Fußballweltmeisterschaft der Frauen

Die Vorrunde ist für die deutsche Mannschaft beendet und sie hat den Gruppensieg erreicht. Mit 9 Punkten und 6:0 Toren liest es sich, als wäre die Mannschaft durch die Gruppenspiele geflutscht. Doch das war nicht so. Die Spiele gegen China und Spanien waren beide sehr eng und wurden auch mit mehr als etwas Glück gewonnen. Nur das gestrige Spiel gegen den WM-Neuling aus Südafrika war eine relativ klare Geschichte.

Jedoch konnte man auch in diesem Spiel sehen, dass der Mannschaft etwas die Spritzigkeit oder auch die Leichtigkeit fehlt. Beides wollte man gerade im letzten Spiel zeigen. Doch das gelang nur phasenweise. Das Achtelfinale hatte die Mannschaft schon vor dem gestrigen Spiel erreicht, es ging nur noch um den Gruppensieg um der Mannschaft aus den USA aus dem Weg zu gehen.

Die Mannschaft wird sich erheblich steigern müssen in den Spielen, die jetzt kommen. Es ist viel Luft nach oben. Doch einige gute, ja sehr gute Ansätze waren schon vorhanden.

In drei Tagen …

… beginnt die Fußballweltmeisterschaft der Frauen in Frankreich

Namen wie Almuth Schult, Sara Doorsoun, Sara Däbritz, Alexandra Popp, Svenja Hulh, Melanie Leupolz und Dzsenifer Marozsán, sagen womöglich vielen auf Anhieb nicht viel. Schon deshalb hatte die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft einen sehr witzigen Werbespot gedreht und sich dabei selbst etwas auf die Schippe genommen. Die aufgeführten Namen sind nur ein kleiner Teil der Frauennationalmannschaft die ab Sonnabend bei der WM in Frankreich gegen China eingreifen.

Leider wird der Frauenfußball in Deutschland noch immer etwas belächelt und oftmals mit dem der Männer verglichen. In anderen Ländern scheint man da schon etwas weiter zu sein. Wie z. B. in Frankreich und Großbritannien. In Großbritannien haben viele der Spitzenklubs auch eine Frauenfußballmannschaft.

Trotzdem spielt die deutsche Nationalmannschaft seit Jahren auf einem hohen Niveau. Und ich bin gespannt, wie die Mannschaft in Frankreich abschneiden wird und werde mir, soweit es meine Zeit erlaubt, auch einige Spiele anschauen.

Ich bin wieder hier …

An diesen Song von Marius Müller-Westernhagen musste ich denken, als ich die Meldung hörte, dass Dieter Hecking ein neues Traineramt annimmt.

Hatte er doch am letzten Spieltag der Saison 2018/19 in der anschließenden Pressekonferenz einiges über den Umgang mit Trainern verlauten lassen.

„So darf es nicht weitergehen.“ „Ich glaube, dass das uns Trainern überhaupt nicht guttut, weil damit das Hire and Fire noch mehr geschürt wird“. „Eigentlich können wir Trainer zu Hause bleiben weil, uns braucht keiner“. So waren seine Worte nachdem er mit Borussia Mönchengladbach den fünften Platz in der abgelaufenen Saison belegte und trotzdem vom Manager vor die Tür gesetzt wurde.

Diese Verbitterung, die aus seinen Worten klang, war auch durchaus verständlich. Unverständlich ist für mich jedoch, dass er sich jetzt einem Verein anschließt, der in den letzten 10 Jahren 17 Trainer verschließen hat. Der letzte Trainer der bei diesem „hervorragend geführten Verein“ eine Saison auf dem Trainerstuhl bleiben durfte, war Thorsten Fink in der Saison 2012/13.

Wenn es nicht von Anfang an gut läuft beim HSV, kann auch dort seine Tätigkeit schnell vorbei sein. Den eine langsame Entwicklung schwebt den HSV-Oberen gewiss nicht vor. Aber bemitleiden muss man Dieter Hecking nun auch nicht. Er konnte diesen Job ja ablehnen.

Glückwunsch Union

Union.pngDas war wohl nichts für schwache Nerven. Doch Union reichte das 2:2 vom Hinspiel um in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Am heutigen Abend gab es dann ein 0:0 in der „Alten Försterei“.

Na dann ihr Eisernen, ich freue mich auf zwei spannende Derbys in der Saison 2019/20.

Der lange Lulatsch …

… leuchtet rot

Doch das war dann wohl doch eher Zufall. Nach 94 Minuten hat der FC Bayern 3:0 gegen RB Leipzig das Pokalendspiel gewonnen. Insgesamt gesehen war der Sieg verdient.

RB Leipzig hatte in der ersten Halbzeit 25 starke Minuten und durch Poulsen eine großartige Chance, die von Neuer jedoch mit einer ebenso großartigen Reflexreaktion an den Querbalken gelenkt wurde. Nachdem Lewandowski mit einem schönen Kopfball das 1:0 erzielte, war bei RB Leipzig erst einmal die Luft raus und Bayern hatte noch eine gute Chance in der 1. Halbzeit.

Auch in der 2. Halbzeit hatte Leipzig wieder starke Szenen und Forsberg hatte eine hervorragende Chance den Ausgleich zu erzielen. Doch wieder konnte Neuer den Ball mit einer Kombination Fuß und Hand ein Tor für RB verhindern. Dann schwappte das Spiel auf einem guten Niveau hin und her. Bis einige für mich nicht ganz nachzuvollziehende Auswechslungen bei RB Leipzig den Weg für Bayern zu den Toren 2 und 3 frei machten.

Auf die gesamte Spielzeit gesehen haben die Bayern das Spiel verdient gewonnen. Und konnten im weiten Rund des Olympiastadions mal wieder ausgiebig und ausgelassen feiern.

Und wieder einmal zeigte sich welch eine tolle Atmosphäre dieses einmalige Stadion besitzt. Nur einer in Berlin begreift das nicht. Diesen kleinen Seitenhieb kann ich mir dann doch nicht verkneifen.

Sag beim Abschied …

… leise Servus!

Gerhard Delling wird heute Abend beim Pokalendspiel Bayern München-RB Leipzig letztmalig vor den Kameras der ARD stehen. Nach fast 30 Jahren geht damit eine Ära zu Ende. Schon am letzten Sonnabend moderierte er die ARD Sportschau das letzte Mal.

Unvergessen sind seine Duelle mit Günther Netzer. Wenn sie sich gekonnt die Bälle zuspielten und durchaus amüsant Spiele erklärten. So präzise, dass der damalige Bundestrainer Völler seinen berühmten Ausraster hatte und dem damaligen Moderator Waldemar Hartmann angiftete.

Schade mit ihm verlässt wieder eine Institution die ARD. Alles Gute Gerhard Delling und viel Glück für all das, was du dir vorgenommen hast.

Pokalfinale in Berlin

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. So hört man es spätestens im Viertelfinale des DFB-Pokals. Nur die, die schon in Berlin wären, sind bisher nie dabei, wenn das Pokalfinale angepfiffen wird. Na ja, die Amateure haben es den Profis vor vielen Jahren mal vorgemacht.

Bayern München trifft also morgen auf RB Leipzig im ausverkauften Olympiastadion und Michael Preetz kann sich mal wieder davon überzeugen, falls er nicht mit Hertha in den USA weilt, dass ein volles Olympiastadion eine tolle Atmosphäre hat. Die Bayern möchten natürlich den Pokal holen und ihr geduldeter Trainer N. Kovac könnte es schaffen den Pokal auch in diesem Jahr in der Hand zu halten.

Doch der Nochtrainer R. Rangnick von RB Leipzig dürfte einiges dagegen haben und den Bayern mit dem Pokalgewinn gerne eine lange Nase zeigen. Ich könnte ja schreiben, mir ist es egal, wer den Pokal holt. Doch wie im letzten Jahr, da hatte ich der Eintracht die Daumen gehalten, werde ich auch in diesem Jahr RB Leipzig die Daumen halten. Auch wenn es N. Kovac wohl endgültig den Job kosten sollte.

Viel Glück …

… heute Abend

Auch wenn vor einigen Jahren, als ihr schon mal an der 1. Bundesliga schnuppertet ein Plakat zur Legende wurde, auf dem stand, „so ’ne Scheiße, wir steigen auf“. Viel Glück heute Abend und im Rückspiel.

Wenn Hollywood Regie führt

Mit 41 Toren war der letzte Spieltag der 1. Fußballbundesliga ein sehr torreicher. Lag es daran, dass einige Mannschaften schon mit ihren Gedanken im Urlaub waren?

Nun Hertha BSC traf gestern mit Bayer 04 Leverkusen auf einen Gegner, der unbedingt einen CL-Platz erreichen wollte. Und dem hatte die Hertha nicht viel entgegenzusetzen. Was die beiden Jungnationalspieler Kai Havertz und Julian Brandt auf dem Rasen zaubern, ist schon feiner Fußball und das 1:3 von J. Brandt alleine, war das Eintrittsgeld wert. Und ich muss es leider nochmals schreiben, weshalb Rune Jarstein die Nummer 1 im Hertha-Tor ist, das hat man auch gestern gesehen. Besonders beim 0:1 war T. Kraft mehr als zögerlich und durfte sich von Grujic auch eine gewaltige Standpauke dafür anhören. Pal hätte sich wohl doch einen schöneren Abschied vorgestellt, doch an diesem Tag wäre Bayer wohl auch von einer Hertha in Bestform kaum zu schlagen gewesen. Das erkannten auch die Zuschauer im Stadion und feuerten Hertha auch beim Stande von 1:4 noch frenetisch an. Alle Achtung, kann ich da nur schreiben.

So endet die Saison mit Platz 11 für Hertha und mit 43 Punkten hat man die Punktzahl der vergangenen Saison wieder erreicht. Doch irgendwann muss die Mannschaft nun einen weiteren Schritt vollziehen.

Der größte Applaus erscholl jedoch, als an der Anzeigentafel der zwischenzeitliche Ausgleich der Eintracht in München angezeigt wurde. Nur konnte die Eintracht nicht mehr zum Spiel beitragen, das die Bayern sicher nach Hause brachten. 5:1 hieß es am Schluss und Hollywood hätte das Drehbuch nicht besser schreiben können. Die scheitenden Oldies Ribery und Robben wurden eingewechselt und schossen die Tore zum 4 bzw. 5:1.

Aber auch in Bremen schrieb Hollywood wohl das Drehbuch beim Spiel Werder Bremen gegen RB Leipzig. Auch hier schoss der eingewechselte Oldie Claudio Pizzaro den Siegtreffer zu 2:1 für Werder Bremen. RB Leipzig war mit einer B-Mannschaft angetreten und auch dort sollte man darüber nachdenken, wie fairer Sport geht. Für Werder und die Mannschaften vor Werder ging es noch um einiges. Hier sollte man den Wettbewerb nicht verzerren. Pokalendspiel hin oder her.

Mainz rang Hoffenheim nach einem 0:2 Rückstand noch mit 3:2 nieder und hat Hoffenheim somit den Weg nach Europa vernagelt. Die Eintracht wird es dankend zur Kenntnis genommen haben.

Durch den Sieg der Bayern war der 0:2 Erfolg des BVB nur noch ein Saisonabschluss mit 3 Punkten. Meister sind die Bayern. Dortmund jedoch hatte die Meisterschaft schon vor dem letzten Spieltag vergeben.

Apropos Wettbewerbsverzerrung, beim Spiel VfL Wolfsburg gegen den FC Augsburg bleibt einem auch ein fader Beigeschmack. Auch wenn ich das nur schwer beurteilen kann, da ich ja nur die Ausschnitte im Fernsehen sah. Aber 8:1 ist schon ein Ergebnis bei dem ich als Manager des FC Augsburg, auch wenn es praktisch für die Mannschaft nur darum ging den Saisonabschluss hinzubekommen, aus dem Anzug springen würde. So sollte man sich nicht präsentieren.

Die Spiele Freiburg-Nürnberg, Düsseldorf-Hannover und Schalke-Stuttgart hatten eh nur noch Freundschaftsspielcharakter.

 

Vor dem 34. Spieltag

Wir biegen in die Zielgerade ein und dürfen gespannt sein, welche der Mannschaften ihr Ziel erreicht. Sicher ist vor dem letzten Spieltag bisher nur, dass zwei Mannschaften, der FC Nürnberg und Hannover 96 das Klassenziel, den Klassenerhalt nicht geschafft haben.

Auch wenn ich glaube, dass die Meisterschaft feststeht, so ist sie offiziell natürlich noch nicht vergeben. Und da wären wir auch schon bei den Paarungen des letzten Spieltages.

Bayern München empfängt Eintracht Frankfurt. Für die Bayern geht es darum, die Meisterschaft zu vollenden, während die Eintracht unbedingt einen Sieg in München benötigt um noch Chancen auf einen EL oder gar CL-Platz zu haben. Diese Partie könnte ein echter Knaller werden. Da beide Mannschaften auf Sieg spielen werden, so glaube ich.

Und nicht weniger interessant dürfte die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund werden. Der BVB muss gewinnen um die Minimalchance auf den Titel zu erhalten und Borussia Mönchengladbach darf eigentlich auch keine Punkte hergeben um in den internationalen Rängen zu bleiben.

Hertha BSC empfängt Bayer 04 Leverkusen und ich hoffe, dass Hertha sich ähnlich engagiert, zeigt wie Fortuna Düsseldorf vergangene Woche beim BVB. Denn auch in diesem Spiel geht es noch um Europa. Zumindest für Bayer 04 Leverkusen. Und für Hertha geht es auch darum, sich ordentlich aus der Saison zu verabschieden. Oder möchte die Mannschaft dann doch noch etwas Zündstoff für die Jahresversammlung am Sonntag geben?

Eine hauchdünne Chance hat auch Werder Bremen im nächsten Jahr international zu spielen. Doch dazu muss man RB Leipzig schlagen und einige Vereine vor Werder verlieren.

Und auch der VfL Wolfsburg ist ein Kandidat für die internationalen Plätze. Und dürfte deshalb gegen den FC Augsburg nochmals alles geben.

Nicht zu vergessen ist 1899 Hoffenheim die bei ihrem Gastspiel in Mainz auch noch um internationale Plätze spielen. Ihr Trainer Nagelsmann würde sich bestimmt gerne mit dem Erreichen eines EL-Platzes verabschieden.

In diesen Spielen sind also noch einige Entscheidungen zu erwarten und da werden die Informationsdrähte bestimmt heiß laufen.

Die Partien Schalke 04-VfB Stuttgart, SC Freiburg-1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf-Hannover 96 haben dagegen nur noch „Freundschaftsspielcharakter“. In diesen Partien geht es eigentlich nur noch um die Endplatzierung.

 

Und dann heißt es am Sonnabend tschüss zu sagen. Mit dem Trainerteam Dardai/Widmayer endet eine 4-jährige ruhige Zeit bei Hertha BSC. Dank an die Beiden, die in dieser Zeit hervorragende Arbeit leisteten. Hertha kam nie in Abstiegsnöte und das war in der Ära Preetz auch schon anders. Rainer Widmayer wünsche ich für sein Wirken in Stuttgart alles Gute. Und bei Pal hoffe ich, dass er nach seiner Schaffenspause Hertha BSC auch weiterhin zur Verfügung steht. Er ist seit 1997 bei Hertha BSC und es wäre schön, wenn da noch einige Jahre dazu kommen würden.

Und nicht zuletzt, mit Fabian Lustenberger geht ein weiterer langjähriger Herthaner in seine Heimat zurück. Er kam 2007 zur Hertha und war damals der absolute Wunschspieler von Favre. Ob er damals dachte, dass er 12 Jahre für Hertha auflaufen würde? Wenn meine Information stimmt, so kommt er auf 307 Einsätze für Hertha. Nur 5 Spieler, Pal Dardai (373), Holger Brück (356), Michael Sziedat (353), Andreas Schmidt (336) und Hans Weiner (331), kamen auf mehr. Er hat sein privates Glück in Berlin gefunden und zieht mit ihr nun nach Bern. Mach‘s gut Lusti und alles, alles Gute.