lache. Gelungen ist das bisher nur Brasilien. Und die deutsche Mannschaft soll es nun auch schaffen? Na schaun mer mal.

Die Vorbereitungsspiele darf man natürlich nicht zum Maßstab machen. Da wird ausprobiert und auch ein wenig geblufft. Wenngleich der Auftritt in Klagenfurt wohl eher eine Castingshow denn ein vernünftiges Fußballspiel der deutschen Mannschaft war. Doch man redet sich immer wieder ein, die deutsche Mannschaft ist eine Turniermannschaft und wird sich steigern. Doch ob es reichen wird die starken Franzosen, Spanier oder widererstarkten Brasilianer hinter sich zu lassen?

Warten wir es ab. Spätestens am 15.07. sind wir dann alle schlauer. Bis dahin ist ein weiter Weg. Fiebern wir also dem Beginn entgegen. Fiebern? Also ich merke, im Gegensatz zu früheren Fußballweltmeisterschaften, noch nichts von WM-Fieber in mir.

Übrigens ist es euch auch aufgefallen? Die Autos sind dieses Mal nicht so geschmückt wie vor einigen Jahren. Keine Ohrenwärmer für die Rückspiegel und auch die albernen Fahnen sieht man kaum an Autos. Aber das kann ja noch kommen.

Elli Bananenflanke meint …

… aber, aber Herr Bierhoff!

Nachdem es nun neuen Wirbel um Ilkay Gündogan gab, er hat nur die deutsche Staatsbürgerschaft und nicht, wie angenommen auch die türkische, hat sich nun der DFB-Teammanager eingeschaltet.

Gündogan hatte zusammen mit Mesut Özil dem türkischen Diktator Erdogan jeweils ein Trikot ihres Vereines mit all den Unterschriften den Spieler überreicht. Wobei Gündogan noch einen draufsetzte und auch noch auf das Trikot, „Für meinen Präsidenten-hochachtungsvoll“ geschrieben hatte. Und das mitten im türkischen Wahlkampf. Soweit man es überhaupt als Wahlkampf bezeichnen möchte.

Natürlich sind Gündogan und Özil junge Menschen. Jedoch finde ich es mehr als bedenklich wenn ich als deutscher Staatsbürger und das sind beide, einen Diktator hofiere, der Journalisten ohne jede Anklage, teilweise über 1 Jahr, in den Kerker werfen lässt. Der Krieg in einem anderen Land führt, der Kurden die der Kurdenpartei angehören wegen Terrorverdachts im Kerker wegsperren lässt. Ja der die Opposition weitestgehend ausschalten ließ.

Und wenn ein junger Mensch, wie Bierhoff beide verteidigt, Fehler macht, so mag man nachsichtig sein. Nur war das ein Fehler gerade von Gündogan? Oder stimmt hier prinzipiell etwas nicht mit seiner Einstellung seinem Heimatland gegenüber? Der Spruch von Gündogan auf dem Trikot ist eindeutig und zeigt, zu wem sich Gündogan zugehörig fühlt. Er selbst lieferte das Bekenntnis ab und hier helfen auch keine Erklärungsversuche im Nachhinein.

Ich bleibe dabei, für die deutsche Nationalmannschaft sollten beide nicht mehr auflaufen.

Elli Bananenflanke meint …

… Hertha ist Deutscher Jugendmeister!

Na bitte der Nachwuchs macht es den etablierten Profis von Hertha vor. Vor fast  10.000 Zuschauern in Oberhausen feierten die U19-Fußballer von Hertha BSC ihren bisher größten Erfolg. Sie schlugen den Nachwuchs des FC Schalke 04 mit 3:1 und holten den Meistertitel erstmals an die Spree. Die Jungs von Trainer Michael Hartmann gewannen vor den Augen des Hertha-Cheftrainers Pal Dardai.

Mit Arne Maier war ein Erstligaprofi mit von der Partie. Er hatte in dieser Saison schon 21 Einsätze in der Erstligamannschaft.

Herzlichen Glückwunsch den A-Junioren von Hertha und vielleicht wird man einige bei den Profis wieder sehen.

Elli Bananenflanke meint …

… manchmal geht man seinen Weg dann doch allein!

So geschehen am gestrigen Abend in Kiew. Als der deutsche Torhüter beim FC Liverpool nach dem Schlusspfiff völlig alleine in seinem Strafraum lag und wahrscheinlich am liebsten wie ein Mäuschen im Boden verschwunden wäre. Und wer spendete im Trost? Nein erst einmal kein Mannschaftskollege, sondern Spieler von Real Madrid. Es mag ihnen leicht gefallen sein, nachdem er ihnen praktisch zwei Tore geschenkt hatte. Ich fand es dennoch eine nette Geste. Eine Geste, für die sein Trainer J. Klopp eine ganze Weile brauchte, genau wie die Mannschaftskollegen von Karius.

Was war geschehen? Nachdem Liverpool in den ersten 25 Minuten die etwas aktivere Mannschaft war, nahm Rambo, Entschuldigung Ramos (Real Madrid) Salah (Liverpool) mit einem Foul aus dem Spiel. Obwohl ich Ramos für einen der unfairsten Spieler halte, möchte ich ihm hier keine Absicht unterstellen. Doch damit war den Liverpoolern der Spielwitz genommen. Bei Real konnte sich Ronaldo auch nicht recht in Szene setzen, war er in Gedanken schon ganz wo anders? Kann ich mir bei ihm eigentlich nicht vorstellen. Und so war es ein Spiel das vor sich hinplätscherte und nur von der Spannung lebte, ob die Liverpooler Real dann doch ein Bein stellen könnten.

Wie geschrieben plätscherte das Spiel vor sich hin bis ein Rückpass von Torhüter Karius (Liverpool) aufgenommen wurde und er den Ball Benzema (Real) genau auf den Fuß warf, der von dort ins Tor trudelte. Doch Liverpool erholte sich von dieser Kapriole blitzartig und glich fast umgehend aus. Dann folgte der Auftritt des Gareth Bale. Eine Flanke von Marcelo verwandelte er per Fallrückzieher, fast noch schöner wie vor Wochen Ronaldo, zum 2:1. Alleine dieser Treffer war es wert sich das Spiel anzuschauen. Das 3:1 flutschte dann dem armen Karius durch die Finger und er sah abermals äußerst dumm aus. Tja es gibt solche Spiel, er hatte zwei- bis dreimal hervorragend reagiert. Doch davon spricht heute keiner mehr. In Erinnerung, leider auch bei ihm, bleiben die zwei unglaublichen Patzer.

Als er sich etwas gefangen hatte, ging er in die Liverpooler Kurve und entschuldigte sich bei den Fans und die haben, so finde ich, hervorragend reagiert. Da war es dann wieder das You’ll Never Walk Alone.

 

 

 

Elli Bananenflanke meint …

… Cando nun freue dich!

Der wohl derzeit bekannteste Hund in Deutschland kann sich freuen. Denn sein Herrchen dürfte jetzt wieder mehr Zeit haben mit ihm Gassi zu gehen. Doch auch am gestrigen Abend bewies Jupp Heynckes noch einmal, dass er ein ganz großer der Trainerzunft ist.

Trotz der Enttäuschung, die man ihm auch sehr deutlich anmerkte, bewahrte er die Contenance und war einer der wenigen bei den Bayern die sich nicht über den Berliner Schiedsrichter Zwayer und dessen Entscheidung einen Elfmeter in buchstäblich letzter Minute nicht zu pfeifen aufregte.

Dafür präsentierten sich seine Spieler, bis auf wenige Ausnahmen, als schlechte Verlierer und verließen sehr schnell den Rasen des Olympiastadions. Nur nicht den Frankfurtern applaudieren.

Zum Spiel selbst, es war ein gutes, wenn auch kein sehr gutes Pokalfinale. Und wer geglaubt hat, die 90 oder 120 Minuten bis man Bayern München zum Pokalsieg gratulieren kann, wären reine Formsache, der täuschte sich gewaltig. Mit großem Engagement und auch Glück hat es die Frankfurter Eintracht tatsächlich vollbracht und ihrem scheitenden Trainer ein Geschenk in Richtung München mit auf den Weg gegeben.

Für beide Trainer war es das letzte Spiel mit ihren Mannschaften. Für Jupp Heynckes wohl nun das endgültig letzte einer langen Karriere. Auch, wenn ihm Thomas Müller auf die Collage der Bayernmannschaft geschrieben hat, im Oktober sehen wir uns wieder. Was ich persönlich als einen Affront gegenüber seinem neuen Trainer sehe, mag es noch so nett gemeint sein.

Ich wünsche Cando, dass sein Herrchen dem widerstehen kann und nun endlich seinen wohlverdienten Ruhestand genießt.

Elli Bananenflanke meint …

… wenn wir erst ein neues Stadion haben …

… dann spielen wir richtig los. Genau das scheint man bei Hertha BSC zu glauben. An allem scheint das altehrwürdige Olympiastadion schuld zu sein. Weshalb hatte Hertha nur den größten Zuschauerschwund der 1. Bundesliga? Klar es ist das Olympiastadion. Weshalb gab es in 17 Heimspielen nur 5 Siege? Weshalb spielt die Mannschaft in ihren Heimspielen oftmals so uninspiriert? Na klar ihr wisst schon.

Am Montag sagte der Kapitän der Bundesligatruppe Ibisevic vor der Mitgliederversammlung, dass man nächste Saison wieder angreifen werde. Na hoffentlich.

Den Vogel jedoch schoss Michael Preetz ab, als er von einer ordentlichen Saison sprach in der sich die Mannschaft weiter entwickelt hat. Wie bitte? Sie hat sich weiter entwickelt? Fragt sich nur in welche Richtung. Platz 7 (50 Punkte) in der Saison 2015/16. Platz 6 (49 Punkte) in der Saison 2016/17. Platz 10 (43 Punkte) in der Saison 2017/18. Stimmt, hier erkenne auch ich eine Weiterentwicklung. Zur grauen Maus der Bundesliga. Und geht die Entwicklung so weiter, kann man sich ausrechnen wann es in der Hauptstadt keinen Erstligafußball mehr geben wird.

Doch davon mag man natürlich nichts wissen, und sonnt sich in Plänen. Schon 2025 soll es in der Nähe des Olympiastadions eine reine Fußballarena mit einer Zuschauerkapazität von rund 55.000 Zuschauern geben. Davon verspricht sich der Manager und wohl nicht nur er eine Superzündung in ein neues Herthazeitalter. In einer reinen Fußballarena wird man einen ganz anderen Fußball spielen wie im ollen Olympiastadion.

Zweifellos wird die Atmosphäre wahrscheinlich besser sein. Wenn das Stadion mal voll ist. Nur wie schon oben beschrieben, nicht das Stadion ist schuld an den leblosen Auftritten der Mannschaft.

Ich kenne das Olympiastadion aus den 60er, 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Als Hertha packende Heimspiele lieferte. Fußballerischen Glanz hat Hertha noch nie verbreitet, jedoch unglaublichen Kampfeswillen. Als Mannschaften wie Juventus Turin oder der FC Barcelona in die Knie gezwungen wurden. Mailand zu Gast war und man der Mannschaft nie einen Vorwurf machen konnte, sie habe sich nicht teuer verkauft.

Da gab es nie Diskussionen um eine fehlende Atmosphäre im Stadion. Sie war da, weil die Mannschaft da war. Damals stellte man im Olympiastadion noch Besucherrekorde auf. Gut ich höre lieber auf in Erinnerung zu schwelgen. Bringt ja nichts, die harte Realität beginnt spätestens mit der Saisoneröffnung der Spielzeit 2018/19.

Hoffentlich mit einer Weiterentwicklung in die andere Richtung wie dieses Jahr. Auch wenn Michael Preetz und Pal Dardai das anders sehen. So kann es bei Hertha nicht weiter gehen. Sonst kann man die Pläne für ein reines Fußballstadion gleich in die Tonne treten. In der 2. oder 3. Liga reicht dann auch das Poststadion.