125 Jahre Hertha BSC

Hertha.pngÜber die Geschichte von Hertha BSC muss ich nicht viel schreiben. Wen sie interessiert kann sie HIER nachlesen.

Die alte Dame vom Gesundbrunnen ist nun also schon 125 Jahre alt. Und das wird in dieser Woche ausgiebig gefeiert. Und das hat sie sich auch redlich verdient. Hertha war und ist es wohl auch heute noch immer der Fußballverein aus dem Westen der Stadt. Auch wenn nach dem Fall der Mauer viele aus den ehemaligen Ostteilen Berlins und dem Umland ins Olympiastadion kommen, hat sich daran wenig geändert. So wie Union, auch wenn der Verein im Westen mittlerweile akzeptiert wird, wohl noch lange Zeit ein Ostverein bleiben wird. Doch sind wir froh, in Berlin einen Verein in der ersten und einen Verein in der zweiten Fußballbundesliga zu haben. Vielleicht ändert sich das im nächsten Jahr und Union steigt auf.

Aber zurück zur Hertha. Lange habe ich überlegt, welche Hertha-Epoche für mich in den letzten fast 50 Jahren die beste war. Und das ist nicht einfach zu beantworten. Waren es die 70er, auf keinen Fall die 80er, oder die 90er Jahre? Für mich waren die Jahre, als Jürgen Röber Trainer von Hertha BSC war, spielerisch die besten Herthajahre. Das ist natürlich meine subjektive Meinung und man kann den Fußball der verschiedenen Dekaden auch kaum miteinander vergleichen. Er wurde immer athletischer und schneller.

Am 25. Juli 1892 wurde Hertha BSC gegründet und für die Feierlichkeiten kommt am Sonnabend mit dem FC Liverpool ein Verein in das Berliner Olympiastadion, der in diesem Jahr ebenfalls 125 Jahre alt wird. Bleibt zu hoffen, dass Jürgen Klopp mit all seinen Stars ins Stadion kommt und sie auch spielen lässt. Dann wird es bestimmt ein Leckerli für den Fußballfan und die Fans werden dann auch wieder folgendes singen

Na dann auf die nächsten 125 Jahre. Ob ich dann allerdings noch blogge, weiß ich nicht. 😀

Ohne Fußball ist’s auch langweilig

Ach wie schön es wär, käme bald die Bundesliga daher. Diese Zeit zwischen zwei Spielzeiten ist echt ätzend, findet ihr nicht auch? Und so lang ist es, gefühlte 4-5 Monate ist die Sommerpause nun schon alt und nichts bewegt sich. Nichts? Natürlich wird geschachert und der An- und Verkauf läuft auch Hochtouren. Der moderne Menschenhandel ist wieder mal rekordverdächtig. Ronaldo spielte ja auch mit dem Gedanken Real Madrid zu verlassen. Ihm ist der Boden in Madrid zu heiß geworden. Als man Rummenigge fragte, ob er für die Bayern ein Thema wäre, sagte dieser Bayern München beschäftigt keine Steuersünder, oder so ähnlich.

Da war dieser komische Cup in Russland und dieser Bundestrainer der ja eh keine Ahnung von Fußball hat, ist dorthin mit einer Mannschaft gereist die, wie viele dieser selbst ernannten Experten meinten, schon in der Vorrunde ausscheiden wird. Hat, wie wir wissen nicht so ganz funktioniert. Die Experten, die alle mehr Ahnung haben als der Bundestrainer, waren sich einig, mit der Truppe fliegen die achtkantig, wenn nicht in der Vorrunde dann spätestens im Halbfinale raus. Na ja auch da wurde nichts draus. Also fast aber halt doch nicht so ganz und dann stand diese Truppe der Blinden doch tatsächlich im Endspiel. Aber, und da waren all die, die was vom Fußball verstehen, also eigentlich alle bis auf den Bundestrainer, einer Meinung. Im Endspiel wird die Mannschaft so richtig eine auf den Sack bekommen. Hätte auch fast funktioniert, wenn dieser Bundestrainer nicht das unverschämte Glück gehabt hätte, dass einer der Blinden doch tatsächlich das Tor trifft. Und so hat die Truppe mit diesem völlig unfähigen Trainer doch tatsächlich diesen Konfetticup oder wie hieß der doch gleich noch, gewonnen.

Aber gesehen hab ich davon eigentlich nichts, denn ich musste mich noch von der Rückrunde erholen. Die war aus Berliner Sicht wieder einmal sehr aufregend. Hertha BSC wollte mit allen Mitteln verhindern, in die Euroliga zu kommen. Das hat, weil andere Mannschaften noch verbissener um die Nichtteilnahme kämpften, dieses Mal nicht funktioniert.

Aber so langsam wird es doch wieder Zeit, dass der Ball rollt. Ich freue mich schon, wenn man endlich dem Trainer wieder sagen kann, dass er nur falsch aufstellt, dem Schiedsrichter klammheimlich einen Gutschein von einer großen Optikerkette zusteckt, dem Reporter bescheinigt, dass er lieber Kartoffeln verkaufen sollte als ein Spiel mit seinem Kommentar zu zerstören. Ach wird das wieder eine herrliche Zeit. Die Diskussionen am Montag werden wieder aufleben. Man kann sich aufregen und freuen. Ach was haben wir nur in dieser fußballlosen Zeit gemacht. Worüber haben wir uns eigentlich unterhalten? Haben wir uns überhaupt unterhalten? Ja die Vorfreude ist so groß. Doch da kommt die Ernüchterung. Bis es endlich wieder losgeht, müssen wir noch 4 lange Wochen warten. Grauenhaft einfach grauenhaft.

In 4 Wochen erst werde ich mich mit den beiden Hunden vor dem Bildschirm versammeln und ihnen erklären, was ein Foul ist. So lange muss ich die Zeit am Sonnabend ab 18:00 Uhr noch irgendwie mit etwas sinnvollem nutzen. Nur mit was? Habe ich nicht noch irgendwo eine Aufzeichnung aus irgendeiner Saison, egal von welcher? Ich geh mal suchen und wünsche euch schon mal ein schönes, wenn auch fußballfreies Wochenende.

Ach so halt, halt, so ganz ernst gemeint war das jetzt natürlich alles nicht, oder hattet ihr das etwa gedacht?

Champions-League ohne ZDF

Es war schon längst bekannt, doch die UEFA musste es nochmals spannend machen. Ab der Saison 2018/19 wird es keine Spiele der Champions-League im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mehr geben.

Der Pay-TV Sender SKY hat sich die Rechte gesichert und wer Spiele der Champions-League sehen möchte, der muss ein Abo bei SKY buchen oder beim Streaming-Dienst DAZN. Und es ist eher wahrscheinlich, dass man dafür noch tiefer als bisher in die Geldbörse greifen muss. Denn die Rechte zu erwerben war nicht billig und das ZDF tat gut daran, aus diesem Wahnsinn auszusteigen.

Es wäre nun sehr einfach, die alleinige Schuld den geldgeilen Funktionären der UEFA zuzuschieben, und würde der Situation auch keinesfalls gerecht werden. Einen großen Anteil daran haben die Vereine und deren Gier nach immer teureren Spielern. Ein mittelmäßig begabter Fußballer, der einen Pass über 5 Meter unfallfrei spielen kann, ist ja unter 30 Millionen nicht zu haben und für die Stars der Szene muss man mittlerweile mindestens 100 Millionen hinlegen. Was für ein Wahnsinn und niemand stoppt ihn. Keiner der großen Vereine ist bereit hier den Anfang zu machen. So werden wir in ein paar Jahren wohl bei 200 Millionen für einen Superstar erleben.

Da ich selbst lange Zeit Fußball spielte, hätte ich noch vor 10 Jahren nicht vorstellen können, dass ich eines Tages auch ohne ihn auskommen könnte. Jedenfalls was den bezahlten Fußball betrifft. Mich regt diese Geldgier seit langem auf und die Zersplitterung der Spieltage die ab der nächsten Saison noch mehr voranschreitet ebenso. Die kleineren Bundesligavereine müssen sich den größeren opfern. Die großen Vereine möchten noch mehr Geld scheffeln um noch teurere Spieler kaufen zu können um dann der innerdeutschen Konkurrenz noch mehr zu enteilen. Mit Chancengleichheit hat das nichts mehr zu tun.

Schon deshalb begrüße ich den Entschluss des ZDF, aus der Champions-League auszusteigen. Ich hoffe, dass der Sender SKY sich verkalkuliert und sich kaum jemand für sein Champions-League-Abo interessiert. Dann werden die Werbekunden wohl auch irgendwann abspringen.

So kann der Ausstieg des ZDF vielleicht auch eine Chance sein und das Pay-TV in die Enge treiben. Sicher ist das natürlich nicht, aber freuen würde es mich. Eventuell hat die Gier nach immer mehr Einnahmen bei der UEFA auch ein Ende und man kehrt zu einem vernünftigen Geschäftsgebaren zurück. Na gut träumen darf man ja wohl noch. Doch bis dahin werde ich kein Spiel der Champions-League mehr sehen. Denn ich unterstütze SKY, dessen Abo ich vor nunmehr 6 Jahren gekündigt habe, nicht.

 

Relegation auf dem Prüfstand?

Wer die Bilder der letzten Tage noch im Kopf hat, der wird, wie ich, den Sinn dieser Relegationsspiele kaum noch erkennen. Klar für den DFB ist es ein lohnendes Geschäft. Zusätzliche Fernseheinnahmen und volle Stadien da es um viel geht. Um die sportliche und finanzielle Perspektive für die Vereine nämlich. Die Einnahmeverluste in der 2. Fußballbundesliga zur 1. Fußballbundesliga sind ja beträchtlich.

Eigentlich keine gute Voraussetzung für interessante Spiele. Dafür geht es um zu viel. Und das sah man auch in den Spielen zwischen dem VfL Wolfsburg – Eintracht Braunschweig (1. Bundesliga/2. Bundesliga) und 1860 München – Jahn Regensburg(2. Bundesliga/3. Liga). Wobei sich bei beiden Spielen die sogenannten Fans daneben benahmen. In Braunschweig wurde ein Ordner durch einen Knallkörper verletzt und nach dem Spiel das Spielfeld gestürmt.

Noch schlimmer war es in München. Warum der Schiedsrichter dieses Spiel nicht in der 81. Minute abgebrochen hat, ist eigentlich kaum nachzuvollziehen. 15 Minuten wurde das Spiel, das längst entschieden war, unterbrochen. Sitzschalen und Befestigungsstangen flogen, trotz massiver Polizei-und Ordnungskräfte in den 16er von Jahn Regensburg. Als der Schiedsrichter das Spiel wieder anpfiff, ging es weiter. Der Torhüter von Jahn Regensburg musste mehr auf Gegenstände der sogenannten 60er „Fans“ achten als Bälle der 60er Spieler halten. Es war mehr als ein glücklicher Umstand, dass er unverletzt blieb. Ich fand es unverantwortlich den Torhüter und die anderen Spieler dieser Gefahr auszusetzen. Doch wahrscheinlich rechtfertigt das Geld alles. Und der Kommentator der ARD setzte mit seinen, ich kann es leider nicht anders schreiben, dummen Kommentaren noch einen drauf.

Der DFB sollte ernsthaft sein Konzept überdenken und diese Relegationen vielleicht doch auf den Prüfstand stellen. Die Vorkommnisse in diesem Jahr reihen sich ja nur in die der letzten Jahre ein. Nur so schlimm wie in diesem Jahr war es in den Vergangenen dann doch nicht.

Zwischenruf: Hände weg vom Olympiastadion!

In der alten Herthahymne hieß es, „dort am grünen Strand der Spree, dort spielt Hertha BSC“. Sie stammt aus einer Zeit, als das Olympiastadion noch gut genug war. Als man schon in den 60er Jahren mit 3 Millionen DM Schulden belastet das eigene Stadion an der Plumpe verkaufen musste, um wieder die Lizenz für die 1. Bundesliga zu bekommen.

Jahrzehntelang war das Olympiastadion für alle Herthagenerationen gut genug und auch ich war immer wieder überwältigt von der Atmosphäre dieses altehrwürdigen Stadions. Doch nun hat der Manager von Hertha BSC ein neues Lieblingsprojekt. Er möchte ein reines Fußballstadion. Keine Tartanbahn soll Spieler und Zuschauer trennen. Das würde die Atmosphäre verbessern und aus anderen Stadien weiß man ja schließlich wie toll da die Atmosphäre ist.

Zugegeben wenn 20.000 Zuschauer sich im weiten Rund des Olympiastadions verlieren, so ist die Atmosphäre nicht berauschend. Aber weshalb kommen denn die Zuschauer nicht in Massen, wie z. B. in den 70er Jahren ins Stadion? Liegt es am Stadion oder doch eher an der Mannschaft? In dieser Saison war Hertha ausgesprochen heimstark, sieht man mal von dem katastrophalen Spiel gegen Leverkusen ab. Und doch war das Stadion nur gegen Bayern München und dem BVB ausverkauft. Und das nur weil man eben genau diese Mannschaften sehen möchte. Das sollte dem Manager zu denken geben. Oder glaubt er ein reines Fußballstadion würde die Qualität des Spieles von Hertha automatisch verbessern? Das wäre wohl etwas kurz gedacht.

Von mir aus baut der Verein sich irgendwo ein reines Fußballstadion. Mit seinem eigenen nicht vorhandenen Geld. Kein Cent von Steuergeldern sollte dafür verwendet werden. Wenn man weiß, dass Hertha in dieser Saison ca. 50 Millionen an Fernsehgeldern und sonstigen Zuwendungen eingenommen hat und hört, dass man nur sehr vorsichtig in eine Verstärkung der Mannschaft investieren kann, frage ich mich wo hier noch Geld für einen Stadionum- bzw. neubau übrig bleiben soll. Für ein Wahnsinnsprojekt eines größenwahnsinnigen Managers. Bis das Stadion fertig ist, spielt Hertha vielleicht schon in der 3. Liga.

Der Manager sollte sich lieber intensiv um die Mannschaft und deren kontinuierlichen Aufbau kümmern. Sollte froh sein, dass bedingt durch die Schwäche der Konkurrenz Hertha in den letzten zwei Spielzeiten nie in Abstiegsnöte geriet. Doch so viel Glück hat man nicht jede Saison und die Mannschaft hat nicht die Klasse um in der nächsten Saison die „3fach-Belastung“ zu stemmen. Hertha BSC war in den letzten beiden Spielzeiten schon mit der „Doppelbelastung“ Vor- und Rückrunde leicht überfordert.

Nicht, dass eines Tages statt „nur nach Hause gehen wir nicht“, „ nur nach Hause gehen wir doch“, gesungen wird im weiten Rund des altehrwürdigen Olympiastadions.

Aus, aus, das Spiel ist aus

Nun ist sie also Geschichte die Fußballbundesliga 2016/17. Und Geschichten wurden geschrieben. Der Meister stand eigentlich schon vor dem Beginn der Spielzeit fest und dürfte auf Jahre hinaus, auch für die nächsten Spielzeiten, feststehen. Jedenfalls wenn nichts Gravierendes geschieht. Bayern München kommt in der Champions League zwar nicht mehr ins Endspiel, spielt jedoch im nationalen Fußball in einer anderen Liga.

Doch hinter den Bayern ging es spannend zu. RB Leipzig wurde auf Anhieb Vizemeister und schaffte die direkte Qualifikation zur Champions-League-Teilnahme. Das durfte man nicht unbedingt erwarten. Borussia Dortmund könnte, wenn man die vereinsinternen Querelen in den Griff bekommen sollte, was ich im Moment eher nicht glaube, wieder eine Mannschaft haben die in 1-2 Jahren die Bayern ärgern könnte und Hoffenheim hat sich als Tabellenvierter seine beste Bundesligaplatzierung erarbeitet.

Mit dem 1. FC Köln kehrt eine Mannschaft nach 25 Jahren auf die europäische Fußballbühne zurück und das wurde in Köln feierlich höchstens vom Karneval übertroffen. Gefeiert wurde auch im Olympiastadion in Berlin. Nach einer desolaten Vorstellung die alles andere als Euroligareif war, hat Hertha BSC sich dann doch noch für Europa qualifiziert. Ob direkt oder wie im letzten Jahr per Qualifikation hängt davon ab, wie das Pokalendspiel am kommenden Sonnabend im Olympiastadion ausgeht. Gewinnt der BVB, ist Hertha direkt qualifiziert. Dann hat auch noch der tapfere FC Freiburg die Chance sich per Qualifikation für Europa zu qualifizieren.

Im Niemandsland der Tabelle tummeln sich die eigentlichen Aspiranten für die Euroligaplätze. Borussia Mönchen-Gladbach, Schalke 04 und Bayer Leverkusen hatten sich wahrscheinlich nicht solch eine verkorkste Saison vorgestellt. Während Werder Bremen für mich die Mannschaft der Rückrunde ist. Auch in den letzten Spielen, die verloren gingen hat die Mannschaft gezeigt, welch Potenzial in ihr steckt. Der HSV ist der Relegation buchstäblich in letzter Sekunde von der Schippe gehopst und hat den VfL Wolfsburg in die Relegation geschupst. Auch der VfL Wolfsburg hatte einen anderen Anspruch und der heißt zumindest Euroliga- Platz ist jedoch an seiner wenig konstanten und wie ich finde teilweise arroganten Spielweise gescheitert. Bleibt nur noch die beiden Absteiger zu würdigen. Darmstadt und Ingolstadt haben sich mit einer großartigen Moral aus der 1. Bundesliga verabschiedet. Von dieser Moral könnte sich manch anderer Erstligist was abgucken.

Das wars dann mit der Saison 201617. Na dann freuen wir uns auf die Saison 2017/18 und warten darauf wie die Mannschaften sich hinter Bayern München platzieren werden. Oder glaubt jemand an Wunder??

Bibiana Steinhaus …

… pfeift 1. Fußballbundesliga

bibiana-steinhausEigentlich hatte ich diese Entscheidung schon vor der letzten Saison erwartet. Doch da konnten sich die Herren des DFB noch nicht zu einer längst fälligen Entscheidung durchringen.

Ab der Saison 2017/18 nun darf die Zweit- und drittligaerfahrene Schiedsrichterin nun auch erste Bundesliga pfeifen. Bisher wurde sie in der 1. Bundesliga nur als vierte Offizielle eingesetzt. Nun wird sie mit drei männlichen Neulingen auch in der 1. Bundesliga pfeifen.

Haben die einen Knall bei der DFL?

Und wieder ist die DFL bemüht an der Preisschraube zu drehen um noch mehr Fernseh- und Werbegelder einzustreichen. Die DFL möchte dem DFB beim Treffen am 23. Mai den revolutionären Vorschlag unterbreiten, den DFB-Pokal statt bisher mit 64 Mannschaften ab der Saison 2019/20 mit 182 Mannschaften auszutragen.

Aus dem Amateurbereich sollen 146 Mannschaften an den Start gehen. Statt sechs Runden sollen es dann 8 werden. Für Amateurvereine würde es wahrscheinlich mehr Geld in die Kasse spülen als bisher.

Was sich im ersten Moment so fürsorglich für die Amateurvereine anhört, ist, so glaube ich, nur ein Vorwand um mehr Gelder wie oben beschrieben einzusacken.

Tschüss Marcelinho!

555Sein Samba wurde von 2001-2006 im Olympiastadion gefeiert. Er begeisterte nicht nur seinen Friseur der im oftmals neue Haarschnitte und Haarfarben kreierte, sondern er begeisterte die Fans mit seiner Fußballkunst. Ja er war der Liebling der Massen.

Nun 11 Jahre nach seinem Abschied von Hertha BSC hängt der nunmehr 41-jährige brasilianische Fußballzauberer seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel. Doch einen Wunsch wollte er sich noch erfüllen und Hertha BSC stimmte sofort zu. Marcelinho wollte ein Abschiedsspiel in „seinem“ Wohnzimmer, dem Berliner Olympiastadion.

Morgen um 15:30 Uhr wird es im Olympiastadion angepfiffen und viele ehemalige Stars und Weltmeister haben ihr kommen zugesagt und waren heute beim Abschlusstraining auch schon dabei. Namen die einem das Herz höherschlagen lassen werden morgen auflaufen. Es gibt ein Wiedersehen mit Marco Pantelic, Arne Friedrich, Michael Preetz, nun gut den sieht man ja noch öfter im Olympiastadion, „Paule Beinlich“, Zecke Neuendorf, Carsten Ramelow und Pal Dardai ja sogar Kevin Prinz Boateng hat sich angesagt. Und für seine brasilianische Auswahl sollen u. a. kommen Ailton, Dede, Marcelo Bordon, Paulo Sergio und Naldo.

Das wird bestimmt ein Spiel mit viel Spaßeffekten werden und ein paar Zungenschnalzer sind dann auch dabei.

Das Spiel wird übrigen vom RBB 3. Programm um 15:30 Uhr live übertragen. Ich freue mich auf all die „alten“ Recken und wie es aussieht, findet das Spiel bei herrlichem Frühlingswetter statt. Brasilianische Temperaturen können wir dem brasilianischen Supertechniker jedoch nicht präsentieren. Das wird ihn hoffentlich nicht stören und er „sein“ Wohnzimmer auch deshalb nie vergessen. Hertha BSC verdankt Marcelinho eine Menge und wird ihn wohl auch nie vergessen.

Moment mal: RB Leipzig

Es gab Zeiten da ging man zu einem Fußballspiel, um sich an „seiner“ Mannschaft zu erfreuen. Oder auch weil man einen oder mehrere Spieler der „gegnerischen“ Mannschaft unbedingt einmal live sehen wollte. Doch das scheint lange vorbei zu sein.

Zugegeben der Fußball hat sich verändert. Er ist heute hochkommerziell und die Mannschaften der 1., 2. und 3. Liga sind eher Wirtschaftsunternehmen als Sportvereine. Es geht um viel Geld und es zählt nur noch der Erfolg. Und so gibt es eben Mannschaften, die finanziell besser dastehen als andere. Die Schere klafft immer weiter auseinander. So hat sich der Fußballsport weiter entwickelt und das Spiel wurde in den letzten Jahrzehnten immer dynamischer.

Mit dieser Entwicklung nicht standhalten konnten offensichtlich manche der sogenannten Fans. Was sollte dieser Klamauk in Dortmund? Alberne Spruchbänder in der Ostkurve und eine Straßenschlacht gegen den verhassten Klub RB Leipzig. Weshalb eigentlich? Nur weil RB Leipzig ein Retortenklub ist? Der mit viel Geld eines namhaften Sponsoren hochgepuscht wurde? Nur gut, dass der Rest der Liga kein Geld von Sponsoren annimmt. Welcher Verein ist denn heute noch ein Verein mit vielen Spielern aus der Region? Alle Vereine sind Legionärsvereine geworden, das mag man nun mögen oder nicht. Es ist so. Also sollte man den Unsinn dieser Hasstiraden gegen RB Leipzig mal endlich einstellen und sich an die eigene Nase fassen, was z. B. die Funktionäre der Vereine angeht. Denn auch sie haben ein gerüttelt Maas Anteil an dem, was sich am Sonnabend in Dortmund abspielte. Auch wenn sie das nicht wahrhaben wollen.