Leider so wie all die Jahre vorher

Am Sonntag fährt Hertha ins Trainingslager nach Leogang/Österreich. Dort sollte es eigentlich den Feinschliff der Mannschaft geben. Doch wie soll das gehen? Schon viele Spieler (8) haben den Verein verlassen gekommen sind bisher nur zwei. Einige sind nach der EM noch dabei konditionale Rückstände aufzuarbeiten und andere sind in Tokio bei den Olympischen Spielen.

Die letzten drei Testspiele wurden mehr oder minder überwiegend mit Spielern aus dem Nachwuchsbereich geführt. Und Pal ist nicht zu beneiden. Denn wieder einmal ist eine vernünftige Vorbereitung auf die Saison nicht möglich. Die wievielte Saison eigentlich?

Es scheint fast so, als würden sich Spieler zieren bei Hertha zu unterschreiben. Oder anders geschrieben, warum zögert F. Bobic eigentlich mit Neuverpflichtungen?

So wie es sich im Moment darstellt, wird es zumindest am Anfang der Saison 2021/22 wieder mehr Improvisation geben, als es dem Trainer lieb sein kann.

So kann man schon jetzt davon ausgehen, dass beim Pokalspiel in Meppen eher eine Verlegenheitself als eine eingespielte Mannschaft auf dem Platz stehen dürfte. So kann man die Saison nicht angehen.

Neues von Hertha

F. Bobic räumt auf und er möchte genau die Spieler loswerden, die ich auf meiner internen Liste mit Ablauf der Saison 2020/21 hatte. Gibt es entsprechende Angebote so können Cunha und Lukebakio gehen. Wobei völlig unstrittig ist, dass Cunha ein Spieler ist, der den Unterschied ausmachen kann. Und hier ist der Fallstrick, er kann den Unterschied ausmachen, macht es aber meist nicht. Lukebakio hätte ich z. B. nie nach Berlin geholt.

Gleiches gilt für Alderete. Ihn möchte man an Valencia ausleihen. Ohne Leihgebühr und einer Kaufoption. Man möchte ihn also erst einmal von der Gehaltsliste haben. Bliebe auf meiner Liste nur noch Boyata. Auch bei ihm zeigt F. Bobic gesprächsbereitschaft, wenn das Angebot stimmt. Sein Vertrag läuft ohnehin nur noch bis 2022. An eine Verlängerung ist, Stand jetzt, kaum zu denken. Er spielt bei P. Dardai eh keine große Rolle und kommt an der Innenverteidigerkonkurrenz in der Mannschaft kaum noch vorbei.

Wenn diese vier Spieler Hertha verlassen, wäre es bei Cunha wegen seiner Spielstärke bedauerlich. Doch manchmal muss man eben Konsequenzen aus dem Verhalten der Spieler ziehen. Und dazu scheint F. Bobic bereit zu sein. Ein Wagnis geht er damit auf jeden Fall ein.

Was kümmert die UEFA schon ein Menschenleben?

Karl Lauterbach (SPD) machte die UEFA dafür verantwortlich, dass durch die EM das Corona-Virus quer durch Europa geschleppt wird. Vielleicht auch für die Menschenleben, die diese EM kosten könnte?

Doch mal ehrlich, was juckt die UEFA eine Aussage von Herrn Lauterbach? Hauptsache die Kasse stimmt und alle beugen sich dem Diktat der UEFA. Einer Organisation die schon durch ein paar Regenbogenfarben in Hektik verfällt und in Baku (Aserbaidschan), einem hochdemokratischen Staat, dänischen Fans durch Ordner eine kleine Regenbogenfahne  abnehmen lässt. VW wollte seine Werbebande mit den Regenbogenfarben unterlegen, was von der UEFA ebenfalls untersagt wurde. Was ich als Manager von VW daraufhin gemacht hätte, weiß ich sehr genau.

Und nochmals Menschenleben. Weder die UEFA noch die FIFA kümmern sich einen Dreck um Menschenrechte. Mindestens 6500 Tote hat es bei Bauarbeiten der WM-Stadien in Katar gegeben. Egal, sollen sie besser auf sich aufpassen. Die Spiele in Katar werden stattfinden.

Sowohl die UEFA als auch die FIFA verkleistern oder versuchen den Menschen zumindest die Augen zu verkleistern indem sie eine scheinheilige Fair Play Kampagne bringen. Für beide Organisationen gilt diese Kampagne jedoch nicht.

Wie man in den letzten Wochen sehen konnte, hat die UEFA wohl richtig gehandelt. Viele Menschen haben sich in den Stadien getummelt auf Straßen ohne jeden Abstand getanzt und sich eng an eng Spiele angesehen.

Und so wird es auch 2022 im Dezember sein. Die meisten werden ihren Mannschaften zu jubeln und mit ihnen fiebern. Egal was sich Monate oder Jahre davor an menschlichen Tragödien beim Bau dieser Stadien abgespielt haben.

Aber was schreibe ich. Ich bin, so scheint es, diesbezüglich wohl eher ein Sonderling. Ich finde es ja auch schrecklich wie Menschen die nichts weiter als eine bessere Zukunft haben möchten im Mittelmeer absaufen. Aber das ist ein ganz anders Thema, wenn es auch nicht weit von dem, über das ich hier geschrieben habe, entfernt ist.              

Die Auswärtstorregel wird abgeschafft

Das teilte der europäische Fußballverband UEFA gestern mit. Ab nächster Saison wird es sie nicht mehr geben. Seit 1965 gab es diese Regel also seit nunmehr 56 Jahren. Ich dachte, sie wurde erst in den 70er Jahren eingeführt, so kann man sich täuschen. Aber das nur als Marginalie.

Nun kehrt man wieder zur alten Verfahrensweise zurück. Gibt es nach dem Hin- und Rückspiel Torgleichheit, so gibt es Verlängerung und wenn nötig Elfmeterschießen.

Ich fand die Auswärtstorregel gut. Schon weil man sich dadurch Verlängerungen ersparte. Wie lang sollen Rückspiele denn ab der nächsten Saison gehen wenn es nach Hin- und Rückspiel eine Torgleichheit gibt? Bis nach Mitternacht?

Jedoch gibt es dazu gewiss auch gegenteilige Meinungen, oder?

Neues von Hertha

Kevin wieder zu Hause

Es war ein Geheimnis, auch wenn es seit Tagen alle wussten. Der Berliner Junge ist wieder zu seinen Ursprüngen zurückgekehrt. Er durchlief alle Jugendmannschaften von Hertha und verließ den Verein nach 53 Profieinsätzen Richtung England.

Nun kehrt er mit 34 Jahren zur Hertha zurück und ist die zweite Neuverpflichtung nach dem nun Ex-Schalker Serdar.

Schon seit 2 Jahren träumte er davon, seine sportliche Karriere mit seinem Halbbruder Jerome bei Hertha ausklingen zu lassen. Dieser Traum bleibt jedoch höchstwahrscheinlich ein Traum, da es seinen Bruder ins Ausland zieht.

Schade, ich hätte beide gerne noch einmal für Hertha spielen sehen.


Davie möchte es wissen

Stefan Kunz hatte Davie Selke einen Platz für das deutsche Fußballteam in Tokio in Aussicht gestellt. Doch darauf möchte Davie verzichten um sich gezielt für Hertha auf die neue Saison vorzubereiten. Im Moment ist er mit seiner Frau noch im Urlaub und soll sich selbst da bei Strandläufen und im Fitnessraum des Hotels in Form bringen. Hoffentlich kommt seine Frau dabei nicht doch etwas zu kurz. Ist doch Urlaub Davie.

Unter Pal hat er schon einmal eine ganz ordentliche Saison hingelegt und ich wünsche ihm, dass es ihm, nach drei eher durchwachsenen Spielzeiten endlich wieder besser geht. Ihm ist es sehr zu wünschen und für Hertha wäre es ein großer Gewinn. Denn können kann er es.


Pal wehe du drückst die Daumen zu sehr für Ungarn 😀

Seine Familie und er machen Urlaub am Balaton. Da guckte er sich das Spiel seiner ehemaligen Mannschaft gegen Deutschland an. Natürlich wünschte er sich einen Sieg seiner ungarischen Nationalelf. Alles andere wäre ja komisch. Ob sein Wunsch in Erfüllung ging, weiß ich natürlich jetzt noch nicht. Den Post hatte ich am frühen Mittwochabend geschrieben.

Moment mal: UEFA sie haben ein Problem

Nachdem bei den beiden Spielen in Budapest Spieler aus Frankreich und Portugal übelst beleidigt wurden, möchte die Stadt München ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit setzen.

Beim Spiel Ungarn gegen Frankreich wurde Mbappé, wenn er am Ball war, mit Affenlauten von den Rängen beschimpft. Sein Mannschaftskollege Benzema, der algerische Wurzeln hat, wurde ebenfalls beschimpft.

Auch Ronaldo wurde beim Spiel Ungarn-Portugal beschimpft. Leider sind das alltägliche Vorfälle von dummen Menschen.

Der ungarische Präsidentendarsteller Orbán lies Gesetze gegen Schwule und Lesben durchboxen und die Ausländerfeindlichkeit Ungarns spürt die EU stets, wenn es darum geht, Migranten zu verteilen. Kurz geschrieben, sie piken sich die Rosinen der EU heraus, möchten sonst jedoch nicht mit ihr zu tun haben. Und ich habe es schon oft geschrieben, gehören sich längst, wie auch Polen hochkantig aus der EU geworfen. Denn demokratische Staaten sind weder Ungarn noch Polen und würden heute die europäischen Normen zum Beitritt nicht mehr erfüllen.

Am Mittwoch gastiert die ungarische Mannschaft nun in der Allianz-Arena zu München. Der Münchner Oberbürgermeister Reiter möchte nun ein Zeichen der Toleranz setzen und hat der UEFA einen Brief geschrieben. Er möchte das Stadion in den Regenbogenfarben anstrahlen lassen, um so die Weltoffenheit der Stadt München zu zeigen. Das dürfte dem Ungarn Orbán gar nicht gefallen.

Die UEFA hat bisher noch nicht reagiert. Man hat sich erst einmal mit der Regenbogenbinde von Manuel Neuer beschäftigt. Die dieser, auch zum Zeichen der Solidarität mit Schwulen und Lesben, getragen hatte. Man urteilte salomonisch und bewertete es als ein Zeichen der Vielfalt. Auch wenn nach den Regularien der UEFA, nur deren Kapitänsbinden getragen werden dürfen, drückte man hier ein Auge zu.

Dann darf man gespannt sein, ob die UEFA die Augen ganz schließt um die in Regenbogenfarben angestrahlte Allianz-Arena zu übersehen oder das Vorhaben ganz verbietet.

Bleibt die Frage, ob der Sport sich immer als neutraler Vermittler sehen oder klar Farbe bekennen sollte.

Willkommen Fredi Bobic

Gestern gab es die erste Pressekonferenz mit Fredi Bobic im Dienst von Hertha BSC. Dabei machte er einen sehr souveränen Eindruck und es wurde sehr schnell klar, dass auch er mehr Geduld in die Entwicklung der Mannschaft einfordert.

Er war der Auffassung, dass fünf Trainer in 2 Jahren keinen Fußballer in seiner Entwicklung weiter bringen und legte sehr viel Wert auf eine strukturelle Veränderung. Kontinuität sei das Gebot der Stunde. Schon deshalb war er sehr erfreut, dass sowohl Pal wie auch Arne seinem Wunsch entsprechend weiter machen. Die Mannschaft, das war sehr deutlich herauszuhören, wird sich verändern. Was auch mein Wunsch nach dem Abschluss der Saison war. Von einigen Spielern muss man sich trennen. Vorausgesetzt man wird sie los, denn die Verträge vom ehemaligen Geschäftsführer Sport sind ja nicht auf ein Jahr ausgelegt.

Wie drückte F. Bobic es aus? Man braucht Qualität und keine Quantität. F. Bobic bringt einige Begleiter aus Frankfurt mit und mein abschließendes Fazit der Pressekonferenz ist, es zieht so etwas wie Professionalität bei Hertha ein. Dass ich das noch erlebe. 😀

Da kann man F. Bobic nur wünschen, dass das alles gelingen möge. Vielleicht entsteht bei Hertha dann auch so etwas wie ein magisches Dreieck aus Fredi, Pal und Arne.

Bravo Hertha!

Eigentlich hatte ich erst am kommenden Dienstag mit der Nachricht gerechnet. Es ist der erste Arbeitstag von F. Bobic bei Hertha, doch auf der digitalen Mitgliederversammlung am heutigen Sonntag wurde das verkündet was viele Herthaner, darunter auch ich, für die beste Lösung halten.

Pal bleibt Trainer der Hertha und kann sich nun mit A. Friedrich und F. Bobic daran machen die Verpflichtungsfehler der vergangenen Saison zu korrigieren. Denn alle drei sind, was die Verpflichtungen von M. Preetz angeht, unbelastet und Pal hatte es vor einigen Tagen schon angedeutet, dass er, als er das Amt des Cheftrainers wieder annahm, einen ziemlichen Haufen vorgefunden hatte. Trotzdem gelang es ihm in der Kürze der Zeit, daraus eine einigermaßen Mannschaft zu formen. Außenstehende können wahrscheinlich nicht einmal erahnen wie es um die Truppe von Hertha bestellt war, als Pal den Job übernahm.

Aber das soll nun endgültig Schnee von gestern sein. Die ehemaligen Mannschaftskameraden, die nicht immer einer Meinung waren, haben es nun in der Hand, die Mannschaft zu formen und zu stabilisieren.

Irgendwie freue ich mich jetzt schon auf die Saison 2021/22. Kein Geschwafel von einem Big City Club, denn wie sagte Pal vor einigen Tagen so treffend, „Ich habe hier gespielt, da habe ich nie gehört Big City. Wir sind ein deutscher Verein, in der Hauptstadt, in Berlin, für Berlin, das ist gut“, das dürfte dem Investor schon mal gar nicht gefallen haben.

Aus, aus, das Spiel ist aus

Die Saison 2020/21 ist beendet. Also fast beendet. Zwei Entscheidungen stehen noch aus. Die Relegationsspiele zwischen erster und zweiter, sowie zweiter und dritter Liga.

In Berlin sprang die Hertha dem Absturz in die Zweite Liga mal gerade so von der Schippe. Und was der Trainer gestern über den Zustand der Mannschaft sagte, dürfte man einerseits als einen Hieb gegen den ehemaligen Manager M. Preetz verstehen und gleichzeitig den Verantwortlichen nicht gefallen haben, obwohl es die Wahrheit ist. Aber wer möchte die schon gerne hören.

Hertha hat eine Menge Spieler, jedoch keine Mannschaft. Auch Pal ist es nicht gelungen eine Achse zu etablieren. Weil einige der viel zu gut bezahlten Spieler einfach nur für sich spielten. Schon deshalb war es für den Trainer und sein Team eine schwere Aufgabe, diesen Typen den Ernst der Lage klar zu machen. Mit anderen Worten, die Einkaufspolitik war völlig falsch. Und stellte schon Bruno Labbadia vor schier unlösbare Probleme. Nur durch seine Entlassung und des ehemaligen Sportdirektors war eine Rettung Herthas überhaupt möglich. Und tatsächlich war Pal die einzig mögliche Alternative um den Karren vielleicht doch noch aus dem Dreck zu ziehen. Zusammen mit Zecke und das sollte man nicht vergessen, Arne Friedrich, die angenehmste Überraschung im Herthatross. Er blieb selbst in schwierigsten Situationen ruhig und sorgte dafür, dass man Pal und Zecke auch als es mehr als brenzlig wurde, in Ruhe arbeiten ließ. Das war vielleicht einer der größten Pluspunkte gegenüber der Konkurrenz im Abstiegskampf, es blieb ruhig bei Hertha. Trainer und Manager traten als Team auf. Der Investor war untergetaucht und das war gut so. Hoffentlich bleibt er genau da.

Doch was heißt das für die neue Saison? Über fast jeden Einkauf der vergangenen zwei Saisons muss man sich genauestens unterhalten und eventuell sich von nicht wenigen trennen. Die Saison zeigte auch, der Nachwuchs der Hertha hat genug Potenzial. Natürlich braucht man auch erfahrene Spieler um sie zu führen. Da muss man punktuell verstärken. Mit Rune Jahrstein hat man verlängert, mit Cunha auch. Bei Cunha glaube ich jedoch, dass die Verlängerung nur für eine Aufbesserung der Ablösesumme erfolgte. Er wird spätestens zur Saison 2021/22 weg sein.

Was sollte das Ziel der Saison 2021/22 sein? Ganz klar die Mannschaft zu stabilisieren und einen Platz im gesicherten Mittelfeld anstreben. Sich von hochtrabenden Zielen zu verabschieden. Nach zwei Grottensaisons muss endlich Ruhe einkehren und eine Mannschaft geformt werden. Wer glaubt, dass das in einigen Wochen geschehen kann, der kennt die Situation bei Hertha wohl nicht.

Und für eine Saison der Konsolidierung ist Pal genau der richtige Mann. Er hat, nicht nur in den letzten Wochen, gezeigt, dass er die richtigen Worte für die Jungs trifft.

Erst wenn die Mannschaft geformt ist, kann man über weitere Schritte nachdenken. Hoffentlich ist das in die Köpfe der Verantwortlichen bei Hertha endlich eingedrungen. Wenn ja könnte es endlich mal wieder eine ruhigere Saison geben. Zu wünschen wäre es der Mannschaft und mir. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. 😀

Vor dem 34. Spieltag

Die CL-Plätze sind vergeben und ob nun der VfL Wolfsburg oder Borussia Dortmund auf den Plätzen drei oder vier landen, das dürfte ihnen egal sein. Hauptsache sie sind auf den Geldrängen.

Sollte Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, den Verein doch noch verlassen, kokettiert wird es seit Wochen, dann würde kein Trainer der Vereine die in der Tabelle die Plätze 1-6 belegen mit dem Trainer in die Saison 2021/22 gehen, mit dem er die Saison 20/21 beendete. Das wäre, so glaube ich, ein Novum in der Bundesliga.

Spannung gibt es nur noch um die Plätze 18-16. Eine Spannung auf die wahrscheinlich die betroffenen Vereine gerne verzichtet hätten. Kommen wir also zum letzten Spieltag der Saison 2020/21.

In München spielt Bayern München gegen den FC Augsburg vor einigen Zuschauern. Das sei man dem scheidenden Trainer und den scheidenden Spielern schuldig, sie hieß es von den Bayernoberen. Klar, etwas Show muss sein um die Flucht vom FC Bayern München zu vertuschen. Es sei doch eine Ehre den FC Bayern trainieren oder für ihn spielen zu dürfen, so die Meinung eben dieser Oberen. Das sehen wohl einige anders und verlassen, teilweise nach vielen Jahren, den Verein.

Borussia Dortmund empfängt Bayer 04 Leverkusen, etwa zum Sommerkick? Gut, dass es noch Spieler mit Ehrgeiz gibt die jedes Spiel gewinnen möchten. Da meine ich in erster Linie E. Haaland vom BVB.

Der VfL Wolfsburg lädt den FSV Mainz 05 zum Gastspiel ein. Auch in diesem Spiel geht es um nichts mehr. Denn wie oben beschrieben, Platz 4 ist Wolfsburg sicher.

Eintracht Frankfurt, sie sind die eigentlichen Verlierer um die CL-Plätze, empfangen den SC Freiburg. Sorry Fredi, aber die Aussage der Saison würdest Du eine glatte 1 geben, kannst Du nicht ernst gemeint haben, oder?

In der Alten Försterei geht es vor 2000 Zuschauern gegen RB Leipzig für Union tatsächlich noch um eine Fahrkarte nach Europa. Wer hätte den Köpenickern das am Anfang der Saison zugetraut? Egal ob es nun Europa wird oder nicht, Union hat eine wirklich gute Saison hingelegt. Und das, obwohl sie nicht Stadtmeister wurden. Klar, ich muss die Euphorie der Köpenicker auch etwas bremsen. Man wird es mir nachsehen.

Tja und dann kommen wir zu den Sorgenkindern.

Der FC Köln muss gegen Schalke 04 gewinnen um sich zumindest eine kleine Chance zu erhalten den direkten Abstieg zu vermeiden. Obwohl ich es mit den Kölnern nun wirklich nicht halte, aber für den sympathischen Exherthaner Ondrej Duda, wäre es schön weiter in der 1. Liga zu bleiben.

Werder Bremen mit neuem alten Trainer möchte unbedingt gegen Mönchengladbach gewinnen und sich so vom Relegationsplatz verabschieden. BMG seinerseits hat auch noch die letzte Chance auf Europa. Das könnte ein spannendes Spiel werden. Oder ein total verkrampftes.

Kann Arminia Bielefeld in Stuttgart gewinnen? Das darf man nach bisher gezeigten Leistungen des VfB durchaus bezweifeln. Von den „Sorgenkindern“ dürfte die Arminia die schlechteste Ausgangsposition haben und könnte sich am Ende des Spieltages durchaus auf Platz 17 wieder finden.

Aber es kann natürlich auch ganz anders laufen. Die letzten drei Partien haben jedenfalls noch eine Menge Spannung in sich.

Natürlich habe ich Hertha nicht vergessen. Aber ganz ehrlich ob sie nun in Hoffenheim gewinnen, verlieren oder Unentschieden spielen, ist mir so was von egal. Man möge es mir nach dieser Saison nachsehen. Und es kann auch, wie auch immer Hertha in Hoffenheim spielt, man munkelt von einer Truppe, die zu einigen Teilen aus der Herta-Akademie bestehen soll, niemand von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Denn beide haben auf die Tabelle keinen Einfluss mehr. Hertha ist gerettet, mehr war in diese Saison nicht zu machen. Der Hype um Pal erreicht in Berlin nochmals ungeahnte Höhen. Er hat sich mit der Erfüllung seines eigenen Traumes, Hertha in der Liga zu halten, endgültig zum Superherthaner gemacht. Es war mit Sicherheit die schwerste Aufgabe, die er je bei der alten Dame hatte. Zum zweiten Mal hat er der Hertha, wie es eine Zeitung in Berlin nannte, den „Arsch“ gerettet. Da kann ich mich nur anschließen und schreiben, DANKE Pal!

So das war‘s für diese Saison.

Man sagt und schreibt immer, das Beste kommt zum Schluss. Das trifft hier nicht zu.

Nach 288 Bundesliga-Spielen, 1075 Gelbe Karten, 26 Rote Karten und 60 Elfmetern ist fast Schluss für Manuel Gräfe. Morgen leitet er sein 289. und letztes Spiel der Bundesliga.

Seine unaufgeregte Art mit Spielern und Offiziellen zu kommunizieren wird in den Stadien fehlen.